Der Titel dieses Buches hat mich in die Irre geführt. Dafür kann das Buch natürlich nichts. Es ist ein Band mit hinlänglich bekannte Darstellungen von Bildern CDF und dazu gestellten ebenfalls bekannten Gedichten romantischer Dichter, wie Eichendorff, Heine, Brentano oder von Arnim. Dazu ein 11seitiges Vorwort mit einigen Zitaten von Zeitgenossen und der schon beinahe witzigen Aussage: Belege „einer Lektüre oder der Zusammenarbeit mit Dichtern“ … finden sich bei Friedrich nicht. Das war’s.
Hui - DAS war aber echt total schön. Ich liebe ja Gedichte, und CDF ist auch grandios. Die Kombination beider Elemente ist natürlich dann richtig genial. Letztlich ist das ein Buch, in das man immer mal wieder reingucken wird, was also eigentlich gar nicht zum "Durchlesen" gedacht ist (zumindest nicht für meinen Geschmack). Hat mich aber total geflashed.
Sehnsucht, Fernweh, Wald und Mond, begleiten maritime Einsamkeit
Ein wahrhaft gelungener Sammelband von DEM Maler der Romantik. Das wunderschön gebundene Buch startet mit einer kurzen Biografie des Meisters, um sich gleich im Anschluss seinen Werken zu widmen. Diese werden mit überaus stimmigen Gedichten und Gedanken von Friedrichs schreibenden Gesinnungsgenossen unterstrichen. Das Betrachten seiner Werke löst eine Art von glücklicher, bittersüßer Melancholie aus und legt die Unbedeutsamkeit und Einsamkeit des Einzelnen offen. Lässt man sich auf die Details der Werke ungehemmt ein, stürzen sich die Bilder wie auch die Worte mit ungeahnter Emotionsgewalt auf einen. Selten in einer so gelungenen Symbiose von Bild und Wort geblättert.