Wir sind die letzte Generation – und leisten Widerstand im Hambacher Forst
Als Ben per Zufall ein Foto von der Umweltaktivistin Johanna macht, die gerade eine Sicherheitskamera besprüht, ist er sofort fasziniert von dem Mädchen. Johanna lebt ein komplett anderes Leben als er – sie wohnt in einer Baumhaussiedlung im Hambacher Forst und ist Teil des Widerstands. Bens Mutter dagegen arbeitet in der Sicherheitsfirma, die auf der anderen Seite des Konflikts steht. Doch Johanna geht Ben nicht mehr aus dem Kopf. Als sich die beiden näher kommen, schließt sich Ben den Umweltaktivist*innen an, gegen den Willen seiner Eltern … Vom »Rot oder Blau«-Autor Manfred Theisen – ein eindringlicher Roman über Umweltaktivismus und Widerstand in der Vergangenheit und heute
Manfred Theisen studierte Germanistik, Anglistik und Politik, forschte zwei Jahre für das Innenministerium in der Sowjetunion und leitete eine Tageszeitungsredaktion. Seine Bücher wurden ausgezeichnet, auf die Auswahllisten der Rundfunkanstalten gesetzt und in mehrere Sprachen übersetzt. Der Autor hat vier Kinder und lebt mit seiner Familie in Köln. Auf Anfrage hält er Lesungen und führt Workshops durch.
Liebe, Widerstand, Angst, Intimität, Scham, Feigheit, Wald, Geborgenheit, Erziehung, Mobbing, Nazis, Security, Gier. Alles neben- und miteinander ohne zu polarisieren. Geknüpft an eine Liebesgeschichte rebellischer Teenager à la Romeo und Julia, in Versform geschrieben, hat dieser Jugendroman viele große gesellschaftliche Probleme ausgesprochen und mit einer Leichtigkeit verpackt, die ohne Moralismus auskommt.
"Wir sind die letzte Generation" ist ein gutes Jugendbuch mit einem sehr interessanten Schreibstil. Es lässt sich super schnell runterlesen und spiegelt dabei die Perspektiven von Jugendlichen (also der "letzten Generation") mit all ihren Ängsten, Forderungen, Träumen, Wünschen, Meinungen usw. wieder. An vielen Stellen geht es mir persönlich aber nicht tief genug und die Ansichten bzw. Fakten sind mir zu einfach beschrieben. Das passt aber gut zum jugendlichen Stil.
Es geht um Edelweißpiraten, den Hambi und ist in Versform geschrieben - eigentlich die perfekten Vorraussetzungen um ein neues Lieblingsbuch zu werden.
Irgendwas hat mir allerdings gefehlt. Ich glaube ich konnte die Beziehung zwischen Flocke und Alaska nicht ganz nachvollziehen und es ging mir alles irgendwie zu plötzlich und zu schnell.
Es gab aber auch wirklich wirklich starke Passagen und unglaublich wortgewandte Seiten.