Vergangenheit und Die Frauen-am-See-Erfolgsgeschichte geht weiter Wie geht man damit um, wenn alle Lebensträume zerplatzen? Wie gut kennen wir unsere Eltern? Über ein Projekt im Pflegeheim ihrer Mutter ist Friederike zum ersten Mal gezwungen, sich mit Esthers Leben auseinanderzusetzen. Vieles erscheint in einem anderen Licht ... Alex recherchiert für ein Buchprojekt über die Industriellenfamilie Hohnstein, deren weiße Weste angesichts der Verstrickungen in das Nazi-Regime immer mehr Risse bekommt. Jule, deren Tochter Pia - wie sie selbst einst - ihren Alltag als alleinerziehende Mutter stemmt, muss lernen, dass sie jetzt, mit Mitte Fünfzig, die vielleicht letzte Chance hat, ihr Leben noch einmal zu ändern. Nur mit der Kraft der Erinnerung kann der Weg in die Zukunft gelingen.
Dora Heldt is the pen name of Bärbel Schmidt, a popular German author. Her 2009 novel, Tidal Shift, reached second place on the bestseller list in Germany.
Als ich es im Laden sah, hab ich mich auf fröhliche, leichte Unterhaltung gefreut. Ich habe nicht geahnt wie tief dieses Buch geht und wie sehr es mich berühren wird. Danke für dieses Buch, es ändert die Sicht auf seine Elten.
Frau Heldt ist wirklich besessen von dicken Menschen. Jede dicke Person, und es gibt hier sicherlich 10, wird unsympathisch dargestellt. Lazy writing und fettfeindlich. Das geht besser
Ich hab jedes Buch der Reihe wirklich gern gelesen und mag die verschiedenen Charakter im Buch sehr. Auch hier hat mich die Geschichte wieder sehr gefesselt, nur die Auflösung am Ende fand ich dann doch etwas unspektakulär bzw. ins Nichts Laufend.
Spoiler: Zudem finde ich, dass den Charakteren zu viel in die Hände fällt. Ob Jobs oder Wohnungen - alles fügt sich immer ganz zufällig und doch perfekt zu Gunsten der Protagonisten. Das ist mir etwas zu einfach und unrealistisch.
Covertext: Wie geht man damit um, wenn alle Lebensträume zerplatzen? Wie gut kennen wir unsere Eltern? Über ein Projekt im Pflegeheim ihrer Mutter ist Friederike zum ersten Mal gezwungen, sich mit Esthers Leben auseinanderzusetzen. Vieles erscheint in einem anderen Licht ... Alex recherchiert für ein Buchprojekt über die Industriellenfamilie Hohnstein, deren weiße Weste angesichts der Verstrickungen in das Nazi-Regime immer mehr Risse bekommt. Jule, deren Tochter Pia, wie sie selbst einst ihren Alltag als alleinerziehende Mutter stemmt, muss lernen, dass sie jetzt, mit Mitte Fünfzig, die vielleicht letzte Chance hat, ihr Leben noch einmal zu ändern. Frauenleben: Nur mit der Kraft der Erinnerung kann der Weg in die Zukunft gelingen.
„Drei Frauen und ein falsches Leben“ ist der Abschluss einer Trilogie von Dora Heldt. Die vorherigen Bände kenne ich nicht, bin aber trotzdem sehr gut in die Geschichte reingekommen.
In der Trilogie geht es um die drei Freundinnen Alexandra, Friederike und Jule. In diesem Band steht Frederike im Mittelpunkt. Frederike hat nie ein besonders inniges Verhältnis zu ihrer Mutter Esther gehabt. Über ihren Vater weiß sie so gut wie nichts. Jetzt wo die Mutter unter Demenz leidet und in einem Pflegeheim lebt bekommt sie kaum noch einen Zugang zu ihr. Ein Projekt des Pflegeheims veranlasst Frederike sich mit der Vergangenheit ihrer Mutter zu befassen. Da fällt ihr auf, wie wenig sie über ihre Mutter weiß. Unterstützt von ihrer Freundin Alexandra beginnt sie Nachforschungen anzustellen und kommt dabei dem Geheimnis ihres Vaters immer näher.
Auch Alexandra recherchiert in der Vergangenheit. Für ein neues Buchprojekt erforscht sie die Geschichte der Unternehmensfamilie Hohnstein. Dabei deckt sie Dinge auf die besser nicht ans Tageslicht gekommen wären.
Dora Heldt erzählt die Geschichte mit viel Emotion. Mit dem Thema Demenz hat die Autorin sich einem wichtigen und schwierigen Thema gewidmet, dass sie bravourös gemeistert hat. Auch die Kriegsjahre und Nachkriegsjahre spielen eine Rolle. Was hat die Zeit mit den Menschen gemacht? Wie beeinflussen die Traumata noch die nachfolgende Generation? Immer wieder gibt es Rückblenden in das Leben von Esther. Die LeserInnen schauen Frederike praktisch über die Schulter und erfahren mit ihr zusammen einiges aus Esthers Leben. Besonders gerührt haben mich die Szenen im Pflegeheim. Das Verständnis und die Geduld die hier den alten Menschen entgegengebracht werden ist einfach schön. Trotz des ernsten Themas bekommt man beim Lesen schon einmal ein Schmunzeln auf die Lippen.
Der Schreibstil von Dora Heldt ist flüssig und gut verständlich. Ihren Charakteren hat die Autorin richtiggehend Leben eingehaucht. Nach ein paar Seiten wurde ich wie durch einen Sog in die Geschichte hineingezogen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
„Drei Frauen und ein falsches Leben“ war mein erstes Buch von Dora Heldt und ich freue mich jetzt schon auf viele weitere Geschichten der Autorin.
Und die Geschichte der drei Freundinnen geht weiter. Alexandras Buch über Marie ist ein voller Erfolg und nun denkt sie über ein weiteres Buch nach, vielleicht der Aufstieg der Hohensteins. Jule pendeln permanent zwischen Hamburg und ihrer Praxis auf dem Land, um sich um ihre Enkelin Marie zu kümmern, denn ihre Tochter Pia ist alleinerziehend. Das ist kein Zustand. Kann sie mit Mitte fünfzig noch mal etwas Neues wagen? Und Friederike steckt zwischen ihrer Arbeit und ihrer Mutter fest. Esther ist im Pflegeheim und in lichten Momenten erzählt sie Erinnerungen von früher. Und sie ist auch ganz anders, als Friederike sie kennt, nicht mehr so voller Wut und aggressiv. Hannah pflegt den Kontakt zu ihrer wiedergefundenen Familie in Dänemark. Jedes Leben schreitet voran.
Die Geschichte springt zwischen dem aktuellen Zeitpunkt mit den drei Freundinnen und ihren Sorgen und Esthers Leben mit den Hohensteins hin und her. Der große Teil, der Esther in diesem dritten Teil eingeräumt wird, beleuchtet ihre frühe, enge Freundschaft zu Laura und ihrem Bruder. Zu Dieter Brenner, dessen Werben sie dann doch irgendwann nachgegeben hat und dann der Hochzeit und Schwangerschaft mit Friederike. Die Enttäuschungen in Esthers Leben zu beleuchten und dann zu verstehen, warum sie so war: so ruppig, kaltherzig und nicht voller Freude. Aber ich glaube, Friederike ist nicht allein damit, nicht viel über die Eltern zu wissen, das trifft auf mehr Familien zu, als man denkt. Wir erfahren viele Dinge, die man bereits in den ersten beiden Teilen geahnt hat. Es ist für mich ist ein schlüssiger und guter Abschluss der Trilogie. Und des hat Spaß gemacht, dem Leben der Freundinnen zu folgen.
Die Tatsache, dass alle drei Teile von unterschiedlichen Sprecherinnen gelesen wurden, finde ich jetzt nicht so gut, aber Anna Schudt hat routiniert gesprochen und den Hörer mitgenommen auf eine Zeitreise mit Esther.
Band 1 war ein Jahreshighlight und wird immer einen besonderen Platz in meinem Platz haben. Band 2 war in Ordnung, Band 3 hat mir leider nicht gefallen, weshalb ich das Buch leider nach 350 Seiten abgebrochen habe. Immer wieder abwertende Kommentare zum Aussehen von Charakteren, die investigative Journalistin ziehe sich "schlampig" an, der unsympathische Autor sei "möpsig" geworden, was bei dem vielen Essen kein Wunder sei. Was soll das? Das ist fettfeindlich und sexistisch. Das schöne Haus am See und Landleben wird plötzlich von allen Charakteren als langweilig beschrieben und die eigentliche Story ist die Vergangenheitsgeschichte in den 1950/1960er Jahren, was auch noch eine völlig andere Struktur ist als Band 1 und 2. Sehr schade.Trotzdem kann ich Band 1 nur empfehlen.
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Ich muss zugeben, dass dieses Buch das erste Buch auf Deutsch ist, das ich gelesen habe. Es war lesenswert und leicht verständlich. Die Beschreibung der Leute fand ich interessant.
Zum Schluss ziehe ich meinen Hut vor den Frauen, die über Generationen hinweg für ihre Zukunft und für ihre Tõchter gekämpft haben.
Ich habe mich so gefreut als ich sah dass die Geschichte der Frauen am See weitergeht. Und genau wie die letzten zwei Bücher wollte ich auch dieses Buch nicht zur Seite legen. Sehr bewegend und doch mit so viel Leichtigkeit und der richtigen Prise Humor geschrieben. Danke dafür 👌🏼