Ein Jahrhundert ukrainischer Geschichte, fesselnd erzählt – Band 1 gehört Romana und ihrem Mann, der im Krieg im Donbas seine Erinnerung verloren hat.
Der erste Band erzählt von der Archivarin Romana, die meint, in einem namenlosen Soldaten, der 2014 schwerverletzt aus dem Krieg im Donbas zurückkehrt, ihren verschollenen Ehemann Bogdan zu erkennen: Der Mann ist zu verstümmelt, um identifiziert zu werden, und zu traumatisiert, um sich zu erinnern. Romana versucht, Bogdan erzählend Gedächtnis und Identität zurückzugeben. Einst hat er ihr einen geheimnisvollen Koffer mit Fotos und Dokumenten übergeben, in deren Mittelpunkt das erschütternde Schicksal seiner Großmutter Uljana stand. Vielleicht ist Romana aber bloß eine unzuverlässige Erzählerin, die einem fremden Soldaten eine ihr genehme Biographie anbietet…
Mit der Roman-Trilogie „Amadoka“ (2020 im Original erschienen) ist Sofia Andruchowytsch eine grandiose Metapher für die Ukraine, ihre Gegenwart und ihre Geschichte gelungen, vor allem für ihre frühere und gegenwärtige Bevölkerungsvielfalt, ihre Verluste durch Holocaust und Stalinismus, aber auch für ihre Gegenwart mit Majdan, Krim-Annexion und russischem Angriffskrieg. Zugleich liefert das große Werk auch eine allgemeingültige Parabel über Erinnern und Vergessen in Liebe, Gesellschaft und Geschichte .
Sofia Andrukhovych (* 17 November 1982) in Ivano-Frankivsk) is a contemporary Ukrainian writer and translator. She is the daughter of another Ukrainian writer Yuri Andrukhovych.
Mich hat der erste Teil der Amadoka Trilogie nicht überzeugen können. Ja, die Andruchowytsch versteht es so zu erzählen, dass man gerne durch die Seiten flutscht (hab den Roman auch in 2 Tagen gelesen), aber es hinterlässt bei mir den fahlen Beigeschmack des übertriebenen Geredes, der Einlullung durch besondere Grausamkeiten, besonders schmackhafte Sexszenen und auch durch erzählerische Verwirrung. Was ist die Leistung der Romana, deren Geschichte ja hier angeblich erzählt wird? Dass sie gut zuhören kann? Dass sie sich um einen entstellten Mann, der angeblich sein Erinnerungsvermögen verloren hat, selbstlos kümmert? Dass sie einen sentimentalen älteren Schönheitschirurgen (der Vater ihres Mannes) anhimmelt? Ich weiß nicht, bin aber trotzdem gespannt wie es weitergeht, eintauchend in die ukrainische Geschichte. Zur geschichtlichen Einordnung: Andruchowytsch hat den Roman 2020 geschrieben, also noch vor dem heißen Krieg mit Russland.
i think this was a lot better in ukrainian. i liked the themes of memory and all its shapes - personal recollections, how entire lives can be told through a few items, collective memories of a country that are made up by individuals. but unfortunately the story itself was so bleak and uninteresting that i didnt bother finishing it. if you asked me about the plot i wouldn't know what to say other than remembering a woman that worked at an archive, something about helping an old man that worked as a plastic surgeon.
Eine verrückende Geschichte über Geschichten und deren lose Fäden, über Erinnerung und das Vergessen. Letzlich über Sehnsucht nach dem Normalen. Oder habe ich es falsch verstanden?
Rigtig fed bog, brutal, smuk, underlig, poetisk, lidt forvirrende. Men jeg kan lide den. Det er en bog, der oprindeligt er på 800 sider, så hvorfor dele den op i 3 bind? Det forstår jeg ikke; er det dokumentaropdelingen fra tv, der har spredt sig til bogverden? Man deler en dokumentar på 2 timer op i 3 eller 4 dele for at få folk til at blive hængende? Eller fordi "man" ikke kan se længere ting uden at tabe koncentrationen?
Nå, det er ikke det værste. Nej, for den er helt gal med bagsideteksten. Den siger, at " ... soldaten, der er vendt hjem fra krigen mod Putins hær ...". Så er forviringen total: Bogen er copyrightet i 2020, 2 år før Ruslands invasion, så hvad sker der lige her? Invasionen er ikke nævnt med et ord. Og så går det op for mig.
Ahh, det er krigen mod separatisterne i Donbas, de mener. Altså den med de grønne mænd, som smuttede over grænsen (vi vidste slet ikke, at de var russiske soldater) i 2014. Dér kan man bare se. Det tog mig cirka en trediedel af bogen at regne den ud, men måske er jeg bare langsom.
Nå, uanset hvad: de to andre bind skal læses - og jeg læser ikke bagsideteksten.