In die Neue Welt Krefeld im 17. Jahrhundert. Für Margaretha und ihre Familie wird das Leben in der Stadt immer schwieriger. Da sie der mennonitischen Glaubensgemeinschaft angehören, werden sie wiederholt angegriffen. Plötzlich müssen sie über einen bisher unerhörten Plan nachdenken: Sollen sie in die Neue Welt auswandern? Doch kann Margaretha dann auch Hebamme und Heilerin werden wie ihre Mutter? Und was wird aus Jan, dem Jungen, den sie heimlich liebt? Die authentische Geschichte einer mennonitischen Familie, die nach Amerika auswanderte.
Ich bin wieder davon fasziniert, dass Ulrike Renk es schafft nicht nur die schönen Seiten der Zeit zu beschreiben, sondern auch die realistischen und hässlichen - und es stört mich gar nicht - Denn es blitzt immer wieder Wärme und Humor durch.
Die Zeit in Krefeld und die Reise in die neue Heimat war nachvollziehbar und ein neuer Blickwinkel auf die Zeit. Gerne mehr davon ..
Ich fand das Buch sehr interessant zu lesen, wegen der Geschichte mit den Mennoniten. Ich hatte einige Probleme mit dem Stil - es hat sich dauernd wiederholt. Ich muss nicht jedes Mal aufgelistet bekommen, welche Pflanzen fu"r diese oder jene Krankheit eingewendet sollen. Auch mit dem Essen - wie viele Mahlzeiten mu"ssen detailliert beschrieben werden. Auf der anderen Seite, hat diese Wiederholung vielleicht Einsicht gegeben in das Leben einer jungen Frau zu der Zeit. Ihr Leben war wohl immer wieder dasselbe - harte Arbeit ohne Ende. Ich habe die Sprache auch etwas seltsam gefunden - hauptsa"chlich ist das Buch auf normalen Hochdeutsch geschrieben, doch es gibt eine Handvoll Wo"rter, die in Dialekt immer wieder vorkommen. Das ging mir ein wenig auf die Nerven. Aber insgesamt war die Geschichte gut und nicht total vorhersehbar, wie bei manchem historischen Roman. Die Charakterentwicklung war auch sehr gut, besonders fu"r die Frauen.