In der Nacht spazierte er noch über die Insel, beglückt vom Pinienduft und von einer frohen Nachricht. Doch nun liegt er tot in einem Bottich seiner Molkerei. Nino Castaldo war berühmt für seinen handgezogenen Mozzarella aus reiner Büffelmilch. Niemand ahnte, welche Kämpfe er mit seinem Familienbetrieb und mit den kampanischen Tierschützern ausfocht. Doch im hellen Licht von Capri kommen Enrico Rizzi und Antonia Cirillo seinen Geheimnissen allmählich auf die Spur.
Luca Ventura ist ein Pseudonym. Der Autor lebt am Golf von Neapel, wo er derzeit am nächsten Fall der Capri-Serie um den Inselpolizisten Enrico Rizzi und dessen norditalienische Kollegin Antonia Cirillo schreibt.
Am morgen nach einer Geburtstagsfeier wird der Inhaber einer Mozzarella-Manufaktur Nino Castaldo tot in seiner Firma gefunden. Der Ortspolizist Enrico Rizzi wird zum Ort des Geschehens geschickt, seine Kollegin Antonia Cirillo folgt ihm, obwohl Rizzi die Sache allein erledigen wollte. Wie gut das ist, ergibt sich schnell, denn sie findet Rizzi bewusstlos neben einem Bottich, in dem der Tote im Wasser schwimmt. Die Umstände des Totes sind doch so ungewöhnlich, dass die Kriminalbeamten aus Neapel hinzugerufen. Rizzi und Cirillo beginnen, mit der Befragung der Witwe, die wesentlich jünger ist als Castaldo. Und auch der gehörlose Mitarbeiter Ninos wird vernommen.
Zum vierten Mal sorgen Agente Enrico Rizzi und Antonia Cirillo dafür, dass auf Capri alles seinen gewohnten Gang geht. Ungeklärte Todesfälle gibt es auf der Insel zum Glück selten. Und wenn doch mal etwas vorfällt, übernehmen die Ortspolizisten die Aufgabe die Sicherheit der Touristen zu gewährleisten. Dass dabei auch mal ein Mordfall aufgeklärt wird, kommt in Neapel nicht immer gut an. Deren Aufgabe, deren Lorbeeren, dass Rizzi und Cirillo gewiefte Ermittler mit herausragender Ortskenntnis sind, sehen die Höhergestellten nur, wenn es ihnen passend erscheint. Wenn Rizzi und Cirillo sich auch noch aufs Festland verirren, wird es erst richtig heikel. Und nun wird ausgerechnet der angesehenste Mozzarella-Hersteller der Insel tot aufgefunden.
Was es in Sachen Mozzarella-Produktion alles zu erfahren gibt, ist schon erstaunlich und spannend. Der Fall wird dadurch richtig interessant. Die Querelen zwischen Capri und Neapel und die Obrigkeitshörigkeit des Ispettore von Capri werden manchmal etwas ausführlich thematisiert. Darüber kommt manchmal die Beschreibung der Insel und des Insellebens ein wenig zu kurz. Dafür wird das Rätsel um den Toten auf packende Weise gelöst, wobei sich auch das Bild, dass man von dem Toten hatte verändert. Diese Reihe von Capri-Krimis ist fesselnd zu lesen und hat doch die nötige Leichtigkeit, um gute Unterhaltung zu bieten.
Teil 4 des Capri Krimis. Ein Mozzarella Macher, der allgemein als der Beste seines Faches gilt, wird tod in seiner Käserei auf Capri gefunden. Die Ermittlung führen beide Polizisten nach Neapel, was wieder mal zu einigen Problemen führt. Wo ist der Zusammenhang zwischen dem Familienstreit, den verschiedenen Betrieben? Kein schlechter Krimi, aber insgesamt der schwächste Teil der Serie. Insgesamt leider auch ein schräges Frauenbild sowie Klischeehaftes Bild von Nicht-Hetero Frauen mit alternativem Lifestyle. Am Ende werden die Charaktere noch etwas mehr ausgearbeitet und es gibt mehr Hintergrundgeschichte, dass wertet das Ganze wieder auf. 3.5 Sterne
Der Anfang: «Der Mond war bleich und schien so hell, dass er mit seinem Licht den Weg beleuchtete, die Scala Fenicia, die jahrhundertelang die einzige Verbindung zwischen den beiden Ortschaften Capri und Anacapri gewesen war. Die Luft schmeckte salzig, duftete nach Pinien, und das Rauschen des Meeres war nur ein Flüstern.»
In der Nacht spazierte er über die Insel, beglückt vom Pinienduft und von einer frohen Nachricht. Doch nun liegt er tot im Bottich seiner Molkerei. Nino Castaldo war berühmt für seinen handgezogenen Mozzarella aus reiner Büffelmilch, der beste Mozzarella weit und breit – der Welt, wie man sagt. Seine über 30 Jahre jüngere Ehefrau Stella gibt vor, ihn innig zu lieben – aber passt das wirklich zusammen? Ihre Familie, Künstler, scheinen nicht so gut mit dem Schwiegersohn verbandelt gewesen zu sein. Und was ist Cousin Bruno, der den Laden nun erben wird. Hatte er sich mit Nino überworfen, weil der geldgierige Bruno lieber in die Massenproduktion wechseln will? Enrico Rizzi und Antonia Cirillo ermitteln …
«Der Bottich war mit Wasser gefüllt und die Oberfläche spiegelglatt. Der Mann darin hatte den Kopf in den Nacken gelegt und durchstach mit der Nase die Wasseroberfläche. Die Spitze ragte um wenige Millimeter bis zu den Nasenlöchern heraus. Die Augen waren geschlossen, die Lippen farblos, und die weißen Haare schwammen, wie vom kahlen Schädel losgelöst, um die hohe Stirn herum. So ruhig und friedlich lag der Mann da, und so unwirklich war das Bild, dass Rizzi für einen Moment dachte, er würde das alles hier träumen.»
Die kampanischen Tierschützer geraten Rizzi und Cirillo bei ihren Ermittlungen ins Visier, sie prangern die Mozzarellaproduktion an und hatten bereits Anschläge gegen die Produktionsstätte verübt. Ein spannender Plot mit überraschenden Wendungen und ein sympathisches Ermittlungsteam: Rizzi, ein süditalienischer Macho und Cirillo, eine gestandene Norditalienerin, grimmig, weil sie nach Capri strafversetzt wurde, liest dem Kollegen oft die Leviten. Neben Familie und Angestellten, die in den Verdacht geraten, bringt Luca Ventura das Problem des Mozzarellas mit ein, ein wichtiger Wirtschaftssektor der Region. Sehr interessant ist die Beschreibung, wie der Käse hergestellt wird. Gewaltbereite Tierschützer, die für eine artgerechte Tierhaltung kämpfen, und der Verdacht taucht auf, dass die Büffel mit Hormonen gespritzt zu mehr Milchproduktion gebracht werden sollen. Jeder hatte seine Gründe, Nino um die Ecke zu bringen. «Auf Capri gibt es den besten kampanischen Büffelmozzarella zu kaufen, und in der Sonne gedeihen die süßesten Tomaten und aromatischer Basilikum». Süffig geschrieben, mit der Sonne Capris und dem Blick aufs Meer im Gepäck ist dies ein unterhaltsamer italienischer Krimi. Gemütliche Capresen, Klüngelei, Korruption, viel Emotion und ein ausschweifender Blick auf die Landschaft – Süditalien pur. Ein bisschen weniger Klischee in den Figuren hätte mir besser gefallen. Ein glaubwürdiger Plot, der das Tempo zum Ende aufnimmt, sehr atmosphärisch. Empfehlung!
Luca Ventura ist ein Pseudonym. Der Autor lebt am Golf von Neapel, wo er derzeit am nächsten Fall der Capri-Serie um den Inselpolizisten Enrico Rizzi und dessen norditalienische Kollegin Antonia Cirillo schreibt.
«Ich habe mal gehört: Zehn Liter Büffelmilch ist der durchschnittliche Ertrag an einem Tag, während eine Milchkuh dreißig Liter gibt. Ich vertraue euch Italienern da einfach nicht. Wenn es Hormone im Mozzarella gibt und sie über das Essen in den menschlichen Organismus gelangen, ist das nicht gesund.»
So schmeckt der Sommer auf Capri: Sonnengereifte Tomaten, aromatisches Basilikum, ein feines Olivenöl und natürlich Mozzarella, am besten aus der Milch von artgerecht gehaltenen Büffeln produziert. Und genau darum geht es in Luca Venturas neuem Capri-Krimi „Bleich wie der Mond“, der Reihe mit den Inselpolizisten Enrico Rizzi und der aus dem Norden nach Capri strafversetzten Antonia Cirillo. Über den Grund dafür lässt uns der Autor selbst nach mittlerweile vier Bänden im Unklaren. Wahrscheinlich ist ihm selbst bisher noch keine schlüssige Begründung eingefallen. Man merkt es, I’m not amused…
Nino Castaldo, Inhaber eines Familienunternehmens in Anacapri, das sich auf die Herstellung von handgezogenem Büffelmozzarella spezialisiert hat, wird frühmorgens tot in einem seiner Milchbottiche aufgefunden. Rizzi wird in die Molkerei beordert und stellt fest, dass dieser ermordet wurde. Gemeinsam mit seiner Kollegin Antonia nimmt er die Ermittlungen auf und stößt in ein Wespennest aus familiären Zwistigkeiten und den erwartungsgemäßen Einlassungen zu Tier- und Umweltschutz.
Es gibt kaum etwas, was an diesem Kriminalroman lobenswert ist. Ein Urlaubskrimi lebt von den Beschreibungen der Orte. Die gibt es zwar, aber leider sind sie weder atmosphärisch noch informativ, so dass sie kaum Lust auf einen Capri-Urlaub machen. Am interessantesten sind noch die Beschreibungen der Mozzarella-Produktion. Was komplett vernachlässigt wird und dem Autor keine Erwähnung wert ist, sind die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse Kampaniens, einer Region, die für ihre europaweit höchste Arbeitslosigkeit bekannt ist.
Die Story ist dünn, plätschert vor sich hin, unterbrochen von dem belanglosen Geplapper sowohl der Verdächtigen als auch Rizzis, der im familieneigenen Garten Gemüse erntet und sein Schrottauto fahrtauglich macht. Der Plot ist bieder, bietet weder Spannung noch Tempo, die Personen sind flach gezeichnet und uninteressant.
Aber falls sich jemand dafür interessiert, wie handgezogener Büffelmozzarella hergestellt wird, ist er hier an der richtigen Adresse.
Auch diesen Teil kann man nicht weg legen und es ist der perfekte Sommerabend-Begleiter. Teotz, dass ich mit Teil 5 angefangen habe und danach Teil 4 gelesen habe, kam man git mit und hatte nicht das Gefühl sich gespoilert zu haben
Diesem nun vierten CAPRI-Krimi fehlt es ein wenig an Spannung. Es wird zwar versucht, während der Ermittlungen um den Tod von Nino Cataldo, einem Mozzarella-Macher, ursprünglich aus Neapel, alle möglichen Spuren zu legen, aber es will keine so richtige Spannung aufkommen.
Mochte die Serie eigentlich, aber der neueste Band ist leider so klischeebehaftet und sexistisch, dass mir das Lesen keinen Spaß mehr gemacht hat… Schade!
Das ist der neueste Fall für den Polizisten Enrico Rizzi wohnhaft und arbeitend auf Capri. Unterhaltsamer Krimi, der Lust macht, Capri mal zu besuchen.