Die Welt liegt in Schutt und Asche. Die letzten Überlebenden der Menschheit haben sich in ummauerte Städte zurückgezogen, um den Monstern zu entfliehen, welche in der Wildnis ihr Unheil treiben.
Die 16-jährige Juliette hat das Leben hinter Mauern satt. Doch um ihrer Gemeinschaft zu entfliehen, muss sie nichts Geringeres, als einen Gott töten.
Der Kopfgeldjäger Crater kann sich noch an die alte Welt erinnern – als das Grüne Feuer noch nicht brannte und der Krieg noch in weiter Zukunft lag. Als er bei einem Routineauftrag einen folgenreichen Fehler macht, wird er plötzlich vom Jäger zum Gejagten.
Sein ganzes Leben hat der junge Elijah in Furcht verbracht. Nach einem verheerenden Vorfall kann er allerdings die stärker werdende Finsternis in seinem Inneren nicht mehr länger verbergen.
Als diese drei Ausgestoßenen aufeinandertreffen, begeben sie sich gemeinsam auf eine gefährliche Reise nach Babylon – jener geheimnisumwobenen Stadt, die sich irgendwo im Zentrum der Wüste befindet. Aber wilde Bestien sind nicht die einzigen Ungeheuer, welche sich in der Großen Weite tummeln – und das größte Monster lebt möglicherweise längst unter ihnen …
The Last of Us trifft auf Monsters of Verity in diesem packenden, temporeichen Apokalypse-Roman!
Das musste sich die damals 10-jährige Evelyne über ihre erste Geschichte anhören. Zum Glück wusste sie schon damals, dass das ein Haufen Hundekacke war. Und schrieb unbeirrt weiter.
Fast zwanzig Jahre und mindestens genau so viele Veröffentlichungen später ist Evelyne nach wie vor der Phantastik verfallen, und das mit genauso viel Leidenschaft wie damals. Dabei tobt sie sich gerne innerhalb des Genres aus und hat von Urban Fantasy über High Fantasy, Märchenadaptionen und Dystopien Bücher für fast jeden Geschmack geschrieben. Dabei darf es auch gerne mal bunt und queer sein. Eben wie im echten Leben auch.
Total unterhaltsam, allerdings hätte ich mir mehr Details zur postapokalyptischen Welt gewünscht. Wie läuft die Versorgung ab, wie ist die Weltlage? Die Figuren sind dafür sehr nahbar und zeigen tolle Entwicklungen. Die Found Family hat mein Herz dann auch erobert. Alles in allem eine durchaus lesenswerte Dystopie! 3,5 Sterne.
Arizona, 2052. Nach einem langen Krieg und dem Ausbruch des sogenannten Grünen Feuers haben sich die letzten Überlebenden in ummauerten Städten verbarrikadiert, denn vor den Toren lauern die Monster. In dieser zerrütteten Welt treffen drei Ausgestoßene aufeinander: Die 16-jährige Juliette, die für ihre Freiheit nichts geringeres als einen Gott töten muss. Kopfgeldjäger Crater, der beim Ausführen eines Auftrags vom Jäger zum Gejagten wird. Elijah, der die stärker werdende Finsternis in seinem Inneren nicht länger verbergen kann. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Babylon – jener geheimnisumwobenen Stadt, die angeblich Zuflucht bieten soll. Dabei sind die Ungeheurer der Großen Weite nicht das einzige, was es zu fürchten gilt. Möglicherweise ist das größte Monster längst unter ihnen…
Die Geschichte kommt mit relativ wenigen, dafür aber umso vielschichtigeren Charakteren aus: Crater ist ein mürrischer und einzelgängerischer Auftragskiller, dem scheinbar jedes Gewissen fehlt. Juliette ist aus ihrem bisherigen Leben ausgebrochen, um einem Traum zu folgen. Sie versucht ihre Vergangenheit und ihre Gefühle hinter sich zu lassen, doch das ist gar nicht so einfach. Elijah ist schüchtern, unsicher, ängstlich und körperlich eher schwächlich. Außerdem hütet er ein dunkles Geheimnis. Wir erleben die Ereignisse aus allen drei Perspektiven, was mir sehr gut gefallen hat. Es sind keine typischen „liebenswerten“ Charaktere, sie haben Ecken und Kanten, machen Fehler und handeln manchmal fragwürdig. Doch genau das macht sie so authentisch, nahbar und besonders.
Ich mochte das postapokalyptische Setting und die zahlreichen Anspielungen auf unsere heutigen Errungenschaften, die durch die Apokalypse letztendlich verloren gingen (beispielsweise Flugzeuge, Musik). Alles ist doch recht rückständig und der Kampf ums Überleben und um verbliebene Rohstoffe tobt. Die Atmosphäre ist düster und bedrohlich. Es ist erschreckend, wozu die Menschheit verkommt, wenn Technologien und eine Zivilisation, wie wir sie kennen, plötzlich wegfallen. Was bedeutet Menschlichkeit überhaupt, wenn die schlimmsten Ungeheuer vielleicht gar keine Krallen und Reißzähne, sondern Hände haben und zusätzlich ein breites Grinsen zur Schau tragen? Was ist man bereit für sein eigenes Überleben und das seiner Familie und Freunde zu tun?
„Monster Road“ ist ein turbulenter und actionreicher Roadtrip durch eine postapokalyptische Welt. The Last of Us trifft auf Monsters of Verity - und das meiner Meinung nach sehr gelungen! Erfrischend ist übrigens auch, dass es keine Liebesgeschichte gibt und es sich außerdem um einen Einzelband handelt. Wobei ich natürlich nichts dagegen gehabt hätte mehr über dieses ungleiche Trio zu lesen!
Cover: Ich finde es einfach perfekt für diese Geschichte. 😍
Meinung: Als die Autorin damit begonnen hat, von ihrem neuen Projekt zu berichten, war ich direkt voller Vorfreude. Ich lese hin und wieder total gerne Dystopien und war sooooo gespannt darauf, was für eine Welt und Geschichte die Autorin hier erschaffen hat. Mit Monster Road hat Evelyne Aschwanden mich auf jeden Fall wieder vollkommen überzeugen können.
Der Schreibstil der Autorin war, wie ich es gewohnt bin, wieder toll. Sie hat eine sehr angenehme und einfache Art zu schreiben, die bei mir für einen super Lesefluss gesorgt hat.
Der Start war unglaublich fesselnd und spannend, es wird einen direkt deutlich gemacht, wie hart das Leben in dieser Welt ist. Diese Härte bleibt auch durchgehend präsent und spürbar. Die Autorin hat es hervorragend geschafft, diese faszinierende, postapokalyptische Welt darzustellen. Richtig stark fand ich auch, wie gut durchgehend die Atmosphäre rüber gebracht wurde. Menschen sind allen gegenüber sehr skeptisch, es wird schneller nach ner Waffe gezogen, als man gucken kann, denn jeder ist ein potenzieller Feind. Die Autorin hat es geschafft, die perfekte Harmonie zwischen den Actionreichen und atemberaubenden Szenen sowie ruhigeren, emotionalen und tiefgreifenden Momenten zu schaffen.
Wie so oft konnte die Autorin mich wieder mit der Authentizität der Figuren total beeindrucken. Crater ist ein grummeliger Mann, welcher eigentlich nur seinen Job machen will, um irgendwie zu überleben. Doch der redselige kleine Sturkopf namens Juliette schafft es irgendwie etwas in ihm zu berühren, was ihn eigentlich kalt lassen sollte. Der unsichere und schüchterne Elijah ist eher in sich gekehrt, dennoch gibt es da etwas in ihm, was ihm immer schwerer fällt zu verbergen. Die drei Protagonisten haben alle ihre Päckchen mit sich zu tragen, sie alle haben dinge erlebt, die sie geprägt haben und sie alle machen eine tolle Entwicklung in dieser Geschichte.
Mich konnte die Geschichte von Anfang bis zum Ende fesseln, berühren und einfach begeistern, sodass es auf jeden Fall eine ganz große Leseempfehlung von mir gibt. 💖 Ich danke Evelyne Aschwanden von Herzen für dieses Rezensionsexemplar.
Eines meiner absoluten Highlights und eines der besten Bücher von Evelyne Aschwanden meiner Meinung nach! Monster Road hat unglaublich gut unterhalten. Jedes Kapitel war spannend, die Kombi aus grumpy old man / Kopfgeldjäger und den zwei Teenagern, die aber kein romantisches, sondern enges geschwisterliches Band entwickeln nach einer Zeit, richtig super! Gemeinsam starten sie den Roadtrip durch das postapokalyptische Kalifornien, durch Wüste und Berge, vorbei an tierischen und menschlichen Monstern. Die Welt ist nicht ausufernd beschrieben, aber mit wenigen Fakten wird ein Bild einer Zukunft gezeichnet, die deutlich harscher und brutaler ist als unsere heutige, was zu der zentralen Frage führt: was ist ein Monster? Oder wer? Sind es die mutierten Wesen, die einfach nur nach Nahrung gieren und die von den einen als Götter verehrt werden, von anderen gefürchtet? Oder sind es die Menschen in dieser Welt, in der sie bei dem täglichen Überlebenskampf vergessen, was es heißt, menschlich zu sein, die Sklaven verkaufen, lügen, stehlen, betrügen und Menschen opfern, nur damit sie selbst besser da stehen?
Verschiedene Gruppen werden hier gezeigt auf dem Trip und immer, wenn Juliette, Crater und Elijah sich in Sicherheit wähnen, geht es weiter. Sie alle finden unterwegs zu sich selbst und das found family Thema steht deutlich im Vordergrund.
Dieses Buch hat mich total überrascht und anders abgeholt als erwartet! Trotz der postapokalyptischen Zukunftsversion in der sich nicht nur die Erde sondern auch die Menschheit von ihrer schlechtesten Seite zeigt, geht es in diesem Buch um tiefe Freundschaft, Akzeptanz, den Mut anders zu sein und ein ‚Ankommen‘ das zeigt, das wir alle unsere persönlichen Ängste und Monster mitzutragen haben, es aber Menschen gibt, die uns trotz allem Verständnis entgegenbringen und bereit sind uns ihr Herz zu öffnen. Zuhause ist kein Ort, zuhause sind die Menschen die wir lieben …… Auch wenn ich von diesem Buch etwas vollkommen anderes erwartet habe, liebe ich das warme Gefühl, dass es in meinem Innersten hinterlassen hat! Besonders nachempfinden und fühlen konnte ich die emotionale Verbindung, die Juliette zu Carter entwickelt hat.
Ich mag ja Evelyns Bücher super gerne, aber mit Monster Road wagt sie sich auch in ein ganz anderes Genre, da war ich sehr gespannt. Und mir gefiel es total. Die Figuren waren toll, sie waren vielseitig, teils moralisch echt grau, heimatlos und ich habe mir so gewünscht, dass diese kleine Found Family beieinander bleiben kann. "Monster Road" ist nicht nur actionreich, es hat auch ein tolles Worldbuilding und wir dürfen Charaktere begleiten, die ihrem Platz in der Welt erst noch finden müssen und besonders das Ende hat gezeigt, dass das nicht immer ganz konventionell ablaufen muss, denn diese unterschiedlichen Figuren sind sich selbst treu geblieben, das hat ihr Team auch für die Zukunft aber nur noch besonderer gemacht.
Ich würde gerne mehr als fünf Sterne für dieses Buch vergeben
Dieses Buch ist der absolute Wahnsinn. Evelyne hat es geschafft ein Buch mit so viel Tiefgang zu schreiben. Ich hab mich in der Geschichte der drei verloren. Sie hat mich mitgerissen, zum weinen gebracht und zum schmunzeln. Monster Road hat mich auf so vielen Ebenen überrascht und teilweise auch überrumpelt. Evelyne schafft es mit einer Leichtigkeit Diversität und Queerness in ihre Bücher einzubauen und mit Genderroles aufzuräumen ohne diese dabei in den Vordergrund zu rücken. Das ist mir auch bei Monster Road aufgefallen und ich habe es geliebt!