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Der langersehnte vierte Band der Kinderklinik Weißensee

Berlin-Weißensee, 1948: Elisabeth „Lissi“ Vogel kann es kaum erwarten, als Assistenzärztin an der Kinderklinik Weißensee endlich in die Fußstapfen ihrer Tante Marlene zu treten. Doch der Klinikdirektor schätzt die begabte, junge Frau wegen ihres verformten Beines, das von einer überstandenen Kinderlähmung herrührt, gering. Außerdem legt er ihr immer neue Steine in den Weg. Aber Lissi lässt sich so schnell nicht einschüchtern, genauso wie ihre Tante Marlene. Die musste in einer Nacht-und-Nebel-Aktion nach Westberlin fliehen und dort bei null anfangen. Als sich in Berlin Fälle von Kinderlähmung häufen, wird die frisch verliebte Lissi plötzlich mit ihrer größten Angst konfrontiert und verliert den Mut, für ihre kleinen Patienten und für den Mann ihres Herzens zu kämpfen.

513 pages, Kindle Edition

Published February 1, 2024

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Antonia Blum

8 books1 follower

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Community Reviews

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Displaying 1 - 21 of 21 reviews
Profile Image for Steffi.
3,282 reviews183 followers
February 17, 2024
3.5

Es ist schon eine ganze Weile vergangen seit ich den dritten Teil der Kinderklinik Weißensee Reihe gelesen habe, daher habe ich auch ein wenig gebraucht wieder in die Geschichte reinzufinden.

Der Krieg ist vorbei und Deutschland in verschiedene Sektoren unterteilt. Die Kinderklinik liegt im sowjetischen Sektor und Marlene und ihr Mann Maximilian müssen plötzlich nachts nach Westberlin fliehen. Währenddessen startet ihre Nichte Lissi ihren Job in der Kinderklinik als Assistenzärztin. Neben den politischen Problemen häufen sich aber auch die Fälle von Kinderlähmung, so dass die Klinik alle Hände voll zu tun hat.

Mir hat das Buch wieder gut gefallen, aber auch es gab auch ein paar Dinge, die mich nicht ganz so überzeugt haben.
Das Setting war wieder sehr gelungen und es war interessant vor allem Lissi durch den Klinikalltag zu begleiten. Aber ihre Liebesgeschichte fand ich nicht so ganz überzeugend und auch ein wenig anstrengend.

Marlene hat mir in diesem Teil leider nur wenig gefallen. Ich mochte ihre Art nicht und fand ihr Verhältnis zu ihrer Familien zu großen Teilen sehr anstrengend.

Insgesamt konnte mich das Buch gut unterhalten, kommt aber nicht ganz an die Vorgänger heran.
Profile Image for Marimirl.
227 reviews3 followers
April 3, 2024
Der vierte und letzte Band der Reihe Kinderklinik Weißensee spielt kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Lissi, die Tochter von Emma, ist dieses Mal die Protagonistin - dennoch kommen die Schwestern Emma und Marlene nicht zu kurz. Lissi beginnt ihre Tätigkeit als Assistenzärztin in der Kinderklinik und stößt dabei auf einige Herausforderungen.

Auch wenn es nun bereits wieder eine Weile her ist, dass ich die ersten drei Bände der Serie gelesen haben, habe ich problemlos in die Geschichte hineingefunden. Die Vorgeschichte wird zwar nicht wiederholt, an wichtigen Punkten wird aber geschickt ohne zu nerven nochmals einzelnen erzählt. Man kann das Buch auch einzeln lesen - ich empfehle aber dennoch die gesamte Serie in der richtigen Reihenfolge zu lesen, um die Figuren auch kennenzulernen.

Mir hat auch dieser Band wieder sehr gut gefallen. Besonders interessant fand ich mehr über die Krankheit Polio, die eine große Rolle in dem Buch spielt, zu erfahren. An keinem Punkt kam Langeweile vor, es gibt wie immer mehrere Handlungsstränge, die den Leser bei Laune halten: die Politik nach dem Zweiten Weltkrieg und die Teilung Berlins, Kinderkrankheiten, die erste große Liebe und die Schwierigkeiten ein Krankenhaus in der Nachkriegszeit zu führen sind nur ausgewählte davon.

Auch wenn mir die Serie sehr gut gefallen hat, denke ich, dass tatsächlich ein guter Zeitpunkt für das Ende ist.
218 reviews
February 18, 2024
,, Kinderklinik Weißensee-Geteilte Träume " von Antonia Blum ist der 4. Teil und bildet den Abschluss der Reihe um die Kinderklinik Weißensee.
Nachdem ich bereits die vorherigen Bände mit großer Begeisterung gelesen habe, war ich gespannt, was mich nun erwartet. Endlich kann ich wieder in das Leben der Schwestern Emma und Marlene, sowie deren Familien eintauchen.
Ein wunderbares Wiedersehen mit den liebgewonnenen Personen.
Der Krieg ist seit 3 Jahren zuende. Marlene ist noch immer als Ärztin in der Klinik Weißensee tätig, ihre Schwester Emma ist mit viel Herzblut Pflegeleiterin . Berlin ist durche Allierten in Ost und West aufgeteilt. Da im Osten der Stadt wohlhabende Familien als Naziverbündete angesehen werden, greift der sowjetische Besatzter hart durch und vertreibt und enteignet diese Familien. Dies passiert auch Maximilian und Marlene von Weilert. Um ihr Leben zu retten, müssen sie innerhalb von Minuten mit ihrer Tochter Katharina flüchten. Sie kommen in West-Berlin bei Bekannten unter. Die Enteignung und Vertreibung setzt Maximilian so sehr zu, dass er daraufhin verstirbt. Für Lene bricht eine Welt zusammen.
Nun beginnt auch Emmas Tochter Lissi die anspruchsvolle Tätigkeit als Ärztin in der Klinik. Sie möchte so gerne ihre Idee von tiergestützter Therapie bei der Behandlung der Kinder etablieren, doch der neue neue Klinikdirektor Professor Nowikow hält nichts davon.
Obwohl es für Lene offensichtlich ist, daß die Politik der sowjetischen Besatzer nichts Gutes für die Zukunft bringt, kann sie Emma nicht davon überzeugen, ebenfalls in den Westen überzusiedeln. Emma kann und will ihre Heimat, ihre Kinderklinik nicht verlassen und glaubt an das Positive eines Sozialistische Staates, in dem alle Menschen gleich sind. Doch schnell zeigt sich , daß die Versorgung mit den nötigen und wichtigen Materialien, vor allem Medikamenten wie Antibiotika, nicht wirklich funktioniert. Das Gebäude der Klinik ist seit dem Angrif im Krieg stark in Mitleidenschaft gezogen, es muß dringend repariert und saniert werden. Doch auch dafür gibt es kaum Material.
Lissi geht mit in ihrer Arbeit mit den Kindern auf, sie kümmert sich rührend und mit ganz viel Empathie um ihre kleinen Patienten. Und auch ihr Herz gerät ins Stolpern, als der Kollege Dr. Oliviera ihr nähere kommt. Als in der Klinik erste Fälle von Poliomyelitis, Kinderlähmung, auftreten , wird sie so sehr an ihr eigenes Schicksal erinnert, welches ihr Leben stark prägt.
Schon bald treten immer mehr Fälle auf, eine Epidemie hat Berlin erfasst , Medikamente fehlen, so mancher kleiner Patient kann nur durch die Eiserne Lunge am Leben erhalten werden.
Antonia Blum hat mich mit ihrem großartig bildhaften Schreibstil von der ersten Seite an , wieder in den Bann gezogen. Der Text liest sich wunderbar flüssig, die Geschichte ist mitreißend und fesselnd. Die politischen Entwicklungen in Ost und West sind hervorragend recherchiert und dargestellt. Die notdürftige Versorgungslage in der sowjetischen Zone ist authentisch beschrieben, genauso wie die Blockade West-Berlins , die nur durch die Luftbrücke der Allierten die Bevölkerung mit dem Nötigsten versorgen konnte.
Die Schilderungen der Poliomyelitis- Behandlung ist absolut authentisch und hervorragend recherchiert. Auch die gesellschaftlichen Entwicklungen in Ost und West sind perfekt ausgearbeitet. Die Einschränkungen, sowohl in der Versorgung als auch z. Bsp in der freien Meinungsäußerung, in der sowjetischen Zone sind realistisch dargestellt.
Wie werden Emma und Marlene und ihre Familien mit dieser Trennung umgehen? Können sie ihre eigentliche enge Verbundenheit bewahren, obwohl das System und ihre Ansichten sie trennen? Wird Lissi ihren Mut finden und mit aller Kraft für ihre kleinen Parteien kämpfen lassen?
Auch das Cover hat mich wieder überzeugt. Ganz wunderbar passt es zur Reihe. Auf dem Bild ist der kleine Patient Rolf zu sehen, zusammen mit dem Esel Beppo in im Hintergrund die Klinik.
Mich hat dieser 4. Band von der ersten bis zur letzten Seite begeistert, genauso wie die vorherigen Teile. Die Seiten flogen nur so dahin, nur ungern habe ich mich von den liebgewonnenen Familienmitgliedern verabschiedet.
Ein wunderbarer Abschluss, den ich sehr gerne uneingeschränkt weiterempfehle.
486 reviews
April 29, 2024
Viele Herausforderungen und Neuanfänge - rundum gelungener Abschlussband der Schmökerserie

1948 ist der zweite Weltkrieg zwar endlich vorbei, wirkt aber noch lange nach. Emmas Tochter Lissi hat ihr Studium der Medizin erfolgreich abgeschlossen und erhält nun den Chance, ihrer Tante Marlene nachzueifern und als Assistenzärztin an der Kinderklinik Weißensee zu arbeiten. Doch ihr Einstand gestaltet sich alles andere als einfach. Der Direktor der Klinik glaubt, dass Lissi wegen ihres nach einer Polio-Infektion deformierten Beines zu stark beeinträchtigt ist und deshalb nicht die Leistung bringen kann, die man von ihr erwartet. Lissi muss sich doppelt anstrengen, um sich zu beweisen. Auch von anderer Seite werden ihr Steine in den Weg gelegt. Und die größte Herausforderung kommt erst noch: Immer mehr Kinder erkranken an Kinderlähmung. In Lissi kommen Erinnerungen an ihre eigenen traumatischen Erfahrungen mit der Krankheit hoch. Ihre Tante Marlene plagen indessen ganz andere Sorgen. Sie und ihr Mann Max werden enteignet, im Osten Berlins wird nach ihnen sogar von der Polizei gefahndet. Sie müssen daher in den Westteil der Stadt fliehen und dort ganz neu anfangen. Dabei kommt es zu einem folgenschweren Streit zwischen Marlene und Emma, die mit den sowjetischen Besatzern sympathisiert. Ob die Schwestern sich wieder versöhnen können?

Die Geschichte ist unkompliziert und flüssig formuliert, liest sich ohne Anstrengung fast wie von selbst. Alles wird chronologisch erzählt. Das Cover reiht sich nahtlos in die der vorherigen Bände ein. Erneut ist ein verloren wirkendes Kind abgebildet, neugierig nähert sich ihm ein Esel. Das Bild spielt auf eine Szene aus dem Buch an.

Alle Hauptfiguren hadern. Marlene trauert um ihr altes Leben an der Klinik, ihr fällt es schwer, sich mit ihrer neuen Situation abzufinden. Zudem gibt es in der Beziehung mit ihrer Tochter Katharina immer wieder Konflikte und auch der Streit mit Schwester Emma beschäftigt sie sehr. Auch Emma macht sich viele Sorgen. Das anfängliche Vertrauen in die neue politische Führung schwindet langsam. Ihr Mann, der Journalist Kurt darf seine Meinung nicht mehr offen äußern. Zudem bereitet ihr Lissis Entwicklung Kopfzerbrechen. Lissi selbst zweifelt nach einem Tiefschlag immer mehr an ihren Fähigkeiten und dann hat ihr ein Kollege auch noch kräftig den Kopf verdreht, der anscheinend mehrere Eisen im Feuer hat. Mit allen Figuren muss man einfach mitfiebern und mitleiden. Ob die Zuversicht letztendlich wieder die Oberhand gewinnt?

Wie schon bei den Vorgängerbänden, flogen auch beim Lesen von „Kinderklinik Weißensee - Geteilte Träume“ die Seiten nur so dahin. Sofort war ich von der Geschichte gefesselt. Es wird anschaulich klar, was das Kriegsende für die einzelnen Charaktere bedeutet, welche konkreten Auswirkungen die politischen Verhältnisse auf die Menschen hatten. Marlene muss beispielsweise tatenlos zusehen, wie sie alles verliert. Der Kinderklinik stehen kaum Mittel zur Verfügung, es fehlt nicht nur an Medikamenten und medizinischen Geräten auch das Gebäude der Klinik ist marode und sollte dringend renoviert werden. Die Mitarbeiter des Krankenhauses sind ständig im Stress und müssen oft schnell und spontan reagieren. Klar, dass das alles nicht spürbar an Emma, Marlene und Lissi vorbeigeht, deren Nerven ziemlich strapaziert werden. Noch versuchen Emma und Kurt sich mit dem neuen System zu arrangieren, was aus heutiger Sicht möglicherweise etwas naiv und unkritisch scheint, aber aus ihrer damaligen Perspektive durchaus verständlich ist.
Auch der Abschluss der Reihe hat mich mit Haut und Haaren in die Handlung und in längst vergangene Zeiten eintauchen lassen und toll unterhalten. Ein herrlich kurzweiliger Schmöker zum Alltagvergessen. Wer fesselnde, leichte historische Romane zum Mitfiebern sucht, liegt mit dieser Reihe absolut richtig.
Profile Image for Silke T..
191 reviews
April 4, 2024
Deutschland im Jahr 1948, der Krieg ist vorbei und das Land in seine vier Sektoren unterteilt. Während Emmas Tochter Lissi als Kinderärztin zurück nach Weißensee kehrt, muss Marlene mit ihrem Mann flüchten, denn als Adelige gelten sie als Sympathisanten der Nazis. Marlene muss nun unerwartet bei Null beginnen und auch Lissi steht vor großen Herausforderungen. Da die junge Frau in ihrer Kindheit an Kinderlähmung erkrankte, hat sie heute ein verformtes Bein, was der neue Klinikleiter gar nicht gern sieht und Lissi gerne Steine in den Weg legt. Doch Lissi lässt sich nicht so leicht einschüchtern und zeigt, was in ihr steckt. Als in Berlin dann mehrfach Fälle vn Kinderlähmung auftreten, steht sie vor einer ganz neuen Herausforderung.
Mit Geteilte Träume erschien der bereits vierte Band der Kinderklinik Weißensee Reihe von Antonia Blum im Ullstein Verlag. Der Krieg ist nun vorbei, doch noch ist der Alltag lange nicht zurückgekehrt.
Der Einstieg in den Roman fällt leicht, schnell wird es spannend und man befindet sich wieder mitten im Geschehen. Wie auch zuvor erzählt Antonia Blum sehr lebendig und mitreißend und lässt dadurch die Ereignisse im Roman galubhaft werden.
Die Nachkriegszeit wird hier sehr gut mit eingebunden, anhand der persönlichen Erlebnisse der Charaktere müssen wir Leser uns mit den damaligen Problemen auseinandersetzen. Seien es Schwierigkeiten in der Versorgung, die Spaltung Berlins oder auch das Beschaffen von Material für Reparaturarbeiten, all diese Begebenheiten werden hier geschickt mit eingebunden.
Auch die Spannung in diesem Roman ist hoch, denn es beginnt regelrecht mit der im Klappentext angeteaserten Flucht Marlenes nach Westberlin. Hier muss Marlene sich so einigen Schicksalsschlägen stellen und nicht nur die räumliche Trennung zu ihrer Schwester Emma macht die Beziehung unter den Schwestern sehr schwer. Auch Lissi, die als Kinderärztin nun wieder in Weißensee ist, steht vor schier unlösbaren Aufgaben. Aus den Perspektiven der beiden Schwestern und Lissi erzählt Antonia Blum von den Ereignissen der Nachkriegszeit, von denen man sehr gefesselt wird.
Was hier in diesem Band sehr nahe geht, ist die Entfremdung zwischen den Schwestern Marlene und Emma. Emma hat die Hoffnung auf ein Leben, in dem alle gleich behandelt werden. Sie glaubt an die Versprechungen, die die Politik macht, während Marlene immer noch unter dem Schock der Enteignung steht und so gar nicht begreifen kann, was Emma spricht.
Insgesamt sind hier wieder alle Charaktere äußerst authentisch geschildert und man hofft und bangt und fiebert wieder mit ihnen mit. Vor allem Lissi ist mir hier sehr schnell ans Herz gewachsen, denn sie ist allen Umständen zum Trotz eine starke, äußerst kämpferische junge Frau, die auch bei Widrigkeiten nicht gleich aufgibt. Denn die Herausforderung vor denen sie vor allem in der Klinik steht sind nicht nur im Arbeitsbereich, sondern auch in der Liebe.
Mein Fazit
Ein gelungener vierter Band, mit dem die Reihe um die Schwestern Marlene und Emma nun ihren Abschluss findet. Wie in den vorherigen Bänden ist die Geschichte lebendig und authentisch erzählt und man begleitet die Charaktere in einem Alltag, der alles andere als leicht zu meistern ist. Sowohl persönlich als auch zeitlich interessant und fesselnd erzählt und wer die ersten Bände gelesen hat, wird nicht drumherum kommen, diesen Teil zu lesen. Wieder sehr fesselnd und von mir gibt es eine Leseempfehlung.
1,411 reviews7 followers
February 10, 2024
Ein schöner Abschluss der Kinderklinik Weißensee Reihe

Klappentext:
Berlin-Weißensee, 1948: Elisabeth „Lissi“ Vogel kann es kaum erwarten, als Assistenzärztin an der Kinderklinik Weißensee endlich in die Fußstapfen ihrer Tante Marlene zu treten. Doch der Klinikdirektor schätzt die begabte, junge Frau wegen ihres verformten Beines, das von einer überstandenen Kinderlähmung herrührt, gering. Außerdem legt er ihr immer neue Steine in den Weg. Aber Lissi lässt sich so schnell nicht einschüchtern, genauso wie ihre Tante Marlene. Die musste in einer Nacht-und-Nebel-Aktion nach Westberlin fliehen und dort bei null anfangen. Als sich in Berlin Fälle von Kinderlähmung häufen, wird die frisch verliebte Lissi plötzlich mit ihrer größten Angst konfrontiert und verliert den Mut, für ihre kleinen Patienten und für den Mann ihres Herzens zu kämpfe

„Kinderklinik Weißensee – Geteilte Träume“ ist der 4. und letzte Band der Reihe „Kinderklinik Weißensee“ von Antonia Blum.

Seit dem 3. Band sind fast 1 1/2 Jahre vergangen, doch nach wenigen Seiten war ich wieder tief in der Geschichte versunken.

Die Hauptprotagonisten sind die Schwestern Marlene und Emma die ich schon seit dem ersten Band ins Herz geschlossen habe.
Und jetzt natürlich Lissi, die Tochter von Emma. Sie will in die Fußstapfen ihrer Tante Marlene treten und ihre Fachärztin für Kinderheilkunde machen.
Der Krieg ist vorbei und überall sind noch die Nachwirkungen zu spüren. Die Kinderklinik liegt im russischen Teil von Berlin und auch die Schwestern leben dort.
Doch Marlene und ihre Familie müssen vor den russischen Besatzern in den Westteil fliehen.
So teilen die verschiedenen Sektoren nicht nur das Land und die Stadt sondern auch die Schwestern.

Interessant sind die Einblicke die man in die Kinderheilkunde bekommt.
In diesem Band bricht in Berlin eine Welle von Kinderlähmung aus. Man kann gegen die Krankheit so wenig machen. Wir können froh sein, dass die Krankheit bei uns durch die Impfungen so gut wie ausgerottet ist.

Antonia Blum hat diese Geschichte wieder wunderschön geschrieben.
Von Marlene und Emma mit ihren Familien hat man sehr schnell Bilder im Kopf.
Marlene ereilt ein schweres Schicksal in diesem letzten Band. Mit ihr habe ich viel gelitten.
Antonia Blum steckt in diese Geschichte viel Emotion, viel Liebe und einiges an historischen Informationen. So bekommen die Leser*innen mit was die Blockade für die Berliner die nicht im russischen Sektor lebten bedeutete. Die Autorin hat Marlene nach Westberlin flüchten lassen und konnte die Unterschiede zwischen dem westlichen und dem östlichen Berlin gut aufzeigen.

Die Kinderklinik Weißensee wurde wie am Anfang der Reihe beschrieben tatsächlich 1911 eröffnet, heute befindet sich dort nur noch eine Ruine.
Antonia Blum hat gute Recherchearbeit geleistet und eine sehr realistische und wunderschöne Buchreihe veröffentlicht.
Durch den fesselnden Schreibstil der Autorin bin ich in jeden Band wieder ganz tief versunken.

Jetzt ist der Buchdeckel des letzten Bandes zugeklappt und ich bin etwas wehmütig die Schwestern jetzt verlassen zu müssen.

„Kinderklinik Weißensee-Geteilte Träume“ war, wie schon die vorherigen Bände ein echtes Highlight.
30 reviews
February 1, 2024
"Geteilte Träume", der Abschlussband der Kinderklinik Weißensee-Serie, zieht geschickt Parallelen zwischen Lissis Geschichte und Marlenes Anfängen in der Klinik, und man spürt deutlich, wie sich der Kreis schließt. Die Autorin gelingt es, eine emotionale Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu knüpfen, was wieder zu einem wunderbaren Leseerlebnis führt, welches man ja bereits von den ersten drei Bänden kennt. Es beginnt in Lübars und es endet in Lübars.

Berlin-Weißensee, 1948: Elisabeth „Lissi“ Vogel kann es kaum erwarten, als Assistenzärztin an der Kinderklinik Weißensee endlich in die Fußstapfen ihrer Tante Marlene zu treten. Doch der Klinikdirektor schätzt die begabte, junge Frau wegen ihres verformten Beines, das von einer überstandenen Kinderlähmung herrührt, gering. Außerdem legt er ihr immer neue Steine in den Weg. Aber Lissi lässt sich so schnell nicht einschüchtern, genauso wie ihre Tante Marlene. Die musste in einer Nacht-und-Nebel-Aktion nach Westberlin fliehen und dort bei null anfangen. Als sich in Berlin Fälle von Kinderlähmung häufen, wird die frisch verliebte Lissi plötzlich mit ihrer größten Angst konfrontiert und verliert den Mut, für ihre kleinen Patienten und für den Mann ihres Herzens zu kämpfen.

Das Buch zeigt einem auf recht beeindruckende Weise die Herausforderungen der Nachkriegszeit, wobei auch innerfamiliäre Differenzen nicht unberührt bleiben, ohne, dass die Autorin Partei für eine Seite ergreift. Politisch aufgeheizt kämpfen alle mit eigenen Problemen und Mauern, die sie nicht oder nur kaum beeinflussen können.

Ein zentrales Thema des Buches ist die weiterhin bestehende Benachteiligung von Frauen, trotz aller Fortschritte. Die Autorin scheut sich nicht, die Herausforderungen und Widerstände zu beleuchten, mit denen Frauen damals konfrontiert waren, trotz dass seit dem ersten Band der Serie ja bereits viele Jahre vergangen sind.

Der Hauch von (Liebes-)Kitsch, der bei dieser Art von Buch unvermeidbar ist, bleibt natürlich nicht aus. Das muss man mögen und brauche ich nicht in jedem Buch, in dieser Art Roman passt es meines Erachtens aber wirklich gut dazu. Für mich spielt bei dieser Art Büchern vor allem der historische Hintergrund eine Rolle, den die Autorin abschließend auch noch einmal persönlich erläutert, so dass man alle Ereignisse am Ende auch richtig einordnen kann.

"Geteilte Träume" regt auch dazu an, die gegenwärtige Zeit zu reflektieren. Man wird sich bewusst, in welch dankbarer Zeit wir heute leben, politisch, gesellschaftlich und gesundheitlich. Dinge, die man leider gern mal vergisst.

Insgesamt ist "Geteilte Träume" nicht nur ein Abschlussband, sondern ein eindrucksvoller Schlussakkord für die Kinderklinik Weißensee-Serie. Die einfühlsame Erzählweise, die historischen Einblicke und die lebendigen Charaktere machen einem den Abschied etwas schwer, aber man hat nicht das Gefühl, dass etwas offen geblieben ist, die Geschichte wirkt auserzählt und so bleibt die Vorfreude auf neue Werke der Autorin.
Profile Image for Magnolia .
580 reviews3 followers
February 1, 2024
Perfekter Reihenabschluss

Die Kinderklinik Weißensee schließt mit diesem finalen vierten Band „Geteilte Träume“ seine Pforten. Alles begann 1911, an Marlenes sechstem Geburtstag. Mit Emma, ihrer kleinen Schwester, isst Marlene ganz viel Streuselkuchen, als Mama sich zusammenkrümmt und stirbt. Seitdem ist viel geschehen, beide haben ihre Ausbildung in der Kinderklinik Weißensee gemacht und sind dieser treu geblieben – Marlene als spätere Ärztin und Emma als Pflegeleiterin.

Band vier ist in der Nachkriegszeit angesiedelt. Ost und West driften auseinander, die politischen Verhältnisse richten auch innerhalb der Familien viel Schaden an. Berlin in den Jahren 1948/49 war die dieser Zeit in vier Sektoren geteilt. Die Kinderklinik Weißensee liegt in der sowjetischen Besatzungszone, Lissi und Emma leben hier, im Osten. Marlene und Max, der adeliger Abstammung ist und schon allein deshalb als Staatsfeind angesehen wird, müssen kurzerhand in den Westen fliehen. Nicht nur dadurch wird die Familie zerrissen, auch spielen konträre politische und gesellschaftliche Ansichten eine nicht zu unterschätzende Rolle.

In der Kinderklinik sorgt neben der täglichen Arbeit der Ausbruch der Kinderlähmung für viel Sorgen und Leid. Mittendrin ist Lissi, Emmas Tochter und junge Assistenzärztin. Die Klinik wird mittlerweile von einem strammen Genossen geleitet, der Lissi nicht gerade wohlwollend gegenübersteht. Als dann der erste Verdacht einer Kinderlähmung aufkommt, sieht sich Lissi mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Auch sie musste gegen diese Krankheit ankämpfen, ihr kürzeres Bein erinnern sie an ihre Leidensgeschichte. Bei dem einen Verdachtsfall bleibt es nicht, immer mehr Kinder sind mit dem Poliovirus infiziert.

Der dritte Band dieser Reihe liegt schon eine ganze Weile zurück, ich habe mich aber schnell wieder akklimatisiert, habe mich in Weißensee mitsamt dem Klinikalltag bald wieder heimisch gefühlt. Lissi tritt ihre Stelle als Assistenzärztin an, jedoch kommt es anders als erwartet. Sie hat nicht nur mit Selbstzweifeln zu kämpfen, auch liegen Lügen und Intrigen, Liebe und Verrat, aber auch Freundschaft und unbedingter Zusammenhalt dicht beieinander. In diesen Nachkriegsjahren mangelt es an allen Ecken und Enden, selbst die in die Jahre gekommene Klinik ist marode.

Antonia Blum vermittelt diese Jahre sehr anschaulich, die über vier Bände lieb gewordenen Figuren haben die Jahrzehnte nicht unbeschadet überstanden, sie haben sich weiterentwickelt, sie haben gelebt, miteinander gelacht, sich zerstritten und versöhnt, mussten viel Leid ertragen und drohten daran zu zerbrechen. Sie agierten lebensnah, waren authentisch und so manches Mal auch unerbittlich. Und nun heißt es Abschied nehmen von ihnen allen, ich wünsche ihnen alles erdenklich Gute.

Die Geschichte einer Klinik vor dem gesellschaftlichen und politischen Hintergrund über ein halbes Jahrhundert mit den einhergehenden Epidemien ist auserzählt, es war ein kurzweiliges Leseerlebnis, das ich gerne weiterempfehle.
390 reviews
March 3, 2024
Der vierte Band der Reihe startet mit einem beachtlichen Zeitsprung direkt in das Nachkriegsdeutschland. Der Krieg ist vorbei, aber eben noch vieles im Argen und das zeigt sich besonders deutlich in Berlin. Mittendrin die Kinderklinik Weißensee und die Schwestern Emma und Marlene. Die Historie wird den beiden ordentlich zusetzen, dazu kommen dann noch Schwierigkeiten in der Kinderklinik und eine Polioepidemie.

Die Zeiten haben sich geändert, der Krieg ist vorbei, Emmas Tochter Lissi, die Leser der Reihe schon kennen hat Polio besiegt und ist nun als Ärztin in der Kinderklinik tätig. Ihr Start ist alles andere als leicht, aber sie hat diesen Lebenstraum und stürzt sich in den Klinikalltag. Und wie fordernd der ist, wird sie schnell merken. Antibiotikamangel, Polio, eine OP, die nicht nach Plan läuft, dazu noch Herzensangelegenheiten und der „ganz normale Wahnsinn“ in einer in die Jahre gekommenen Klinik. Da kommt schon allerhand zusammen, doch auch in der Familie kommt es zu Reibereien, die der schwierigen Nachkriegszeit zuzurechnen sind. Das in Zonen aufgeteilte Berlin, die Gründung der BRD und DDR und all das, was damit zusammenhängt (zB Enteignungen durch die Sowjets) werden hier gekonnt in eine spannende, emotionale Geschichte verwoben. All das führt zu einem Bruch zwischen den Schwestern Emma und Marlene, die sonst immer ein Herz und eine Seele waren. Marlene lebt fortan im Westen, Emma scheint es im Osten gut zu ergehen – aber vieles ist nicht, wie es scheint. Das gilt für so einige Handlungsstränge in dem Buch. Manches fand ich als Leser ersichtlich, aber die Protagonisten haben so viel um die Ohren, kämpfen um das Leben so vieler Schützlinge, dass manches für sie eben nicht so klar ist. Und dann - und das fand ich ein bisschen schade - war eben viel Herzschmerz im Spiel, mir persönlich ein Tick zu viel, aber das ist Geschmackssache.

Bedauerlich finde ich nur, dass die Reihe hier endet, andererseits ist eben auch wohl alles Wichtige erzählt, ein runder Abschluss gelungen und manchmal muss man eben loslassen. Die Reihe – lest einfach von Beginn an! – hat mich schon mit Band eins voll und ganz abgeholt und das war auch bei den drei Nachfolgern so. Ich hatte mich immer schon nach dem Lesen auf den nächsten Band gefreut und ziemlich direkt nach Erscheinen besorgt, weil ich es einfach nicht abwarten konnte noch mehr von der Kinderklinik, Emma, Marlene und Co zu erfahren. Dazu die medizinischen Herausforderungen und Errungenschaften in den historischen Kontext eingebettet. Mich hat das ein ums andere Mal überzeugt und ich werde die Autorin, deren flüssiger Schreibstil mir auch sehr gut gefällt, weiterhin im Auge behalten, denn es soll ja was Neues kommen. Die Erwartungshaltung ist schon mal hoch, denn das Verweben von gesellschaftspolitischen und historischen Ereignissen war hier so gut gelungen, dass sich alles Nachfolgende daran messen muss.
Profile Image for Wiebke.
689 reviews4 followers
December 8, 2024
Schöner Abschluss der Reihe

Berlin-Weißensee, 1948: Elisabeth „Lissi“ Vogel kann es kaum erwarten, als Assistenzärztin an der Kinderklinik Weißensee endlich in die Fußstapfen ihrer Tante Marlene zu treten. Doch der Klinikdirektor schätzt die begabte, junge Frau wegen ihres verformten Beines, das von einer überstandenen Kinderlähmung herrührt, gering. Außerdem legt er ihr immer neue Steine in den Weg. Aber Lissi lässt sich so schnell nicht einschüchtern, genauso wie ihre Tante Marlene. Die musste in einer Nacht-und-Nebel-Aktion nach Westberlin fliehen und dort bei null anfangen. Als sich in Berlin Fälle von Kinderlähmung häufen, wird die frisch verliebte Lissi plötzlich mit ihrer größten Angst konfrontiert und verliert den Mut, für ihre kleinen Patienten und für den Mann ihres Herzens zu kämpfen.

„Kinderklinik Weißensee – Geteilte Träume“ ist der letzte Band der Kinderklinik-Reihe von Antonia Blum. Die Bücher können unabhängig gelesen werden, machen aber in der richtigen Reihenfolge mehr Spaß, da man so die Figuren besser kennt und sich nicht selbst spoilert.
Wir begleiten in diesem Band vor allem Lissi. Sie muss sich als Assistenzärztin beweisen und wird nicht nur als Frau besonders unter die Lupe genommen, sondern auch aufgrund ihrer Einschränkungen, die sie durch Kinderlähmung zurückbehalten hat.
Wir erleben mit, wie sie sich durchbeißt, die Liebe findet und dann plötzlich vor einem großen Abgrund steht und überlegen muss, ob sie springt oder aufgibt.
Natürlich begleiten wir auch Marlene, die in den Westen fliehen muss und auch Emma, die in der Klinik nicht nur alle Hände voll zu tun hat, sondern auch mit einer alten Angst konfrontiert wird.
Die Klinik erlebt eine Polio-Epidemie, einen Stromausfall und spürt die Materialknappheit ganz besonders.
Die Autorin nimmt den Leser wieder mit durch die spannenden Jahre der Nachkriegszeit und baut in ihre Erzählstränge wichtige und spannende Ereignisse der damaligen Zeit ein. Teilweise reale Ereignisse und teilweise Ereignisse, wie sie hätten sein können.
Ich finde diese Thematiken unglaublich fesselnd und bin von Anfang bis Ende dabeigeblieben. Leider muss ich, wie in Band drei sagen, dass auch Band vier nicht ganz so eingeschlagen hat wie die ersten beiden Bände. Es fehlte im Vergleich der letzte Funke.
Dennoch habe ich die Reihe sehr gerne gelesen und mich auf jeden weiteren Band gefreut und bin sehr traurig, dass es nun zuende ist.
Aber, da ich den Schreibstil der Autorin ins Herz geschlossen habe, werde ich defintiv auch weitere Bücher der Autorin lesen.
Eine klare Empfehlung meinerseits für alle, die historische Romane mögen und besonders in die Zeit der beiden Weltkriege eintauchen wollen.
212 reviews
April 26, 2024
der Abschluss der Reihe
Mit dem vierten Band „ Geteilte Träume“, findet die Reihe „Kinderklinik Weißensee „ihren Abschluss.
Das Buch startet im Jahr 1948 im Nachkriegsdeutschland.Die Klinik liegt im russischen Sektor und hat mit Versorgungsproblemen zu kämpfen, sowohl bei lebenswichtigen Medikamenten, als auch bei Baumaterialien für die Klinik, die in einem maroden Zustand ist.
Lissy, Emma‘s Tochter,beginnt als Assistenzärztin in der Klinik und hat es gleich mit einer Polioepidemie zu tun, die sie besonders bewegt,hat sie diese Erkrankung ja selbst durchgemacht.Emma, ihre Mutter, hat die Pflegedienstleitung in der Klinik übernommen und arbeitet bis zur Erschöpfung. Sie hat sich vorerst mit dem Regime arrangiert, was zum Bruch mit ihrer Schwester Marlene führt, die, nachdem sie und ihr Mann Maximilian enteignet wurden, in den Westen geflohen sind. Maximilian stirbt an einem Herzinfarkt, was sie der russischen Regierung anlastet.Marlene verfällt nach dem Tod ihres Ehemannes in eine tiefe Depression und bekommt nicht mit, wie ihre Tochter Katharina ihr entgleitet.

Katharina Blum erzählt ihren Abschlussband gewohnt flüssig und unterhaltsam. Die Polioepidemie erinnerte mich ein wenig an die Verhältnisse während der Corona-Pandemie, in der auch Schulen und andere Einrichtungen geschlossen waren und die Krankenhäuser überlastet waren.Es werden sowieso viele medizinische Themen angesprochen, wofür natürlich Interesse da sein sollte. Aber auch die Liebe spielt in diesem Band wieder eine Rolle, diesmal bei Lissy. Aber auch politische Themen, die Unterschiede zwischen Ost und West und Reglementierung durch das russische Regime werden oberflächlich thematisiert.

Alles in allem war dieser 4. Band ein unterhaltsamer Abschluss dieser Reihe, die hiermit ihr Ende gefunden hat.
Profile Image for mellidiezahnfee.
1,031 reviews6 followers
April 14, 2024
Auch der vierte Teil hat mich wieder in seinen Bann gezogen. Hauptprotagonistin ist nun Elisabeth "Lissi" Vogel, also die Nichte von Marlene. Sie hat es tatsächlich geschafft und darf ihren Dienst als Assistenzärztin in Weißensee antreten.
Fluch und Segen zugleich. Sie darf tun, was sie liebt, aber die Umstände sind nicht immer einfach. Auch innerfamiliär spaltet die Teilung Deutschlands die Familie und bringt schreckliche Veränderungen mit sich.

Das Buch spielt in der Nachkriegszeit, 19 Jahre nach Band 3, was ich persönlich gut finde, da man in den Wirren des Krieges kaum ein geregeltes Leben hatte und die Zeit zwischen den Bänden von der Autorin in Momentaufnahmen erklärt und beschrieben wird.
Die Sprachgewandtheit der Autorin lässt die Figuren lebendig werden und man leidet nicht nur mit den Protagonisten, sondern auch mit den kleinen Patienten. Auch die Unterschiede in den Besatzungszonen und die Anfänge der späteren DDR und BRD finde ich sehr gut beschrieben.
Alle Figuren sind authentisch und die Autorin bleibt ihren Personen - und Charakterbeschreibungen treu. Zeitweise war ich regelrecht geschockt von der Emotionalität der Sprache, besonders bei den Schicksalsschlägen gelingt es der Autorin, Gefühle sehr einfühlsam zu Papier zu bringen.
Auch wenn es sich bei dem Buch um eine, sagen wir mal, historische Familiensaga handelt, so ist doch eine latente Spannung zu spüren, die sich aus den unterschiedlichen Charakterisierungen und den Lebensumständen der damaligen Zeit ergibt.
Mir bleibt nur, dieses Buch allen Liebhabern historischer Romane zu empfehlen, die Reihe aber bitte mit Band 1 zu beginnen.
35 reviews
February 11, 2024
Kann leider nicht mit den Vorgängern mithalten


Im vierten und letzten Band der Reihe Kinderklinik Weißensee finden wir uns in Berlin nach Ende des Krieges wieder. Berlin ist unter den Besatzungsmächten aufgeteilt, alles befindet sich schleppend im Wiederaufbau. Die Autorin hat auch in diesem Teil der Reihe die damalige Atmosphäre gut eingefangen, sodass es mir leicht fiel mich in die Zeit hinein zu fühlen. Auch der Schreibstil war wieder sehr einnehmend und hat mir gut gefallen.

Trotzdem konnte mich dieser letzte Teil nicht so abholen wie seine Vorgänger.
Zum einen habe ich den Zeitsprung vom letzten zu diesem Band persönlich als zu groß empfunden. Außerdem geht es diesmal nicht mehr vorrangig um Marlene und Emma, sondern Lissi - Emmas Tochter - liegt im Fokus. Und da lag für mich auch irgendwie das Problem. In diesem Teil kommt Lissi als junge Erwachsene daher und beginnt in der Kinderklinik ihre Assistenzarzt Zeit. Sie ist ambitioniert und engagiert, hat große Ziele für ihre Karierre und auch gute Ideen. Die Geschichte schien vielversprechend. Aber dann verliebt sie sich und plötzlich dreht sich der Großteil der Geschichte um Liebe, Herzschmerz usw. Leider hat es dadurch für mich einige Längen entwickelt und konnte mich nicht so fesseln wie die drei Vorgänger.
Profile Image for Dragonreading.
296 reviews1 follower
February 16, 2024
Einerseits ist es schade, andererseits aber auch gut, dass die Reihe endet.
Was mir an der Reihe bislang so gefallen hatte, nämlich die Geschichte um Marlene und Emma, kommt im Abschlussband zu kurz, es geht in erster Linie um Lissi, die Nichte von Marlene. Die Zeit, in der der Band spielt, ist die Zeit nach dem Krieg - 1948/49. Sehr gut beschreibt die Autorin die historischen Fakten im geteilten Berlin, indem Marlene in dem Westen fliehen muss und Emma in Weißensee bleibt. Erzählt wird dadurch in zwei Strängen - west und ost. Interessant sind die medizinischen Hintergründe der auftretenden Polioepedemie. Hier ist die damalige Atmosphäre gut eingefangen und man kann sich gut einfühlen. Leider zeigen die Figuren - Marlene, Emma und Lissi keine altersgemäße Entwicklung im Charakter, was sehr schade ist. Das schmälert den Lesegenuss doch um einiges. Auch das Abdriften in eine Herz-Schmerz-Geschichte um Lissi fand ich schade. Da hätte ich mir mehr Inhalt der Vorgängerbände erhofft. Deshalb diesmal keine fünf Sterne.
733 reviews5 followers
March 10, 2024
Meine Meinung:
Ich habe bisher alle Teile der historschen Reihe von Antonia Blum rundum die Kinderklinik Weißensee gelesen und alle haben mir überaus gut gefallen . Die Autorin schafft es ein historisches setting zu beschreiben, dass stets authentisch wirkt und auch sprachlich an das Genre angepasst ist, ohne dabei verstaubt zu wirken oder den Leser zu langweilen( wie manche das Klischeebild im Genre vor Augen haben). Ganz im Gegenteil sie schafft es spielerisch und durch einen versierten und flüssigen Schreibstil, den Leser in die vergangene Zeit zu versetzen und diesem dabei unglaublich viel Unterhaltungswert und das ein oder andere wissenswerte Detail zu vermitteln. Hinzu kommen viele medizinische Aspekte, die sehr interessant sind und gut geschildert werden. Die Charaktere sind toll gezeichnet und tragen zum intensiven und emotional fesselnden Lesevergnügen bei. Für mich ist dieser vierte Band mit Teil zwei der stärkste der Reihe.

Ein tolles, kurzweiliges und einfach überzeugendes Lesevergnügen, das auch für Einsteiger in das Genre geeignet ist.
Profile Image for Kathrin Schröder.
Author 11 books3 followers
April 17, 2024
Kinderklinik Weißensee – Geteilte Träume gelesen dank Netgalley
4. Teil um die Kinderklinik Weißensee und die Familie der Ärztin Marlene, sowie ihrer Schwester, der Krankenschwester Emma. Es ist Ende der 40er-Jahre, Emmas Tochter Lissi beginnt ihre Karriere als Assistenzärztin, die Kinderlähmung grassiert und die zukünftige DDR fängt an die Daumenschrauben anzusetzen.
War nicht schlecht – aber insgesamt für mich der schwächste Teil der Reihe. Vielleicht war Teil 3 zu lange her – insgesamt konnte ich mit den Personen deutlich weniger mitfiebern als bisher. Die Handlung um die Liebesgeschichte wirkte ein wenig aufgesetzt inkl. Verdacht und nicht geführten Gesprächen und insgesamt waren die Personen insgesamt deutlich farbloser angelegt als in den Bänden davor. In dem Sinne für mich eher so „netter Abschluss“ als „warum geht es nicht weiter.“
#KinderklinikWeißenseeGeteilteTräume #NetGalleyDE! #KathrinliebtLesen #Bookstagram #Rezension
Profile Image for _ich. lese_.
849 reviews2 followers
April 17, 2024
Berlin 1948, die Kinderklinik Weißensee hat eine neue Assistenzärztin, Elisabeth Vogel tritt in die Fußstapfen ihre Tante Marlene. Allerdings hat sie einen schweren Start. Die Kinderlähmung bescherte ihr steifes Bein, der Direktor der Kinderklinik ist der Meinung, sie ist ungeeignet und legt ihr einige Steine in den Weg. Aber Elisabeth lässt sich noch kleinkriegen und kämpft.

Dies ist schon das vierte Buch rund um die Kinderklinik Weißensee und um Tante Marlene. Ein Roman über die Nachkriegszeit in Berlin mit all seinen schweren und traurigen Momenten, allem voran der Mangelerscheinungen bei den Kindern. Die Zeit wird gur beschrieben, es wird einfühlsam erzählt und scheint sehr authentisch. Obwohl es sich schon um das vierte Buch der Reihe handelt, kann man es sicher auch alleine lesen. Es kommen zwar immer wieder dieselben Personen vor aber trotzdem wird eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte erzählt. Sehe ergreifend und unterhaltsam.
2,282 reviews13 followers
February 1, 2024
Zum Inhalt:
Lissi kann es kaum erwarten endlich Assistenzärztin an der Kinderklinik Weißensee zu werden. Aber der Direktor der Klinik scheint aufgrund ihrer verformen Beine wenig von ihr zu halten und legt ihr immer wieder neue Steine in den Weg obwohl sie so begabt ist. Als Polio in Berlin wieder ausbricht fürchtet Lissi das Schlimmste, verliert ihren Mut und riskiert ihre große Liebe.
Meine Meinung:
Schade, dass die Serie nun abgeschlossen ist. Ich fand es total interessant, das auf und ab und die Schwierigkeiten mit und in der Klinik und der Personen zu begleiten. Gerade auch die ganze Mangelwirtschaft, das Fehlen von Baustoffen und die ganze Eigeninitiative etwas zu verändern, hat mir gut gefallen. Schön fand ich, dass auch Marlene weiter eine Rolle gespielt hat, wenn auch auf andere Art als zuvor. Der Schreibstil hat mir gut gefallen.
Fazit:
Runder Abschluss
Profile Image for Saskia.
80 reviews
March 24, 2024
Hat mich leider nicht so abgeholt, wie Band 1-3…es beginnt eher schleppend und am Ende überschlagen sich die Ereignisse. Hätte mir da mehr Ausgeglichenheit gewünscht
59 reviews1 follower
April 23, 2025
Die historischen Bezüge sind vor allem interessant und gut geschrieben.
Die Liebesgeschichte ähnelt etwas der im 1. Band.
18 reviews
June 30, 2024
Das Leben geht weiter
Ich habe die ersten drei Bände der Serie mit großem Interesse verfolgt. Die beiden Schwestern Marlene und Emma führen ein unterschiedliches Leben, beide sind aber eng verbunden mit der Kinderklinik Weißensee, wo sie ihre Ausbildung gemacht haben. Marlene ist inzwischen Ärztin und Emma Pflegedienstleiterin.
Der vierte Teil, der meiner Meinung nach den sehr passenden Titel “Geteilte Träume” trägt, spielt in den Jahren 1948 bis 1950. Der zweite Weltkrieg ist vorbei. Berlin ist in Sektoren aufgeteilt. Gleich zu Beginn muss Marlene mit Maximilian aus dem sowjetischen Sektor fliehen, weil man ihnen Kollaboration mit den Nationalsozialisten unterstellt. Fortan leben die beiden Schwestern in der gleichen Stadt und dennoch in zwei komplett verschiedenen Welten. Die Autorin versteht es, die Spaltung Deutschlands anhand der Familien um Marlene und Emma sehr anschaulich darzustellen.
In den Jahren 1947/48 grassiert eine Polioepidemie. Die Abschnitte, die über den Umgang mit den erkrankten Kindern handeln, habe ich sehr gerne gelesen. Was für ein Segen, dass wir heutzutage eine Impfung haben, die die Kinder vor diesem Schicksalsschlag bewahren.
Was mir in diesem Band nicht so gut gefallen hat, ist die Entwicklung von Emma und Marlene. Sie sind inzwischen in den Fünfzigern, aber leider vermisse ich jegliche Reife. Sie agieren, wie wenn sie noch Mitte zwanzig wären. Auch Lissi, Emmas Tochter, erscheint mir wie ein Teenager. Das hat für mich die Glaubwürdigkeit an diesem Band etwas beeinträchtigt.
Auch wenn es für mich etwas zu sehr um Herz-Schmerz ging, ist das Buch ein guter Abschluss der Serie. Von mir erhält es eine Leseempfehlung mit 4 Sternen.
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