»Tiefer als der Abgrund« ist ein wendungsreicher Psychothriller um einen verurteilten Mörder und einen Psychotherapeuten im Gewissenskonflikt.
Hochintelligent, hochsensibel – und ein verurteilter Mörder: Elias, der neueste Patient des Psychologen Malte Fischer, ist ein ungewöhnlicher junger Mann. Zwar hat er keinerlei Erinnerungen an die brutale Tat, die er mit 16 begangen haben soll, aber die Beweislast war erdrückend. Frisch aus der Haft entlassen, fürchtet Elias nichts mehr als das Monster, das tief in seinem Inneren zu lauern scheint. Im Verlauf ihrer Sitzungen kommt Malte jedoch zu dem Schluss, dass Elias unschuldig sein könnte und wendet sich an die zuständige Kommissarin Freya Svensson. Freya will nichts von dieser Theorie wissen – bis es erneut Tote gibt und Elias spurlos verschwindet …
Elias wird nach zehn Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Er saß dort, weil er mit 16 seine ein Jahr jüngere Adoptivschwester Laura ermordet haben soll. Er weiß, dass er neben dem toten Mädchen blutüberströmt aufgewacht ist. Aber nicht, ob er die Tat auch wirklich begangen hat. Er will wissen, ob da wirklich ein Monster in ihm schlummert, welches nur den richtigen Trigger braucht, um auszubrechen. Der Psychotherapeut Malte soll dem jungen Mann dabei helfen. Bei seinen Recherchen und Gesprächen stolpert Malte über einige Punkte die es für ihn möglich machen, dass Elias tatsächlich unschuldig ist. Doch wenn er es nicht war, was oder wer steckt dann dahinter?
Puh. Das war mal gut spannend und mit der Aufdröselung hätte ich nicht gerechnet.
Ich konnte der Kommissarin aber ganz gut bei ihren Schlussfolgerungen beipflichten. Es machte Sinn und ich bekam den gleichen Verdacht. Allerdings hält die ganze Story eine Menge überraschende Wendungen bereit, die es für mich zu einem echten Pageturner machten und schwierig einen Verdächtigen fest zu nageln.
Elias empfand ich als wahnsinnig interessanten Charakter. Gerade durch seine Hochbegabung und die Hochsensibilisierung macht er das Ganze spannend. Ich fand ihn wahnsinnig glaubhaft. Sein Weg in die Resozialisierung hingegen stimmt mich wirklich traurig, da Elias keine Familie mehr hat und auch keine Freunde, die ihm als Stütze zur Seite stehen könnten. Das gestaltet es schwierig für ihn, auch wegen der Hochsensibilisierung und vor allem auch mit dem Glauben anderer ein Mörder zu sein, sich wieder zurecht zu finden. Elias ist sich ja auch selber nicht im Klaren, ob er seine Adoptivschwester getötet hat oder nicht. Mit der Schuld kann er nur schwer leben.
Ebenfalls punkten können die andere Charaktere und die Punkte, welche mit in die Handlung einfließen. Aus den verschiedenen Perspektiven erzählt, fühlte ich mich gut unterhalten. Das richtig Tiefe gehende Nervenkitzel fehlte mir allerdings. Auch wenn durchaus die Ansätze da waren.
Fazit
Alles in Allem für mich eine Runde und spannende Story, der es aber etwas an Nervenkitzel für mich fehlte. Die Handlung ist gut durchdacht und hat mit dem hochbegabten Elias einen tollen Charakter. Er tat mir tatsächlich leid, denn er hat nach der Haftentlassung einen echt harten Weg vor sich. Die verschiedenen Blickwinkel sorgen für mehr Input, aber verraten nicht zu viel, so dass ich bis kurz vor Schluss tatsächlich auch auf einer falschen Spur war. 4 Sterne gibt es von mir.
Nach zehn Jahren wurde der heute 26-jährige Elias aus der Haft entlassen. Damals soll der junge Mann mit gerade einmal 16 Jahren seine Schwester getötet haben, doch bis heute fehlt ihm jegliche Erinnerung an die Tat. Um sich wieder im Alltag zurecht zu finden, hilft ihm der Psychologe Malte Fischer. Dieser beginnt schnell daran zu zweifeln, ob Elias wirklich damals getötet hat. Zur gleichen Zeit verfolgen Freya Svensson und ihr Kollege die Spuren eines Mafiarings, der unter anderem mit Menschen handelt und jedes Register zieht, um nicht entdeckt zu werden. Als die Leiche einer jungen Frau gefunden wird, fällt der Rechtsmedizinerin eine Parallele auf, denn die Art des Tötens war ungewöhnlich und nun wird auch Freya zu Elias geführt. Der Klappentext des Thrillers klingt spannend und so wurde ich neugierig. Der Einstieg in das Geschehen fällt leicht, zumal man schon im Prolog vor vielen Fragen gestellt wird. Autor Christian Kraus schreibt flüssig und mitreißend und durch die Perspektivenwechsel, die nahezu kapitelweise auftreten, fühlt man sich als Leser regelrecht versucht, immer noch ein Kapitel mehr lesen zu wollen. Insgesamt sind die geschilderten Fälle spannend und interessant, wobei ich die Handlung eher in Richtung Thriller als in Richtung Psychothriller einordnen würde. Es gab auf jeden Fall Abwechslung zwischen actionreichen und tiefgründigeren Szenen, was hier eine gute Mischung ergibt Protagonist Elias hat mir sehr gut gefallen. Als Leser erfährt man nicht nur von seinen Handlungen, sondern auch einiges, wie es in ihm aussieht. Seine Sorgen, Zweifel und Ängste sind eindrücklich geschildert, so dass man einen intensiven Blick auf den hochsensiblen und intelligenten jungen Mann bekommt. Gerade den Aspekt der Hochsensibilität fand ich sehr spannend, da ich bisher aus diesem Bereich nur wenig Kenntnisse hatte. Auch Freya Svensson fand ich äußerst sympathisch und auch bei ihr wurden Handlungen aber auch Gefühle/Gedanken glaubwürdig dargestellt. Aber auch die weiteren Nebencharaktere, von denen Psychologe Malte Fischer noch eine wichtige Rolle spielt, sind glaubwürdig gezeichnet und machen den Thriller spannend. Mein Fazit: ein spannender und interessanter Thriller, der mich gut unterhalten hat und mit authentischen Charakteren punkten kann. Was mir noch ein bisschen fehlte, war eine gewisse Sogwirkung, bei der ich z. B. mit einem der Charaktere hätte mitfiebern können. Nichtsdestotrotz ein gelungener Thriller für unterhaltsame Lesestunden
Mein Eindruck: Nachdem ich das Buch in der Verlagsvorschau entdeckt habe, war ich schon sehr gespannt auf den Thriller. Kaum zu Hause angekommen, habe ich damit auch schon begonnen.
Der Einstieg in die Geschichte rund um Elias gelang mir gut. Er kommt nach 10 Jahren Haft frei und ist erstmal ziemlich überfordert mit dem Leben draußen in Freiheit und der Schuld, die er mit sich trägt. Dann ist da noch die Balkanmafia, die u.a. mit Menschenhandel ihr Geld verdient, auf keinen Fall entdeckt werden will und dafür über Leichen geht.
Durch den leichten und lockeren Schreibstil des Autors las sich das Buch fast wie von allein und durch die bildgewaltige Darstellung hatte ich das Gefühl alles mit eigenen Augen mitanzusehen.
Der Plot war ganz nach meinem Geschmack und die Spannung hielt sich von der ersten bis zur letzten Seite konstant hoch. Dafür sorgten auch die kurzen Kapitel, die meist mit einem Cliffhanger endeten und die Perspektivwechsel, die mich das Buch ungern aus der Hand legen ließen. Es war wie ein Sog, dem man nicht entfliehen konnte, weil man unbedingt wissen wollte, ob Elias nun seine Schwester ermordet hat oder nicht. Allerdings muss ich zugeben, dass so spannend das Buch auch war, war es für mich oft vorhersehbar, auch wenn der Autor immer wieder verschiedene Wendungen eingebaut hatte.
Elias ist ein sehr interessanter Charakter, der mich von der ersten Seite magisch angezogen hat. Er ist unsicher und überfordert mit dem Leben in Freiheit. Dazu kommt, dass ihn enorme Gewissensbisse plagen, die Verbindung zu seinen Gefühlen verloren hat und auch noch hochsensibel ist.
Aber auch der Charakter der Kommissarin Freya Svensson gefiel mir gut. Sie ist taff und weiß, was sie will und ist in ihrem Beruf erfolgreich. Aber auf der anderen und privaten Seite scheint sie eher in sich gekehrt zu sein und wirkte einsam. Mir hat hier das in die Tiefe gehen des Charakters sehr gut gefallen, da Freya so authentisch wirkte und ich einen besseren Bezug zu ihr aufbauen konnte.
Beim Psychologen Malte Fischer bin ich allerdings ein bisschen zwiegespalten. Ich fand ihn nicht schlecht, aber irgendwie hat mir da noch das gewisse etwas gefehlt, um einen besseren Bezug zu ihm aufbauen zu können.
Fazit: Eine fesselnde Geschichte voller Spannung und sympathischen und authentischen Charakteren, die mich trotz kleiner Kritik gut unterhalten konnte. Daher gibt es von mir eine Leseempfehlung.
Elias wird aus dem Gefängnis entlassen. Er saß 10 Jahre für einen Mord, an den er sich nicht einmal erinnern kann. Psychotherapeut Malte Fischer nimmt sich dem Schützling an und ist sich sicher, dass Elias die Tat nicht begangen hat. Doch wie soll er das beweisen? Er zieht die Polizeibeamte Freya Svensson hinzu, die gerade mit einer albanischen Schlepperbande beschäftigt ist. Gibt es etwa einen Zusammenhang? Kurz vor dem vermeintlichen Durchbruch verschwindet Elias, und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt...
Die Story lebt von der Spannung, die hier von Seite 1 an präsent ist und sich wie ein roter Faden durch die Geschehnisse zieht. Durch geschickte Wendungen hält der Autor die Neugier des Lesers konstant oben und fesselt ihn förmlich an die Seiten. Die bedrohliche und teilweise bedrückende Stimmung schwappte von ganz alleine auf mich über und ließ mich atemlos zurück. Kraus spielt gekonnt mit der Psyche des Lesers und schafft mit seinem bildhaften Schreibstil die perfekte Atmosphäre.
Elias ist hochintelligent, sehr sensibel und hat - wie kann man es ihm auch krumm nehmen - Probleme mit dem Vertrauen. Ich habe ihn schnell ins Herz geschlossen und war wie Malte der Meinung, dass dieser Mann nicht töten kann. Kraus hat hier einen Protagonisten erschaffen, der nahbar ist und mit dem ich mich gut identifizieren konnte. Generell sind die Charaktere sehr authentisch und real gezeichnet und werden dem Leser durch die kapitelweisen Perspektivwechsel noch näher gebracht.
Der Schlussteil sorgte bei mir für ein Wechselbad der Gefühle. Schlag auf Schlag setzt sich das Puzzle zusammen und ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ein völlig unvorhersehbarer Ausgang dieses rasanten Psychothrillers.
Fazit: Eine Story, die mich gefesselt, begeistert und meiner Psyche einiges abverlangt hat. Interessante Charaktere und geschickte Wendungen machen dieses Buch zu einem echten Pageturner.
Dies ist mein erster Thriller von Christian Kraus, aber wird definitiv nicht mein Letzter sein.
Ich muss zugeben, ich bin normalerweise kein Fan von verschiedenen Perspektivwechsel, aber der flüssige Schreibstil des Autors und die spannende Handlung bei jedem einzelnen Charakter, hat mich dazu gebracht, mit nur zwei Sitzungen das Buch zu beenden. Eine weitere große Rolle spielte dabei auch der Charakter von Elias, da ich mich gut in ihn hineinversetzen konnte, weil er hochbegabt, introvertiert und hochsensibel ist. Kurze Kapitel und die Frage, ob er seine Schwester wirklich umgebracht hat, da er sich nicht erinnern konnte, lies mich gespannt und hippelig durch die Seiten blättern.
Ich lernte auch die Kommissarin Freya Svensson kennen, die mir vermutlich mit am Sympathischsten in dem Buch war, da sie, wie auch ich, sehr zielorientiert und überzeugt handelte und dachte.
Ich war regelrecht begierig darauf zu erfahren wie die Storyline zwischen Kommissarin Freya und Psychologe Malte Fischer sowie dem Mörder Elias sich weiter entwickelt und aufeinandertreffen. Ich versuchte schon vorher mit eigenen Theorien herauszufinden, worin die Verbindung zwischen dem Fall mit Kommissarin Freya und dem Fall von Elias zusammen bestand. Aber ich lag immer daneben, denn die vielen Wendungen und Perspektivwechsel haben mich alles aus einer anderen Blickwinkel sehen lassen.
Welche Figur mir nicht so besonders gut gefallen hat, ist der Anwalt Julius, der überhaupt die Sache mit Malte als Elias Psychologe ins Rollen gebracht hat. Julius war am Anfang noch ganz normal, aber im Laufe der Geschichte, wurde immer deutlicher wie drogenabhängig er war. Es gab eine bestimmte Sache er vor Malte geheim hielt, was aus meiner Sicht total inakzeptal für ein Anwalt ist. Später bemerkte Malte, dass es Julius nicht gut geht und ich hab gehofft, dass er irgendwie einschreitet, aber er hat es nicht getan. Mir hat es dabei einfach nicht gefallen, wie beide damit reagierten.
Zusammenfassend sind die Figuren und die spannende, komplexe und doch verständliche Handlung mit einigen Wendungen ein Highlight und demnach ist dieses Buch ein sehr empfehlenswerter Thriller!
Der Start ins Buch war ganz gut. Der Schreibstil war angenehm, die Kapitel kurz.
Elias hatte direkt meine Aufmerksamkeit. Hatte er oder nicht? Karussell im Kopf.
Einige Szenen waren mir zu langatmig, aber durch etliche Wendungen, die ich wirklich gut fand, war es nicht so dramatisch.
Die Kommissarin war ganz okay und der Kopfdoc, also Malte, der Psychotherapeut, hätte sich auch gerne mal selbst auf dem Sofa platzieren dürfen. Da schienen auch ein paar Schräubchen locker zu sein.
Letztendlich hat mir die Story gefallen. Roter Faden mit kleinen Schnittstellen, aber im Verlauf Wendungen, die mich überzeugen konnten.