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Einfach lieben

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Zwei Frauen zwischen Vergangenheit und Zukunft

In den bayerischen Alpen 1911: Auf einer abgeschiedenen Alm, umgeben von grünen Weiden und wild wachsenden Pflanzen, ist Anna auf sich allein gestellt. Mit ihrem botanischen Wissen und ihrer Töpferkunst versucht sie sich ein neues Leben aufzubauen. Allerdings ist sie den Widrigkeiten der Natur ausgeliefert und muss erst lernen, damit umzugehen. Dennoch ist sie voller Zuversicht ...

München, Ende der bunten 1970er Eva hat ein besonderes Talent, mit ihrer feinen Nase kann sie unendlich viele Gerüche unterscheiden und sich merken. Sie führt ein unkonventionelles Leben in einer grünen WG und gründet zusammen mit ihren Freunden einen der ersten Bioläden. Bei der Suche nach ihrer wahren Herkunft bekommt sie Hilfe von unerwarteter Seite, und dann wird plötzlich ihr Leben gleich mehrfach auf den Kopf gestellt …

619 pages, Kindle Edition

Published January 1, 2024

13 people want to read

About the author

Stephanie Schuster

17 books6 followers

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Community Reviews

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Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Gitti.
1,159 reviews
June 7, 2025
1911 in den bayerischen Alpen: Anna richtig sich ihr Leben auf der Tonkaalm ein, nachdem sie alles verloren hat, was ihr wichtig war. Sie findet dort in dem einfachen, harten Leben ihr Glück. Doch auch hier bleiben ihr Schicksalsschläge nicht erspart.

Ende der siebziger Jahre sucht Eva immer noch nach ihrer Geschichte. Gerade als sie ungeplant schwanger wird, wird ihr dieses Thema immer wichtiger. Doch auch die Pläne in der WG mit der Eröffnung eines Bioladens in München-Pasing halten sie auf Trab.

In diesem zweiten Band begleiten wir nun Anna und Eva weiter durch ihre Leben. Beide sind sehr naturverbunden und auf ihre Art eigensinnig. Anna muss sich auf der Alm den Widrigkeiten des Berglebens stellen und bekommt dabei Unterstützung von Benni. Eva dagegen muss in München dafür kämpfen, dass ihre WG nicht auseinanderbricht und erst der Plan eines gemeinsamen Ladens in Pasing schweißt die WG-Bewohner so richtig zusammen.

Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Ich mochte sowohl Anna als auch Eva gerne und mir haben die beiden Zeitstränge gleich viel Spaß beim Lesen gemacht. Gerade in Evas Strang habe ich auch Plätze meiner Kindheit vor Augen gehabt, war ich doch als Jugendliche viel in der Bäckerstraße in Pasing unterwegs, wo Evas Bioladen entsteht. Aber auch das Almleben konnte ich mir gut vorstellen, wobei ich mir sicher bin, dass es selbst zu erleben noch einmal etwas ganz anderes wäre.

Ich mochte diesen zweiten Band der Dilogie sehr gerne, am Ende werden die beiden Leben von Anna und Eva auch zusammengeführt und es bleiben keine losen Enden.

Von mir daher eine Leseempfehlung.
215 reviews
February 28, 2024
,, Glückstöchter - Einfach lieben " von Stephanie Schuster ist der zweite Teil der Dilogie über zwei junge naturverbundenen Frauen .

Zwei Frauen im Einklang mit der Natur und auf der Suche nach dem Glück.

Obwohl ich den ersten Teil nicht kenne, habe ich nach wenigen Seiten gut in die Geschichte hineingefunden. Manche vorangegangenen Ereignisse werden erwähnt, so daß mir nichts zum Verständnis fehlte.

Auf zwei Zeitebebenen wird abwechselnd das Leben von Anna von Quast ( Jahre 1911 bis 1918 ) und Eva Klein ( 1977 / 1978 ) erzählt.

Nach dem Tod ihres Vaters, zieht die 22 jährige Anna im Sommer 1911 , anders als zunächst geplant, alleine auf die Staffelalm der Familie. Für Anna ist es die Tonkaalm, weil dort trotz der eigentlich nicht geeigneten Witterungs-und Bodenverhältnisse ein Tonkabaum, ein Reisemitbringsel ihres Vaters, wächst und gedeiht. Seit dem Tod der Mutter vor 12 Jahren war keiner der Familie mehr dort. Dementsprechend sieht es dort bei ihrer Ankunft aus. Auf der Alm möchte sie sich nach einem längeren Aufenthalt zur Genesung auf dem Schweizer Monte Verità ein selbstbestimmtes Leben aufbauen. Einen Nutzgarten anlegen , von den Erträgen der Ernte und dem Verkauf von selbst angefertigter Keramik ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, ist ihr Plan. Kenntnisse über die Pflanzen hat sie von ihrem Vater, der mit seinem Gut Dreisonnenquell als der Blumenbaron bekannt war. Ein harter und arbeitsreicher Sommer erwartet sie. Und doch fühlt sie sich dort oben, abgeschieden von der Gesellschaft wohl. Die Baroness bekommt Unterstützung von den Fiedlers , die etwas unterhalb ebenfalls auf einer Alm leben, aber im Winter hinunter in den Ort gehen . Besonders der Sohn Severin geht ihr handwerklich zur Hand, Mühsam muß sie erfahren, daß es nicht immer einfach ist, ihre Ideen umzusetzen, wie sie es sich vorstellt, sondern lernen muß, mit den Naturgewalten umzugehen und aus Rückschlägen zu lernen . Als ihr Tessiner Freund Benni unverhofft der Alm auftaucht, scheint ihr Glück vollkommen. Wird ihr Traum vom gemeinsamen Leben auf der Alm Wirklichkeit werden? Genauso wie sie es sich gewünscht haben?

Die zweite Zeitebebene widmet sich Eva, 23 Jahre, Pharmaziestudentin , die 1977 in einer Münchner WG lebt. Eine von Außenstehenden kritsch beäugten Gemeinschaft aus unterschiedlichen jungen Leuten, die unter anderem auf ökologisch angebaute Nahrungsmittel Wert legt und auf dem Wochenmarkt erfolgreich selbst hergestellten Bio-Müslis verkauft. Durch so manche Aktion und Erlebtes der Mitbewohner wird es nie langweilig im Zusamenleben. Auch wenn es manchmal zu viel und anstelle wird, sind sie füreinander da. Mit großem Eifer wollen sie als Gemeinschaft mit einem Projekt, ihre Liebe zur Natur und ökologischen Produkten näher bringen und zugänglich machen. In Eva, die erst seit kurzem weiß, daß sie als Kleinkind adoptiert wurde , wächst immer stärker der Wunsch, etwas über ihre Herkunft zu erfahren, ihre Wurzeln zu finden. Wer ist ihre Mutter und d warum ist sie nicht bei ihr aufgewachsen?

Abwechselnd werden diese beiden so unterschiedlichen Leben und Zeiten beschrieben . So lebendig und bildhaft, mit vielen Gedanken und Gefühlen versehen, so daß ich mich sehr gut in die beiden Frauen und auch andere Personen hineinversetzen konnte. Anfangs fiel es mir leichter, mich in Annas Leben ziehen zu lassen, doch mit jedem weiteren Kapitel kam ich auch Eva näher. Der Spannungsbogen war durchgehend zu spüren, wobei die Geschichte im letzten Drittel nochmal ordentlich an Fahrt zunahm und mich dermaßen in den Bann zog, daß ich das Buch nicht mehr weglegen konnte, bevor die letzte Seite gelesen war.

Stephanie Schuster erzählt in ihrem leichten und flüssig zu lesenden Schreibstil , wunderbar locker und angenehm. Besonders die Beschreibungen der Handlungsorte ließen Bilder in meinem Kopf entstehen. Gekonnt lässt sie historische , politische und gesellschaftliche Aspekte in die Geschichte einfließen, ohne sie überhand nehmen zu lassen. Ihre großartige Recherche und Darstellung über die Natur und Pflanzen, ihre Bedeutung und Anwendung, sowohl als Heilmittel als auch in Pflegeprodukten , hat mir sehr gut gefallen. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet, ihre Lebensgeschichten authentisch, auch wenn ich noch die ein oder andere Frage beantwortet bekommen hätte.

Wunderschön sind die Zeichnungen am Anfang und Ende der Kapitel, die immer einem Bezug zum Gelesenen haben.

Anna beeindruckt mit ihrem Mut , allein auf der Alm zu leben und ihrem Wissen in der Pflanzenwelt, während Eva ihrer Umgebung und Mitmenschen Gerüchen zuordnet. Sie nimmt mit ihrer feinen Nase alles genauestens wahr. Beide machen im Laufe der Geschichte eine Entwicklung durch. Das Erlebte lässt sie reifen und bestärkt sie in ihren Entscheidungen . Auch wenn so manches anders in ihrem Leben verläuft, als sie es geplant , gehofft und gewünscht haben.

Stephanie Schuster hat mich mit ihrem Roman begeistert. Es ist eine Geschichte, wie im Nachwort beschrieben, die erzählt, wie aus Selbstvertrauen Mut entsteht und umgekehrt. Die Anfänge der Ökobewegung und Naturschutz kommen wunderbar zur Geltung. Von mir eine klare Leseempfehlung.
Profile Image for Kerstin Moser.
40 reviews
May 25, 2025
Immer, wenn ich ein Buch von Stefanie Schuster am Ende zuschlage, fühlt es sich so an, als hätte ich ein ganzes Leben mit den Charakteren gelebt. Und genau das macht (die) Bücher so besonders für mich.

Ich, als 22 jährige Studentin, habe Die Glückstöchter genau zum richtigen Zeitpunkt im meinem Leben gelesen. Die Hauptcharaktere Anna und Eva, welche aus unterschiedlichen Gründen den Weg in die Unabhängigkeit einschlagen (müssen), geben mir Mut und Stärke. Ich kann sehr viele Parallelen zu meinem eigenen Leben und meiner Persönlichkeit herstellen.

Es ist schön, verstanden zu werden, auch wenn es sich um fiktive Charaktere handelt, mit denen ich mich verbunden fühle. Ich bin dankbar, dass es Bücher wie diese gibt. Bücher, die mir zeigen, dass ich nicht alleine bin, und Bücher, aus denen ich inspiriert und gestärkt hervorgehe.
Profile Image for Jedida.
32 reviews
January 25, 2024
Zu Herzen gehende Lektüre gerade für naturverbundene, starke Frauen

Durch diese 640 Seiten bin ich nur so geflogen – zwei Frauenschicksale, die es in sich haben und miteinander verwoben sind, obwohl sich die beiden nicht einmal kennen, sondern Jahrzehnte voneinander getrennt sind.

Als das Buch bei mir ankam, habe ich mich erst einmal gefreut. Endlich wieder ein richtig dickes Buch. Da hast du paar Tage dran zu lesen. Das hat leider nicht geklappt, denn es hat mich einfach zu sehr in seinen Bann gezogen.

An vielen Stellen dachte ich, das ist so ein Buch, als wäre es eigens für mich geschrieben. Annas Versuche, in rauem Klima der Alm Pflanzen zu ziehen, ihre Fehlversuche und ihr Ringen um jedes Pflänzchen, das das autarke Überleben sichert. Ihre Selbständigkeit und das freie, aber harte Leben auf der Alm. Evas Schwangerschaft und das Leben in der WG, ihr Wunsch naturnah und gesund zu leben. Der Wunsch, sich über Konventionen hinweg zu setzen und seinen Platz auf dieser Erde zu finden, ohne einen zu großen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. Dieser Roman hat mich abgeholt und mit sich mitgerissen. Die beiden Frauen sind starke Figuren und bieten viel Identifikationspotenzial, ihre Erlebnisse sind gegensätzlich und doch gibt es immer wieder Überschneidungen, vor allem ihre Liebe die Natur betreffend und ihre außergewöhnliche Fähigkeit, Dinge zu riechen.

Interessant sind auch die geschilderten politischen Verhältnisse und zwar aus beiden Zeitabschnitten. Ich persönlich bin es leid, über den Krieg zu lesen. Um solche Bücher mache ich mittlerweile einen Bogen. Aber hier ist der Krieg nicht maßgebender Inhalt, sondern dient als Erklärung für gewisse Ereignisse aus Annas Zeitabschnitt und so passte es für mich. Sehr gefiel mir auch, die westdeutsche Seite der Siebzigerjahre über Evas WG quasi mitzuerleben, da ich Geschichten aus dieser Zeit nur von meinen ostdeutschen Eltern kenne, eben von der ostdeutschen Seite her. Die WG/Minikommune war sehr inspirierend, weil anhand derer auch die Probleme solcher Gemeinschaften deutlich wurden. Vor allem aber hat mich immer wieder die Geschichte der beiden Frauen berührt, an manchen Stellen dem Ende hin sogar zu Tränen gerührt. Auch den Weg mitverfolgen zu können, den Reformläden und Naturkosmetik hinter sich haben, war interessant und inspirierend.

Auf jeden Fall habe ich durch dieses Buch die Tonkabohne kennengelernt, mit der ich bislang keinerlei Berührung hatte. Ich habe den Geschmack in Schokolade probiert und war sehr angetan. Es ist toll, wenn einen ein Buch zu etwas Neuem inspirieren kann.

Ich spreche für dieses Buch eine absolute Leseempfehlung aus. Besonders Frauen, die Wert auf Gesundheit und Natürlichkeit legen, dürften sich hier angesprochen fühlen. Aber auch jene, die sich für starke Frauen begeistern können, werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Ich fühle mich jedenfalls inspiriert, Teil eins noch zu lesen und nach weiteren Büchern der Autorin Ausschau zu halten.

PS: Ich habe diesen Roman ohne Kenntnis des ersten Teils gelesen und ich finde, dass dieser Teil absolut für sich stehen kann. Ein klasse Buch!
1,397 reviews7 followers
January 26, 2024
Eine Buch voller Emotionen

“Glückstöchter-Einfach Lieben“ ist der 2. Band der „Glückstöchter“ Dilogie von Stephanie Schuster.

Die Geschichte hat, wie schon Band 1 wieder zwei Erzählstränge.
Im Mittelpunkt stehen die zwei Frauen Anna und Eva.
Zwei Frauen die auf dem ersten Blick ganz unterschiedlich sind, auch die Handlungszeit liegt 60 Jahre auseinander.
Doch die beiden Frauen haben mehr Gemeinsamkeiten als sich auf dem ersten Blick erahnen lässt.

Mit Anna beginnen wir im Jahre 1911 auf der Tonkaalm. Nach dem Tod des Vaters ist Anna
ganz auf sich alleine gestellt. Sie lebt einsam auf der Alm. Dank ihrem profanen Wissen in Pflanzenkunde versucht sie sich mit dem Anbau verschiedener Pflanzen. Doch bei dem rauen Klima ist das ein schweres Unterfangen.

Mit Eva beginnen wir im Jahre 1977.
Sie lebt weiterhin in ihrer Münchner WG. Auch Eva ist der Natur sehr verbunden. Mit ihren Mitbewohnern gründet sie einen Naturkostladen. Eva hinterfragt immer noch ihre Herkunft. Und dann stößt sie auf einen Hinweis was ihre biologische Mutter betrifft.

Die zwei Frauen sind mir schon seit dem 1. Band ans Herz gewachsen.
Es macht mir Freude sie durch ihr Leben zu begleiten und ihre Entwicklung zu verfolgen.
Es sind zwei starke Charaktere die ihren Weg suchen.

Stephanie Schuster erzählt die Geschichte der beiden Frauen authentisch und mit viel Gefühl.
Ich kann das Geschehen gut nachvollziehen. Bei Eva noch etwas besser als bei Anna, da ich diese Zeit selbst miterlebt habe.

Stephanie Schuster hat einen leichten und flüssigen Schreibstil.
Die Zeit der Handlung wird sehr gut widergespiegelt, man erfährt vieles aus den 1910er und 1970er Jahren.
Auch aus der Botanik kann man das eine oder andere mitnehmen. So habe ich mich gefreut etwas über die Tonkabohne zu lesen. Ich habe davon schon viel gehört aber selbst noch nicht verwendet.
Am Ende des Buches gibt es dann auch wieder ein paar Rezepte.

Mit “Glückstöchter-Einfach Lieben“ habe ich mich wieder gut unterhalten gefühlt. Ich freue mich auf weitere Geschichten der Autorin.
Profile Image for Bibabuch .
226 reviews1 follower
February 24, 2024
Lange habe ich dem zweiten Teil der Glückstöchter entgegen gefiebert. Wie schon im ersten Teil, „Einfach Leben“, haben mich die zwei Zeitebenen und die flüssige Erzählweise der Autorin begeistert. Als Kind der 70er wurde ich in meine Jugend zurückversetzt. Genauso interessant war für mich auch das Jahr 1911, in dem meine Großmutter 10 Jahre alt war. Schade, dass die Reihe nun endet. Man kann aber sagen: Ende gut, alles gut!
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