Die Kirche wird von Männern dominiert, Frauen in der Bibel zu handlungslosen Heiligen verklärt oder als Sündige verschrien. Aber damit ist jetzt Schluss – dank einer der bekanntesten Pastorinnen Deutschlands: Mira Ungewitter. In ihrem Hörbuch „Gott ist Feministin“ plädiert sie für eine radikal neue und feministische Lesart der Bibel.
Was für ein Typ Mann war Jesus eigentlich? War Marias Schwangerschaft gewollt? Was haben Maria Magdalena und Britney Spears gemeinsam? Und kann es sein, dass Männer bei Bibelübersetzungen ständig Übersetzungsfehler machen? Aus Versehen natürlich… Furchtlos packt Mira Ungewitter in ihrem neuen Werk Gott ist Feministin polarisierende Themen an und macht dabei auch vor Sex, Abtreibung und LGBTQI-Rechten nicht Halt. Wussten Sie zum Beispiel, dass DER beliebteste Hochzeitsbibelspruch, ein lebenslanger Treueschwur zwischen zwei sich liebenden Frauen ist? Vor dem Hintergrund ihrer Pastorinnentätigkeit, aber auch ihrer persönlichen Erfahrungen als Frau liest sie die Bibel neu und weist anhand zentraler biblischer Frauengestalten nach, dass Feminismus durchaus mit der Bibel und dem christlichen Glauben vereinbar ist.
3,5. Gutes Buch! Die biographischen Erzählungen aus dem eigenen Erleben, die als Aufhänger dienen sich theologisch mit dem Christlichen Glauben und dem Feminismus auseinanderzusetzten, machen ihre Perspektiven und Aurgumente sehr zugänglich und geben dem Buch einfach einen "Wohnzimmer-Quassel" Touch. Das kann man jetzt gut oder schlecht finden, ich fand es angenehm. Theologisch war jetzt nicht viel Neues dabei, dafür sind die Argumente halt solid. Wer schonmal in die feministische Theologie reingeschnuppert hat, der wird hier nix überraschendes finden. Was mich dafür überzeugt hat ist die Anschlussfähigkeit an die Evangelikale Welt, auch wenn ein bisschen Konservativenbashing nicht ausbleiben kann. Die Autorin selbst ist im evangelikalsten aller Sinne "fromm". Sie glaubt an einen heute (persönlich) wirkenden Gott; macht Stille Zeit; ist Pastorin einer Freikirche in Wien... Für jeden "frommen" Evangelikalen, den die Unterdrückung von Frauen abfuckt und der einen Einsteigerfründliche christlich-feministische Perspektive auf Bibel, Jesus, Ethik (vor allem Sexualethik) bekommen mag, der ist mit diesem Buch gut bedient. Ich hätte mich vor 2 Jahren besonders über dieses Buch gefreut!
Sehr schade... Leider wird auf das eigentliche Thema "Gott ist Feministin" nur in der letzten Hälfte des letzten Kapitels eingegangen. Ansonsten ist es eine Autobiografie/Sammlung von Anekdoten aus Mira Ungewitters Leben gekoppelt mit kontroversen Statements über ihre Ansichten über Kirche, LGBTQ+, Abzreibung und co, jedoch ohne "theologischem Rückrad". Wer sich biblisch argumentierte Meinungen erhofft, ist bei diesem Buch an der falschen Adresse.
Hach, ich hätt's so gern gemocht. Aber für ein Buch dieses Titels ist es mir viel zu autobiographisch, ohne dass dies wirklich zum tieferen Verständnis beiträgt. Die autobiographischen Passagen sind teils repetitiv und größtenteils betont "relatable". Vor allem aber stößt mir die ständige Erwähnung von Alkohol sauer auf. In jedem (?) Kapitel wird mit Bier, Wein und/oder Sekt zelebriert - oder einfach mal nur so getrunken; und verkatert in einer beruflichen Fortbildung zu sitzen ist wohl nur eine amüsante Anekdote. Die eingestreuten popkulturellen Anspielungen wirken auf mich eher unpassend.
Bei diesem Buch schwanke ich sehr stark zwischen zwei und drei Sternen, denn dem Titel "Gott ist Feministin" wird das Buch eigentlich nicht so richtig gerecht. Das Thema wird leider lediglich in der letzten Hälfte des letzten Kapitels kurz angeschnitten.
Mira Ungewitter hat meiner Meinung nach viel mehr eine biografische Erzählung geschrieben, in der hin und wieder verschiedenen feministischen Gedanken und Bibelausschnitte vorkommen. Einige dieser Gedanken haben mich auch angesprochen! Beispielsweise das Kapitel über Abtreibung oder ihre Gedanken zu Maria Magdalena.
Jedoch geht sie bei keinem Thema wirklich in die Tiefe. In den unterschiedlichen Kapitel geht es prozentual zu 80% um sie und 20% um das tatsächlich Thema, was mir in diesem Fall nicht genügt hat.
Eine Zusammenfassung oder Fazit am Ende des Buches über die wichtigsten Gedanken wäre hilfreich gewesen, denn wenn ich ganz ehrlich bin, weiß ich nicht ganz, was ich aus dem Buch mitnehmen soll...
"Gott ist Feministin "beinhaltet definitiv einige gute Gedanken und beleuchtet Themen von einer neuen Seite! Das hat mir sehr zugesagt!
Nur leider hält das Buch nicht, was es im Klappentext und dem Titel verspricht. Mir hätte es sicherlich geholfen zu wissen, dass der Kern des Buches eine Biografische Erzählung der Autorin ist (wäre es als dieses angeteasert worden, hätte es von meiner Seite aus 3-4 Sterne gegeben).
“Für alle, die es mit dem Glauben nach wie vor nicht so haben, hoffe ich, dass Gottes Vulva oder die Vorstellung, dass Gott ein Baby zur Welt bringt, ob als Mutter oder Hebamme, einen neuen Horizont eröffnen kann.” hab’s nicht so mit dem Glauben bzw mit (christlicher) Religion.aber hab’s schon so mit Feminismus. ein Versuch zwischen kirchlichen Ehrenämtern und links-sein Position zu beziehen. nicht easy, aber war doch ein gelungener Einstieg in die Auseinandersetzung für mich.
Hach, wie soll ich sagen? Ich bin mit großen Erwartungen und Hoffnung an dieses Buch herangegangen. Ich hatte mir einen vermehrt wissenschaftlich frisch, feministischen Austausch erhofft. Dieser ist in Ansätzen auch zu finden. Besonders den ersten Teil fand ich erfrischend ehrlich und anders als andere Bücher. Jedoch führen diese wissenschaftlichen Ansätze und biblischen Ausschweifungen nicht zu einem tiefergreifenden Verständnis. Das Buch ist durchsäht von autobiografischen Anekdoten, die die Autorin zwar nahbarer machen, jedoch meines Erachtens nach das Thema, welches im Titel beworben wird, kaum einbeziehen. Diese Sammlung von Anekdoten aus dem Leben von Mira Ungewitter sind zwar ganz nett, jedoch schnell repetitiv. Wer sich einen theologischen Diskurs aus feministischer Sicht erhofft, sollte dieses Buch lieber nicht lesen. Für Menschen, die das Leben einer feministischen Theologin kennenlernen möchten, welche Herausforderungen das Durchsetzen neuerer Ansätze Mietsicherung und Anekdoten liebt, ist hier ganz richtig.
Sehr enttäuschend. Feministische Themen werden maximal oberflächlich behandelt. Der Titel wirkt nach dem lesen wie ein Marketing Konzept, da kaum bis gar nicht auf das Statement eingegangen wird. Popkulturelle Anspielungen und autobiografische Ansätze wirken fehl am Platz. Dazu auch einfach langweilig.
Unkritisch und Naiv. Fresh aus der heilen Welt, die Kirche verherrlichend, wobei kaum eine extrem optimistische Deutung ausgelassen wird, um die Frauenfeindlichkeit der Kirche zu "widerlegen". Ich fürchte, die Frau denkt das echt.
Ich hatte mir was anderes erhofft, auch aufgrund von Titel und Beschreibung. Was ich bekommen habe waren viele Anekdoten aus dem Leben einer hippen Pastorin. Was ich erhofft hatte, war ein tatsächliches theologisches „Sezieren“ mit Esprit. Das passiert zwar auch - aber nur am Rande.
Ich bewerte Non-Fiction Bücher eigentlich nicht. Ich fand aber die besprochenen Ansätze sehr spannend und interessant. Die Stimme der Erzählerin war ebenfalls wahnsinnig angenehm.
Riesengroße Empfehlung!! Lebensnah und berührend, anhand von Bibelstellen, persönlichen Erfahrungen und theologischen Diskursen ein Bild von Gott gezeichnet, dass man sich mitnehmen sollte.
Mira Ungewitter, die als Theologin und Expertin für theologische Fragen für Fernsehen und Presse arbeitet, ist mir bereits häufiger im Fernsehen positiv aufgefallen, da sie eine gute und ehrliche Meinung zur heutigen Kirche vertritt. Somit war ich auch schon sehr auf ihr neuestes Werk „Gott ist Feministin: Mein Leben mit Eva, Maria und Lady Gaga“ gespannt und wurde nicht enttäuscht.
Sehr positiv ist hierbei, dass Mira Ungewitter nicht nur mit erhobenen Zeigefinger schreibt, sondern sich und auch die Kirche gerne mal mit einem Augenzwinkern sieht. Man merkt ihr zwar an an, dass sie sehr feministisch veranlagt ist und viele Bibelstellen und Kirchenlieder aus anderer Sicht sieht und erklärt, allerdings wirkt sie dabei nie aufdringlich, sondern gibt dem Leser genügend Freiraum, um sich selbst eine Meinung zu bilden.
„Gott ist Feministin: Mein Leben mit Eva, Maria und Lady Gaga“ regt zum Nachdenken und umdenken an und sorgt dafür, dass man selbst auch so manche Bibelstelle hinterfragt und aus einer anderen Sicht sieht, sodass das Buch nicht nur interessant, sondern auch informativ ist.