Verena Keßlers Roman über das Kinderkriegen und die Klimakatastrophe ist ein nuanciertes, warmherziges und tiefgründiges Porträt von Mutterschaft.
Was, wenn Sina nicht schwanger werden kann? Wenn Mona nie Kinder bekommen hätte? Wäre die Welt dadurch ein besserer Ort? Ja, findet Klimaaktivistin Eva Lohaus: Nur ein Geburtenstopp kann unseren Planeten noch retten. Während sie mit den Konsequenzen ihrer radikalen Vision kämpft, hadern die Schwestern Sina und Mona mit ihren eigenen Lebensentwürfen. Aus der Ferne beneiden, aus der Nähe bemitleiden sie sich, gemeinsam versuchen sie, Verantwortung und Erwartungsdruck zu widerstehen. Doch erst die Begegnung mit Monas neuer Nachbarin verändert unseren Blick aufs Muttersein wirklich. Was spricht heute gegen, was für eigene Kinder? In ihrer präzisen und bestechend schmucklosen Sprache erzählt Verena Keßler von vier Frauen, die ihre ganz eigenen Antworten auf diese Frage finden.
1988 in Hamburg geboren, 2008-2009 Ausbildung zur Werbetexterin an der Texterschmiede Hamburg, 2012-2015 Studium deutsche Literatur und germanistische Linguistik an der Humboldt Universität zu Berlin, 2016 bis 2020 Studium literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.
“Die Gespenster von Demmin” erschien im August 2020 bei Hanser Berlin, wurde u.a. für den aspekte-Literaturpreis nominiert und mit dem Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium ausgezeichnet, außerdem ins Polnische, Griechische & Französische übersetzt. Taschenbuchausgabe bei dtv. Mini-Serie in Entwicklung bei Oma Inge Film.
“Eva” erschien im März 2023 bei Hanser Berlin und zeitgleich als Hörbuch bei DAV, das Taschenbuch erschien im September 2024 bei Kein & Aber, Übersetzungen ins Tschechische, Polnische & Bulgarische. Ausgezeichnet mit dem Literaturpreis “Der zweite Roman”.
“Gym” erscheint am 19. August 2025 bei Hanser Berlin und zeitgleich als Hörbuch bei DAV.
Nur ein Geburtenstopp kann unseren Planeten noch retten. Diese These vertritt die Lehrerin und Antinatalistin Eva Lohaus in ihrem Essay „Verhüten rettet Leben“ - für den sie viel Hass und einen Shitstorm auf Social Media erntet, auch befeuert von einem Artikel der Journalistin Sina. Sina und ihr Freund Milo versuchen seit über einem Jahr, ein Kind zu bekommen, bisher vergebens - doch will Sina überhaupt Kinder? Ihre Schwester Mona hat hingegen bereits Nachwuchs, hadert jedoch mit ihrer Rolle als Mutter. Als eine unbekannte Frau in Monas Nachbarschaft einzieht, eröffnet sich ein ganz anderer Blickwinkel auf Elternschaft und ihr Verwoben-Sein mit unseren Zukunftsvorstellungen.
Vier Frauen, vier Perspektiven auf Mutterschaft, Klimakrise und eine erfüllte Zukunft, alles vereint in einem kurzen, dichten und unter die Haut gehenden Roman - Verena Kesslers neues Buch "Eva" hat es in sich! Im Zentrum der Geschichte steht Eva Lohaus, die öffentlich und laut ihre Meinung vertritt, dass die Klimakrise nur noch abgewendet werden kann, wenn wir aufhören, Kinder zu kriegen. Wenn ich mir vorstelle, dass eine Lehrerin in unserer heutigen Gesellschaft einen solchen Essay publizieren würde, erscheint mir Evas Kapitel nur zu realistisch, all der Hass, der ihr entgegenschlägt, dass man ihre Argumentation gar nicht hören möchte, dass man sie unbedingt zum Schweigen bringen will und bedroht. Sina, Mona und die unbekannte Nachbarin sind alle mal eng, mal lose mit Eva verknüpft, trotzdem entsteht nie der Eindruck einer Kurzgeschichtensammlung, da die Autorin alle Protagonistinnen in genau richtiger Dosis miteinander in Verbindung bringt.
Verena Kessler lässt uns Lesende in einen kurzen Abschnitt des Lebens der vier Figuren eintauchen und eröffnet so die Möglichkeit, die Themen Elternschaft und Klimakrise aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, unterschiedliche Haltungen einnehmen und ausprobieren zu können. Ängste und Emotionen werden genauso besprochen wie Fakten, was unheimlich gut zum Nachdenken und Austauschen anregt. "Eva" besitzt trotz seiner Kürze viel Tiefgang und verhandelt große Fragen unserer Zeit ohne zu urteilen - für mich sehr lesenswert!
Ich hatte mehr „ Krach“ erwartet in diesem Buch. Gerade für die Themen Klimawandel und Kinder(-losigkeit). Aber es war wirklich ruhig erzählt. Die Autorin hat ihre Protagonistinnen nicht den Zeigefinger permanent in der Luft schwingen lassen.
Das Buch ist in 4 Teile gegliedert. Und jeder Teil widmet sich einer Protagonistin. Alle haben enge oder lose Berührungspunkte. Wir haben z.B. 2 Schwestern: Sina und Mona. Mona hat 3 Kinder und einen Ehemann. Sina hingegen hat einen Lebenspartner, mit dem sie gerne Kinder hätte. Dies wiederum gestaltet sich nicht so einfach. Wir begleiten die 4 Frauen immer nur ein wenig, lernen sie etwas besser kennen und gehen dann jeweils zur Nächsten.
Ich konnte mit allen 4 Protagonistinnen -deren Leben unterschiedlicher nicht sein konnten- mitfühlen, ihre Gedanken nachvollziehen und wollte alle irgendwie gern umarmen.
Der Schreibstil, der Autorin war einfach und flüssig. Ich mochte diese Ruhe, die der Text verströmte, die stillen Momente, die zum Nachdenken anregten.
Tolle Protagonistinnen, warmherzig erzählt. Werde die Autorin weiterhin im Blick behalten.
Verena Kesslers „Gespenster von Demmin“ gefiel mir sehr, aber um dieses Buch schlich ich lange herum. Sollte ich mit vier erwachsenen Kindern und vier Enkeln ein Buch lesen, dessen Protagonistin rät, auf Kinder zu verzichten, um das Klima zu retten? Oder würde ich mich nur aufregen?
Die Antwort lautet: unbedingt lesen! Eva, die Lehrerin, die die steile These vom Verzicht auf Kinder herausgegeben hat, ist nur eine von vier Frauen, deren Schicksale sich berühren und die alle mit dem Kinderthema im Zusammenhang stehen. Sina, eine Journalistin, die Eva interviewt, muss sich entscheiden, ob eine Kinderwunschbehandlung für sie in Frage kommt, ihre Schwester Mona hat drei Kinder, die sie sehr herausfordern und das einzige Kind der alleinerziehenden Schulsekretärin starb an einer seltenen Erbkrankheit.
Jeder dieser Frauen kommt man auf wunderbare Weise nahe und kann ihre Probleme und ihr Handeln begreifen, obwohl die Positionen ganz gegensätzlich sind. Hier wird auf jeglichen Fanatismus verzichtet, auch wenn der Hass auf Eva wie eine Lawine hereinbricht und ihr Leben verändert. Aber es geht nicht um die Sicht der Netzkommentatoren, sondern um die Lebenswege von Frauen, die von ganz unterschiedlichen Erlebnissen und Entscheidungen geprägt werden. Jeder Lebensweg ist einzigartig und jede tut das für sie Richtige. Auch Eva mit ihrem Aufruf zur Kinderlosigkeit hat recht, denn tatsächlich kann der Globus nicht unendlich viele Menschen beherbergen.
In diesem Stil, der einzelne Positionen ausleuchtet und wertschätzt, wünsche ich mir Debatten. Nicht mit griffigen Parolen andere herabsetzen, sondern echte Argumente austauschen und Beweggründe verstehen. Ein Roman, der viel mehr leistet als die meisten Sachbücher zum Thema. Großartig. Und wenn es doch nicht fünf Sterne werden, dann liegt es daran, dass mir das Buch etwas zu kurz erschien. Lohnt sich aber unbedingt zu lesen, ob man nun Kinder hat oder nicht.
Zunächst war ich enttäuscht, dass nur ein Teil des Buches sich um die namensgebende "Eva" dreht: eine antinatalistische Lehrerin, die der Meinung ist, dass Menschen aufgrund des Klimawandels freiwillig darauf verzichten sollten, Kinder in die Welt zu setzen. Da ich mich persönlich und akademisch viel mit dem Thema Antinatalismus beschäftigt habe, war ich gespannt darauf, wie sie dies umsetzt. Tatsächlich fand ich diesen Teil des Buches aber am wenigstens interessant von allen, was einmal daran liegt, dass Keßler diese Person eher vorsichtig einführt, weil ihre Meinungen für viele so krass und ungewöhnlich erscheinen. Ich fand die Annäherung zu einem Nachbarsmädchen hier ein wenig arg forciert, um zu zeigen, dass sie keine Kinderhasserin ist, sondern nur eine andere Meinung vertritt - und der schlimme Umgang, den sie erfährt, nicht gerecht ist. Die Darstellung des Shitstorms, den Eva erfährt, hingegen, und den Konsequenzen, die sie daraus für sich ziehen muss, kam mir leider sehr realistisch vor und war wirklich unangenehm zu lesen.
Im Endeffekt war ich froh, dass dieses Buch vier geteilt ist und noch drei andere Frauenperspektiven beleuchtet werden. Diese sind so verwoben, dass am Ende ein Gesamtbild entsteht um man tatsächlich das Gefühl hat, einen Roman und keine Kurzgeschichtensammlung zu lesen. Die Beziehung der Geschwister zueinander, die Ambivalenz aller Figuren zum Kinderkriegen, der Kontrast zwischen Gefühlen und der Logik, das wurde alles toll und realistisch dargestellt. Meist schafft die Autorin es, obwohl es so ein thesenlastiger Roman ist, die Figuren trotzdem rund und realistisch darzustellen. Die Innenperspektive jeder der Frauen wird einem verständlich gemacht. Einzig hier und da, wenn die Autorin versucht Fakten zu vermitteln, entsteht ein wenig Infodumping. Für Leser, die sich mit der Klimakrise oder dem Antinatalismus nicht auskennen, ist das aber wahrscheinlich hilfreich. Denn das Buch ist nicht sehr lang und in der Kürze Sachinformationen neben den fiktiven Geschichten einfließen zu lassen, ist nicht ganz leicht.
Insgesamt ein wirklich gelungenes Buch, das hoffentlich auch Menschen zum nachdenken anregt, die sich mit dem Thema weniger beschäftigt haben.
"Eva", das ist Eva Lohhaus, eine Lehrerin, die sich unbeliebt macht, indem sie öffentlich die Ansicht vertritt, Menschen sollten möglichst aufhören Kinder zu bekommen, um den Klimawandel auszubremsen. Sie ist eine von vier Protagonistinnin dieses Romans, deren Geschichten zwar lose aber dennoch bedeutungsvoll miteinander verknüpft sind. Die Autorin widmet jeder der Frauen ein Kapitel und beleuchtet darin deren Lebenswelt insbesondere in Bezug auf das Thema Mutterschaft.
Mich hat an dem Buch, neben der großartigen Ausgangsidee und den damit verbundenen Diskussionen, am meisten beeindruckt, wie glaubwürdig die Charaktere gezeichnet sind. Jede der vier Frauen war vielschichtig und hatte sehr nachvollziehbare Ansichten und Beweggründe für ihre jeweiligen Verhaltensweisen und Entscheidungen. Dadurch entstand für mich persönlich viel Nähe zu den Figuren, was es mir immer sehr leicht macht ein Buch zu genießen.
Auch sind die Dialoge und kleinen Alltagsszenen, die erzählt werden, sehr lebensnah und dabei trotzdem charmant und originell. Es werden so auf sehr leichtfüßige Art und Weise schwerwiegende Themen beleuchtet. Einerseits hatte ich das Gefühl, ich fliege durch diesen leicht lesbaren, unterhaltsamen Roman und andererseits war da trotzdem auch immer viel Nachhall nachdem ich das Buch zugeklappt habe.
Ich bin restlos begeistert und vergebe gerne 5 Sterne.
„Sie wollte Leuchtraketen abschießen und Rettungsboote klarmachen. Sie wollte nichts unversucht lassen.“
In „Eva“ begleiten wir vier Frauen bei der großen Frage: Was hält die Zukunft für uns (Frauen / Menschen) bereit? Was müssen wir tun um die Klimakrise zu verhindern?
Um diese Frage zu beantworten, wirft die Lehrerin Eva Lohaus einen spannenden Gedanken in die Runde: Verhüten rettet Leben - Wir müssen die Fortpflanzung einstellen, um die Klimakrise zu stoppen.
Ein Roman über den Klimawandel, die damit verbundenen Konsequenzen, das Frau-Sein im Patriachat und Mütter, die welche sein wollen, Mütter, die ihre Entscheidung überdenken und Frauen, deren Kinder-Wunsch verwehrt bleibt.
“Eva” war nach “Die Gespenster von Demmin” mein zweiter Roman von Verena Kessler und wieder habe ich ihn GELIEBT!
Im Zentrum steht die Lehrerin Eva Lohaus, die in einem Essay die Meinung vertritt, dass Menschen freiwillig keine Kinder mehr bekommen sollen, um das Klima zu retten - und nun dafür angefeindet wird. Sie ist aber nur eine von vier Protagonistinnen, die anderen drei sind mal enger, mal loser mit ihr verknüpft. Das Thema “Mutterschaft” beziehungsweise “Kinder kriegen” und damit einhergehend die Frage nach Zukunftsplanug ist dabei immer zentral.
Bei vier Perspektiven auf 200 Seiten bleiben dementsprechend relativ wenige Seite pro Figur, of führt das dazu, dass ich am Ende enttäuscht bin, weil die Figuren für mich nicht genug Tiefgang hatten. Verena Kessler schafft es hier aber, vier so interessante Figuren zu schreiben, dass ich zu jeder von ihnen auch mindestens nochmal die gleiche Menge an Seiten zusätzlich gelesen hätte, trotzdem aber nicht das Gefühl hatte, dass noch etwas gefehlt hat.
Vielleicht auch gerade wegen der kürzeren Perspektiven bin ich nur so durch das Buch gerast. Bei der letzten Protagonistin war ich kurz verwirrt, weil ich am Anfang nicht verstanden habe, wie sie mit den anderen zusammenhängt. Das hat sich dann aber schnell gelegt und meine Begeisterung für das Buch nicht (wie kurz befürchtet) geschmälert. “Eva” bleibt für mich eines dieser Bücher, bei denen man schon während dem Lesen weiß, dass es ein großes Highlight wird. Kann euch nur sehr ans Herz legen, das zu lesen! Übrigens hatte mich beim WG Abendessen eine Mitbewohnerin nach dem Buch gefragt und nachdem ich erzählt habe, worum es geht, hatten wir eine richtig spannende Diskussion zu dem Thema “Kinder & Klima” - ich glaube, das ist auch eine richtig gute Lektüre für einen Buchclub!
"Eva" ist eines dieser wenigen Bücher, die es schaffen mit wenig Worten viel zu sagen, ohne dass die Figuren zu flach oder die Themen zu oberflächlich sind. Aus der Sicht von vier verschiedenen Frauen werden die Aspekte von Mutterschaft so vielfältig und eingänglich geschildert wie in keinem anderen Roman oder gar Sachbuch, das mir bisher untergekommen ist.
Verena Keßler führt uns in ihrem Roman „Eva“ durch das Leben von vier Frauen, die alle mit der Entscheidung für oder gegen Kinder konfrontiert sind oder waren. Dabei verwebt sie geschickt dieses persönliche Thema mit der globalen Herausforderung der Klimakrise.
Schon mit ihrem Debüt „Die Gespenster von Demmin“ konnte mich Verena Keßler beeindrucken, und spätestens jetzt hat sie mich als Fan gewonnen. Beim Lesen fühlte ich mich sofort heimisch in diesem Roman.
Das liegt zum einen an der klaren, leicht lesbaren, jedoch keineswegs anspruchslosen Sprache. Zum anderen ist das Thema ein wichtiges und interessantes, das mich persönlich betrifft. Durch Verena Keßlers Alltagsbeobachtungen, die Tiefe der Charaktere und die weitgehende Natürlichkeit der Dialoge wurde ich vollständig in die Geschichte hineingezogen. Jedoch muss ich erwähnen, dass der vierte Teil des Romans für mich persönlich sehr hart war, was die Lesefreude etwas trübte. Rückblickend hätte ich mich vorab nach Content Warnings erkundigen sollen.
„Eva“ ist ein bemerkenswertes und tiefgründiges Buch, das nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Ich kann es definitiv weiterempfehlen.
„Man hat entweder Kinder, oder man hat keine. Niemand macht beide Erfahrungen.“ (S. 164)
Aber wie entscheidet man sich für oder gegen das Ungewisse? Und was, wenn die Entscheidung einem abgenommen wird? Wenn man mit einer Realität leben muss, die man nicht gewählt hätte? Wenn man nie bekommt, was man wollte oder für immer das verliert, was man hatte.
Verena Keßler greift in ihrem neuen Roman „Eva“ aktuelle Debatten und moralische Fragen rund um das Kinderkriegen aus der Perspektive von vier Frauen auf und lässt sie dabei über ihre unterschiedlichen Ansichten reflektieren. Die Autorin verzichtet auf den moralischen Zeigefinger und schildert ihre Figuren mit Empathie sowie literarischer und psychologischer Raffinesse. Obwohl ich anfangs skeptisch war, ob die Auseinandersetzung mit einem solch komplexen Thema auf gerade mal 200 Seiten gelingen kann, hat mich „Eva“ komplett überzeugen können. Hier geht es nicht nur darum, welchen Einfluss Kinder auf die Leben der Eltern haben können - eine zentrale Frage ist auch, was WIR Kindern antun, wenn wir sie in diesen Zeiten in die Welt setzen. Oder auch: der heutigen Welt aussetzen.
Es ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt und zeigt, dass es keine eindeutigen Lösungen gibt, sondern dass das Muttersein und die Entscheidung, Kinder zu bekommen, so individuell ist wie unsere Lebensgeschichten es sind.
Dieser Roman handelt vom Kinderkriegen und der Klimakrise, aber insbesondere um Mutterschaft. Aus vier unterschiedlichen Perspektiven werden die genannten Punkte thematisiert. Es kamen Frauen zur Sprache, die für den Geburtenstopp sind, die vergeblich versuchen Kinder zu bekommen, die bereits drei Kinder haben. Im Zentrum der Frauen immer die Frage „was spricht heutzutage für, was gegen das Kinderkriegen?“.
Präzise und direkt erzählt Keßler die unterschiedlichen Geschichten. Für mich hat dieses Buch viele Fragen aufgeworfen und dadurch sehr zum nachdenken angeregt. Ein sehr interessantes Thema, das durch den guten Schreibstil sehr lange im Kopf hängen bleiben wird. Für mich war es ein Pageturner, ein Buch, das ich jederzeit wieder in die Hand nehmen werde. Ein Highlight.
Buchdetails: erschienen am 20.03.2023 im Hanser Berlin Verlag | gelesen als eBook | 208 Seiten | 24,00 € (Hardcover), 17,99 € (eBook)
Schon nach Kesslers Debüt-Roman wusste ich, dass ich es liebe, ihr Schreiben zu lesen. Auch hier hat sie bewiesen, wie viel sie in wenige Seiten packen kann, ohne das Buch zu überladen. Es ist eine wirklich intelligente und unaufgeregte Herangehensweise an das häufig sehr emotional diskutierte Thema Klimakatastrophe und Kinderkriegen. Man kann es wirklich jedem empfehlen und geben. Meine einzige Kritik ist, dass es für mich doch noch etwas radikaler und mutiger hätte sein können.
„Fortpflanzung ist ein Luxus, den wir uns nicht in dem Ausmaß leisten können, wie er gerade betrieben wird.“
Ein nicht so dickes Buch über Mutterschaft, Kinderkriegen und die Klimakrise: Verena Kessler erkundet in ihrem neuen Roman "Eva" hochaktuelle und zeitlose Themen. Sollte man in einer Zeit, in der die Ressourcen Jahr für Jahr knapper werden, noch Kinder bekommen?
Der Roman beleuchtet verschiedene Perspektiven zum Thema Kinderwunsch und Kinderfrage durch vier Protagonistinnen. Eva Lohaus, eine Journalistin, ist der Ansicht, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn nicht so viele Kinder geboren wären/werden. Ihr Zeitungsartikel sorgt für Aufsehen, da Eva Kinder als eine der Hauptursachen der Klimakrise betrachtet. Sina wünscht sich sehnlichst eigene Kinder, kann jedoch selbst keine bekommen. Ihre Schwester Mona hat bereits drei Kinder, und Monas Nachbarin hat ein Kind verloren.
Die Verpackung dieses sehr interessanten und wichtigen Themas in eine fiktive Geschichte finde ich gelungen. Anfangs hat es mich gefesselt, bis ich im zweiten Kapitel komplett abgedriftet bin. Ich weiß nicht, woran es gelegen hat, da es sich schnell und gut liest. Aber irgendwie ist es ein Buch, das ich schnell wieder vergessen werde und schon habe.
Dennoch würde ich es verschenken, da die Themen sehr gut behandelt wurden. Wie bereits erwähnt, erleichtert die Beschreibung dieser Themen in einem Roman, sich ihnen ein Stück weit anzunähern, denn man kann sich schnell mit den verschiedenen fiktiven Figuren identifizieren.
„Man hat entweder Kinder, oder man hat keine. Niemand macht beide Erfahrungen.“
„Man hat entweder Kinder, oder man hat keine. Niemand macht beide Erfahrungen.“ [Keßler, 2023, S. 164]
Eva möchte keine Kinder. Bei den Aussichten bezüglich des nicht mehr aufzuhaltenden Klimawandels wäre es auch vernünftig, wenn niemand sonst mehr Kinder bekommt. Sina hätte gerne ein Kind, aber irgendwie scheint es nicht zu klappen. Oder gefällt ihr lediglich die Vorstellung, ein Kind zu haben, weil das nun mal dazu gehört? In Verena Keßlers neuem Roman gelingt ihr auf unter 200 Seiten, vier Perspektiven auf das Mutter-Sein und Nicht-Mutter-Sein zu erzählen. Und wie ihr das gelingt! Die Ausschnitte sind kurz, aber pointiert, sie erzählt genau das, was die lesende Person braucht, um eine emotionale Bindung aufzubauen und den Standpunkt zu verstehen, ganz egal, ob die persönliche Meinung die gleiche oder eine andere ist. Dabei schafft es die Autorin, in keinster Weise urteilend oder auch präferierend zu sein. Die Figuren handeln wie sie handeln und das ist in Ordnung, Punkt. Inhaltlich kann ich nicht viel sagen, ohne euch zu spoilern. Ich kann euch den Roman nur absolut ans Herz legen. Er berührt, holt ab und regt zum Nachdenken und ins Gespräch kommen an. Für mich ein Highlight in diesem Jahr! 🤍
Ein starkes Buch zu Frauenrollen unserer Gesellschaft, die anhand starker, teils provokanter Charaktere glaubwürdig geschildert werden. Also nix mit Holzhammer, aber dennoch sehr beeindruckend - von der Mutterrolle über die Debatte Kinder vs. Klima bis hin zu Antinatalismus werden hier zeitgemäße Diskussionsstarter verarbeitet. Das ist Literatur über Frauen in Deutschland im Jahr 2023, mit tollen Dynamiken zwischen ausdifferenzierten Charakteren.
this was much much better than i anticipated - a short read, but very precise and poignant. this is a book about womanhood and motherhood, as well as climate change, which is always lurking in the background. it tells four stories from lives of four different women, who decided to live a life very differently when compared to each other - from their thoughts to relationships with people around them, to the implications their decisions have.
this was almost a 5 star, but i would have preferred it to be a bit longer - 150 pages would do - to give each section more depth and dimension.
So wünsche ich mir gesellschaftlichen Austausch: differenziert, respektvoll und offen für verschiedene Sichtweisen und nicht durch zugespitzte Schlagworte, sondern viel eher mit wahren Argumenten und echtem Interesse am Gegenüber. Der Roman schafft es, große Themen klug und leichtfüßig zu erzählen. Besonders stark sind für mich die authentischen, vielschichtigen Figuren, deren Gedanken und Entscheidungen nachvollziehbar sind. Die Dialoge wirken lebensnah, die Alltagsszenen reell und unterhaltend. Ein kurzweiliger, aber nachwirkender Roman. Would recommend!
„Neznámí lidé jí psali, že doufají, že někdo jako ona nebude nikdy učit jejich děti. Že je hrůza, jak nepřátelsky se dnešní společnost staví k dětem. Že jejich děti jsou pro ně to největší štěstí v živote a je jim líto všech, kdo to kvůli vlastnímu sobectví nikdy nezažijí. Jejich děti, jejich děti, jejich děti.“
Verena Kessler napísala knihu o tom, čo znamená mať dieťa, vedome sa pre to rozhodnúť, nikdy dieťa nemať alebo o neho prísť. Kým pri prvom a druhom príbehu mi písanie autorky prišlo dosť neisté, v treťom už Kessler nadobudla sebavedomie, výborne ho vystavala a pri štvrtom ma úplne rozdrvila. Už dávno som pri knihe tak neplakala. Nie je to patetické, ani nijako citovo-drásajúce, ale predovšetkým bolestivé, ťaživé a hlavne uveriteľné.
Kessler píše o materstve aj jeho odmietaní, a pritom na to nazerá komplexnejšie. Táto téma v podaní nemeckej autorky nie je čiernobiela rovnako ako jej postavy. Kessler ich stavia do protikladu, čím buduje napätie a posúva dej dopredu.
„Být sama se u mě odjakživa pojilo s pocitem viny.“
O materstve aj bezdetnosti som čítala veľa kníh, ale na túto len tak ľahko nezabudnem.
Dieses Buch hat mir gezeigt, dass man keine unzähligen Worte und Buchseiten braucht, um sich Figuren in ihrer Tiefe vorzustellen, ihre Gedanken, Gefühle und Entscheidungen nachvollziehen zu können. Im Zentrum der Geschichte stehen vier Frauen mit sehr unterschiedlichen Perspektiven und Lebensentwürfen - vereint in den Fragen, wie es ist, Mutter zu sein, Mutter (nicht) werden zu wollen oder Mutter nicht werden zu können. Mit allen vier teilweise komplett gegensätzlichen Ansichten und Realitäten konnte ich mitfühlen - eine der großen Stärken dieses Buchs. Lesen, lesen, lesen!!
Ein vielschichtiger und tiefgründiger Roman über das Thema "Mutterschaft " und die Entscheidung: "Kinder ja oder nein?" Das Buch hat mich tief berührt. Die Kapitel aus Sicht der Protagonistin Sina kamen mir zum Teil vor, wie die Geschichte meines eigenen Lebens. Die Autorin hat es geschafft, meine eigene Gefühle, Gedanken und Erlebnisse einzufangen. Das Buch hat deswegen einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen eingenommen.
„Fortpflanzung ist ein Luxus, den wir uns nicht in dem Ausmaß leisten können, wie er gerade betrieben wird. Sie können ein gutes Leben ohne Kinder führen und erhöhen damit gleichzeitig auch für alle anderen die Chance auf ein solches.“
„Die Zukunft war ungewiss, und weil sie ungewiss war, glaubte ich daran, dass sie nur Gutes für mich bereithielt. Nie hätte ich gedacht, dass sie mir eines Tages den Schlaf rauben würde.“
Muttersein. Das möchte ich doch. So glücklich sein, ein erfülltes Leben wie alle um mich herum. Kinder gehören dazu. Kinder machen glücklich. Aber will ich das auch?
Mitreißend arbeitet Verena Keßler das Thema Muttersein auf, gepaart mit Gesellschaftskritik, die einen manchmal sprachlos zurücklässt.
Geschrieben ist das ganze in vier größeren Kapiteln, in denen wir vier verschiedene Frauen begleiten. Sina, gedrängt von ihrem Partner, bei dem Versuch schwanger zu werden. Beeinflusst von Eva Lohmann, die ihrerseits entschieden hat, keine Kinder in die Welt zu setzen, sei die Lösung, die Klimakrise zu bewältigen. Doch wer ist es am Ende, der Eva nach ihrer Flucht in ein abgeschiedenes Haus, ein Gefühl von Heimat gibt? Wir begleiten Sina und ihre Schwester Mona in den Urlaub und letztere fragt sich, ob ihr Leben ohne Kinder einfacher wäre. Zu guter letzt treffen wir Monas neue Nachbarin, der ein schwerer Verlust den Boden unter den Füßen wegreißt.
Ich möchte inhaltlich sonst nicht viel vorwegnehmen, das würde den Effekt des Buches nehmen. Verena Keßler hat es geschafft nahbare Figuren zu schaffen und die zwischenmenschlichen Beziehungen in den Vordergrund zu stellen. Trotz der Kürze, hat mir das Buch viel Potential zum Nachdenken gegeben. Ich kann es jedem empfehlen, der das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten möchte. Denn jede Frau bekommt den Raum, ihre eigene Sichtweise zu präsentieren. Das Buch stellt starke Frauen in den Vordergrund. Das ist die Literatur die wir in dieser Zeit brauchen.
3.5 Sterne. Solides Buch, wichtige Themen gut inszeniert und umgesetzt. Da ich mit den Themen, die hier behandelt werden, bereits so viele Berührungspunkte hatte, war die Wirkung auf mich nicht so groß (wie es eventuell bei anderen Lesern der Fall sein könnte) und es hat mich nicht zu weiteren (persönlichen) Auseinandersetzungen geführt. Das Konzept mit den vier verschiedenen Frauenperspektiven war wirklich toll - besonders, wie alle lose miteinander zu tun hatten. Gut miteinander verbunden.
tw/cw: Klimakrise, Tod/Mord an einem Tier (Hund) (erwähnt, nicht ausführlich und/oder grafisch), Verlust/Tod eines Kindes, unerfüllter Kinderwunsch
Ich werde mir noch lange weiter Gedanken über die vier miteinander verwobenen Protagonistinnen machen und die Fragen, welcher der Roman aufwirft. Besonders gut hat mir der klare tiefgründige Stil gefallen.
Tematizace mateřství je další z vln, která mě nechtě smetla. V tomhle případě je příběh napolohovanej do čtyř perspektiv, který se dají shrnout jako vztah chce-nemůže, nechce-nemá, má-neví a měla-chtěla. Každej příběh má silný základy, neuráží, ale ani nepřemlouvá. Ve výsledku se tak dá ztotožnit vlastně s každou z matek a její zkušeností, protože pro všechny jde o těžkou existenciální volbu s výzvama, který maj svůj smysl i tíhu.
Asi nejproblematičtější je ale příběh Evy, která nemá-nechce, protože dělat děti je podle ní neetický vůči planetě, kdy dítě = uhlíková stopa, která bude nejspíš taky chtít vlastní děti - a to nejde furt dokola. Co je na tomhle přístupu jedině sympatický, je to, že jeho poselstvím je spíš apel na uvážlivost. Teda, nechce rušit kult mateřství, ale zavést informovanej přístup, kdy každej rodič bude činit tohle rozhodnutí s přesahem k vlastním emocím a potřebám. A to je apel, kterej teoreticky snesu. Hlásá - hele, tohle už dávno není jen o vás. No ale, co má větší smysl? Plodit děti nebo zachraňovat planetu pro nikoho? Eva už není starý archetyp – tahle nová Eva je žena, pro kterou je mateřství vědomou, individuální a nejistou volbou.
Příběh Siny jde přesně opačným směrem a problém mateřství odkrejvá postupně, kdy se z velký touhy po dítěti najednou stává honba za reprodukcí, během níž se Sině do hlavy začne vkrádat varovná otázka: opravdu tohle pachtění vychází ze mě nebo je to jen nějakej převzatej společenskej konstrukt? V momentě, kdy se něco tak lidskýho mění v chladnej laboratorní proces, se Sina láme a tápe: co když mateřství ve skutečnosti nesouladí s mejma opravdovejma touhama? Co když mě netáhne srdce, ale mateřství je sentiment, kterej ze mě tahá společnost?
A pak tu máme Monu, trojnásobnou matku, pro kterou je mateřská role naplněním, ale hlavně ztrátou sebe samý. Narozdíl od Siny nežije představu mateřství, ale jeho realitu se vším všudy - s každodenním vyčerpáním, osamocením, pocitem viny a dna, že to není ono, dost a celkově moc. Tíží ji, jak absolutní mateřství je, že nemá exit ani pauzu. Každá z hrdinek tak volá po vlastní odpovědi na stejnou otázku - co to vlastně znamená bejt matkou v době, kdy už mateřství není osudem, ale volbou? A stojí to hlavně za to?
Na to v závěru navazuje vůbec nejcitlivěji podanej příběh, kterej se od ostatních liší jak stylem, tak sdělením. Přináší nejtemnější a nejbolestnější stránku celýho tématu – ztrátu role mateřství, který nebylo rozhodnutím, ale osudem. Pro poslední hrdinku tak není "nemít" otázkou volby, ale situací, se kterou se musí smířit. Nebýt matkou je tu najednou ukázaný jako nesnesitelný prázdno a být matkou zase nově jako něco křehkýho, vzácnýho a taky nesamozřejmýho. Tady není největší bolestí nejistota z rozhodnutí, ale to, když rozhodování není možný - ostatně, žádná volba není tak těžká jako ta, kterou tahle hrdinka nikdy neměla.
To, že knížka končí právě tímhle příběhem, jí podle mě dodává úplně jinej moral. Možná říká, že přes všechnu ambivalenci a složitost předchozích vyprávění má mateřství – ať už je jakýkoliv – hlubokou hodnotu, která je nejvíc patrná právě v jeho ztrátě. A že absence může bolet víc než všechny jeho limity.
In dieser Geschichte folgen wir vier Frauen die sich mit Kindern/Kinderwunsch auseinandersetzen. Sina’s Freund will umbedingt Kinder, doch es scheint nicht zu klappen, ihre Schwester Mona hatte es nie wirklich versucht hat jetzt aber drei Kinder, Eva ist Lehrerin doch will keine eigenen Kinder da sie einsieht das unsere Klimakatastrophe weniger Menschen braucht und der Mutter von Benni, der im Grundschulalter soeben gestorben ist.
In diesem Buch geht es um die Frage der Kinderhaben, um die Freude an Kinder, um die weibliche Identität ohne Kinder und um junge Frauen die ihr Leben gestalten. Es ist sehr lesenswert, die Charaktere fühlen sich echt und die Handlungen sind die gute Balance zwischen gross und klein das es sich echt anfühlt. Die letzte der vier Stimmen war ein bisschen weniger gelungen für mich, ihr Teil war einfach nur voller Trauer und Wut und mir fehlte andere Nuancen und ihre Handlung schien mir zwar möglicherweise realistisch aber nicht realistisch dargestellt. Ich habe aber auch noch nie ein Kind verloren, vielleicht ist dies tatsächlich so. Sehr viel in einem sehr kurzem Buch. Persönlich fand ich das Kessler die Frage der Kinder haben/nicht haben und wie sich dies auf einem Auswirken kann gut dargestellt und durch diese vier Perspektiven erläutert, aber gross Fragend ist dieses Buch nicht - es zeigt einfach die Welt von diesen vier Frauen. Ein anderes Thema ist das der gesellschaftlichen Anerkennung/ Missverständnis. Die Frau mit dem totem Kind ist nicht verstanden von der Welt, Eva auch nicht, Sina auch nicht und Mona schlussendlich auch nicht, obwohl sie ja Kinder hat und genau das gemacht hat was die Gesellschaft “will”.
“Lange Zeit war die Zukunft meine Verbündete.” Mona, 3. Teil
In kurzen Sequenzen zeigt Keßler den Egoismus des Individuums auf (und damit meine ich nicht das Kinder bekommen) und pointiert wunderbar, wie wir um den Klimawandel wissen, die Konsequenzen kennen und dennoch alle weiter machen, wie es unserem Individualismus passt. Das schmerzt beim lesen und wirkt dennoch nie wie ein mahnender Zeigefinger.
Das Buch hat viel diskussionspotenzial und ist top geeignet für einen Buchclub.
Ein Stern Abzug weil mich die Schicksale der Figuren irgendwie nicht interessiert haben und ich sehe distanziert gelesen habe. Außerdem gab mir der Eva-Teil Til Schweiger-Film Vibes. Ein kleines Mädchen was Herzen erweichen soll, war mir zu viel plakativer Kitsch.
»Keine Meeresschildkröte lernt je ihre Mutter kennen.« Keine muss je eine sein.
Der Roman hat mich wirklich berührt, wie sich die unterschiedlichen Frauen mit Mutterschaft auseinandersetzen. Man kann kritisieren, dass die Geschichten nicht wirklich zusammengeführt oder aufgelöst werden, aber für mich ist es passend. Die Frage ob man Mutter sein kann, will oder sollte hat keine einfache Auflösung. Und mit der Frage sind wir noch zu oft allein oder fühlen uns zumindest so. Und das obwohl in unserer aller Umfeld Personen sind, die sich auf die eine oder andere Weise mit der Frage nach Elternschaft beschäftigten.