Wenn du deine Seele dem Bösen verkaufst, musst du mehr als nur die irdischen Gerichte fürchten. Ein Serienmörder lässt den Menschen im Schwarzwald das Blut in den Adern gefrieren. Der Täter wählt seine Opfer scheinbar willkürlich aus, tötet in immer rascherer Folge und mit sprichwörtlich chirurgischer Präzision. Die Presse nennt ihn den »Schwarzwald-Ripper«. Eigentlich ist es kein Fall für Kriminalpsychologin Cora Brecht, die sich im Schwarzwald nur um den Verkauf des Elternhauses kümmert. Aber sie wird Zunächst fällt ein erster Verdacht auf sie, und ausgerechnet ihr Jugendfreund Till von der Mordkommission muss gegen sie ermitteln. Während der Druck auf die Polizei weiter wächst, stellt sie eigene Nachforschungen an. Und schließlich gerät sie selbst in den Fokus des Killers …
Der Krimi lässt mich doch zwiegespalten zurück. Erzählt wird die Handlung aus den verschiedenen Blickwinkeln der für die Handlung wichtigsten Personen. So bekommen wir auch einen Einblick in die Gedanken des Mörders. Größtenteils wird die Handlung aber aus der Perspektive der Kriminalpsychologin Cora Brecht geschildert. So bekommen wir einen guten Einblick in ihre Gedanken, erfahren, wie es ihr nach dem Tod ihrer Mutter geht und lernen sie mit der Zeit immer besser kennen. Ich konnte die Gründe, wieso sie so handelt, wie sie es tut, nachvollziehen, ebenso ihre Unsicherheit ihrem Ex Till gegenüber. Gar nicht gefallen hat mir jedoch, dass sie sich Till fast schon an den Hals wirft, obwohl dieser sie immer wieder auf Abstand hält. Denn ansonsten erschien mir Cora trotz allem, was sie im Moment zu verarbeiten hat, wie eine toughe Frau, die weiß, wer sie ist. Zudem nimmt ihre persönliche Geschichte für meinen Geschmack zu viel Raum in der Geschichte ein, wodurch die eigentlichen Ermittlungen total untergehen. Dies ist sehr schade, da die Grundidee zum Motiv des Mörders und die kleinen Einblicke, die wir in seine Gedanken bekommen, meiner Meinung nach viel Potenzial haben. So ist zwar die ganze Geschichte über eine gewisse Spannung zu spüren, richtig spannend wird es aber erst im letzten Drittel, wo sich die Ereignisse zu überschlagen drohen. Dies war mir dann aber deutlich zu spät, wodurch ich nicht richtig mitfiebern konnte.
Mit Cora ist der Autorin eine vielschichtige Protagonistin gelungen, die ihre Ecken, Kanten, Stärken und Schwächen hat, durch die sie umso menschlicher wirkte. Zudem hat sie Cora, die anderen Personen und Handlungsorte bildreich beschrieben, sodass ich mir alle gut vorstellen konnte.
Fazit: Ein Krimi, der mich zwiegespalten zurücklässt, da die persönliche Geschichte der Protagonistin Cora Brecht für meinen Geschmack zu viel Raum einnimmt, auch wenn sie durchaus interessant war. Dadurch spielen die eigentlichen Ermittlungen erst mal nur eine Nebenrolle, bis sich im letzten Drittel die Ereignisse regelrecht überschlagen und erst richtig Spannung aufkommt. Für mich war dies leider zu spät, wodurch ich nicht richtig mitfiebern konnte.
Das Cover wirkt auf mich düster und geheimnisvoll, der Titel hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht. Der Klappentext hat sich sehr interessant gelesen, die Haptik des Taschenbuches gefällt mir.
Dies ist der erste Fall von der Kriminalpsychologin Cora Brecht. Eigentlich möchte sie nur das Haus ihrer Eltern im Schwarzwald verkaufen. Zuerst jedoch muss es renoviert werden, daher lebt sie in einem Wohnwagen auf einem Campingplatz. In dem ersten Teil des Buches wird viel über Chora und ihr Leben berichtet. Sie macht sich schwere Vorwürfe, ihre Mutter ist bei einem Autounfall, an dem Chora am Steuer saß, ums Leben gekommen. Sie nimmt einen Hund aus dem Tierheim auf, Waldi ist ab sofort ihr Begleiter. Auf dem Campingplatz ist er aber leider nicht gerne gesehen, er bellt sehr gerne. Durch einen Zufall trifft Cora auf ihre Jugendliebe Till, der bei einem Einsatz im Nachbarhaus von Coras Eltern anwesend war. Till ist auch bei der Polizei und er nähert sich Cora wieder an. Ob es eine zweite Chance geben kann? Es wird jedoch sehr schnell turbulent und gefährlich, eine Leiche wird gefunden, tief im Schwarzwald vergraben. Die Leiche ist verstümmelt und ihr fehlt das Herz. Schnell geht die Angst um und Cora gerät in Verdacht, hat sie etwas damit zu tun? Till gerät in einen Gewissenskonflikt und das Verliebtsein ernüchtert sich schnell. Dann wird jedoch eine zweite Leiche gefunden, muss Cora all ihren Mut und ihr Wissen anwenden um den Täter zu finden. Wird sie es schaffen? Oder ist der Täter ihr bereits auf den Fersen…
Der Schreibstil war von Anfang an fesselnd und gut verständlich. Ich konnte mir den Schwarzwald und die Umgebung sehr gut vorstellen. Mir haben die facettenreichen Charaktere gut gefallen. Für mich gab es viele überraschende Wendungen und es blieb bis zum Schluss unfassbar spannend, ich bin schon sehr auf einen weiteren Band gespannt. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
Spannend bis zum Schluss Das Cover finde ich sehr gelungen und passend zum Inhalt des Buches gewählt. Auch der Titel passt perfekt zum Buch. Passender könnte er einfach nicht sein... Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und das Lesen ist dadurch sehr angenehm. Das Buch startet bereits ab der ersten Seite sehr spannend. Der Prolog fesselt einen und die Spannung lässt bis zur letzten Seite nicht nach. Cora hat mir als Hauptprotagonistin sehr gut gefallen. Sie ist sympathisch, mitfühlend und eine Hundeliebhaberin. Zudem war sie als Charakter sehr gut beschrieben, wodurch sie für mich noch "lebendiger" war. Es bleibt bis zum Schluss spannend, wer nun der "Schwarzwald-Ripper" ist. Ich bin schon sehr auf den zweiten Band gespannt und kann daher den ersten Band nur weiterempfehlen!
Auf „Steinkalt“ von Isa Klink, bin ich eher zufällig gestoßen, fand den Klappentext aber so interessant, dass ich total neugierig darauf wurde. Hierbei handelt es sich um einen Regionalkrimi, der im Schwarzwald spielt, was mir total gut gefallen hat. Zudem ist es der Start der Reihe um Kriminalpsychologin Cora Brecht.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und sehr fesselnd. Im Fokus steht hierbei Cora ,deren Perspektive wir auch erfahren. Auf diese Weise lernt man sie unglaublich gut kennen. Ich mochte Cora,auch wenn sie sich oft selbst klein macht und mehr Selbstbewusstsein und innere Stärke entwickeln muss. Zudem wirkte sie gerade in diesem Band auf mich sehr labil und verletzlich. Daneben gibt es hin und wieder auch andere Perspektiven, wie z.b. vom Opfer und Täter, was mir sehr gut gefallen hat. Man ist dadurch zwar kein Stück schlauer, dennoch ist es dadurch gleich brisanter und tiefgreifender. Auch die Nebencharaktere sind allesamt gut ausgearbeitet und sehr gut greifbar und authentisch.
Der Einstieg war direkt unfassbar spannend und mir stellten sich direkt die Nackenhaare auf. Danach wird es erstmal ruhiger und wir tauchen tiefer in Coras Leben ein. Was definitiv nicht langweilig ist und so manch interessante Wege einschlug. Dieser Kriminalroman ist sehr ruhig und die Spannung ist eher unterschwellig spürbar. Es entwickelt sich alles langsam. Die Autorin nimmt sich dabei viel Zeit für ihre Charaktere, ihre Befindlichkeiten und auch das Setting wird sehr toll dargebracht. Dabei zeigt sie, wie viel oftmals im Argen liegt und das man nicht jedes Unglück kommen sehen kann. Dabei erzählt sie eine Geschichte, die mir unglaublich zu Herzen ging und die einfach so viel Hilflosigkeit und Wut heraufkommen lässt. Man spürt dabei besonders Coras Verzweiflung und den tiefen Schmerz unglaublich tief. Und das war einfach so gut nachvollziehbar und gleichzeitig ist es so ans Herz gegangen.
Im zweiten Teil der Geschichte widmet man sich verstärkt den Morden und es wird auf eine andere Art, vielfältiger, nervenaufreibender und spannender. Dabei kommt man dem Täter immer näher und trotzdem konnte ich nie seine Identität feststellen. Auch die Hintergründe haben mich erschüttert, sie gingen so tief. Zeigen eine Tragik und Grausamkeit auf, die mit Worten kaum zu beschreiben ist. Da ist so viel Einsamkeit, Wut, aber auch so viel Hoffnungslosigkeit und Schmerz, dass einem ganz anders wird. Es ist nicht das Böse, dass wir hier sehen, es ist so viel verheerender und komplexer, als man sich nur vorstellen könnte.
Insgesamt ein eher unaufgeregter, aber trotzdem unglaublich spannender und vielschichtiger Kriminalroman, der mir richtig gut gefallen hat. Einzig das Ende ging mir etwas zu schnell und zu dramatisch vonstatten.
Fazit: Mit „Steinkalt“ legt Isa Klink die Weichen für die Reihe um Kriminalpsychologin Cora Brecht. Ein interessanter, vielschichtiger und atmosphärischer Regionalkrimi, der Wendungen zu bieten hat, die man nicht kommen sieht. Beklemmend, erschütternd und vielschichtig. Definitiv eine Leseempfehlung.