Dieses Buch hat mich erwischt, als ich eigentlich nur ein bisschen Eskapismus während dem Putzen wollte – stattdessen wurde ich auf einen emotionalen Deep-Dive geschickt, der mich zwischen den Zeilen mehrfach komplett in mein Herzi getroffen hat. 🎀
"Der Junge, der die Bücher schrieb" fühlt sich an wie ein stiller Sturm. Zuerst sitzt man gemütlich in der Kajüte, denkt sich „ach, hübsch hier“, und ehe man sich versieht, ist man mittendrin in einer Achterbahnfahrt aus Verlust, Liebe, Schuld, Erlösung und verdammt viel Salzluft. Und das alles im beschaulichen Paternoster, wo sich Fischergeheimnisse und menschliche Abgründe die Hand geben.
Wir haben:
🧭 Einen Vater auf der verzweifelten Suche.
⛵ Einen Kapitän, der trotz Untergangskulisse nicht loslassen kann.
🐟 Einen Fischer mit mehr Wissen als Worten.
🌫️ Und einen namenlosen Fremden, der mehr über alle weiß, als er selbst begreift.
Dieses Buch zwingt dich, dich deinen eigenen unbequemen Gefühlen zu stellen. Schmerz, Schuld, Ohnmacht, das volle Programm. Aber auf eine leise, einfühlsame Art, die nicht dramatisch, sondern ganz sanft ist: Du darfst schwach sein. Du darfst lieben. Du darfst dich verlieren, um dich neu zu finden. Der Schreibstil ist einfach, aber poetisch. Fast schon meditativ in manchen Momenten. Ein bisschen wie barfuß über nasse Holzbohlen laufen – schön, aber man spürt jeden Splitter.
Dieses Buch ist eine salzige Meditation über das, was uns zu Menschen macht. Wer bereit ist, sich auf die verletzliche Seite der Existenz einzulassen, wird hier fündig.
Und wer nicht? Sollte es trotzdem lesen. Manchmal findet einen das richtige Buch zur richtigen Zeit. Und das hier? Könnte genau das sein.