Wie ein Teller Dieses Buch macht einfach glücklich
Noah verbringt die Ferien bei seiner verrückten Oma Violetta in Venedig. Jeden Morgen um sieben klingelt dort der Wecker, denn Oma Violetta war zwar mal eine berühmte Opernsängerin, aber das ist lange her und jetzt hat sie einen kleinen Kiosk. Ein Ort, an dem alle aus der Nachbarschaft zusammenkommen, miteinander quatschen, tratschen und lachen. Nicht im Traum hätte Noah gedacht, dass er diesen Platz so sehr ins Herz schließen würde. Aber vor allem hat er nicht geahnt, welche Abenteuer ihn in Venedig noch erwarten. Und das hat nicht nur mit Ombretta, dem geheimnisvollen Mädchen aus dem Hotel nebenan, zu tun …
Noah ist alles andere als begeistert, dass er seine Ferien bei seiner verschrobenen Oma Violetta in Venedig verbringen muss. Nicht einmal ein eigenes Bett hat er dort und muss auf der Couch schlafen. Und dann klingelt auch noch jeden Morgen um 7 Uhr der Wecker, da Violetta einen kleinen Kiosk führt. Doch schnell merkt Noah, dass die Ferien doch gar nicht so schlecht sind, denn die gesamte Nachbarschaft kommt bei dem Kiosk zusammen und so knüpft er trotz Sprachbarrieren schnell Kontakte.
"Kiosk, Chaos, Canal Grande" ist eine niedliche Geschichte für Jung und Alt von Edgar Rai, die ganz wunderbar von Max Ruhbaum vertont wurde. Der Schreibstil ist altersgerecht und man kann der Handlung sehr gut folgen. Selbst ich als Erwachsene musste auch an so mancher Stelle lachen und habe Noah schnell in mein Herz geschlossen. Nur allzu gerne bin ich ihm durch Venedig gefolgt. Lediglich das Ende kam für mich etwas überraschend und ich musste noch einmal kurz zurückspringen, weil ich erst befürchtet habe, etwas verpasst zu haben. Aber alles in allem eine wirklich süße Geschichte.
Das Buch ist spannend, lustig, und die Hauptfigur war mir soooo sympathisch. Noah muss die Ferien bei seiner exzentrischen Oma in Venedig verbringen, da seine Eltern in einer Ehekrise stecken. Er hat nicht unbedingt viel Lust dazu, meckert aber auch nicht. Seine Oma ist zwar schon voll alt, betreibt aber ein Kiosk! Und irgendwie scheinen alle sie zu kennen. Der eher schüchterne Noah ist schon schnell recht begeistert vom Kiosk und hilft auch ohne Zögern, wenn die Not hoch ist. Er wächst persönlich sehr, überrascht sich selbst und ist dann doch ganz froh, den Sommer bei der Oma verbracht zu haben.
Zu Recht für den deutschen Hörbuchpreis nominiert, denn wunderbar gelesen von Max Ruhbaum.