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Amantine Lucile Aurore Dupin de Francueil, best known by her pen name George Sand, was a French novelist, memoirist and journalist. One of the most popular writers in Europe in her lifetime, being more renowned than either Victor Hugo or Honoré de Balzac in England in the 1830s and 1840s, Sand is recognised as one of the most notable writers of the European Romantic era. She wrote more than 50 volumes of various works to her credit, including tales, plays and political texts, alongside her 70 novels. Like her great-grandmother, Louise Dupin, whom she admired, George Sand advocated for women's rights and passion, criticized the institution of marriage, and fought against the prejudices of a conservative society. She was considered scandalous because of her turbulent love life, her adoption of masculine clothing, and her masculine pseudonym.
Die französische Schriftstellerin George Sand, die eigentlich Amantine Aurore Lucile Dupin de Francueil hieß, war eine Vorreiterin des Feminismus im Frankreich des 19. Jahrhunderts. Sie wurde durch ihre Romane und politischen Schriften bekannt. Sie rebellierte gegen die Regeln ihres Standes und hatte mehrere Affären, unter anderem mit dem Komponisten Frédéric Chopin. Nichtsdestotrotz hatte sie Kinder und Enkelkinder, für die sie die Märchen im vorliegenden Band erschuf. George Sand entführt uns darin in eine verwunschene, wildromantische Märchenwelt der Feen. Vor allem die Atmosphäre der ersten Geschichte, „Die Königin Quax“, aber auch der Geschichte um das Schloss Pictordu, bieten Eskapismus vom Feinsten. Die Geschichte „Die rote Streitaxt“ hat mir ebenfalls besonders gut gefallen, da es sich hier um die Geschichte eines von Menschen über viele Jahrhunderte genutzten Gegenstandes geht. Sie brachte mich allerdings auch zum Schmunzeln, die Kenntnisse über Vorgeschichte waren im 19. Jahrhundert natürlich noch nicht besonders gut und die Vorstellung, dass die Kelten in der Steinzeit lebten, fand ich schon erheiternd. Es gefällt mir sehr, wie George Sand am Ende dieses Märchens feststellt, dass es sich bei der Feenkönigin letzten Endes um die Natur handelt.
Lediglich das letzte der Märchen, „Die göttliche Blume“ fällt ein wenig aus dem Rahmen, da es in Indien spielt und sich um einen heiligen weißen Elefanten dreht. Andererseits ist dieses Märchen bemerkenswert, da Sand hier eindeutig buddhistische Motive aufgreift (gilt auch für das Märchen „Der Hund“.
George Sand war sicher eine wunderbare Großmutter und es ist schade, dass ihre wunderbaren Geschichten heute nicht mehr aufgelegt werden.
Wunderschöner Eskapismus. George Sands Märchen kommen außerdem nicht ganz so Moralgeschwängert und altmodisch daher. Viel sanfter und heller als bspw. die grimmschen oder Perrault's Märchen. Die beiden letzteren gehören zu meinen Favoriten gerade wegen ihrer düsteren Brutalität, aber George Sand macht das Herz etwas leichter ohne ins Kitschige abzugleiten.