Ein Plädoyer für den Frieden! Die Invasion der Ukraine kam wie ein Schock. Plötzlich war Krieg mitten in Europa – für viele unvorstellbar! Dabei hat es in der Menschheitsgeschichte kaum eine Zeit gegeben, in der auf der Welt kein Krieg herrschte. Weltfrieden bleibt eine Wunschvorstellung. Doch wie wäre das, wenn Frieden wäre? Zwanzig Autor*innen haben ihren Wunsch nach Frieden in diesem Buch zusammengetragen. In Kurzgeschichten, Gedichten und Tatsachenberichten teilen sie ihre Gedanken, Wünsche, Träume – und ganz reale Erfahrungen – zum Thema Frieden. Texte für den aufrüttelnd, inspirierend und hoffnungsvoll
„Und plötzlich ist wieder Krieg. Und meine Tochter fragt mich, ob wir Angst haben müssen?“ „und plötzlich ist der Krieg zu Hause. Mit den Bildern in den Sozialen Medien, den Ängsten der Erwachsenen ist er dann in den eigenen vier Wänden. Mit den Fremden, den Flüchtlingen, die plötzlich in die Klasse kommen, ist er greifbar nahe. Plötzlich. Und wenn du dem ukrainischen Mädchen in der Klasse die Hand reichst, berührst du den Krieg. Spürst die Hand, die vor drei Wochen noch ihren Vater festgehalten hat, bevor er gegangen ist. Wohin, weiß das Mädchen nicht.“
Ich habe dieses Buch in der Kinder- und Jugendbuchabteilung eines Buchladens entdeckt und es mitgenommen, da es mich thematisch interessierte. Beim Lesen war ich sehr ergriffen und konnte das Leid, das geschildert wird, beinahe selbst spüren. Gleichzeitig hat es mich mit einem Gefühl der Ohnmacht und vielen Gedanken an die Menschen, ihre Schicksale und die Politiken der so unterschiedlichen Länder zurückgelassen. Es fühlt sich falsch an, diesem Buch eine Bewertung zu geben. Alles, was darin geschrieben steht ist wahr und erschreckend, es ist sehr schön, bzw. eindrücklich und teilweise sehr emotional geschrieben, man spürt die Betroffenheit der einzelnen Autoren. Ich empfehle das Buch weiter, wenn man sich mit dem Thema Krieg auseinandersetzen möchte und nicht immer nur die sachlichen Berichte aus den Nachrichten hören möchte. Das Buch rüttelt einen wach und verändert die eigene Perspektive auf den (immer präsenter werdenden) Krieg und die Bedeutung des Friedens.
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"Der Krieg ist weit weg, wenn er wirklich weit weg ist. Vor allem in Ländern, in die man auch als Tourist nicht reisen würde. Denn sonst, sonst wäre man ja vielleicht entsetzt. Weil dann würde man die Menschen dort ja "kennen", ginge es einem näher. Würde man sich vielleicht verbunden fühlen."