Alla morte improvvisa di Ines, sua amica d’infanzia, Clara si mette in viaggio verso Roma per portarle un ultimo saluto. Mettendo ordine tra le sue cose, trova un manoscritto in cui Ines racconta dell’estate del 1978, l’anno in cui, nel periodo delle vacanze, era scesa nella capitale per lavorare presso l’Hotel Manente. Tra quelle pagine, Clara legge anche della storia di un’altra donna che, come loro, veniva da Stillbach, luogo immaginario immerso tra le montagne dell’Alto Emma Manente dirigeva allora l’albergo che portava il suo nome, e già dal 1938 aveva lasciato la sua valle per amore di un uomo, un italiano, voltando le spalle per sempre alla famiglia, e accettando così di perdere la gioia delle parole dell’infanzia; rassegnata a sentire, per tutta la vita, la mancanza di qualcosa che neppure saprà più di cercare. Tra le voci più incisive di una letteratura che racconta di una terra di confine e di un’identità da ricostruire, Sabine Gruber ha scritto un grande romanzo in cui, dall’Alto Adige a Roma, il privato s’innesta nella Storia. Alla ricerca di una verità, rivelando crimini e tradimenti, racconta l’intreccio tra i destini individuali e la politica, a volte così potente da determinare la felicità, l’amore, e la nostalgia, di ognuno di noi.
Zum Buch Die Freundin aus Kindheitstagen ist gestorben. Clara soll nun die Wohnung auflösen. Der Weg ist schwer. Die gemeinsame Kindheit in Stillbach (Südtirol) ist wieder nah. Sie findet ein Manuskript der Freundin und erfährt aus der Zeit ihrer Freundin in einem Hotel in Rom -1978 zur zeit der Ermordung von Aldo Moro. Die Freundin arbeitete bei einer Stillbacherin, die einen italienischen Hotelier geheiratet hat in der Kriegszeit. Die Geschichte Südtirols und Italien wird immer wieder angerissen.
Mir ist es schwer gefallen ins Buch zu kommen, der Anfang ist eher verwirrend und handelt mehr von Clara als jemand der die Freundin verloren hat und sich nun allein auf der Welt empfindet. Der Mittelteil des Buchs aus der Zeit 1978 hat mir gut gefallen und ich hatte damit gerechnet, dass das ganze Buch von der Geschichte Südtirols handelt. Ich bin etwas enttäuscht, dass es mehr ein "Sehnsuchts"buch geworden ist. Peinlich finde ich, dass die Autorin sich selbst erwähnt als Auserwählte die das Manuskript evtl. veröffentlichen soll.
Dieser Roman ist von vorne bis hinten fast perfekt durchkomponiert, was in meinen Augen auch gleichzeitig einer seiner größten Schwächen ist. Nichts wird hier dem Zufall überlassen. Die Intention der Autorin scheint mir zu offensichtlich zu sein, als wäre das Werk geschrieben worden, um hernach von Literaturwissenschaftlern analysiert werden zu können.
Damit es nicht zu Missverständnissen kommt: Über weite Strecken ist der Roman sehr lesbar, man kann sich in viele der Charaktere relativ gut einfühlen, wie diese miteinander in Beziehung stehen, wird auch klar herausgearbeitet und die Settings werden vor den Augen des Lesers lebendig durch eine Fülle von detaillierten, ästhetisch ansprechenden und bedeutungsschwangeren Beschreibungen der Landschaften/Orte sowie der Handlungen der einzelnen Personen. Fast zu detailliert meiner Meinung nach. Aber auf alle Fälle "kompetent" und oft wirkmächtig. Das zum Positiven.
Trotzdem ist mir persönlich, wie gesagt, zu eindeutig, worum es der Autorin geht: eine historische "Aufarbeitung" der Nazizeit und des Faschismus in Italien anhand von "Einzelschicksalen" bzw. der Biografien Südtiroler Dienstmädchen in römischen Haushalten. Differenzierung ist der Autorin ein Anliegen, das wird sehr klar, auch die Tatsache, dass der Faschismus in Italien vielerorts noch nicht hinreichend als die verbrecherische Zeit wahrgenommen wird, die sie war und im Vergleich zur Naziherrschaft von vielen als weniger problematisch betrachtet wird.
Ein weiteres Thema das großräumig aufgemacht wird ist auch die Frage der Authentizität und Glaubwürdigkeit von Erzählern. Einer der Hauptcharaktere, Ines, die in dem römischen Haushalt gearbeitet hat, hat über diese Zeit ein Romanmanuskript hinterlassen - die Haupthandlung - welches in der Rahmenhandlung von mit ihr befreundeten, bekannten Charakteren schon innerhalb des Romans selber analysiert wird. Und hier stellt sich ihnen sogleich die Frage, inwiefern tatsächlich alle der Figuren so waren, wie von Ines geschildert, wie viel (bewusste) Fiktion/Verfremdung in diesem doch autobiographischen Werk noch vorhanden ist.
Auf der einen Seite fand ich dies ganz interessant zu lesen, auf der anderen Seite sind diese literarischen Kniffe heutzutage nicht mehr neu und bieten für mich persönlich keinen großen Mehrwert mehr. Wer sich allerdings sehr für die Südtiroler Geschichte im 20. Jahrhundert interessiert, für den bietet dieser Roman einen Anfangspunkt, um sich genauer mit der Historie zu beschäftigen.
Toller Anfang, dann wir es wirr. Zu viele Erzählperspektiven, ohne ordnende Ansätze dazwischen. Dann taucht die Autorin auch noch namentlich selbst auf, ohne wirklichen Anlass. Schade, denn ihre Sprache und Bilder sind fesselnd. Das letzte Drittel habe ich mir gespart. Zu fadenlos für meinen Geschmack.
Volevo solo finirlo. E ci ho impiegato tantissimo per arrivare alla fine. Noioso, nessun personaggio ti affascina, la Storia non si fonde abbastanza con la storia. Non mi ha lasciato niente se non il desiderio di non vedere mai più questo libro.
Pessimo. Da mandare al macero. Immediatemente. Anzi, già ieri doveva essere stato inviato. Ma che libro è? Di cosa parla? Dunaue, parla di una, altoatesina, Ines che però vive a Roma da anni, che è appena morta e di una sua amica, Clara che va a sbrigare tutte le faccende del funerale. No, aspetta. Racconta di un’altra altoatesina, Emma, con un cognome però italiano, della generazione antecedente, che si è trasferita a Roma. No, sbagliato. Racconta della storia d’Italia. Degli anni ’70. Sempre a Roma. Storia d’Italia degli anni ’70 vista da degli Altoatesini. Che si sono trasferiti a Roma. Ma che si sentono altoatesini. Sembra. Anzi una vive a Vienna. Un altro, sempre altoatesino, che dall’Alto Adige si è trasferito a Vienna e poi a Roma. Poi c'è un uomo, un certo Paul. Uno sfigato. Che pare abbia avuto una storia con Ines, ma non se lo ricorda più. Poi forse Ines è lesbica, ma non si sa bene. Però lì c'è Clara, 4 figli da 4 uomini diversi, in crisi col suo matrimonio. Perchè? Non ci viene dato. Poi però scoppia l'amore tra Clara e Paul, così nel senso che ce li ritroviamo all'improvviso avvinghiati a villa Borghese. E poi? Quello che indigna, non è tanto la pochezza della storia, può capitare, ma gli elogi altisonanti che avvolgono l'autrice - pluripremiata (fortunatamente non per questo libro).
GRUBER, Sabine: „Stillbach oder Die Sehnsucht“, München 2011 Die Freundin von Clara stirbt. Clara wohnt in Wien und ihre Freundin - Ines – in Rom. Beide stammen aus einem Südtiroler Dorf. Die Tante der Verstorbenen ersucht Clara den Haushalt in Rom aufzulösen. Im Buch mischt sie drei Zeitfenster: die Jetztzeit, wo sie nach Rom fährt und ihr ein alter Bekannter hilft; die Zeit als sie mit ihrer Freundin beisammen war und ihre Freundin als junges Mädchen in einem römischen Hotel arbeitete und die Zeit der Besitzerin des Hotels. Eine Südtirolerin, die einen Italiener – den Sohn des Hotelbesitzers – geheirate hat, beziehungsweise geheiratet hat weil sie von ihm schwanger war. Ihre wahre Liebe aber war ein Südtiroler Soldat im Deutschen Heer in Rom. Er ist aber bei einem Anschlag ums Leben gekommen. Das Buch zeigt historisch den Konflikt der nationaldeutschen Südtiroler und den Italienern. Die Autorin hat sich selber auch eingebaut. Wie ein Maler, der sein eigenes Antlitz in einem Bild als Randfigur verewigt. Als der Nachlass der verstorbenen Freundin gesichtet wird, schlägt sie vor das unvollendete Manuskript einer österreichischen Dichterin – nämlich Sabine Gruber – zur weiteren Verarbeitung zu geben. Hinterbrühl Beijing 01.11.2011