"All die brennenden Fragen" ist ein Buch über trans Realitäten. Offen, sachlich, verletzlich und klar spricht Henri Maximilian Jakobs mit Christina Wolf darüber, was es bedeutet, trans zu sein, und gibt Antworten auf all die brennenden Fragen rund um das Thema. Dabei erzählt Henri persönliche Anekdoten aus seinem Leben und seiner Transition und gibt Einblick in die Gefühlswelt von trans Menschen. Henri spricht über den kafkaesken Spießrutenlauf, den trans Menschen bewältigen müssen, um ihre Identität rechtlich und medizinisch angleichen zu können und lässt auch andere trans und nichtbinäre Menschen zu Wort kommen. "All die brennenden Fragen“ ist ein Gespräch unter besten Freund*innen, bei dem die Leser*innen mit am Tisch sitzen: authentisch, eindringlich und kurzweilig.
Ein Buch, gespickt mit Henri‘s tollen Humor, welches auch als Lektüre in Schulen existieren sollte, in Bibliotheken… es sollte überall stehen, überall gelesen werden, vielleicht werden wir dann nicht mehr in dem Ausmaß diskriminiert, wie es seit jeher war & auch weiterhin meistens der Fall ist. Aber auch um sich selbst zu finden, wiederzufinden, nicht mehr alleine zu fühlen, Gemeinschaft zu fühlen. Fragen beantwortet zu bekommen, obwohl man denkt, gerade wenn man selbst in der Materie steckt, viel zu wissen. Es ist auch etwas, was man seinen Freund_innen, Familienangehörigen, Bekannten… mit an die Hand geben kann.
Oder auch mit Henris Worten gesagt: „meine Gefühle schaukeln. Zum einen ist es wunderbar zu lesen, dass das Leben sich in die Richtung der Sonne drehen kann. Dass Sachen sich verbessern lassen. Dass Glück möglich ist. Gleichzeitig ist in den Antworten aber auch viel Trauer & Wut spürbar. Was mich sehr nachvollziehbar ist. Wer wird schon froh, wenn si_er sich so viel mit sich selbst herumschlagen muss, wie wir es tun. Und dann kommt auch nich der Müll der Welt obendrauf. Aber all diese Geschichten zeigen mir, dass es wichtig ist, gegen die Vereinzelung anzugehen. Zu erkennen, dass man nicht alleine ist. Dass es anderen genauso geht. Oder zumindest ähnlich.“
Rare German book and even rarer QUEER German book for me!
I really enjoyed reading about Henri's experiences as a trans man and his good natured banter with his friend and journalist Christina.
Although I sometimes was annoyed by Christina's questions since some of them were a bit too much "devil's advocate" for me.
(Note: I am well aware that Christina's herself probably won't ask questions like that and did it so people who have asked those questions will see the errors of their ways but it still felt a bit awkward for Henri to have to explain himself.)
I also really appreciated that they included interviews with other than and non-binary people at the end for a better overview of the trans/enby experience.
Would recommend for anyone who wants to learn more about trans issues!
Ich tu mir hier ein bisschen schwer mit der Bewertung. Das Buch gibt einen guten Einblick in die Thematik, durch die vielen persönlichen Anekdoten und Schilderungen wird alles sehr transparent und eindrücklich geschildert. Dennoch war es mir insgesamt gesehen ein wenig zu "kurz", ich bin mir nicht ganz sicher, ob jetzt wirklich all meine brennenden Fragen beantwortet sind. Alles in allem aber solide drei Sterne und durchaus auch eine Leseempfehlung.
ein wichtiger und gelungener Beitrag zur Sichtbarmachung von nichtbinären und transidentären Lebenswelten. Emotional, persönlich und politisch. Sehr zu empfehlen.