Der Kapitalismus ist ein weites Land.Das Leben ist nur eine Chance, und Georg Asamer hat sie genü Er hat es zum Eigner einer höchst erfolgreichen Werbeagentur gebracht. Als er mit seinem Protegé Andy Sykora einen Nachfolger installiert, muss er erkennen, dass er alt geworden ist - die Geschäftsstrategien haben sich geändert. Auch Hans Falenbruck, eine Zufallsbekanntschaft von Sykora, Erbe eines Schweizer Pharmakonzerns, geht mit der Er reist nach Wien, um von hier aus die Eroberung der Ostmärkte zu betreiben. Irma Wonisch wieder, Tochter aus gutem Haus, eine alte Liebe von Falenbruck, tut sich mit Tom Loschek zusammen. Der aufstrebende Broker weckt mit aparten Investitionsideen den Abenteurergeist, der sie alle verbindet ... Peter Rosei führt uns in die Brennkammer jener Welt, wo auf Umwegen und doch fast gesetzmäßig jenes Klima entsteht, in dem sich zerstörerische Wünsche mit himmelstürmenden Hoffnungen paaren. "Geld!" ist ein lakonischpackendes Buch, ein scharfsinnigböses Puzzle mit komödiantischen Zügen.
Peter Rosei (born in Vienna on 17 June 1946) is an Austrian literary writer.
Rosei attended the University of Vienna, where he earned a doctorate in law in 1968. He worked for a time as the personal assistant to the Viennese painter Ernst Fuchs and then as the director of a publishing house for textbooks and nonfiction.
Since 1972 he has been a freelance writer, publishing novels, stories, essays, poetry, plays, travelogues, and children's literature. He has traveled extensively and intensively throughout the world and has been a guest writer at Oberlin College, Bowling Green State University, and the University of New Mexico at Taos, as well as guest professor at the University of Nagoya, Japan.
His literary breakthrough came with the novel Wer war Edgar Allan (Who was Edgar Allan) in 1977, which was filmed by the Austrian director Michael Haneke, with a screenplay by Rosei, in 1984. His fictional texts portray the limits of knowledge and the discrepancies between thought and action in Western society. Rosei's prolific output includes the novels Die Milchstrasse (The Milky Way, 1981), Rebus (1990), and Persona (1995), as well as a six-part novel cycle titled Das 15 000-Seelen-Projekt (The 15,000 Souls Project) from 1984-1988. In 2005 he published a panoramic novel of Vienna during the postwar period, Wien Metropolis (Metropolis Vienna).
Works that have been translated into English include Von hier nach dort (1978) (From Here to There, translated by Kathleen Thorpe, 1991), Das schnelle Glück (1980) (Try Your Luck, translated by Kathleen Thorpe, 1994), and Ruthless and Other Writings (translated by Geoffrey Howes, 2003), all published by Ariadne Press; and Wien Metropolis (2005) (Metropolis Vienna, translated by Geoffrey C. Howes, published by Green Integer in 2009).
Decorations and awards 1973: Rauris Literature Prize 1980: Literature of the Cultural Fund of the City of Salzburg, 1986: Elias Canetti scholarship of Vienna 1987: Literature Prize of Salzburg 1991: Austrian Prize for Literature 1993: Franz Kafka Prize 1996: Austrian Cross of Honour for Science and Art 1997: Literature Prize of Vienna 1999: Anton Wildgans Prize 2006: Austrian Cross of Honour for Science and Art, 1st class
ROSEI, Peter: „Geld!“, Sankt Pölten Salzburg 2011 Würde man nicht im Impressum das Erscheinungsjahr 2011 sehen könnte man annehmen das Buch sei im 19. Jahrhundert geschrieben. Das ist nicht abwertend gesagt. Es liest sich sehr gut und locker. Den Titel, hier wie bei Markaris auf die aktuelle Weltwirtschaft einzugehen, erfüllt es nicht. Es handelt Familiengeschichten ab. Ein aufstrebender junger Mann, der seinen Chef als Student in Form eines Lehrenden kennenlernt. Der Chef fördert ihn und letztendlich beerbt ihn der junge Mann; ihn den kinderlosen ehrgeizigen Firmengründer. Sykora – so heißt der junge Mann – wohnt mit seiner Frau im dritten Wiener Gemeindebezirk. „Die beiden Sykoras passten gut hierher, in die altehrwürdigen Straßen, deren stattlichen Häuser im Laufe der Zeit mit schicken Dachaufbauten und Penthäusern bestückt worden waren.“ (Seite 102) Er ist ein guter Manager und Führer. „Dass auch der größte Idiot, das mittelmäßigste Subjekt einem gefährlich werden kann, war ihm bewusst.“ (Seite 102) Auf der Hochzeitsreise auf eine ferne Insel kreuzten sich erstmals ihre Wege mit dem Besitzer des Hotelresorts, Hans Falenbruck. Der Sohn eines reichen Pharmaindustriellen, der die elterliche Firma verließ und sich selbstständig machte. „Er hat von einem Land geträumt, wo es ganz leicht und einfach sein würde, als Mensch unter Menschen zu leben, als einer von ihnen.“ (Seite 109)Nachdem der Vater gestorben ist geht er heim in die Schweiz und übernimmt den Betrieb. In Wien gründet er eine Osteuropazentrale und trifft wieder das Ehepaar Sykora, die für ihn die Werbekampagne entwickeln. Die Frau hat ihm schon im Hotelresort gefallen und auch jetzt noch viele Jahre später. Sie verlieben sich …