"Endspurt" war das erste Buch aus der Feder des britischen Autors Colin Forbes für mich und ehrlich gesagt verspüre ich nach Auslesen der Lektüre kein großes Verlangen danach, ein weiteres folgen zu lassen.
Der Roman, der ca. 300 Seiten umfasst, spielt vor allem in Lindau, wo ein britischer Agent tot aufgefunden wird. Keith Martel wird geschickt, um den Tod des Kollegen aufzuklären.
Zunächst habe ich noch gedacht, dass zwar die Geschichte durchaus Spannungsmomente hat, mir einfach nur die Charaktere nicht gefallen, die allesamt dem Ian Flemming Romanen abgekupfert erscheinen, aber selbst das war nach gut der Hälfte dann nicht mehr der Fall - dann hat auch die Geschichte immer mehr an Spannung verloren.
Bei einigen Textstellen weiß ich auch nicht, ob ich einfach die Übersetzung nicht schön, oder aber Zitate wie "[...] bösartige Tollkühnkheit [...]" einfach übertrieben empfinde. Aber was mich wirklich von Anfang an gestört hat sind die blassen Charaktere, die in meinen Augen in drei Kategorien einzuordnen sind: 1. Einzelgänger, der jedem misstraut, aber bei der erstbesten Möglichkeit in Gegenwart einer fremden Frau auf dem Sofa einschläft (Protagonist), 2. Weibliche Nebencharaktere, deren Handlungen allein deshalb wichtig werden, da sie sie als wichtig beschreiben (alle weiblichen Charaktere), 3. Die Bösen (der Rest).
Nun gut, mein SuB ist um ein Buch kleiner geworden - Ziel erreicht.