In der Liebe und beim Kochen ist alles erlaubt ...
Alma lebt auf St. Pauli ihren Traum von ihrem eigenen Restaurant mit veganer mediterraner Küche und hat damit die Cuisine, bei der sich vermeintlich immer alles um das Stück Fleisch oder Fisch auf dem Teller dreht, neu gedacht. Um noch mehr Gäste zu beglücken, hat sie bei der Stadt beantragt, die Parkplätze vor dem Restaurant als Terrasse nutzen zu dürfen. Eigentlich eine sichere Nummer, denkt Alma, ist man momentan doch eh bemüht, Parklets besser zu nutzen als nur für Autos. Doch als eines Tages ein Transporter auf IHREN Parkplätzen steht, wird sie aus ihrer perfekten Welt gerissen. Schlimmer wird es noch, als sie sieht, was es mit dem Transporter auf sich Denn die bis dato leerstehende Ladenfläche neben ihrem Restaurant wurde scheinbar wieder zum Leben erweckt – ausgerechnet mit einem Geschäft für Lederwaren. Totes Tier in der Auslage neben ihrem Restaurant? Garantierter Businesskiller. Und um das Chaos komplett zu machen, stellt der Inhaber des Ladens, der charmante Stefan, Almas Leben völlig auf den Kopf ...
2,5⭐️ Irgendwie hat mich das Buch genervt und enttäuscht. Ich habe mich so sehr darauf gefreut gehabt, weil Run For Love von Nina Dias ein Highlight von mir war, aber dieses Buch war leider nichts für mich.
Alma hat ein veganes Restaurant und geht vollkommen in ihrer Aufgabe auf. Ständig ist sie auf der Suche nach neuen, kreativen und veganen Rezepten, mit denen sie ihre Gäste verzaubern kann. Doch dann zieht nebenan ein Geschäft für Lederwaren ein und Alma bangt um ihr Restaurant. In ihrer Wut und Verzweiflung sieht sie den Inhaber des Ladens als Todfeind Nummer eins an. Doch dieser lässt sich von ihren Ausbrüchen und Killerblicken so gar nicht beeindrucken. Im Gegenteil: Mit unendlicher Geduld und seiner charmanten Art, schleicht er sich nach und nach in ihr Herz.
Meine Meinung:
Dieses Buch ist der Wahnsinn! Mich hat der Klappentext wirklich neugierig gemacht, vor allem weil das Geschäft für Lederwaren und ein veganes Restaurant ziemlich kontrovers sind und mich die Lösung dieses Konflikts sehr interessiert hat. Der Schreibstil der Autorin war sehr anschaulich und spannend. Ich habe mich keine Sekunde gelangweilt, musste viel lachen und konnte mich stellenweise auch gar nicht mehr losreißen. Stefan ist ein charmanter und unheimlich geduldiger Mann. Er hat ein dickes Fell, nimmt wenig persönlich und hinterfragt ständig, warum eine Person (in diesem Fall Alma) sich auf eine bestimmte Art verhält. Da er sich so in sein Gegenüber hineinversetzt, reagiert er oft sehr besonnen. Alma hingegen ist ein ziemlicher Wirbelsturm. Sie empfindet viele und sehr tiefe Emotionen und trägt diese dann auch nach außen. Deshalb kommt es oft zu Gefühlsausbrüchen jeglicher Art. Und auch wenn der ein oder andere Leser das vielleicht für übertreiben halten mag, ich fand es einfach nur menschlich. Alma ist öfter über das Ziel hinausgeschossen, aber das passiert dem besten Menschen mal. Umso wichtiger ist es, dass sie Personen in ihrem Umfeld hat, die sie dann wieder einfangen. Und Stefan ist so ein Mensch. Er kann sie zügeln ohne sie einzusperren und ist somit ihre perfekte Ergänzung.
Fazit: Eine sehr emotionale Liebesgeschichte, die mich oft zum Lachen bringen konnte.
Ich hatte Lust auf etwas Romantik und gewaltfreiere Literatur als Thriller und Krimis, da kam das Hörbuch von "Liebe ohne Rezept" wie gerufen. 100% gewaltfrei ist das Buch aber auch nicht, wie zum Beispiel folgendes Zitat aus dem siebten Kapitel zeigt: "Gab es einen besseren Start in die Woche als jemandem aufs Maul zu hauen?"
Worum geht's eigentlich? Die Inhaberin eines veganen Restaurants findet es nicht so lustig, dass neben ihrem Restaurant nun Lederwaren ausgestellt werden sollen. Außerdem legt sie sich mit einer Behörde an, weil sie einen Parkplatz als Terrassenerweiterung nutzen möchte. Mr. Lederware ist aber natürlich auch rein zufällig Single und charmant... Einen Großteil der Geschichte kann man sich also schon nach Lesen der Beschreibung denken. Es gibt dann noch das ein oder andere Element, dass man nicht direkt kommen sieht, aber man kann sich auch hier den Verlauf der Geschichte schnell denken.
Das Buch begleitet unsere beiden Hauptfiguren durch ihren Alltag, sodass man Einblicke in beide Köpfe erhält. Im Hörbuch bleibt die Sprecherin aber gleich. Da das Buch in dritter Person geschrieben ist, weiß man aber trotzdem immer, wen man gerade begleitet. Was mich persönlich beim Hörbuch ein bisschen gestört hat (aber das ist Geschmackssache), ist die Aufteilung nach Kapiteln. Ein Track war somit sehr lang, wobei ich eher kurze Tracks bevorzuge.
Obwohl ich keine hohen Erwartungen an das Buch hatte, hat mich die Hauptfigur Alma leider enttäuscht. Sie sollte mit ihrer schlechten Laune wahrscheinlich realitätsnah rüberkommen, allerdings fand ich sie einfach sehr unsympathisch. Aber egal, wie eklig Alma sich ihren Mitmenschen gegenüber verhält, Folgen hat es nicht wirklich. Das Ende fand ich somit nicht gerade realistisch und Almas Verhalten fand ich leider einfach nervig.