Wie wollen und werden wir zukünftig arbeiten? Die tradierten Modelle funktionieren nicht mehr: Während die einen von ihrer Erwerbsarbeit kaum leben können, leiden viele Bereiche unter Arbeits- und Fachkräftemangel. Arbeit ist zudem eine Frage der Solidarität: Der Applaus für "systemrelevante Berufe" war von kurzer Dauer, die Care-Arbeit – vor allem von Frauen – hält das System am Laufen, wird aber weder angemessen entlohnt noch gesellschaftlich gewürdigt. Für die "Generation Z" zählt Work-Life-Balance mehr als die 40-Stunden-Woche. Dem entgegengesetzt steht die Forderung mancher Arbeitgeber nach längeren Arbeitszeiten. Verschärft wird die Situation zudem durch den demografischen Wandel, Digitalisierung und Automatisierung. Fundiert und scharfsichtig legt Barbara Prainsack die Fehler unseres Verständnisses von Arbeit offen und zeigt den Weg zu einer gerechten und sinnstiftenden Arbeit für alle auf.
Brief and good. As someone who also dreams about universal basic income (UBI), this was an inspiring read. The only logical gap I was left with by the end is that if UBI is introduced, how can we prevent a simple shift of the poverty line? I I enjoyed this short book nevertheless!
Klappentext: Wie wollen und werden wir zukünftig arbeiten? Die tradierten Modelle funktionieren nicht mehr: Während die einen von ihrer Erwerbsarbeit kaum leben können, leiden viele Bereiche unter Arbeits- und Fachkräftemangel. Arbeit ist zudem eine Frage der Solidarität: Der Applaus für „systemrelevante Berufe“ war von kurzer Dauer, die Care-Arbeit – vor allem von Frauen – hält das System am Laufen, wird aber weder angemessen entlohnt noch gesellschaftlich gewürdigt. Für die „Generation Z“ zählt Work-Life-Balance mehr als die 40-Stunden-Woche. Dem entgegengesetzt steht die Forderung mancher Arbeitgeber nach längeren Arbeitszeiten. Verschärft wird die Situation zudem durch den demografischen Wandel, Digitalisierung und Automatisierung.
Meinung: Ein sehr interessantes Buch zu einem sehr interessanten Thema, besonders durch die Aufteilung in die drei Abschnitte fand ich es dabei sehr gelungen und logisch strukturiert. Auch gut fand ich, dass es eben verschiedene Bereiche der Arbeit beleuchtet, nicht nur Erwerbsarbeit und auch auf verschiedene Ideen zur Verbesserung eingeht. Besonders die Erläuterungen und Gedanken zum bedingungslosen Grundeinkommen haben mich sehr zum Nachdenken angeregt und waren interessant zu lesen. Durch seine Kürze auch ein guter Einstieg ins Thema, aber natürlich nicht das Tiefgehendste Buch, das wirklich alles genau beleuchtet und erklärt, was möglich ist.
Bewertung unserer bisherigen Arbeitswelt, sowie Ideen für eine Umgestaltung
„Wofür wir arbeiten“ von Barbara Prainsack ist ein informatives kleines Sachbuch, welches sich finde ich ausgezeichnet für einen ersten Einstieg ins Thema eignet. Gegliedert ist das Werk dabei in drei Kapitel. Zunächst schaut sich die Autorin den Ist-Zustand an, um sich im Anschluss daran dann den Wünschen was sich verändern müsste (unterlegt mit passenden Studien und Befragungen) zuzuwenden. Abschließend entwickelt sie die Gebrauchsanleitung einer Utopie wie die zukünftige (Arbeits-)Welt aussehen könnte. Mich persönlich interessierte besonders der letzte Abschnitt des Buchs, da die ersten beiden Kapitel wenig neues Wissen für mich bereithielten, sondern lediglich bereits Bekanntes auffrischten. Dennoch finde ich es gerade für die Kürze der Seitenzahl einen gelungenen Überblick und einen sicherlich packenden ersten Einstieg ins Thema. Wer sich dann aber genauer mit Themen, wie was eigentlich alles als Arbeit zählen kann, oder wie eine faire Entlohnung festgelegt werden könnte, beschäftigen möchte, findet hierzu sicherlich andere Bücher welche tiefer in die Materie gehen. Gelungen finde ich neben dem sehr ansprechenden Layout des Buchs, aber auch den Schreibstil. Denn die Autorin versteht es komplexe Zusammenhänge zu erklären und bedient sich dabei sprachlich keines allzu anspruchsvollen Stils. Hiervon wurde ich durchwegs positiv überrascht und so las sich das Buch insgesamt nicht nur flüssig, sondern auch informativ. Alles in allem vergebe ich für das durchdachte Konzept und die schlüssige Argumentation gerne 5 Sterne!
alles, was bei mir bei barry schwartz (why we work) gefehlt hat, wird hier aufgegriffen, daher eine gut ergänzung (bsp. begriffssefinition der arbeit). ich mag die reihe, gute länge, gut geschrieben, gut gestalter. einzig die konkrete lösung (wie kann es weiter gehen) bleibt etwas vage. okay, bedingungsloses grundeinkommen, aber lösen wir allein dadurch das pflege-problem, das bekanntlich immer schlimmer wird? auch ist der titel etwas irreführend, wofür wir arbeiten (ähnlich zu why we work) suggeriert einen grund, hier geht es aber eher um die arbeitsweise, wie soll gearbeitet werden, was ist gut arbeit und welchen wert hat arbeit in der gesellschaft.
Arbeit und Geld neu und menschenwürdig denken wäre dringend nötig. Stattdessen werden Parteien gewählt, die uns komplett ausbeuten wollen, während sie vor Milliardären knien.
Kurz mit interessanten Einblicken in Konzepte wie Grundeinkommen und Remote Work. Mir persönlich hätten mehr Beispiele als „Futter“ gefallen um die Aussagen nochmal mehr zu stärken.
Zwar ein interessanter Einstieg in das Thema Arbeit bzw. bedingungsloses Grundeinkommen, aber am Ende bleiben mehr Fragen offen, als beantwortet wurden.
Ein zufälliger Fund bei blomqvist (we love Mangelexemplare), der eine erstaunlich gute Ergänzung zu dem Buch Theorien der Arbeit ist und eine gegenwärtige linke Sichtweise auf die Debatte um Arbeit darstellt. Insgesamt informativ und eine gute Sammlung interessanter Quellen. Zu Beginn war ich ein bisschen skeptisch und auch der fast "plötzliche" Schwenker zum bedingungslosen Grundeinkommen lassen das kleine Buch nicht vollkommen wirken. Es sollte nicht das einzige Buch sein, was man liest, wenn man sich für Arbeit interessiert, aber wann gibt es schon je dieses eine Buch