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Liebesgrüße aus Deutschland

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Deutschland hat viel Liebenswertes zu bieten: Sparkassenberater, die von jeder Geldanlage abraten, Zeitungsenten aus Plüsch, ein findiges Finanzamt oder Vegetarier, die gerne Fleisch essen – nur nicht das von Tieren. Außerdem gibt es bei uns die perfekte Form der Schriftgutverwaltung. Schließlich ist ein Land ein schwieriges Unternehmen, und um es in den Griff zu bekommen, braucht man Erfindungsgeist. So erfanden die Amerikaner den Colt, die Russen das Destilliergerät und die Deutschen den Leitz-Ordner. Wladimir Kaminer sieht seine Wahlheimat mit viel Verständnis für deren Schrullen und Besonderheiten. Und so sind wir am Ende von uns selbst ganz bezaubert. Denn wer hätte gedacht, was für ein lustiges Volk wir im Grunde sind!

287 pages, Hardcover

First published January 1, 2011

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About the author

Wladimir Kaminer

82 books116 followers
Russian-born German short story writer, columnist, and disc jockey of Jewish origin. Kaminer emigrated to Germany in 1990.

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Community Reviews

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22 (12%)
1 star
4 (2%)
Displaying 1 - 11 of 11 reviews
Profile Image for Tony.
78 reviews
June 29, 2023
Some of it was very funny but some of it was quite uninteresting, overall a book that I was eager to finish by the middle and finishing it was probably not worth the time it took. Pretty mediocre. I do wish I’d marked the best stories down though, as they’d maybe be worth rereading.
Profile Image for Eva.
83 reviews4 followers
January 23, 2015
Ein klassischer Fall von "zwischen zwei und drei Sternen". Es war mehr als einfach nur "okay", aber trotz allem fand ich es schwierig zu lesen. Die Geschichten bauen Spannung auf und immer weiter auf, und enden dann ohne eine (für mich erkennbare) Pointe. Vielleicht hab ich einfach einen völlig anderen Humor als Herr Kaminer.
Es lässt sich jedoch nicht leugnen, dass alle Geschichten gut geschrieben sind und ich auch eigentlich alle gerne gelesen habe. Sie haben nur sehr abrupt geendet.
Thematisch reicht die Bandbreite von Geschichten über seine Kinder und ihren Schulbesuch über Abenteuer auf Lesereisen bis zur eigenen Kindheit in Russland. Aber erst, wenn er über etwas schreibt, dass ich hier grob mit "das System" betiteln möchte, erkennt man richtig, wie brillant seine Gedanken sind. Kurz und prägnant fasst er seine Kritik am Kapitalismus, am Elitismus und vielen anderen Dingen zusammen, und oft blieb mir nichts anderes zu tun, als erstaunt zuzustimmen und dabei auch noch über eine pointierte Formulierung zu grinsen.
Alles in allem war es nicht unangenehm zu lesen, wenn auch etwas anstrengend, und ca. 60% der Geschichten liefen für meinen Geschmack ins Leere. Trotzdem würde ich nicht sagen, dass diese 60% mir komplett nicht gefallen hätten oder umsonst gewesen wären. Vielleicht nicht ganz nach meinem Geschmack, aber unleugbar mehr als "okay".
Profile Image for Zoli.
344 reviews
March 12, 2012
You can't go wrong with any Kaminer book. They're all full of entertaining stories. At the same time I wish he wouldn't publish a book per year anymore. His earlier books that took him longer were made up of hillarious story after story. Nowadays, there's still those story, but in between pieces that are alright but nothing too special. It's the same thing with this book. Some of the stories here are highly entertaining, some are hillariously funny and remind you why you enjoy reading Kaminer books, but then every other story seems to be there just to complete the book and get it printed as soon as possible. I wish Wladimir Kaminer would go more for quality and less for quantity again... still, this is an entertaining book.
Profile Image for Kora Kaos.
634 reviews7 followers
October 31, 2017
Uff, endlich fertig. Das war eins der furchtbarsten Bücher dieses Jahres für mich.
Nicht die Deutschen und ihre Spleens aus der Sicht eine Russen lustig beschrieben wie ich erwartet hatte, sondern eher die
Russen im Allgemeinen und im Besonderen und vor allem ein bestimmter
Russe der zufällig in Deutschland lebt aus der Sicht desselbigen.
So garnicht zu empfehlen! Ach ja, und lustig fand ich es auch nicht!
164 reviews1 follower
July 27, 2022
Manchmal ganz lustig, aber der Vergleich Deutschland - Russland erscheint mir nicht ausgewogen und hat mitunter einen abwertenden Unterton gegenüber Deutschland, der nicht humorvoll abgefedert wird.
Profile Image for Katrina Sark.
Author 12 books45 followers
November 1, 2014
p.10 – Während andere sich an ihren Abenteuern verbrennen, wollen sich die Deutschen eigentlich nur bilden. Deswegen warden hier in den Reisebüros statt erholsamer Sauftouren gerne “Bildungsreisen” angeboten. Die Menschen finden es toll, wenn man im Urlaub nevenbei noch irgendeinen Motorboot-Führerschein bekommen oder Spanish lernen kann.

p.12 – Die Ostberliner hatten in jenem Sommer [1990] die einmalige Gelegenheit, etwas zu erleben, das es so nirgends auf der Welt mehr gab: Sie genossen die Vorzüge beider Systeme, ohne ihre Nachteile zu spüren. Als Wohnungsmiete zahlten sie noch immer 16,50DM, in den Kaufhallen lagen aber schon Berge von Bananen, und man konnte laut auf Honecker und die Kommunisten schimpfen.

p.28 – Russen vermeiden es, den Dingen auf den Grund zu gehen, denn die groβe Lehre des letzten Jahrhunderts war: je besser das Äuβere, desto schlimmer der Inhalt. Egal ob Spielzeug, technische Geräte, Lebensmittel oder Ideen zur Verbesserung der Welt, sie wissen: je prachtvoller die Verpackung, desto trauriger der Inhalt. Ihre historische Erfahrung sagt ihnen, man darf nicht zu tief bohren, man sollte nicht alles ganz genau wissen wollen.

p.97 – Weil Deutschland keine normale, sondern eine Leistungsgesellschaft sein möchte und Leistung, ein technischer Begriff, sich am besten in Zahlen ausdrücken lässt, warden bereits in der Schule groβ angelegte Mathematik-Wettbewerbe veranstaltet, woducrch jedes Kind eine Nummer, einen Platz in der Gesellschft zugewiesen bekommt.

p.101 – Nie war Deutschland ein Einwanderungsland, fremde Kulturkreise goutierte man am liebsten nur im Fernsehen. Für drei Euro ein Kind in Afrika retten – bitte schön. Für einen Euro eine Tiger im Regenwald schïtzen – sehr gern. Sollte sich der Tiger aber einmal hierherschleichen, würde er sofort zurück nach Asien abgeschoben.

p.135 – In diesenm Herbst was ich viel in Ostdeutschland unterwegs: Gera, Erfurt, Wismar, Schwerin… Seit gut zwei Jahren hatte ich diese Städte nicht besucht, den die meisten Einladungen zu Lesungen kommen aus dem Westen, obwohl die Themen meins Schreibens eher ostig gelagert sind. Vielleicht ist genau das der Grund, warum mich die westlichen Kulturhäuser öfter einladen. Für die gehören meine Ausführungen über Osteuropa in die Sparte Verstehen Sie Spaβ: Sie lachen sich kaput, wenn ich über das Leben in der Sowjetunion oder in einer Ostberliner Kleingartenkolonie berichte. Im Osten dagegen schauen die Zuhörer Ernst und nicken die ganze Zeit, wie bei einem Gebet – als würden sie in diesem aufgeschriebenen Leben ihr eigenes erkennen. Wenn ich ihnen aber über meine Reisen durch den Westen vorlese, schmeiβen sie sich vor Lachen weg. Ich verstehe: We will schon über sich selbst lachen?

p.153 – Der Kampf der Frauen für ihre Rechte endete mit einem Erfolg. Die deutschen Männer der Gegenwart haben nun groβen Respekt vor Frauen. Für sie ist eine Frau ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft – wenn sie sich bei einer Frau einkratzen, dann tun sie es nicht mit sexistischen Witzchen, sondern auf politisch korrekte Art, als wäre die Frau ihr Vorgesetzter. Sie redden über Fuβball, Kino, und die Mehrwertsteuer.
Männer aus sogennanten orientalischen Kulturkreisen: “Du hast so süβe Augen – hat dein Vater eine Zuckerfabrik?” Jeder normale Mensch würde sich schämen, so etwas auch nur anzudeuten. Eine Zuckerfabrik! Was für eine bilige, beleidigende Anmache! Das Traurige ist: Sie funktioniert. Die Klugen, die Schönen und die Selbstbewussten schmelzen dahin, wenn sie auf orientalische Art angebagert werden. Auch wenn sie es nicht gleich zeigen, gefällt es ihnen, einmal als Zucherprodukt angesprochen zu werden. Nicht selten habe ich bei uns in der Disko gesehen, wie eine solche emanzipierte und hochgebildete Zuckerfabrik mit einem BMW-Hirten im Arm die Tanzfläche verlieβ.

p.237 – Stefan Zweig hat in seinem letzten Buch Die Welt von Gestern, Erinnerungen eines Europäers zu den Deutschen angemerkt, sie können alles ertragen, Kriegsniederlagen, Armut und Not, aber keine Unordnung. Nicht die Kriegsniederlagen, sondern die Inflation habe sie in die Verzweiflung getrieben und hitlerreif gemacht. Wegen der finanziellen Anarchie waren sie bereit, sich mit jedem Teufen zusammenzutun, der ihnen die Wiederherstellung von Ordnung versprach. Seitdem ist viel Zeit vergangen. Aus Deutschland wurde die BRD, ein freies demokratisches Land mit deri konsonantenL einem mechernden, einem brüllenden und einem schlürfenden. Alles läuft nach Plan, die Angst vor Unordnung bleibt jedoch der wunde Punkt der Nation. Wen nein Plan mal nicht funktioniert, ein Zug zu spat kommt ode rein Taxi nicht halt und ein Flugzeug nicht rechtzeitig abhebt, bricht sofort die heile Welt zusammen, und alle Sicherungen knallen durch. Intilligente, höfliche Bürger trampeln ihre Kinder nieder, schmeiβen mit Koffern um sich und springen auf die Gleise.

p.241 – In Berlin wohne ich am Mauerpark, einem Streifen Erde, auf dem früher die Berliner Mauer stand. Dort ist jetzt ein Flohmarkt. Niemand weiβ inzwischen mehr, wo die Mauer genau stand, links vom Flohmarkt oder rechts vom Flohmarkt. Der Mauerpark wird zwar in jedem Reiseführer der Hauptstadt erwähnt, bietet aber weniger Sehenswürdiges. Er ist kein Park, und es gibt da auch keine Mauer, es ist quasi eine unsichtbare Sehenswürdigkeit, typisch für Berlin.

p.243 – Dieses Hundefutter gibt es in Tausenden von Sorten, beinahe jeden Monat kommt eine neue Hundefutterkonserve auf den Markt. Einmal hatten wir sogar eine Sort emit Phosphor, was die Hundekacke im Dunkeln leuchten lieβ. Dieses Futter verwandelte den Mauerpark für eien kurze Zeit in ein kleines Las Vegas, alles leuchtete grün und blau, und der Park sah aus wie ein funkelndes Meer – sehr sehenswert. Es dauerte aber nicht lange, und die neue Marke verschwand wieder vom Markt, genauso plözlich, wie sie aufgetaucht war. Seitdem ist im Mauerpark nicht mehr viel los.
Profile Image for Reija Viinikkala-Smith.
120 reviews1 follower
December 26, 2017
Olipa hauska nauraa, ja oikein ääneen. Pitkä aika siitä, että olen nauranut kirjaa lukiessani. Hassuja pikkukertomuksia, joiden seurassa saa nauraa itselleen (maahanmuuttajalle) ja saksalaisille ja aika paljon venäläisillekin. Lukemassani suomennoksessa on kirjailijan nimmarikin. Syytän tai kiitän lukukokemuksesta erästä lukutoukkaystävääni, jonka kirjahyllytä kirja on rohmuttu.
Profile Image for Kay Sachse.
207 reviews6 followers
May 20, 2013
Naja, wer etwas über die deutsche Volksseele erfahren möchte, ist hier - bis auf einige Plattitüden - doch ziemlich aufgeschmissen. In den fast 60 kurzen Berichten geht es eher um menschliche Unzulänglichkeiten und viel Dummheit, die zum Teil schmackhaft heiter aufbereitet wurde, aber kaum umfassend und tiefschürfend über "Typisch Deutsch - und trotzdem lustig" berichtet. Und nachdem ich ja schon viel über Kaminer gehört hatte, dachte ich, dass dies hier ein guter Einstieg sei.... Dem war aber nicht so.... Es wird wohl dauern, bis ich dafür meine Zeit vergeude.
729 reviews4 followers
January 10, 2017
German Audiobook--a humorous look at German society by a Russian who has been living there. It was OK, but definitely not a favorite.
Displaying 1 - 11 of 11 reviews

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