Ein spannender Roman über die geheimnisvolle Welt des Iran und die Geschichte einer verbotenen Liebe von Bestsellerautorin Melanie Metzenthin.
1953: Der junge Journalist Eddy McLaine und sein Fotograf Bruno Matthiesen machen sich mit einem ausgebauten VW-Bus auf die weite Reise von Deutschland in den Iran. Begeistert von der fremden Welt des Orients und der iranischen Gastfreundschaft, gelingt es den aufgeschlossenen jungen Männern schnell, Kontakte zu knüpfen. Doch der Iran steht am Scheideweg zwischen Tradition und Moderne – Teheran ist ein Pulverfass und Eddy und Bruno sind mittendrin. Wenn jetzt noch herauskommt, dass Bruno und er viel mehr sind als nur Kollegen, könnte es für sie beide lebensgefährlich werden …
Melanie Metzenthin wurde 1969 in Hamburg geboren, wo sie auch heute noch lebt. Als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie hat sie einen ganz besonderen Einblick in die Psyche ihrer Patienten, zu denen sowohl Traumatisierte als auch Straftäter gehören.
Mit "Zum Schweigen verdammt" hat die Autorin einen etwas anderen Roman geschrieben. Das Buch gehört zur "Leise Helden" Reihe, jedoch sind Eddy und Bruno zwei Nebenfiguren der Trilogie, die nun ihre eigene Geschichte bekommen. Man kann daher diesen Roman auch ohne Vorkenntnisse zur Reihe lesen. Ich habe Band 3 "Die verstummte Liebe" gelesen, welche eine Art Vorgeschichte zu den ersten beiden Bänden ist, und der mich sehr bewegt zurückgelassen hat.
Wir begleiten Bruno und Eddy auf ihrer Reise in den Iran, der 1953 noch sehr westlich orientiert und fortschrittlich war. Wenn man sich die heutigen Nachrichten oder die Entwicklung des Landes in den letzten fünfzig Jahren ansieht, ist dies kaum zu glauben. Unsere Generation und die nach mir kennen deswegen den Iran nur als grausame Diktatur. Wir befinden uns in der Zeit des Kalten Krieges. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich die Stimmung zwischen der USA und der Sowjetunion wieder zunehmend verschlechtert. Die Trennung Deutschlands in Ost- und West zeigt die Differenzen und die politischen Gegensätze. In dieser Zeit machen sich Bruno Matthiesen aus Westdeutschland und der Brite Eddy McLaine auf den Weg in den Iran. Die beiden sind ein Paar und dürfen ihre Liebe nicht ausleben. Umso mehr freuen sie sich auf den gemeinsamen Road-Trip. Eddy ist Journalist und möchte eine Reisereportage schreiben. Er hat dazu das okay seines Chefs bekommen und ahnt noch nicht, in welche politisch wichtige Epoche sie geraten werden. Bruno hat den gemeinsamen VW-Bus umgebaut und möchte damit Werbung für seine Tischlerei machen. Außerdem soll er als Fotograf auftreten. Auf den Weg in den Iran erfahren sie große Gastfreundschaft und treffen letztendlich wohlbehalten in Teheran ein, wo sie der Familie Khademi begegnen, die ihnen ein offenes Haus anbieten. Der britische Journalist Trevor, an den sich Eddy wenden soll, um ihm Einblicke in die iranischen Gegebenheiten zu ermöglichen, verhält sich hingegen äußert unfreundlich.
Ich tat mir zu Beginn etwas schwer mit dem Einstieg. Der Schreibstil erinnerte mich nicht wirklich an die Autorin, von der ich bereits einige Bücher gelesen hatte. Er war sehr nüchtern und erinnerte eher an ein Sachbuch. Doch bald änderte sich mein Gefühl und ich nahm regen Anteil an Bruno's und Eddy's Abenteuer. Man bekommt Einblicke in die Hintergründe und den Machtspielchen der Briten, Amerikaner und Russen, die den Iran auf ihre Seiten ziehen wollen. Unter Reza Schah blühte das Land auf und war ein moderner Staat. Doch nach seinem Tod wird sein Sohn Mohammed Reza Pahlavi zum Spielball der Großmächte. Die kommunistische Tudeh-Partei unterstützt außerdem Premier Mohammad Mossadegh und die Briten sind seit dem Streit um das Öl zu Feinden mutiert. Bruno und Eddy sind mittendrin und erleben den Beginn des Umsturzes life mit.
Melanie Metzenthin hat die damaligen politischen Ereignisse wunderbar mit ihrer fiktiven Geschichte um Bruno und Eddy verwoben. Beide Männer sind sehr symapthische Figuren. Durch viele Dialoge erhalten wir persönliche Einsichten und erfahren mehr über die charakterlichem Eigenschaften der beiden.
Das Bild dieses Landes, wie wir es heute kennen und wie es Bruno und Eddy vor siebzig Jahren erleben durften, lässt sich kaum vergleichen. Von dem gastfreundlichen und damals noch weltoffenen Iran mit seinen freundlichen und herzlichen Menschen ist nicht viel geblieben. Melanie Metzenthin erzählt über die Wandlung eines neutralen und eher europäisch orientierten Landes hin zum Gottesstaat, wie wir ihn heute kennen. Mich hat es sehr erschreckt, wie schnell ein neutrales und weltoffenes Land in eine völlige Diktatur schlittern kann. Das macht sehr nachdenklich! Auch die Rollen der USA und Russland, die mit ihren Geheimdiensten und ihrer Doppelmoral wesentlich zum Niedergang des Irans beitrugen, werden aufgezeigt.
Im Nachwort gibt es noch einige zusätzliche Details zu Akteneinsichten, die erst 2013 veröffentlicht wurden.
Fazit: Ein sehr interessanter Roman, der das Leben im Iran vor siebzig Jahren zeigt und wie es zum Umsturz zum Gottesstaat kam, den wir heute kennen. Die beiden Protagonisten Bruno und Eddy sind dabei wundervolle Charaktere, die ich gerne begleitet habe.
Bruno und Eddy sind mit ihrem ausgebauten VW-Bus auf dem Weg nach Teheran um eine politische Dokumentation zu drehen und den deutschen Zuschauern den Iran auch abseits der Kaiserin Soraya nahe zu bringen. Mit ihrer aufgeschlossenen Art machen sie schnell Bekanntschaften, die ihnen das Land auch abseits der offiziellen Wege erschließen. Doch die politische Lage im Iran spitzt sich zu und Bruno und Eddy geraten zwischen die Fronten.
In diesem Band ging es also nun in den Iran, dessen Geschichte mir bis auf die Geschehnisse im Jahr 1979 und den heutigen Zeiten eher unbekannt war. Das hat sich nun mit diesem Buch verändert. Im Jahr 1953 ist der Iran eine Art konstitutionelle Monarchie mit einem starken Premier und einem schwachen Schah. Als Premier Mossadegh von den Briten eine Neuverhandlung der Ölverträge fordert, weil er sein Land übervorteilt sieht, setzt er damit eine Geheimdienstoperation in Gang, die das Schicksal des Irans bis in die heutige Zeit verändert. Der Iran war damals eine dem Westen durchaus zugewandte Nation, in der die Geistlichkeit ihren Einfluss verloren hatte. Durch den Einfluss der Geheimdienste der USA und der Briten wurde Mossadegh gestürzt und der Shah als autokratischer Herrscher gestützt um das Land dem Einfluss der Sowjetunion zu entziehen. Unter den Folgen dieser Einflussnahme leidet das Land noch heute.
Eddy und Bruno sind mit ihrer offenen Art gern gesehene Gäste, mit denen lebhaft diskutiert wird, auch über politische Ansichten. Durch diese Gespräche bekommt der Leser einen umfassenden Überblick über die Lage im Iran und über die verschiedenen Lager. Allerdings geraten die beiden ins Visier der Geheimdienste und werden von beiden Seiten bespitzelt und benutzt.
Das Buch wurde durch diesen Faktor zu einem spannenden Spionage Roman und durch die Verbindung zu Eddys Familie auch sehr persönlich. Dazu kommt, dass Eddy und Bruno durch ihre Homosexualität ja noch zusätzlich angreifbar sind und daher noch mehr auf der Hut sein müssen. Auch wenn zu diesem Zeitpunkt Homosexualität im Iran nicht strafbar war.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und viel dabei gelernt. Es wurde recht deutlich dass es damals kein Gut und Böse gab, gerade im Iran zeigt sich deutlich wie sehr die Amerikaner und die Sowjets damals die Welt ohne Rücksicht auf die Bevölkerung unter sich aufgeteilt haben. Nicht das Wohl des jeweiligen Landes stand im Fokus, nur die Möglichkeit dort Macht auszuüben und dann zum eigenen Nutzen Geschäfte zu machen war das Ziel.
Ich kann das Buch nur empfehlen, es wird mich sicher noch eine Weile beschäftigen und hat mir Lust darauf gemacht, mehr über den Iran zu erfahren.
Klappentext: 1953: Der junge Journalist Eddy McLaine und sein Fotograf Bruno Matthiesen machen sich mit einem ausgebauten VW-Bus auf die weite Reise von Deutschland in den Iran. Begeistert von der fremden Welt des Orients und der iranischen Gastfreundschaft, gelingt es den aufgeschlossenen jungen Männern schnell, Kontakte zu knüpfen. Doch der Iran steht am Scheideweg zwischen Tradition und Moderne – Teheran ist ein Pulverfass und Eddy und Bruno sind mittendrin. Wenn jetzt noch herauskommt, dass Bruno und er viel mehr sind als nur Kollegen, könnte es für sie beide lebensgefährlich werden …
„Zum Schweigen verdammt“ von Melanie Metzenthin ist eine sehr interessante Geschichte.
Die Autorin entführt ihre Leser*innen in den Iran der 1950er Jahre.
Im Mittelpunk stehen der Journalist Eddy McLaine und der Fotograf Bruno Matthiesen. Mit ihrem VW Bus machen sie sich auf den Weg in den Iran um einen Reisebericht zu schreiben. Die zwei ahnen nicht, dass sie mitten in einen Umsturz des einst liberalen Landes geraden.
Eddy und Bruno waren mir gleich sympathisch gewesen. Sie kommen in ein Land in dem es brodelt. Sie wissen nicht wem können sie trauen und wem nicht. Durch ihre Fotos und Fragen geraden sie in brisante Situationen. Aber auch ein Treffen mit Kaiserin Farah Diba kommt zustande.
Melanie Metzenthin erzählt die Geschichte sehr interessant. Ich muss zugeben, ich habe mich mit dem Iran noch nicht richtig beschäftigt. Mir ist nur von früher aus den Zeitschriften der Schah Mohammad Reza Pahlavi und seine 2. und 3. Frau Soraya und Farah Diba bekannt. Dass der Iran oder Persien wie es zu dieser Zeit hieß unter seinem Vater ein liberales Land war und sich erst später so einen Ungunsten verändert hat war mir nicht bekannt.
Aber auch von den schönen Seiten erzählt Melanie Metzenthin. So hat mich die Beschreibung des Golestanpalast und er Salzwüste fasziniert.
Melanie Metzenthin erzählt die Geschichte in einem leicht verständlichen Schreibstil. Die Zeit hat die Autorin gut eingefangenen. Hierfür war bestimmt einen große Recherchearbeit nötig. In einem Nachwort kann man noch einmal wichtige Details zur politischen Lage und zum Sturz Premierminister Mossadegh lesen.
Ich danke Melanie Metzenthin dafür, dass sie mir so viel über den Iran und seine Vergangenheit vermittelt hat.
„Zum Schweigen verdammt“ ist ein sehr interessanter Roman den ich sehr empfehlen möchte.
Mit ihrem selbst umgebauten VW-Bus sind der Tischlermeister Bruno und der Journalist Eddy auf einer wahrlichen Abenteuerreise durch den Orient, der frühen 50er Jahre, durch die Türkei bis in den Iran. Die beiden sind ein Paar, doch anders als im damaligen Deutschland, war Homosexualität im Iran nicht strafbar. Eddy hat seinen Sender die BBC dazu überredet, ihn eine Reisereportage erstellen zu lassen, Bruno soll dabei als Fotograf agieren. Es brodelt ein Konflikt im Iran und die britischen Ölfirmen befinden sich mitten drin. Die Romantik der beiden wird also jäh gestört, denn sie werden Zeugen einer beginnenden Revolution. Später werden wir die Ereignisse als „Operation Ajax“ erinnern …
Dieser Roman katapultiert mich zunächst einmal in die Schönheit der Landschaft am Vansee und in eine komplett andere Zeit. Das Buch entschleunigt mich, ich genieße die Schilderungen der Zweisamkeit Brunos und Eddys und der spröden, zauberhaften Landschaft. Melanie Metzenthin erzählt mir gekonnt und wortgewandt ihre Geschichte. Die Autorin kann mich sogleich einfangen und mitnehmen. Spannend finde ich zu lesen, wie unterschiedlich die beiden Männer die Landschaft erleben. Überhaupt sind die beiden sehr gegensätzlich, und gerade das macht einen positiven Reiz der Story aus. Im Jahr 1953 sind die Erlebnisse des Krieges noch stark gegenwärtig und Bruno durchlebt seine Ängste verständlicherweise wieder und wieder. Doch kann gerade diese Angst sicherlich auch hilfreich sein, gefährliche Situation vorher zu erahnen. Wenigstens müssen sie auf der Reise nicht verheimlichen, dass sie sich lieben, denn im Iran ist ihre Liebe nicht strafbar. Das gesetzliche Verbot von Homosexualität wurde in Deutschland hingegen erst 1994 endgültig abgeschafft und manche Psychiater boten sogar ''Behandlungen'' an.
Selbstverständlich vergebe ich dem Buch seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und spreche ihm meine uneingeschränkte Lese-Empfehlung aus. Leser und Leserinnen von historischen Romanen, die auch an politische Ereignisse aus dem Iran der 50er Jahre interessiert sind, werden dieses Buch verschlingen und lieben wie ich.
Das Buch ist ein Sequel der Reihe ''Leise Helden'', es kann aber - meiner Meinung nach - auch durchaus unabhängig von der Serie gelesen werden.
„Zum Schweigen verdammt“ ist der lesenswerte vierte Band der Leise-Helden-Reihe aus der Feder von Melanie Metzenthin. Schon die Vorgängerbände haben mich tief berührt, jeder behandelt ein interessantes Thema. Nun führt sie ihre Leser in den Iran, zurück ins Jahr 1953, direkt hinein in eine turbulente Zeit.
Es ist auch die fiktive Geschichte um Eddy und Bruno - ersterer ist Journalist, der andere Fotograf -, die sich mit ihrem ausgebauten VW-Bus auf eine abenteuerliche Reise in den Iran machen. Ihre Reisereportage für die BBC führt sie mitten hinein in die Unruhen, die zum Sturz des Premierministers Mohammad Mossadegh führen, bei dem die Geheimdienste eine wesentliche Rolle spielen. Die historischen Ereignisse vor dem Hintergrund der Ölförderung, die in britischer Hand lag und von Mossadegh verstaatlicht wurde, fügt die Autorin gut verständlich ein in ihre unterhaltsame Geschichte um die Freundschaft zweier Männer, die ihre Beziehung zueinander im Verborgenen leben. Die Zeit ist noch lange nicht reif, um sich zu outen. Sie hat mir auch das Parteiensystem und den Einfluss der Sowjets und der Amis mitsamt ihrer Geheimdienste nähergebracht, hat mir Einblicke in die persische Gastfreundschaft und das gesellschaftliche Miteinander gewährt und natürlich auch die Rolle der Geistlichkeit und des Schahs Mohammad Reza Pahlavi, Mossadeghs Gegenspieler, verdeutlicht.
Viel Historisches habe ich über ein Land erfahren, das sich heute verschlossener denn je präsentiert. Die Demonstrationen werden brutal niedergeschlagen, die Sittenpolizei kennt keine Gnade.
Eine Reisereportage sollte es für Eddy und Bruno werden, ein eindrucksvoller Roman, ein interessantes Stück Zeitgeschichte ist daraus entstanden. Die fiktiven Charaktere sind geschickt mit der politisch aufgeheizten Stimmung verwoben. Tief bin ich eingetaucht in die geheimnisvolle Welt des Irans, es waren kurzweilige, spannende Lesestunden.
Mit diesem Buch hat Melanie Metzenthin einen außergewöhnlichen und spannenden Roman geschrieben. Er beschreibt die Reise von dem Journalisten Eddy und seinem Freund Bruno im Jahr 1953 von Hamburg nach Teheran, um eine Reportage für den BBC zu schreiben. Sie sind mehr als nur Freunde, doch das ist zu jener Zeit strafbar und muss absolut geheim bleiben. Im Iran erfahren sie uneingeschränkte Gastfreundschaft und dürfen in Teheran bei einer Familie mit ihrem VW-Bus bleiben. Ist es wirklich nur Gastfreundschaft oder steckt mehr dahinter? Die beiden Freunde geraten in die Turbulenzen des Sturzes von Premierminister Massadegh und die Ereignisse überschlagen sich. Dabei geraten sie in die Fänge der Geheimdienste. Dieser fesselnde Roman, der auf penibel recherchierten historischen Ereignissen beruht, erzählt von den politischen Hintergründen und den Geschehen, die diese nach sich zogen. Auch wenn die beiden Protagonisten fiktiv sind, gaben sie mir doch das Gefühl, real und authentisch zu sein. Dieses Buch kann ich jedem, der an historischen Ereignissen und Hintergründen interessiert ist, die bisher kaum bekannt waren, bedingungslos empfehlen. 5 Sterne.
Ein spannender Roman über die geheimnisvolle Welt des Iran und die Geschichte einer verbotenen Liebe von Bestsellerautorin Melanie Metzenthin.
1953: Der junge Journalist Eddy McLaine und sein Fotograf Bruno Matthiesen machen sich mit einem ausgebauten VW-Bus auf die weite Reise von Deutschland in den Iran. Begeistert von der fremden Welt des Orients und der iranischen Gastfreundschaft, gelingt es den aufgeschlossenen jungen Männern schnell, Kontakte zu knüpfen. Doch der Iran steht am Scheideweg zwischen Tradition und Moderne – Teheran ist ein Pulverfass und Eddy und Bruno sind mittendrin. Wenn jetzt noch herauskommt, dass Bruno und er viel mehr sind als nur Kollegen, könnte es für sie beide lebensgefährlich werden …
Zur Autorin:
Melanie Metzenthin lebt in Hamburg, wo sie als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie arbeitet. Sie hat bereits zahlreiche Romane veröffentlicht, in denen psychische Erkrankungen oft eine wichtige Rolle spielen. Beim Schreiben greift die Autorin gern auf ihre berufliche Erfahrung zurück, um aus ihren fiktiven Charakteren glaubhafte Figuren vor einem realistischen Hintergrund zu machen. 2020 wurde sie für ihr Buch “Mehr als die Erinnerung” mit dem DELIA Literaturpreis ausgezeichnet.
Unter dem Pseudonym “Antonia Fennek” schreibt sie Psychothriller. Vielleicht haben Sie ja Lust, mal auf der Amazon-Autorenseite von Antonia Fennek zu stöbern.
Meine Meinung:
Ich habe schon die anderen Teile der Reihe mit Begeisterung gelesen, daher war ich sehr gespannt auf diesen neuen Teil .
Der Einstieg ist mir aufgrund des flüssigen Schreibstils der Autorin sehr leicht gefallen.
Man lernt hier die beiden jungen Männer Eddy und Bruno kennen, die heimlich ein Liebespaar sind und gemeinsam unterwegs in einem ausgebauten VW-Bus 1953 auf dem Weg von Deutschland in den Iran sind, um einen Reisebericht darüber zu schreiben.
Dann lernen sie dort einen jungen Mann an einer Tankstelle kennen, die die beiden direkt zu sich und seine Familie einlädt. Nach einiger Zeit sind die beiden sich nicht so sicher, dass diese Begegnung Zufall war und werden vorsichtig…
Mehr möchte ich hier auch gar nicht verraten.
Ich muss sagen, dass mich dieser Teil nicht ganz so fesseln konnte wie die anderen Teile. Dies wird aber am Setting liegen. Die beiden Hauptcharaktere Eddy und Bruno konnten mich aber auf jeden Fall begeistern.
Alles in allem kann ich hier eine Leseempfehlung mit 4 Sternen aussprechen.
Schon das Cover ist schön und passt genau zu den vorherigen Bänden. Die Sprache ist wieder lebendig und packend, die Hauptpersonen sympathisch. Eddy und Bruno kennen wir als Nebenfiguren schon. Neben dem Ölkonflikt, der brisanten Politik, erfahren wir auch viel über das Land und seine Menschen. Eine wichtige Problematik ist auch die Beziehung der Freunde. Wieder ein Highlight