Es wird persönlich für Strafverteidiger Rocco Eberhardt: Im 3. Justiz-Krimi der Bestseller-Autoren Michael Tsokos (Rechtsmediziner) und Florian Schwiecker (früherer Strafverteidiger) geht es um Korruption, zwielichtige Immobilien-Geschäfte – und einen Mord.
Ein Polit-Skandal erschüttert Berlin: In einem geleakten Video ist zu sehen, wie Bau-Senator Dieter Möller schmutzige Immobiliendeals mit einem russischen Oligarchen aushandelt - auch der Vater von Strafverteidiger Rocco Eberhardt soll darin verwickelt sein. Wie tief steckt sein Vater in einem mörderischen Polit-Skandal?
Als der für das Video verantwortliche Tontechniker auf dem Seziertisch von Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer landet, lautet die Anklage gegen Möller plötzlich auf Mord. In die Enge getrieben, bittet er Rocco um Hilfe und beteuert seine Unschuld. Doch die ermittelnde Kommissarin findet immer mehr Beweise gegen den Bau-Senator, und Rocco muss sich fragen, ob sein Vater einen Mörder deckt …
Nachdem ich schon die ersten beiden Bände der Eberhardt und Jarmer Reihe von Florian Schwiecker und Prof. Dr. Michael Tsokos gelesen habe, folgte nun endlich Numero 3. Und ehrlich, ich glaube, diese Reihe lässt sich endlos fortführen. Aber ich liebe das Zusammenspiel zwischen Strafverteidiger und Rechtsmedizin. Das birgt für mich seine ganz eigene Faszination.
Der Schreibstil der beiden Autoren ist wie gewohnt sehr fesselnd und mitreißend. Unterstützend dazu sind die einzelnen Kapitel wirklich sehr kurz, weshalb es sich auch im Nu lesen lässt. Und mit seinen 272 Seiten ist es ein relativ schlankes Schätzchen. Eberhard und Jarmer mag ich nach wie vor unglaublich gern. Zumal sie mitunter Sachen von sich geben, die mich immer wieder zum schmunzeln bringen. Auch wenn dies vielleicht gar nicht so beabsichtigt ist. Auch die übrigen Charaktere konnten mich sehr mitreißen und sind obendrein authentisch und sehr gut greifbar.
Der Einstieg war wie immer sehr leicht. Spielend leicht gelang es mir, die Handlung direkt wieder zu verfolgen. Anbei bemerkt mag ich die nüchterne Art von Jarmer so gern. Die Thematik ist diesmal wieder sehr brisant . Noch brisanter wird es, wenn ein Mord geschieht. Von Anfang an ist es quasi offensichtlich, dass hier etwas ganz gewaltig stinkt. Aber wie die einzelnen Schichten freigelegt werden, hat mir unfassbar gut gefallen. Zudem liebe ich einfach die detaillierte Ausarbeitung. Man erfährt darüber auch mehr über die einzelnen Charaktere. Besonders Eberhardt tritt hier mehr in den Fokus, was seine eigene Dramatik offenbart. Wobei nie ganz klar ist, was und ob überhaupt Roccos Vater damit zu tun hat. Dadurch wird es sehr viel persönlicher und legt auch gleichzeitig die Charakterzüge von Rocco und seinem Vater sehr gut frei. An und für sich etwas vorhersehbar, was aber nicht als störend zu werten ist. Weil der Fall selbst sehr komplex und sehr interessant aufgebaut ist und schon deswegen niemals Langeweile aufkommt. Insgesamt ein richtig gelungener Band, der mich auch dieses Mal wieder richtig auf Trab bringen konnte. Auch wenn ich ehrlicherweise gestehen muss, dass die Emotionalität nicht so ganz gegeben war. Dafür wird hier wieder mit den psychologischen Aspekten gepunktet. Zudem wird klar, wie leicht man zum Ziel werden kann und dass man diesem nicht viel entgegenzusetzen hat. Wer die anderen mochte, wird auch diesen lieben. Unfassbar spannend, erkenntnisreich und dramatisch.
Fazit: Nach den ersten beiden „Eberhardt und Jarmer“ Bänden, konnte mich auch „Die letzte Lügnerin “ von Florian Schwiecker und Prof. Dr. Michael Tsokos wieder sehr begeistern. Facettenreich, brisant und sehr spannend. Definitiv eine Leseempfehlung. Wer die anderen mochte, wird auch diesen lieben.
Rocco Eberhardt hat es bei diesem Fall besonders schwer. Sein Vater scheint in einem Polit-Skandal verwickelt zu sein. Noch dazu ist er mit dem Bau-Senator Dieter Möller befreundet. Von Möller wurde ein pikantes Video veröffentlicht, das kein gutes Licht auf den Bau-Senator wirft. Inwieweit Roccos Vater in das Ganze involviert ist, weiß man nicht. Rocco will seinen Vater nicht darauf ansprechen. Hat er doch erst seit kurzer Zeit wieder Kontakt zu ihm.
Mir hat dieser realitätsnahe Krimi sehr gut gefallen. Wie es um Wohnsituation in der Hauptstadt Berlin bestellt ist, dürfte hinreichend bekannt sein. Korruption sorgt dafür, dass für sehr viele Menschen die hohen Mieten nicht mehr bezahlbar sind. Der Pathologe Justus Jarmer führt ein sehr privilegiertes Leben. Dennoch geht im die Wohnsituation vieler Menschen sehr nahe. Besonders als ein Selbstmörder auf seinem Seziertisch landet, der seine Miete nicht mehr bezahlen konnte. Kurze Zeit später landet der Tontechniker auf seinem Seziertisch, der für das pikante Video von Bau-Senator Möller verantwortlich ist.
Bei diesem raffinierten Justiz-Krimi wusste ich lange nicht, wer für den Mord verantwortlich ist. Der Verdacht fällt auf Möller, der sehr geldgierig zu sein scheint. Wie das Video beweist, scheinen seine Baugeschäfte nicht sauber zu sein. Er bittet Rocco, ihn vor Gericht zu vertreten. Rocco macht es nur wegen seines Vaters. Im Grunde widerstrebt es ihm, den schmierigen, arroganten Bau-Senator zu vertreten.
Jedes Kapitel ist sehr kurz. Das erhöhte für mich den Lesefluss. Die rasante Story ist von Anfang an spannend. Ich hatte einen Verdacht, der sich letzendlich bewahrheitet hat. Es gab jedoch auch ungeahnte Wendungen, die mich richtig kalt erwischt haben. Ich weiß von einer Bücherfreundin, wie schwer es ist, eine bezahlbare Wohnung in Berlin zu bekommen. In dieser Geschichte grät sogar eine Polizistin in finanzielle Schwierigkeiten, die unter anderem einer hohen *Mietangleichung* geschuldet sind. Gerade diese Realitäten machen die Bücher von Schwiecker & Tsokos so lesenswert. Sei es die Wohnsituation in Berlin, die Rechtsmedizin oder Gerichtsverhandlungen. Man spürt bei jedem Wort, die Beiden wissen, wovon sie schreiben.
Fazit:
Dieser Justiz-Krimi kommt sehr emotional daher. Von mir eine absolute Empfehlung. Danke Florian Schwiecker und Michael Tsokos.
Wow, kann ich da nur wieder sagen. Und ich bin wieder mal voll "drauf reingefallen", was den vermeintlichen Täter betrifft. Einfach genial, auch wenn Rocco's diesmaliger Mandant, Bausenator Dieter Möller, ziemlich oft ein unerträgliches Ekelpaket war. Da tat mir Rocco so manchmal schon leid, mit diesem miesepetrigen Mandanten.
Und auch schon, wie beim 13. Mann, fand ich es faszinierend, wie am Ende des Lesens der Groschen, bezüglich des Buchtitels, bei mir fiel. Chapeau, Chapeau.
PS: Eine gute Lektüre um ein bisschen mehr in die Welt des Wohnungsbaus und seiner bürokratischen und politischen Hintergründe zu blicken. Da freue ich mich doch schon auf den nächsten Fall von Rocco Eberhardt, Justus Jarmer und Tobias Baumann.
Wobei, ich jetzt nach dem 13. Mann und diesem Buch wohl definitiv auch die 7. Zeugin über kurz oder lang noch lesen werde.
Mir war tatsächlich schon ab der Hälfte vom Buch klar, wer der Mörder war. Dennoch fand ich die Geschichte gut geschrieben, interessant und unterhaltsam, da einem als Jura Studentin (die auch mal Vorlesungen in Rechtsmedizin besucht hat) einige Aspekte bekannt vorkamen :) Und dennoch braucht man keine Vorkenntnisse, da im Buch viele rechtliche Aspekte gut und in wenigen Sätzen erklärt werden
3. Buch aus der Justiz-Krimi Reihe. Meiner Meinung nach wieder mehr als gelungen. Spannend von Anfang bis Ende, flüssig zu lesen und mit einem unerwarteten Täter. Gerne mehr davon
„Die letzte Lügnerin“ ist der dritte Teil der Justiz-Krimi Reihe von Michael Tsokos und Florian Schwieker. Was als Justiz Krimi anfing, entwickelte sich aber mit dem zweiten Teil plötzlich in einen Polit-Krimi. Die Bezüge zur Justiz lassen leider schon seit dem zweiten Teil zu wünschen übrig. Nun aber direkt zum dritten Teil der Reihe. Das Cover hat wie auch die anderen einen absoluten Wiedererkennungswert und gefällt mir sehr gut. Das Buch lässt sich sehr schnell und flüssig lesen und ich finde auch die kurzen Kapitel sehr angenehm. Leider zieht sich die Story des Falls ziemlich in die Länge und die Zeitsprünge sind häufig etwas verwirrend. Das Ende kommt zwar überraschend aber wenig realistisch daher. Insgesamt finde ich das Buch recht interessant, geht mir persönlich aber zu sehr in die politische als in die juristische Richtung, was gerade das war, was mir am ersten Teil sehr gefallen hat.
*Inhalt* Als ein Video geleakt wird, in dem Bausenator Dieter Möller gemeinsam mit einem anderen Politiker scheinbar unsaubere Immobiliendeals aushandelt, ist ganz Berlin entsetzt. Besonders aber Rocco Eberhardt, Strafverteidiger, denn sein Vater soll dabei ebenfalls eine große Rolle spielen.
Kurz darauf wird die Leiche des Tontechnikers gefunden, der an dem Video beteiligt war und der Hauptverdächtige ist kein geringerer als Dieter Möller. Ausgerechnet Rocco soll nun sein Verteidiger sein, doch die Lage spitzt sich immer mehr zu... es tauchen immer mehr Beweise gegen Möller auf und die Verstrickung von Roccos Vater in diesen Fall wird immer unklarer.
*Erster Satz des Buches* "Mit dem Selbstverständnis des erfahrenen Strafverteidigers blickte Rocco Eberhardt von seinen Unterlagen auf." - Schwiecker, F., Tsokos, M. (2023) - Die letzte Zeugin -
*Meine Meinung* Nachdem ich vom Vorgängerband nicht ganz so überzeugt war, war ich doch neugierig, ob mir "Die letzte Zeugin" besser gefallen würde - und in der Tat, dieses Buch fesselte mich von vorne bis hinten.
Auch wenn ich mir mit Justizdingen und auch Politik oft etwas schwer tue, überhaupt kein Verständnis für Gesetzestexte oder ähnliches habe und politisch überhaupt nicht interessiert bin, gefiel mir dieses Buch richtig gut. Vielleicht, weil der Schreibstil wirklich mitreißend war und die Hintergründe zwar deutlich dargelegt wurden aber keineswegs zu komplex oder ausufernd.
Die Charaktere Rocco Eberhardt und Justus Jarmer gefielen mir gut und waren, im Gegensatz zum Vorgängerband auch wirklich sympathisch. Dennoch hätte ich mir in diesem Band noch etwas mehr auftreten von Jarmer gewünscht und hätte gerne mehr Zeit in seiner Rechtsmedizin verbracht.
Als Hauptschauplatz der Geschichte tritt hauptsächlich der Gerichtssaal auf, was ich unfassbar spannend fand und die Vorgänge vor Gericht mindestens so interessant, wie der Plot selbst. Die Verstrickungen der Charaktere und die immer wieder neu auftretenden Beweise gegen Möller waren wirklich interessant und man beginnt als Leser ruckzuck damit, mitzurätseln. Ist er unschuldig? Woher kommen dann die Beweise?
Die Geschichte wird flott erzählt, enthält jede Menge spannender Elemente, Interessante Charaktere, verzwickte Probleme und mehrere kleine Erzählstränge, die sich irgendwann zu einem großen Ganzen verflechten - ich mochte es sehr!
Reihe: Die 7. Zeugin Der 13. Mann Die letzte Lügnerin *Infos zu den Autoren*
"Florian Schwiecker ist 1972 in Kiel geboren und hat viele Jahre in Berlin als Strafverteidiger gearbeitet. Während seiner Tätigkeit für ein internationales Wirtschaftsunternehmen in den USA entstand die Idee zu seinem ersten Thriller „Verraten“. Außerdem empfiehlt Florian Schwiecker regelmäßig Krimis in seiner Thriller-Kolumne auf freundin.de." (Quelle: Verlagshomepage)
"Michael Tsokos, 1967 in Kiel geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er die Berliner Rechtsmedizin. Seine Bücher sind allesamt Bestseller und wurden bereits mit hochkarätiger Besetzung verfilmt. Mit dem Schauspieler Jan Josef Liefers ist er seit 2021 regelmäßig in den True-Crime-Formaten „Obduktion“ und „Todesrätsel“ auf RTLplus zu sehen. Weitere Produktionen sind in Arbeit. Folgen Sie Michael Tsokos auf Instagram: @dr.tsokos" (Quelle: Verlagshomepage)
*Fazit* Ein wirklich gelungenes Buch, das man nur so in einem Rutsch weg lesen kann!
„Die letzte Lügnerin“ ist der dritte Fall für Strafverteidiger Rocco Eberhardt und Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer. Das Buch wurde von Florian Schwiecker und Prof. Dr. Michael Tsokos geschrieben und ist 2023 als eBook und Taschenbuch im Knaur Verlag (Verlagsgruppe Droemer Knaur) erschienen. „Die letzte Lügnerin“ ist der dritte Band der „Eberhardt & Jarmer ermitteln“ Reihe.
Der dritte Fall für Eberhardt und Jarmer war eine Reise voller Überraschungen. Am Anfang scheint der Fall „Dieter Möller“ glasklar zu sein. Ähnlich wie das Umfeld des Berliner Bausenators hatte auch ich als Leserin mir eine Meinung über den Kriminalfall gebildet. Doch im Laufe der Geschichte tauchen nach und nach Hinweise auf, die die anfänglich so glasklare Schuld von Dieter Möller in Frage stellen. Ähnlich wie schon im Vorgängerband „Der dreizehnte Mann“ haben sich Schwiecker und Tsokos für ein aktuelles und hochbrisantes Thema entschieden, dass in seiner Umsetzung der Realität erschreckend nah kommt und damit definitiv authentisch ist.
Rocco Eberhardt gerät dieses Mal ziemlich unfreiwillig in eine Situation, die ihn vor scheinbar lebensverändernde Entscheidungen stellt. Je weiter der Fall „Dieter Möller“ voranschreitet, desto persönlicher wird das Verfahren für Rocco. Erst als er vor Gericht einem Menschen gegenübersteht, dem er dort nie begegnen wollte, erkennt er welche Entscheidung die richtige ist. Während diesem für ihn so nervenaufreibendem Prozess plagt ihn sein Bauchgefühl, dass irgendetwas an diesem Gerichtsverfahren nicht stimmt.
Dr. Justus Jarmer, der als Facharzt für Rechtsmedizin arbeitet, spielt im Fall „Dieter Möller“ zunächst eher eine kleine Nebenrolle. Erst durch einen Zufall stößt er auf die eine Person, die das entscheidende Puzzleteil darstellt. Am Ende gehört er zu der kleinen Gruppe Menschen, die das Gericht vor einem großen Fehler bewahren und dem Fall „Dieter Möller“ so eine komplett neue Richtung geben.
Florian Schwiecker, der viele Jahre als Strafverteidiger gearbeitet hat und Prof. Dr. Michael Tsokos, der als Rechtsmediziner das Institut für Rechtsmedizin der Charité leitet, gewähren in „Die letzte Lügnerin“ ihren Lesern erneut detaillierte Einblicke in die Arbeit eines Strafverteidigers und eines Rechtsmediziners. All diese kleinen Details steigern natürlich die Authentizität der Geschichte. Ich finde es gut, dass das Insiderwissen für einen Laien verständlich umgesetzt wurde.
Dem Autorenduo ist es hervorragend gelungen von der ersten Seite an Spannung aufzubauen und diese bis zum Schluss zu steigern. Etliche unvorhersehbare Wendungen haben nicht nur für Überraschungen gesorgt, sondern auch dazu beigetragen, dass ich das Buch keine Sekunde aus der Hand legen konnte.
Kurze Kapitel sorgen für einen flüssigen Lesegenuss und Ort- und Datumsangaben zum Beginn der Kapitel für eine gute Orientierung innerhalb der Handlung. Der Schreibstil von Schwiecker und Tsokos ließ sich flüssig und daher sehr angenehm lesen. Erzählt wird die Geschichte aus vielen unterschiedlichen Sichten. Das Buch wurde in der dritten Person geschrieben.
Fazit Erneut ist es Schwiecker und Tsokos gelungen ihre Leser auf eine fesselnde Reise zu schicken.
Worum geht’s? In einem geleakten Video ist zu sehen, wie ein Berliner Bausenator einen fragwürdigen Deal mit einem russischen Mann eingeht. Es geht um Milliarden, Alkohol und Prostituierte sind mit im Spiel. Kurz darauf wird der Mann, der das Video geleakt hat, ermordet in einer Bar aufgefunden.
Meine Meinung: „Die letzte Lügnerin“ (Droemer Knaur, März 2023) ist bereits der dritte Justiz-Krimi, den das Autorenduo Florian Schwiecker und Michael Tsokos um den Strafverteidiger Rocco Eberhard und den Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer schreibt. Und ich muss sagen: Nachdem mich der erste Band doch etwas enttäuscht hatte, der zweite schon Richtung Pageturner ging so hat mich der dritte Band vollends von der Serie überzeugt. Die Autoren haben einen mehr als gelungenen Justiz-Krimi zu Papier gebracht, der mich wirklich gepackt hat.
Für Rocco ist es diesmal ein ganz persönlicher Fall. Wie wir aus den letzten Bänden wissen, ist sein Verhältnis zu seinem Vater nicht ganz so gut, doch diesmal ist dazu gezwungen, sich mit ihm auszusprechen, als dieser scheinbar mit seinem aktuellen Fall verwickelt ist. Wer mir auch gut gefallen hat, ist der Charakter der Kommissarin Jana Hardenberg. Tough, ein guter Riecher und immer auf den Punkt. Und natürlich wieder Tobias Baumann, Privatdetektiv und Roccos bester Freund, der immer noch ein Ass im Ärmel zu haben scheint. Besonders gruselig waren die Szenen im Obduktionssaal mit Dr. Justus Jarmer, die haben diesem Buch nochmal einen kleinen Extra-Thrill verpasst.
Der Fall selbst ist absolut aktuell. Wohnungsknappheit, geheime Absprachen zwischen Politik und Industrie zum Vorteil einzelner. Dann haben wir es noch mit gefälschten Beweisen zu tun. Die Autoren treffen wirklich direkt den Zahn der Zeit und haben dieses Thema perfekt umgesetzt. Die Szenen vor Gericht waren mitreißend geschrieben. Die Ermittlungen authentisch dargestellt. Und die Passagen dazwischen haben dem Ganzen noch einen zusätzlichen Adrenalinkick gegeben. Schmunzeln musste ich bei einer Szene im Gerichtssaal, als das Handy eines Sachverständigen angeblich gem. GPS-Signal nicht bei ihm war, sondern um die Friedenssäule gekreist ist. Dieses Buch hat mich wirklich davon überzeugt, die Serie weiterzulesen und mich schon neugierig gemacht, was wir wohl im nächsten Teil erwarten dürfen. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir!
Fazit: In ihrem dritten Justiz-Krimi um Rocco Eberhard und Dr. Justus Jarmer „Die letzte Lügnerin“ setzt das Autorenduo Schwiecker & Tsokos ein politisch aktuelles Thema um. Es geht um Korruption, Wohnungsmangel, Insidergeschäfte zwischen Politik und Industrie. Wir haben Leaks. Einen Mord. Und absolut geniale Szenen vor Gericht, die packend waren und mich teilweise auch haben schmunzeln lassen. Rocco und Tobi haben eben immer noch ein Ass im Ärmel und es macht einfach nur Spaß, mit ihnen gemeinsam zu Ermitteln.
5 Sterne von mir und ich freue mich schon auf den nächsten Fall!
Nah an unserer Realität Die erzählte Geschichte könnte sich genauso in Berlin abspielen. Das macht ihren Reiz aus.
"Die letzte Lügnerin" ist der 3. Band der Justiz-Krimi-Serie ( Eberhardt & Jarmer ermitteln )von Florian Schwiecker ( Strafverteidiger ) &
Michael Tsokos (Rechtsmediziner) & wurde vom Knaur Verlag am 01.03.2023 auf dem deutschen Markt veröffentlicht.
Die beiden Autoren haben schon in den beiden vorherigen Büchern bewiesen, dass echtes Know-how gemixt mit fiktiven Ereignissen eine brilliante Mischung ergeben kann.
Mit "Die letzte Lügnerin" stelle ich diese bewährte Erkenntnis wieder auf meinen Prüfstand.
Das Cover: ist mit seinem rot-grau-schwarzen kreiiertem Titelbild ein echter Hingucker und wirkt mit absolutem Wiedererkennungswert.
Es passt zu der Serie und holt den Betrachter mit seiner Verknüpfungen direkt beim Genre & Autorenteam ab.
Zum Inhalt: Handlungsort & Hauptprotagonisten: Berlin / Deutschlands Hauptstadt & deren Bausenator sowie der Rechstanwalt Rocco Eberhardts Vater sowie Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer.
Kerninfo: Es geht um Immobilienskandale, Deals mit russischen Oligarchen & dem Mord an einem Videotechniker, der diese Machenschaften mittels eines Videos veröffentlichen wollte.
Die Verquickungen von krimineller Energie und Aktion werden zu einer realen Gefahr für Rocco´s Vater.
Ob Jarmer & Eberhardt Licht in die Sache bringen können und wie der Fall verläuft? Wir werden es lesen...
Mein persönlicher Eindruck
Aufbau, Personen, Logik, Momentum, Finale: Wie schon in Band 1 & 2, ist der Aufbau stringend logisch und wunderbar lesbar. Die Personen werden sorgfältig aber nicht repetetiv vorgestellt.
Während der Handlung fügen die Autoren immer mehr Einzelheiten zu ihren Protagonisten hinzu. So wird der Leser ein echter Kenner von allen Akteuren.
Das Momentum hat in dieser Erzählung etwas an Tempo eingebüßt. Obwohl gut und rasant lesbar sind einige Szenen und Aktionen nicht entsprechend ihrem Potential ausgearbeitet worden. Das ist - ich gebe es zu: meine sehr persönliche Meinung.
Das Finale ist gut gesetzt und verbindet die unterschiedlichen Handlungsstränge sehr gut miteinander.
Zusammenfassung: Ein sehr guter Justiz-Krimi mit kleinen Einschränkungen.
Meine Fehleranalyse: Da beide Autoren sich im kriminellen Milieu beruflich schon so lange bewegen , sind ihnen die Abläufe und Schlussfolgerungen absolut geläufig. Vielleicht trägt dieser Umstand dazu bei, dass die Schlussbilanz gefühlt zu kurz und in einigen Punkten schwer nachvollziehbar sind?
Fazit: Ich empfehle diesen Realitätsnah erzählten Roman allen, die sich gern von Krimis, die nahe der Realitätsgrenze erzählt werden, unterhalten lassen.
Lesesterne: sehr gute 4* verbunden mit einer Leseempfehlung. Alle Bücher dieser Serie können ohne Vorkenntnisse gelesen & genossen werden.
Als der Berliner Bausenator Möller bei einem dubiosen Geschäft auffliegt, scheint der Skandal riesig, doch als kurze Zeit später in einer Bar einer der Männer, die ihn haben auffliegen lassen, ermordet aufgefunden wird, wird es für Möller brenzlig. Er wendet sich an Rocco Eberhardt, der ihm von Eberhardt Senior empfohlen wurde. Während vor Gericht immer mehr Beweise gegen Möller auftauchen, zweifelt Rocco immer mehr, irgendetwas stimmt hier nicht. Und außerdem scheint es, als hätte auch Roccos Vater irgendetwas mit der ganzen Sache zu tun. Aber wem kann Rocco noch glauben? Mit „Die letzte Lügnerin“ erscheint der dritte Fall für Rocco Eberhardt aus der Feder des Duos Tsokos/Schwiecker. Zwar ist es wie immer bei Krimiserien, dass die persönlichen Geschichten sich innerhalb der Reihe fortsetzen, dies aber für den Fall an für sich unerheblich bleibt. Somit kann man die Bücher auch unabhängig voneinander lesen, ohne große Verständnisprobleme. Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und was mir an dieser Reihe einfach gefällt, ist, dass man merkt, dass die Autoren einfach auch ganz viel Hintergrundwissen haben. Man sieht ihnen quasi ein wenig über die Schulter während der Arbeit. Der Krimi an für sich ist durchaus interessant, auch wenn es für mich ein wenig mehr Tempo benötigt hätte. Trotzdem kommt man hier leicht und schnell durch die Seiten und je mehr sich die Geschichte fortsetzt, desto spannender wird das Ganze dann auch. Vielleicht hätte ein wenig mehr Selbstmiträtseln können über das Geschehen, die Handlung etwas spannender werden lassen. Aber auch als Beobachter wurde ich hier gut unterhalten. Das Thema, dem sich die Autoren hier widmen, ist hoch aktuell, sowohl korrupte Politiker, als auch den Wohnungsbaumangel und somit resultierende Mietpreiserhöhungen begleiten uns seit Jahren. Dieses Thema haben die Autoren glaubwürdig und interessant mit eingearbeitet und konnte überzeugen. Die Charaktere des Krimis haben mir sehr gut gefallen. Sie wirken mit ihren persönlichen Sorgen und Probleme durchweg menschlich und dadurch auch absolut glaubwürdig. Auch hier spürt man sowohl bei Rechtsanwalt Eberhardt als auch beim Rechtsmediziner Jarmer inwieweit die Autoren ihre eigenen Erfahrungen einbauen können. Doch auch Nebencharakter wie Privatermittler Tobi Baumann, Hauptkommissarin Hardenberg oder Staatsanwältin Spitzer sind glaubwürdig, da man auch bei ihnen immer wieder persönliche Hintergründe erfährt. Mein Fazit: auch wenn der Krimi für meinen persönlichen Geschmack etwas mehr Tempo hätte haben dürfen, konnte mich das Autorenduo gut unterhalten und vor allem durch ihren durchweg glaubwürdigen Krimi überzeugen. Was mir besonders daran gefällt, dass man beim Lesen den Eindruck hat, dass einfach auch die persönlichen Erfahrungswerte mit einfließen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
Wie dreckig das Politikgeschäft sein kann zeigt sich schnell in diesem Buch. Ein Video, das den Berliner Bausenator ganz schlecht aussehen lässt, wird veröffentlicht und schlägt enorm hohe Wellen. Auf Empfehlung seines Vater wird Rechtsanwalt Rocco Eberhard vom Politiker engagiert. Derweil hat Rechtsmediziner Justus Jarmer zunächst eine auf den Kopf reduzierte Leiche auf dem Tisch, aber es soll noch eine andere folgen und eine juristische Schlacht beginnt.
Es ist der dritte Band der Reihe und nachdem ich den zweiten sehr durchwachsen fand, habe ich diesem Fall und dem Autorenduo noch eine Chance gegeben – zum Glück, denn es hat sich wirklich gelohnt. Dass Politiker nicht immer nur astreine Geschäfte machen und bei Entdeckung der Aufschrei groß ist – kein Geheimnis, aber entspinnt sich dann eine Geschichte, die sicher nicht alltäglich ist. So auch hier, und der neue Mandant in Roccos Kanzlei kommt auf Empfehlung seines Vaters, was der ganzen Sache auch noch eine persönliche Note gibt.
Bei diesem Buch sollte man ein gewisses Interesse an Politik mitbringen, denn sie spielt eine nicht unwesentliche Rolle. Bei mir ist das der Fall, obwohl ich von dem Thema Wohnungsnot und allem daraus folgenden nicht einmal betroffen bin, und ich fand die juristischen Hintergründe auch sehr interessant und die Frage nach dem Strippenzieher war lange, wenn auch nicht bis zum Schluss, ziemlich offen. Das Buch hatte wieder eine Sogwirkung auf mich, was das erste Buch auch schon hatte. Das zweite Buch der Reihe hatte mich ja so gar nicht gefesselt, aber dieses hier war wieder richtig interessant und spannend. Dabei erschien es mir auch weitgehend authentisch, wenn auch dadurch sicher weniger Thrill enthalten ist, wie das vielleicht möglich gewesen wäre. Es liest sich sehr angenehm und schnell, dank kurzer Kapitel und gelungenen Szenenwechseln (sowohl Personen, als auch Zeit und Ort betreffend), kann ich das Buch mit seinem sowas von aktuellen Thema, nur empfehlen. Der Schluss war weitgehend stimmig, leider zeichnete sich nur allzu deutlich ab, wer da aktiv war, aber immerhin das Motiv stand ja noch offen. Die Gerichtsverhandlung und wie sich alles so nach und nach entwickelt fand ich wieder richtig klasse. Viel zu kurz kam mir der rechtsmedizinische Anteil, wenngleich die Auftritt aus dem Metier dann aber doch im Kopf bleiben, weil sie schon eher besonders sind. Und ich habe mich immer und immer wieder gefragt, warum Vater und Sohn so manches nicht mittels einfachen Gesprächs auf die Kette bekommen. So summierten sich die Kleinigkeiten, die mich dann doch ein wenig gestört und/oder genervt haben, ergo keine volle Punktzahl, sondern vier Sterne. Kenntnis der Vorgängerbände wäre von Vorteil, prinzipiell ist es aber auch unabhängig zu lesen.
Mit ihrem ersten Berliner Justizkrimi um den Rechtsmediziner Justus Jarmer und den Strafverteidiger Rocco Eberhardt haben mich Florian Schwiecker und Michael Tsokos seinerzeit voll überzeugt - da war ich auch gespannt auf den zweiten Fall der beiden, "Die letzte Lügnerin".
Auch hier ist wieder klar erkennbar, dass viel praktische Erfahrung mit den Vorgängen an Gerichten, der Arbeitsweise der Justiz und das spezifische Know-How der Rechtsmedizin vorhanden ist. Auch wenn ich vermute, dass Schwiecker vielleicht schon ein paar Jahrr lang nicht mehr vor Gericht agiert hat, denn manche Dialoge zwischen der Vorsitzenden Richterin und den Prozessbeteiligten verlaufen denn doch eine Ecke sperriger und hochformeller, als ich das aus Strafprozessen kenne. Aber vielleicht ist der Umgangston in Berlin auch ein bißchen anders - das preußische Erbe eben.
Mit dem Thema Mieterhöhungen, Wohnungskrise, Spekulationen auf dem Immobilienmarkt und Profitstreben, das zur Verdrängung von Klein- und auch Normalverdiener aus vielen Stadtteilen führt, haben die Autoren ein brandaktuelles Thema gefunden.
Als Rocco Eberhardt den über einen Skandal gestürzten ehemaligen Berliner Bausenator Möller in einem Totschlagsprozess verteidigt, sieht er sich in einem Konflikt. Dass sein Mandant ein totaler Unsympath ist - das ist ihm aus der beruflichen Praxis nicht unvertraut. Doch was hat sein Vater mit dem Ex-Senator zu tun - und ist er womöglich in illegale Geschäfte verwickelt? Das ohnehin schwierige Verhältnis des Anwalts zu seinem Vater erlebt eine weitere Belastungsprobe.
Doch so sehr der Anwalt gelegentlich von seinem Mandanten genervt ist - sein Instinkt sagt ihm, dass der Mann unschuldig ist. Als Leser weiß man da schon ein bißchen mehr, denn immer wieder wird auch die Erzählperspektive des oder der Unbekannten mit dem socia Media-Namen "Mieter38" eingenommen, Offenbar ein Strippenzieher mit hoher krimineller Energie. Doch wie alles zusammenhängt, erschließt sich erst im letzten Viertel des Buches.
Mein größter Kritikpunkt ist denn auch, dass die Autoren wirklich sehr lange brauchen, die verchiedenen Fäden zusammenzuführen. Da ist dann so manches redundant, etwa wenn der schwelende Vater-Sohn-Konflikt ein weiteres Mal ausgwalzt wird. Das hätte auch schneller und stringenter gehen können.
Dennoch ein interesssant konstruierter Plot. Ich habe das Buch gerne gelesen, hoffe aber doch, dass der nächste Fall ein bißchen schneller an Tempo gewinnt.
"Die letzte Lügnerin" ist der 3. Justizkrimi von Florian Schwiecker und Michael Tsokos. Starfverteidiget Rocco Eberhard und Rechtsmediziner Justus Jarmer ermitteln wieder…
Darum geht's: Ein Video sorgt für Aufsehen. Darin ist Bausenator Dieter Möller zu sehen, wie er einen dubiosen Immobiliendeal aushandelt. Für Rocco Eberhardt wird es persönlich, denn auch sein Vater soll in die Sache verwickelt sein. Richtig heiß wird der Fall, als der Tontechniker des Rügen-Gate-Videos auf dem Seziertisch von Dr. Jarmer liegt. Und Senator Möller wird wegen Mordes angeklagt.
Tsokos alleine funktioniert bei mir fast blind. Der finale Band seiner Z-Reihe war für mich ein echtes Highlight. Die Kollaboration mit Schwiecker finde ich auch gelungen. Allerdings kommen die gemeinsamen Justiz-Krimis bei weitem nicht an Tsokos True-Crime-Thriller heran. Lesenswert finde ich die Reihe trotzdem. Sie lebt eben von der Mischung. Zum einen schaut man dem Rechtsmediziner am Seziertisch über die Schulter - was ich aus sicherer Entfernung immer wieder gerne mache. Zum anderen ist es auch immer interessant, in den Gerichtssaal hineinzuspicken.
Die Mühlen der Justiz mahlen zuweilen langsam. Es ist alles sehr analytisch und formell in den Abläufen. Zwar geht es um ein brisantes Thema. Grundspannung ist auch vorhanden. Und die kurzen Kapitel bringen Tempo in die Geschichte. Und doch wird daraus kein Reißer. Dafür aber ein durchdachter und anspruchsvoller Krimi, der auch seinen Reiz hat. Dass ich ihn diesmal nicht ganz so stark fand, mag mit am Polit-Thema gelegen haben. Vielleicht bin ich von solchen oder so ähnlichen Skandalen im realen Leben einfach schon ein bisschen abgestumpft.
Was mir wieder sehr gut gefallen hat, war der rechtsmedizinische Anteil - auch wenn Jarmers Fall letztendlich irgendwie unspektakulär im Sande verläuft. Auch die strafrechtlichen Einblicke sind für sich genommen wieder sehr interessant. Richtig stark wird es, wenn Jarmer und Eberhardt im Laufe ihrer Arbeit aufeinandertreffen und sich wirklich die Bälle zuspielen können. Das ist eher authentisch-sparsam der Fall. Und deshalb dürften die Autoren da für meinen Geschmack gerne ihre künstlerische Freiheit nutzen und mehr auf die Brause hauen - auch, wenn es dann weniger den realen Gegebenheiten entspricht.
Fazit: Zwei starke Helden. Ein durchaus spannender Fall. Alles in allem ist der Krimi flüssig und interessant zu lesen. Das gewisse I-Tüpfelchen hat mir allerdings gefehlt.
In diesem Buch geht es hauptsächlich um menschliche Abgründe. Der Täter scheint vollkommen skrupellos und zu allem bereit zu sein. Wenn man erst einmal die Beweggründe kennt dann kann man seinen Wunsch durchaus ein Stückchen nachvollziehen. Auch wenn dieser moralisch absolut verwerflich ist. Nicht nur einmal hatte ich deshalb und allgemein aufgrund der Handlung meine eigenen moralischen Werte hinterfragt.
Wie im Klappentext schon verraten wurde geht es um den Bausenator Möller, der plötzlich auf der Anklageband sitzt. Dieser ist absolut passend für diese Rolle beschrieben und er scheint tatsächlich nur auf eigene Vorteile aus zu sein. Ihm scheinen die Folgen des Deals absolut egal sein, was mich tatsächlich an einige Schlagzeilen der letzten Jahre erinnert hatte. Das Szenario an sich wirkt total realistisch und es ist einfach nur erschreckend zu was manche Menschen in der Lage sind.
Das Buch lässt sich gut in einem durchlesen und die relativ kurzen Kapitel halten die Handlungsgeschwindigkeit hoch. Mir hat es gut gefallen, dass sich die Autoren auf das wesentliche beschränken und es kein zusätzliches Geplänkel gibt. Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht vom Verteidiger, Rechtsmediziner und dem Täter erzählt. Genau das erhöht die Spannung, denn ich musste ständig auf neue relevante Informationen warten. Mich konnte die Handlung richtig fesseln und oft hatte ich beim Lesen die Zeit vergessen. Die Zeit- und Ortsangaben hatten mir dabei geholfen den Überblick zu behalten, da es doch relativ viele Zeitsprünge gibt.
Während dem Lesen kam es mir richtig komisch vor, dass die Staatsanwaltschaft ständig neue stichhaltige Beweise hatte. Genau das hatte die Arbeit von dem Verteidiger Rocco so schwer gemacht, da er vorher meist nicht wusste was für ein Ass sie nun schon wieder aus dem Ärmel schütteln wird. Es hat richtig Spaß gemacht dieses Katz‘ und Maus Spiel zwischen den beiden zu verfolgen. Es ist auf jeden Fall immer spannend zu lesen wie so ein Gerichtsprozess aufgebaut ist und wie wenig diese mit denen in den meisten Serien gemeinsam haben.
Alles in allem hat mir das Buch richtig gut gefallen. Man kann es gut ohne Vorwissen lesen, denn man erfährt alles relevante über die Charaktere im Laufe der Handlung.
Gleich vorab: Auch wenn dieser Fall in sich abgeschlossen ist, empfehle ich, die Reihe von Beginn an zu lesen. Gerade was die schon im Klappentext genannte Beziehung von Rocco zu seinem Vater angeht, bekommt man einen besseren Einblick, wenn man Fall 1 und 2 bereits gelesen hat.
Aber jetzt zum eigentlichen Fall: Dieser beginnt damit, dass eigentlich alles klar ist. Aber eben nur eigentlich. Der Aufbau ist sehr interessant gestalten: Man steigt in der Gegenwart ein, geht dann in der Zeit zurück, bis man letztendlich wieder im Gerichtssaal und der Ausgangssituation ankommt. Das hat mir gut gefallen, denn man ist die ganze Zeit neugierig, was auf dem Weg dahin alles passiert. Für Spannung ist hier auf jeden Fall gesorgt.
Super fand ich auch, dass hier ein sehr aktuelles Thema angesprochen wird, nämlich die Knappheit von bezahlbarem Wohnraum und der ekligen Methoden von Investoren, das meiste Geld aus ihrer Immobilienanlage herauszuholen.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist flüssig zu lesen und die relativ kurzen Kapitel verleiten zum Weiterlesen. Das Buch an sich ist jetzt auch nicht so umfangreich, das darf man dann auch mal durchsuchten.
Wie geschrieben fand ich den Fall vor allem aufgrund der Ausgangssituation spannend. Allerdings hat mich Rocco diesmal etwas genervt. Ich dachte, das mit seinem Vater hätte sich im letzten Band endlich geklärt. Er verhält sich in dieser Beziehung nicht wie ein Erwachsener und es hätten einige Dinge vermieden werden können, wenn er auf die Ratschläge seiner Freunde gehört hätte oder einfach mit seiner Anwaltsprofessionalität herangegangen wäre.
Schade fand ich auch, dass dem Rechtsmediziner Justus Jarmer diesmal nur eine eher kleine Rolle zukommt. Gerade das Zusammenspiel der Beiden war in den Vorgängern sehr gelungen. Das war allerdings auch der Handlung geschuldet.
Nichtsdestotrotz: Ich habe bis zum Schluss nicht den Hauch einer Ahnung gehabt, wie das Buch enden könnte. Und das, obwohl ich viele Krimis und Thriller lese und mich so schnell nichts überrascht. Deshalb kann ich es auch wirklich weiterempfehlen - auch wenn ich diesmal "nur" 4 Sterne vergebe.
Ich freue mich aber schon sehr auf den nächsten Fall - einem Anwalt geht die Arbeit ja nie aus!
Alles beginnt damit, dass Rocco Eberhardt von der Polizei kontaktiert wird, um "Neuigkeiten" wegen des Falls, in den sein Vater mit verstrickt sein soll. So wirklich ergiebig ist das Alles aber nicht, weshalb er seinen Freund Tobi bittet ihn zu unterstützen. Kurz darauf wird ein wahrer Polit-Skandal im Fernsehen veröffentlicht, der den Bausenator Möller bloß stellt. Was aber hat dieser mit Eberhardts Vater zu schaffen und steckt dieser da mit drin?
Etwa zur gleichen Zeit bekommt Justus Jarmer einen Toten auf den Seziertisch, der auf den ersten Blick durchaus einen Unfall gehabt haben könnte. Der Rechtsmediziner kann dies allerdings widerlegen. Bei der Leiche handelt es sich um auch nicht zufällig um einen der Verantwortlichen für die Offenlegung um Möllers Karriereende. Hängt Beides miteinander zusammen?
Im Großen und Ganzen dreht es sich um die Wohnungsnot in Berlin und einen Politiker der in eine Falle getappt ist, welche ihn seinen Posten kostet. Ein interessantes und aktuelles Thema, aber mir fehlte es hier an der Ermittlungsarbeit und somit auch stellenweise an der Spannung.
Die Kapitel sind kurz, verständlich und der Leser hält sich viel in Gerichtssaal auf. Aber es gibt auch Einblicke in das Leben von Hauptkommissarin Hardenberg und in das Privatleben von Rocco Eberhardt.
Was den Fall angeht scheint es für Roccos Mandaten nicht so gut auszusehen. Es scheint viele Indizien für Möllers Beteiligung am Mord zu geben, aber dieser beteuert weiterhin, dass er es nicht war. Kalkül oder Tatsache? Ich hab ihn tatsächlich nicht für einen Mörder gehalten und Eberhardt ebenso wenig, auch wenn Vieles dafür sprechen würde.
Herr Jarmer bleibt in diesem Fall eher eine Nebenfigur, welche nur wenig zur Ermittlungsarbeit beiträgt. Schade.
Fazit
Der Justiz Krimi für Zwischendurch. Ein absolut brisantes und aktuelles Grundthema wurde hier angesprochen, aber mir fehlte es in der Umsetzung einfach an Spannung. Die Tage im Gerichtssaal waren wirklich toll gemacht und auch interessant, aber das gewisse Etwas fehlte im gesamten Verlauf irgendwie. Auch war die Zusammenarbeit von Eberhardt und Jarmer eher nicht vorhanden. Ich bin dennoch gespannt, wie es weitergehen wird. Für mich istvdies, aber der Jasper schwächste Teil der Reihe. Leider auch nur 3,5 Sterne von mir. 4 auf den gängigen Plattformen.
3. Teil der Gerichtskrimi-Reihe um Strafverteidiger Rocco Eberhardt
Rechtsanwalt Rocco Eberhardt wird vom Berliner Bausenator Dieter Möller beauftragt, denn es macht ein Video die Runde, in dem ihm Korruption nachgewiesen wird. Als dann auch noch der Kameramann dieses Videos, der zuvor noch auf Twitter geprahlt hatte, ermordet aufgefunden wird, hat Möller auch noch eine drohende Mordanklage am Hals. Doch dieser beteuert seine Unschuld, obwohl immer mehr Beweise auf ihn als Täter hindeuten.
Doch Rocco schafft es wieder hervorragend, sämtliche Anschuldigen abzuwenden bzw. Behauptungen als Lügen und Fake zu widerlegen. Das gefällt mir immer sehr, diesen Teil der Arbeit von Rocco mitzuverfolgen. Leider waren mit diesmal aber zu wenige dieser spannenden Gerichtsszenen. Rocco könnte dies alles jedoch nicht ohne die Hilfe und Mitarbeit seines guten Freundes Tobias Baumann, ein erfahrener Privatdetektiv, schaffen.
Und auch der Name von Roccos Vater taucht in diesem Zusammenhang mal wieder auf; wo Rocco herausfinden möchte, wie weit dieser in diese Machenschaften verstrickt ist. Bis auf diesen roten Faden (Roccos Vater) ist jeder der Bände in sich geschlossen und kann deshalb eigenständig gelesen werden.
Auch der Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer hat natürlich wieder einen Auftritt; anfangs bekommt er sogar ziemlich viel Platz, aber gegen Ende finde ich wieder, dass er gegenüber Rocco leider zu sehr untergeht. Obwohl ich persönlich den Part des Rechtsmediziners immer total spannend und interessant finde.
Die kurzen Kapiteln, die mit dem jeweiligen Handlungsort, Tag und Uhrzeit versehen sind sowie die mitreißende Schreibeweise lassen einen nur so durch das Buch fliegen. Das Thema dieses Krimis ist brisant: Immobiliengeschäfte und -spekulationen und die Milliarden, die damit verdient werden können (legal sowie illegal). Ein packender Themenbereich, der so aktuell ist wie nie.
Fazit: Der dritte Band um Rechtsanwalt Rocco Eberhardt und Rechtsmediziner Justus Jarmer mit einem aktuell-brisanten Thema.
Rocco Eberhardt hat die Aufgabe einen unsympathischen Politiker in einem Prozess zu verteidigen. Dieter Möller, Bausenator, Reich durch seine Baufirma, sitzt auf der Anklagebank, weil er einen Mann ermordet haben soll. Die Beweise sprechen komplett gegen ihn, doch Roccos Instinkt sagt ihm, dass Möller für den Mord nicht verantwortlich ist, doch die Beweise sind regelrecht erdrückend und immer wieder scheint die Anklage neue Beweise einzubringen, die Rocco einfach nicht widerlegen kann.
Dirk Stecher, der gemeinsam mit Junghans, ein Video gedreht hat, in dem Möller quasi zugibt, korrupt zu sein. Wenn auch nicht direkt, aber durch seine Worte auf diesem Video, könnte man genau das annehmen. Als dieses Video veröffentlich wurde, glaubt jeder, auch nach der Beweislage, das Möller nur der Täter sein kann, immerhin hat dieses Video seinen Stand in der Politik regelrecht zunichte gemacht.
Doch es laufen immer mehr Dinge zusammen. Der tote Mann, den der Gerichtsmediziner Justus Jarmer untersucht hat, scheint auch nicht durch Suizid gestorben zu sein. Und auch Roccos Vater scheint irgendwie mit in diesem Thema der Wohnsituation drin zu hängen. Doch wie genau, das muss Rocco erstmal rausfinden. Und was haben die Schulden von der Kommissarin Hardenberg mit dieser ganzen Geschichte zu tun?
Schwiecker und Tsokos haben es hier geschafft in einem doch recht kurzen Justiz-Krimi Spannung aufzubauen und viele Fragen beim lesen im Kopf zu haben. Interessant sind auch die Einwürfe in kurzen Kapiteln von einem @mieter38. Er steckt hinter diesem Pseudonym und warum heizt er das Thema Mietkosten in den Medien so in die Höhe. Ein wirklich sehr interessanter Justiz-Krimi, der mich wieder gut unterhalten und fesseln konnte.
Der nun dritte Band von dem Autorenduo Schwiecker Tsokos steht meiner Meinung nach den beiden Vorgängern in nichts nach. In gewohnt flüssigen Schreibstil geht es diesmal um den Berliner Wohnungsbau und um die offenen und verdeckten Machenschaften und deren Zusammenhänge. Das fand ich schon sehr interessant! Dieses Zusammenspiel mit dem Strafgericht und der Rechtsmedizin finde ich nach wie vor klasse. Auch wenn ich den Fall diesmal nicht ganz so spannend und fesselnd fand, gefällt es mir sehr, dass die gesamten Fälle der Bücher so unterschiedlich sind. Es zeigt für mich auch das große Spektrum, wobei ich glaube, dass das auch nur die Spitze des Eisbergs ist. Ich mag Justizkrimis und Szenen sehr, ich finde es faszinierend, quasi beim Gerichtsverfahren als Leser mit dabei zu sein.
Sehr spannend fand ich hier dagegen die Frage, ob und wieweit der Vater vom Strafverteidiger Rocco Eberhardt in den Fall verwickelt ist und fühlte mich bei Streitgesprächen fast dabei, so lebendig wurde das beschrieben. Sehr eindrucksvoll fand ich auch die Szenen der Rechtsmedizin. Gerade auch die so nebenbei fallen gelassenen Details, Einstellungen und Begriffserklärungen fand ich super! Sehr gern habe ich auch wieder über Claudia Spatzierer gelesen, sie ist mir sehr sympathisch und gerne hätte ich noch mehr von ihr erfahren und gelesen. Die kurzen Kapitel und vor allem die Kapitelüberschriften mit Ort und Datumsangabe haben mir auch wieder sehr gefallen, die Geschichte lässt sich dadurch wunderbar verfolgen.
Ich habe das Buch sehr gern gelesen! Auch dass der Titel einen klaren Bezug zur Geschichte hat, der aber zumindest mir erst zum Ende aufgegangen ist, gefällt mir sehr und unterstreicht für mich auch noch mal die Glaubwürdigkeit.
Das Cover von "Die letzte Lügnerin" ist hauptsächlich in schwarz-weiß-Tönen gehalten mit ein paar roten Akzenten. Für mich sah es auf den ersten Blick so aus, als hätte die Person auf dem Cover durch den roten Schatten das sprichwörtliche "Blut an ihren Händen". Ob dem wirklich so ist, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.
Das Buch ist das dritte in einer Reihe. Die beiden Vorgänger habe ich nicht gelesen, dennoch fiel mir der Einstieg leicht und die fehlenden Vorkenntnisse waren nicht weiter schlimm. Man kann das Buch also auch einzeln lesen.
Zum Inhalt: Bereits in den ersten Seiten stehen wir Seite an Seite mit dem Gerichtsmediziner Justus Jarmer, welcher einen Kopf ohne zugehörigen Körper obduziert. Schnell stellt sich heraus, dass der Plot sich weitläufig um um die steigenden Mieten in Berlin und die politischen Machenschaften, die im Zuge von Immobilienverkäufen und den entsprechenden Neubauten einhergehen. Dabei begleiten wir den Anwalt Rocco Eberhardt durch einen Prozess, bei dem Bausenator Dieter Möller nach einem persönlichen Skandal des Mordes angeklagt wird. Es kommen fortlaufend neue Beweise ans Licht und die Beschreibung des Prozesses ist sehr anschaulich und spannend. Man bekommt einen sehr guten Einblick in den Prozessalltag, ohne dass das Buch langweilig wird.
Für mich war "Die letzte Lügnerin" an einigen Stellen zu politisch. Doch die Thematik ist aktuell und realitätsnah, die Charaktere gut herausgearbeitet und die Handlung durchweg spannend. Ich habe bis zum Schluss im Prozess mitgefiebert und gerätselt, welche Lösung uns wohl präsentiert wird. Ich kann das Buch also nur weiterempfehlen!
Review in German, as this a German book (my first language) and as of now not available in english translation.
Kostenloses ARC von NetGalley und Knaur gegen einen Review zur Verfügung gestellt.
Wie oft bei Tsokos hat das Buch einen realen Hintergrund. Die Handlung hat einige sehr gute Wendungen, die ich nicht alle habe kommen sehen, und die sehr real wirkten, auch das Ende, mit einigen offenen Problemen gefällt mir, mit guten Erklärungen.
Das Buch kann auch gut gelesen werden, ohne True-Crime oder Gerichtsmedizin-Fan zu sein, allerdings sind einige krasse Beschreibungen dabei, nichts für zarte Gemüter, aber das ist bei einem Buch wie diesem zu erwarten. Soweit ich sehe, würde ich das nicht als Trigger bezeichnen, und sonst sind keine vorhanden, also Trigger-Warnung: detaillierte Beschreibungen von einigen blutigen Szenen/Verletzungen, was mE zu erwarten war.
Der soziale Hintergrund (Wohnungsnot in der Grossstadt, wird auch bei mir in Hamburg so sein) ist sehr gut ausgeführt. Der Fall könnte spannender sein, etwas zu viel tell, not enough show
Damit aber auf jeden Fall insgesamt eine Empfehlung meinerseits.
Rocco Eberhardt ist in einer schwierigen Situation. Er soll den ehemaligen Senator Möller verteidigen, doch dabei weiss er nicht, ob sein Vater ebenfalls in das Verbrechen verwickelt ist.
Ich bin begeistert. Das Duo hat es wieder einmal geschafft und einen tollen Justizkrimi entwickelt. Ich war durchgehend gespannt und wollte wissen was genau passiert ist. Bis zum Schluss konnte ich mitraten, tappte jedoch bis zur Auslösung im dunkeln. Die verschiedenen Perspektiven haben sehr viel Einblick in den Fall und die Ermittlungen gewährt. Die meisten Kapitel waren eher kurz gehalten, was mir eigentlich sehr gut gefallen hat und hier auch gut gepasst hat. Durch die Zeit und Ortsangaben konnte man sich sehr gut orientieren. Leider hatte ich manchmal etwas Schwierigkeiten tief in die Handlung einzutauchen, da es je nach Situation all 2 Seiten einen Perspektivenwechsel gab. Auch mit den vielen neuen Namen hatte ich anfangs kleinere Startschwierigkeiten, aber durch den Kontext liess sich das Meiste gut erschliessen. Der Fall war wirklich gut durchdacht und es gab viele gut platzierte Verknüpfungen. Es war immer spannend wieder zu sehen wie alles zusammenhängt. Auch die Zeitsprünge waren jeweils an den perfekten Momenten platziert und man hat dadurch einen guten Gesamtüberblick erhalten. Ich habe das Lesen wirklich genossen und habe mich gerne mal wieder auf ein anderes Genre eingelassen. Ich bin gespannt auf weitere Bücher!
Meinung: Das Cover finde ich einfach schön, das Buch ist in 3 Teile aufgeteilt. Im dritten Teil wird es ganz persönlich für den Strafverteidiger Rocco Eberhardt. Hier geht es um Korruption, zwielichtige Immobilien und Mord. Wie tief steckt der Vater von Rocco in diesem Fall drin? Dr. Justus Jarmer ist Rechtsmediziner, auf seinem Sektionstisch liegt eine Leiche, von den nur der Kopf gefunden wurde. Ist auf den ersten Blick als Suizid einzustufen? Aber ist diese Einschätzung richtig? In einem Video sieht man, wie der Berliner Bausenator Dieter Möller schmutzige Immobiliendeals mit einem Russischen Oligarchen aushandelt. Nachdem der für das Video verantwortliche Tontechniker tot aufgefunden wird, gerät Möller unter Mordanklage und bittet Rocco, auf Empfehlung von dessen Vater, um Hilfe. Die Charaktere sind realistisch gezeichnet, manche sympathisch und manche unsympathisch. Ich liebe es, wie die Autoren haargenau ihr Gebiet beschreiben, am tollsten fand ich die Einblicke in die Rechtsmedizin, der liebe Michael weiß wovon er schreibt. Die Kapitel sind kurz und knackig, sie sind mit dem Ort und der Zeit beschriftet. Der Schreibstil ist sehr fesselnd und die Spannung ist hoch. Wenn man das Buch anfängt zu lesen dann will man es nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe bis zum Schluss im Prozess mitgefiebert und gerätselt, welche Lösung kommen wird. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!
Dies ist der dritte Band der Serie und nachdem ich den zweiten Band nicht so toll fand, habe ich diesem Fall und dem Autorenduo noch eine Chance gegeben – zum Glück, denn es hat sich wirklich gelohnt. Bei diesem Buch sollte man ein gewisses Interesse an Politik haben, da sie eine wichtige Rolle spielt. Anfangs war ich nicht wirklich daran interessiert, da ich nicht von dem Thema Wohnungsnot betroffen bin, aber die juristischen Hintergründe haben mich fasziniert und die Frage nach dem Drahtzieher hat mich zum Weiterlesen motiviert. Das Buch hat wieder eine starke Anziehungskraft auf mich ausgeübt, ähnlich wie der erste Band. Der zweite Band der Serie hat mich nicht so gepackt, aber dieses hier war wieder wirklich interessant und spannend. Es wirkte auch weitgehend authentisch, auch wenn dadurch vielleicht etwas weniger Nervenkitzel enthalten war, als möglich gewesen wäre. Es liest sich sehr flüssig und schnell, dank kurzer Kapitel und gelungenen Szenenwechseln (sowohl zwischen Personen als auch zwischen verschiedenen Zeiten und Orten). Ich kann das Buch aufgrund seines hochaktuellen Themas nur empfehlen. Die Gerichtsverhandlung und die schrittweise Entwicklung der Handlung fand ich wieder großartig. Der forensische Aspekt kam mir jedoch etwas zu kurz. Es wäre von Vorteil, die Vorgängerbände zu kennen, aber grundsätzlich ist es auch unabhängig lesbar.
Auch der dritte Band hat mir wieder sehr gut gefallen. Brandaktuell und mit Herz und Verstand beschreiben die Autoren das Szenario des Wohnungsmangels und infolgedessen eine mögliche Bereicherung verschiedener Investoren.
Geschickt werden Spuren verwischt und Verdächtige präsentiert, wobei das Buch in den Zeiten hin und herspringt. Im Hauptteil geht es wie immer in dieser Reihe um die Gerichtsverhandlung und eingestreut sind die Fakten und Begebenheiten, wie und warum dieser Fall so vor Gericht präsentiert wird. Das macht Laune beim Lesen , da das Buch einen hohen Wiedererkennungswert hat. Zudem kann jeder der beiden Autoren, den Teil einfügen, den er am besten beherrscht und beschreiben kann. Beide Protagonisten sind sehr klar in ihrem Leben und äußerst authentisch. Alle Probleme sind sehr gut beschrieben und ich persönlich mag beide sehr gerne. Das lenkt das Hauptaugenmerk natürlich auf die Zusammenhänge des Falls und das Leben und Wirken der Nebenprotagonisten. Man meint, jeder der beschriebenen Personen habe ein Geheimnis, allerdings ist dann doch alles ein wenig anders und komplizierter als zuvor gedacht. Die Wendungen fand ich prima und den Spannungsbogen jederzeit hoch.
Fazit: Eine tolle Reihe mit zwei sympathischen Protagonisten und jeder Menge Spannung.
"Die letzte Lügnerin" ist die Fortsetzung der Eberhardt und Jarmer Reihe, des Bestseller - Duo's Dr. Michael Tsokos und Florian Schwiecker. Dieser Justiz Krimi überzeugt mit seinen Wendungen und der kompletten Handlung. In diesem Fall wird der Berliner Wohnungsmarkt thematisiert, was für mich persönlich sehr spannend war, da es auch sehr viele Menschen in der kompletten Bundesrepublik beschäftigt. Viele können sich ihre Wohnungen nicht mehr leisten, können sich selbst nicht mehr helfen - so auch hier, Jarmer wird während des Buches damit konfrontiert. Aber wie weit Gehen Investoren und Politiker wirklich? Das erfahren die Leser ausführlich und detailliert im laufe des Prozesses. Es werden viele Aspekte beschrieben, denen der Leser ohne jegliche Probleme aber folgen kann. Der Ausgang des Prozesses war bis zum Ende unklar, da doch einige Charaktere als Täter in Frage gekommen wären. Für mich persönlich war es ein gelungener und überzeugender Justiz Krimi. Die Action vor Gericht, die mir beim letzten Band gefehlt hat, war jetzt umso stärker, und machte richtig Spaß. Ich hoffe, dass es zu einer Fortsetzung kommt und man dann vielleicht auch mal mehr Action aus dem Obduktionssaal bekommt.
Das ist schon der dritte Band von der Justiz-Krimi-Serie von Schwiecker und Tsokos.
Auch dieser Band konnte mich wieder voll von sich überzeugen.
Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, sodass ich trotz meines sehr kurzen Arbeitswegs pro Strecke gut 2, 3 Kapitel lesen konnte. Interessant finde ich wieder, dass man vermeintlich meint, von Anfang an mehr oder weniger alles durchschaut zu haben, doch weit gefehlt: Immer wieder kommen neue Ereignisse ans Licht, die das Geschehene in ein ganz neues Licht rücken.
Die Hauptfiguren (Rocco Eberhardt, Justus Jarmer und Tobias, der Freund von Rocco) harmonieren wieder einwandfrei und bringen gemeinsam Licht ins Dunkle. Obwohl der Band doch auch ins persönliche Leben von Rocco reinspielt (unter anderem handelt es darum, inwiefern Roccos Vater evtl. an dem Fall beteiligt sein könnte), finde ich, dass in dieser Hinsicht das Buch etwas flach geblieben ist. Ich hätte zumindest etwas mehr Interaktion zwischen Rocco und seinem Vater erwartet.
Persönlich fand ich diesen Band besser als den zweiten Band, kann aber nicht genau ausmachen, woran das liegt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
Meinung: Michael Tsokos zählt für mich wohl zu einem der ambivalentesten Autoren, die sich in meinem Bücherregal befinden. Denn von diesem habe ich sowohl schon ganz große Highlights, aber leider auch schon so große Flops erlebt, dass ich diese tatsächlich entnervt zur Seite gelegt habe. Mit diesem Thriller "Die letzte Lügnerin" hat er aber mal wieder eine Geschichte geschrieben, die genau nach meinem Geschmack war und mich von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann ziehen konnte. Ob dies auch an der Zusammenarbeit des zweiten Autors Florian Schwiecker lag, kann ich an dieser Stelle natürlich nicht sagen.
Auf jeden Fall ist dies ein schnelllebiger, sehr spannender und raffiniert aufgebauter Thriller, der einen als Leser kaum zur Ruhe kommen lässt und dabei einen natürlich und dennoch stetig ansteigenden Spannungsbogen kreiert, der für mich wirklich perfekt war. Der Schreibstil ist solide, nichts großartig besonderes, aber für einen Thriller perfekt, da er die Stimmung eines Pagetuners perfekt zu übertragen weiß.