Das Buch war okay! Ich glaube, mich hat die Wortwahl oft gestört, mich hat es aus dem Buch herausgezogen, wenn das lyrische Ich, Phillip, über seine E-Mails und sein I-Pad geredet hat. Phillip und Lidia hatten zudem eine ähnliche Sprechensart, obwohl Livia als junge Frau zurück nach Italien gezogen ist. Ihre Wortwahl ist jedoch die einer viel älteren Frau. Natürlich könnte sie wortgewandt sein, aber ich fand das etwas unwahrscheinlich, erst Recht eben deshalb, da sie manchmal dieselben Worte, oder Redensarten nutzte, wie Phillip.
Ein weiterer störender Aspekt für mich war, dass sich die Frauen in dem Buch alle zu sehr, wie Männer-Fantasien lasen, statt als richtige, dreidimemsionale Frauen. Das Ganze gleicht leider dem Manic Pixie Dreamgirl Genre. Es lässt sich nur etwas dadurch retten, dass Livia am Ende auch einige eigene Ziele gehabt zu haben scheint.
Ich genieße Bücher, in denen Charaktere ihren Gedanken freien Lauf lassen, das habe ich an diesem Buch auch oft genossen, jedoch werden diese Gedanken dadurch befleckt, dass Phillip Frauen nur soweit sieht, solange sie ihm etwas bieten. Von seiner Mutter hielt er nichts und hörte ihr nie zu, weil er der Meinung war, sie sei nicht schlau, da sie nicht über Politik redete. Welche Parallelen Livia zwischen den beiden sah, werde ich nicht verstehen. Das bringt mich zur endgültigen Kritik; Das Buch beschrieb oft Dinge, die ich selbst nicht nachvollziehen konnte, wie dieses. Und ew, so sexuell auf Livia einzugehen (, dann zu sagen, es gäbe nichts zwischen den beiden??) und sie dann am Ende seine Schwester zu nennen? Ich verstehe den Grund hierfür nicht. Musste man unbedingt erwähnen, dass ihre Scheide haarlos war? Sie sich zu ihm umdrehte, als wäre sie seine?
Alles in allem, meine Gefühle sind nicht mehr so gemischt, wie zuvor. Der vorhersehbare "Twist" am Ende entschädigt den Rest des Buches minimal (damit meine ich hauptsächlich die Darstellung Livia's) und wieder einmal, das ist aber nicht Schuld des Buches, verrät der Klappentext natürlich alles vom Anfang bis zum Ende. Trotzdem muss ich sagen, ich hatte ein wenig Spaß, das Buch zu lesen, also landen wir wieder bei okay.
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