"Märchenhafte Fantasygeschichte in einer magischen Winterwelt"
Inhalt: In “Winterwelt” geht es um die junge Arrow, die zu Beginn des Romans in einem kleinen Dorf lebt. Es ist Winter und die Kälte legt sich über das Dorf, was Arrow aber keineswegs zu stören scheint, denn sie freut sich unglaublich auf ihren Vater und ihren guten Freund Dewayne, die beide die meiste Zeit des Jahres auf Reise sind. Doch immer an Weihnachten kommen sie, um mit Arrow und ihrer Großmutter Anne gemeinsam das Fest der Feste zu feiern, zurück. Allerdings läuft dieses Weihnachten etwas anders ab, als üblich, denn plötzlich bringt ihr Vater sie nach Nebulae Hall, einer zauberhaften Welt, voller magischer Wesen wie Elfen, Satyrn und Zwergen, die alle gemeinsam feiern. Dann geschieht jedoch ein Unheil und auf einmal weiß Arrow nicht mehr wer sie ist, hat ihre Erinnerungen verloren und muss sich erneut zurecht finden, denn Unheil ruht auf der magischen Welt. Die Zeit brennt, denn Arrow muss sich endlich wieder an alles erinnern, um sich auf eine ziemlich gefährliche Reise machen zu können …
Meinung: “Winterwelt” ist eine märchenhafte Fantasygeschichte, die in einer winterlichen Welt spielt, in der lauter magischer Wesen leben. Der Roman ist der Beginn einer Trilogie, zu der Ende 2011 die Fortsetzung “Frühlingserwachen” folgend wird.
In dem Roman spielt die junge Arrow die Hauptrolle, die während der Geschichte einige Wandel annimmt und altert. Zu Beginn lebt Arrow noch unter Menschen, in einem kleinen abgeschotteten Dorf, indem alle irgendwie zu spüren scheinen, dass Arrow anders ist, als die anderen Kinder. Die Umgebung wird als winterlich und kalt beschrieben, in der Arrow ohne Probleme klar kommt. Dies ist so zusagen die Einleitung zu “Winterwelt”, in der dem Leser die Hauptprotagonistin, ebenso wie ihre Familie näher gebracht wird. Vor allem durch den Prolog ahnt der Leser schon, dass Arrow kein Mensch sein kann, sondern ein magisches Wesen sein muss.
Als Arrow dann eines Nachts, an Weihnachten, von ihrem Vater plötzlich fortgebracht wird, baut sich die erste Spannung in dem Roman auf. Schließlich landet Arrow in Nebulae Hall, einem magischen Ort, wo alle Fantasywesen tolerant miteinander umgehen und Spaß haben.
Doch schnell verändert sich die Geschichte wieder, denn Arrow begeht einen schweren Fehler und verliert ihre gesamten Erinnerungen. Erst spät findet sie wieder zu ihnen zurück und so auch zu ihrer Vergangenheit, ihrem Vater und ihrem vorherigen Menschenleben. Allerdings kann Arrow sich keine Ruhe gönnen, denn ihr wurde eine Aufgabe zu teil, weshalb sie sich auf eine gefährliche Reise begeben muss …
Insgesamt ist “Winterwelt” sehr märchenhaft. Es gibt wirklich für jeden ein passendes magisches Wesen, sowie jede Menge Fantasyanteil innerhalb der Geschichte. Arrow ist trotz ihres stetigen Wandels, immer eine sehr sympathische Hauptprotagonistin, ebenso wie ihr guter Freund, ihre Großmutter und auch Keylam, der im letzten Teil des Romans eine Rolle einnimmt. Mir haben auch immer wieder die sehr fantasievollen Welten und Orte gefallen, ebenso wie die Einbringung von Pferden— was wahrscheinlich jedem Pferdenarr gefallen wird ;-)
Doch trotz dieser sehr positiven Punkte, gibt es auch Dinge, die mir negative aufgefallen sind. Der Roman ist 495 Seiten stark, schon eine beachtliche Leistung und auch noch sehr gut lesbar, aber die Geschichte ist unglaublich in die Länge gezogen. In den ersten ca. 12-13 Kapitel werden dem Leser nur Fragen aufgetischt, die Spannung lässt zu wünschen übrig und man weiß beim Lesen kaum, was man da eigentlich gerade liest. Der Roman und vor allem der spannendere Teil beginnt erst Längen später, was es schwer macht das Buch zügig durchzulesen. Wahrscheinlich macht die Geschichte hier einfach zu Größe Sprünge innerhalb eines Bandes, denn man erlebt nicht nur mehrere Jahre, sondern auch ganz verschiedene Arrows, da die Hauptprotagonistin zwischendurch ihre gesamten Erinnerungen an ihr Leben vorher verliert.
Dennoch haben mir beispielsweise die Zwerge im letzten Drittel wiederum sehr gut gefallen, denn durch die Reise, die sie gemeinsam mit Arrow antreten, baut sich ungemein Spannung auf und es macht Spaß den Wesen bei ihrer Reise zu folgen. Doch diese Spannung ist ziemlich launisch während der Geschichte in “Winterwelt”. Mir ist keine Regelmäßigkeit aufgefallen, was positiv, wie auch negativ sein kann, denn für mich gab es insgesamt einfach viel zu wenig Spannung. Wem Vorgeschichten, Erzählungen, Dialoge und auch fantasievolle Beschreibungen gefallen, dem wird “Winterwelt” garantiert liegen, mir gab es jedoch einfach zu wenig actionreiche Handlungen. Es fehlte einfach ein wenig an Abwechslung, da man durchweg mit Arrow durch die Geschichte reist.
Erinnert hat mich “Winterwelt” auch immer wieder an ein Märchen. Das trifft diesen Roman ziemlich gut, da es zu 100% wirklich eine Fantasygeschichte ist, die immer wieder sehr mysteriös und märchenhaft erscheint. Trotzdem gebe ich an dieser Stelle nur 3-3,5 Sterne. Natürlich nicht grundlos, denn abgesehen von der wirklich in die Länge gezogenen Geschichte, wirft der Roman unheimlich viele Fragen auf, die mich als Leser teils wirklich verwirrt haben. Zwar folgen darauf Antworten, aber diese haben meist nur noch mehr Fragen aufgeworfen, da es einfach irgendwann zu viel Fantasy wurde. Die Geschichte ist zu Beginn weniger spannend, dafür realistischer. Zum Ende hin wird die Spannung richtig ausgeprägt, aber der Bezug zur Realität geht steil bergab, wodurch ich irgendwann der Geschichte kaum noch folgen konnte — denn auf einmal war beinahe alles möglich.
Der Schreibstil in “Winterwelt” passt sehr gut zu der magischen Welt, in der “Winterwelt” spielt. Es gibt viele schöne Beschreibungen, wodurch dem Leser diese Welt gut näher gebracht wird. Man merkt jedoch auch, dass die Autorin noch ein Neuling ist, denn manche Sätze, sowie Dialoge erscheinen beim Lesen immer wieder etwas gestellt, es fehlt einfach der professionelle Lesefluss, denn man von groß verlegten Büchern kennt.
Das Cover ist schlicht gehalten, passt jedoch gerade dadurch sehr gut zu “Winterwelt”, da es glaube ich kein Bild gibt, das einem die magische Welt in dem Roman wirklich näher bringen könnte. Schön finde ich auch die Abbildung des Kelpie auf der Rückseite, dass mich natürlich sofort an das Kelpie von Arrow erinnert hat.
Fazit: “Winterwelt” ist ein märchenhafter Fantasyroman, der die Geschichte der jungen Arrow erzählt. Mir fehlte persönlich einfach die Spannung und Ausgewogenheit der Geschichte, denn die Story zieht sich ziemlich und bietet für jede Frage eine, mir zu fantasievolle Antwort, die bei mir nur noch mehr Fragen aufgeworfen hat. Dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass es einige vernarrte Fantasy-, wie auch Märchenleser gibt, die sich in der magischen Welt von “Winterwelt” wohlfühlen und den Roman genießen können.
~°..“Wenn jene sich von einem fern halten, den sie lieben und spitze Ohren anderen Angst machen, wenn man daheim eine Fremde und die eigene Heimat einem nicht vertraut ist, wenn Schmetterlinge flüstern und Schneeengel zum Tanz auffordern, dann verschwimmen die Grenzen zwischen dieser und jener Welt und Du bist mittendrin.“(Zitat, Klappentext)..°~
Arrow genießt eine wohlbehütete Kindheit in Elm Tree, einem kleinen verschneiten Dorf mitten im Nirgendwo. Bei ihren Freunden Linda, Lizzy, Robert und Adam ist sie für ihre eigene und magische Art bekannt. Schnell haben sie gemerkt, dass auf Arrow und ihrer Familie ein gewisser Zauber liegt, den sie jedoch auf Arrows Wunsch hin, zu keiner Zeit hinterfragen. Ihr geliebter Vater Melchior und ihr Halbbruder Dewayne sind das ganze Jahr über auf Reisen. Wo ihre Reisen sie hinführen, weiß sie nicht. Alles was für sie zählt, ist, dass sie an Weihnachten, dem Fest der Liebe, wieder alle glücklich beieinander sind.
Anne, die gute Seele des Hauses sorgt sich liebevoll um Arrow. Neben ihren Freunden ist sie Arrows Bezugsperson, quasi ein Teil der Familie. Die monatelange Abwesendheit ihres Vaters und Halbbruders machen Arrow schwer zu schaffen. Irgendwie fühlt sie sich alleine gelassen. Sie nutzt daher jede erdenkliche Minute, die sie im Freien sein kann und Anne duldet es. Gemeinsam mit ihren Freunden tobt Arrow dort ausgelassen durch den Schnee, fängt Schneeflocken ein, tanzt durch die glitzernd weiße Schneelandschaft und kann einfach sie selbst sein – so herrlich normal sein. Bei ihren Erkundungstouren treffen sie auch auf den nicht weit von Elm Tree entfernten Wald, dem geheimen Wald. Er soll magische und düstere Wesen beherbergen und der Zutritt ist ihnen deshalb strengstens verboten. Es heißt, er sei gefährlich. Doch gefährliche Dinge locken.
Nachts stiehlt sich Arrow in die geheime Bibliothek mit den verbotenen Büchern ihres Vaters. Auch sie sind ihr verboten – doch der Verstoß, sie trotzdem zu lesen, scheint ihr weniger schlimm als den geheimen Wald zu betreten. Doch auch durch das Lesen bleiben viele Fragen offen – zu viele?!
Eines Winters bittet ihr Vater Melchior sie, ihn in den geheimen Wald zu begleiten. Arrow ist verwundert und neugierig zugleich. Als sie ihr Haus hinter sich lassen, stürzt es zusammen. Ein letzter Blick zurück lässt Arrow eine Ruine erblicken. Es scheint, als wären sie nie dort gewesen. Ist es real oder träumt sie nur? Als sie realisiert, dass es tatsächlich passiert ist sie geschockt. Was war hier los? Doch für Fragen ist keine Zeit. „Später..“, sagt der Vater, „..später wirst du alles verstehen…“
~°..“Zwischen den dicken Schwaden wurden Umrisse von Bäumen erkennbar und die Luft war gefüllt mit dem süßen Duft von Sommer. Jeder Atemzug schmeckte nach Äpfeln, Orangen und Raps, gemischt mit einer Prise von Moos und Pilzen. (Zitat, Seite 72)..°~
Nicole Bulgrins Geschichte hat mich vom ersten Augenblick an in seinen Bann gezogen. „Winterwelt“ hat mich zugegeben unerwartet vom Hocker gerissen, mich stets aufs Neueste überrascht, mich entzückt, mich geschockt, mich unterhalten. In manchen Momenten hat Bulgrin mich verzaubert. Sie hat mir kalte Schneeflocken ins Gesicht gewirbelt und mir warme sommerliche Düfte um die Nase wehen lassen. Sie ließ magische Wesen an mir vorbeitänzeln und offenbarte mir Blicke auf satte und blühende Wiesen, auf glitzernd weiße Scheneelandschaften oder verschnörkelte Schlösser. Wie ein wahr gewordenes Märchen und doch nicht real?! Plötzlich war alles Schein. Düstere Wesen kamen, kratzten an der Tür, setzten sich mit ihren schaurigen Klängen in meinen Gliedern fest, verbreiteten Angst und Schrecken, machten Alpträume wahr. Eine Hölle auf Erden. Real oder Schein? Plötzlich verschwamm alles. Ich war selbst dort, musste mich orientieren, wandelte mit Arrow verwirrt umher. Wir wurden Weggefährten.
Bulgrin hat mich ihrem Einfallsreichtum geplättet. Sie offenbarte mir eine derartige Fülle an mystischen und zauberhaften Wesen, welche mir gänzlich unbekannt waren, dass mir anfangs der Kopf brummte. Sie orientierte sich an Sagen und Mythen, an Märchen wie Schauergeschichten und entwickelte daraus ihren ganz eigenen Stil. Ihre eigene fantastische Geschichte. Winterwelt.
Arrow, die mir anfangs als junges naives Mädchen begegnete verabschiedete sich am Ende der Geschichte als junge Frau. Bulgrin ließ mich ihre Entwicklung miterleben. Sie wachsen, verzweifeln, weinen, lachen, lieben. All die liebevollen und schaurigen Begegnungen während ihrer Reise haben mich begeistert. Kapitel für Kapitel häuften sich Fragen, Kapitel für Kapitel kamen Antworten. Doch die Entwicklungen und Offenbarungen waren geschickt eingefädelt, ließen mich oft im Ungewissen, machten mich neugierig, ließen die Spannung steigen und Hoffnungen zum Leben erwecken. Die Spannung riss nie ab, zog sich gleichmäßig durchs Buch bis zum Ende.
Ausgenommen das Ende fand ich zu endgültig, zu abgeschlossen, zu wenig Cliffhanger für ein Auftakt einer Trilogie. Irgendwie hätte ich mir mehr offengebliebene Fragen gewünscht, denen sich erst im nächsten Band angenommen wird. Doch vielleicht ist das auch nur Geschmackssache und der Abschluss steht für den Abschluss einer Episode – ein Lebensabschnitt von Arrow. Also durchaus passend und genau richtig! Bulgrins Einfallsreichtum bekommt von mir 4 von 5 zauberhaften Elfenwesen.
Wenn jene sich von einem fern halten, den sie lieben und spitze Ohren anderen Angst machen, wenn man daheim eine Fremde und die eigene Heimat einem nicht vertraut ist, wenn Schmetterlinge flüstern und Schneeengel zum Tanz auffordern, dann verschwimmen die Grenzen zwischen dieser und jener Welt und Du bist mittendrin... Als Arrow mitten in der Nacht von ihrem Vater geweckt wird und er sie auffordert, mit ihm zusammen in den verbotenen Wald zu gehen, hält sie es zunächst für einen schlechten Scherz. Sobald sich jedoch vor ihren Augen der Eingang zum Paradies öffnet, kommt sie aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Denn die Geschichten von der anderen Welt und ihren Bewohnern, über die es strengstens untersagt war, zu reden, sind alle wahr. Aufregend ist die neue Umgebung. Doch sehr bald schon muss Arrow lernen, dass es neben der Wärme auch Kälte gibt, und dass der Winter noch unbarmherziger sein kann, wenn man eines Morgens aufwacht und plötzlich nicht mehr weiß, wer man ist.
"Winterwelt" ist der Auftakt zur gleichnamigen Trilogie von Nicole Stoye und eine Geschichte bei der man am Anfang nicht weiß, worauf sie hinausläuft. Doch gerade das macht den besonderen Reiz dieses Romans aus, denn er ist so anders als die anderen Bücher über Feen und andere magische Wesen. "Winterwelt" lenkt den Leser immer wieder in neue Bahnen, denn die Autorin lässt sich für ihre Geschichte immer etwas Neues einfallen, wodurch dieses Buch keinesfalls als stereotyp zu bezeichnen ist. Es besitzt viele unterschiedliche Facetten, die nach und nach zum Tragen kommen und eine einzigartige Geschichte erschaffen. Der Atmosphäre wohnt stets etwas Magisches und Geheimnisvolles inne, das auf jeder Seite spürbar ist und dem Leser ein angenehmes Gefühl vermittelt. Die vielen Handlungsstränge erscheinen auf den ersten Blick nicht gänzlich zusammenhängend, doch am Ende werden sie alle zusammengeführt und ergeben ein komplexes Gesamtkonstrukt, das alle Fragen klärt und einen zufriedenstellenden Schluss beschert. "Winterwelt" mutet wie ein altes Märchen an, das den Charme eines solchen besitzt und daher ein magisches Leseerlebnis beschert und ungemein Lust auf den nächsten Band macht. Ich bin gespannt, was sich die Autorin dann für uns ausgedacht hat. Teilweise hätte ich mir aber detailliertere Beschreibungen der Orte und Personen gewünscht, um noch ein lebendigeres Gefühl für diese magische Welt zu bekommen.
Die unterschiedlichen Protagonisten weisen tolle Charakterzeichnungen auf. Sie alle besitzen ihre Ecken und Kanten, die gut herausgearbeitet worden sind und ein authentisches Gesamtbild schaffen. Allesamt passen sie einfach hervorragend in die Geschichte.
"Winterwelt" ist relativ flüssig geschrieben, auch wenn der Schreibstil nicht immer ganz rund ist. Dennoch liest sich "Winterwelt" ausgesprochen gut und vermittelt dem Leser eine gewisse Sogwirkung, die über kleinere Schwächen hinwegtäuschen kann.
Das ich dieses Buch gefunden habe, war mehr ein Zufall. Auf Twitter las ich eine Empfehlung zu diesem Buch. Nach dem ich mir den Klappentext durchgelesen hatte, war klar, dass muss ich haben und ich wurde keinesfalls enttäuscht. Winterwelt ist wahrlich eine 'fantastische Geschichte, die den Leser in eine Welt voller Magie, Abenteuer und mystischer Wesen entführt'. Von Anfang an habe ich Arrow in mein Herz geschlossen. Ein junges Mädchen, voller Energie und einem eigenen Kopf. Sie wächst zusammen mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf auf, hat vier wunderbare Freunde und ein angenehmes Leben, bis sie (unwissend) ihr letztes Weihnachten mit ihren Freunden verbringt. Denn in der folgenden Nacht bricht sie gemeinsam mit ihrem Vater auf und verlässt die ihr bekannte Welt...
Jetzt beginnt die magische Reise in eine andere Welt. Der Leser taucht in eine atemberaubende Welt mit Elfen, Zwergen, Feen und vielen anderen fantastischen Wesen ein. Spätestens hier vergisst man, dass man ein Buch liest. Der Leser erlebt die Dinge. Er sieht die Welt durch Arrows Augen, berührt sie mit ihren Fingern und nimmt den Duft der anderen Welt durch ihre Nase auf. Die Beschreibungen sind wahnsinnig gut gelungen und man kann nicht aufhören zu schwärmen und zu träumen. Das habe ich bei einem Buch noch nie in diesem Ausmaß erlebt. Da Arrow im 18. Jahrhundert aufwächst und die sprachlichen Mittel eher gegenwartsbezogen sind, ist der Einstieg etwas merkwürdig. Allerdings sollte man auch nicht vergessen, dass dieses Buch ab 12 Jahren ist. Die Sprache mag zwar einfach sein, dafür aber sehr wirksam. Mit dem 'Kennenlernen' der neuen / anderen Welt verschwindet das Gefühl der Einfachheit. Es ist eine solch komplexe Welt mit vielen Wesen, die nicht schöner beschrieben hätten sein können, und einer unglaublichen Tiefe, die einem alles andere rings um das Buch vergessen lassen.
Fazit: Winterwelt ist eine fantastische Welt voller mystischer Fantasie-Wesen, wie es sie noch nie gegeben hat. Ergreifend, berührend, unglaublich fesselnd und mit einer strahlenden Schönheit ausgestattet. Der Beginn einer bezaubernden Trilogie.
Ein wundervolles Fantasy Buch, das einen mitreißt. Zu Anfang etwas unübersichtlich,aber man liest sich rein ;-) Ich bin wirklich begeistert u. dass für 99Cent Freue mich auf den 2. Teil :-)