Net nadat Parijs heeft gestemd voor de beste baguette van de stad, wordt bakker Maurice Lefèvre dood aangetroffen in zijn bakkerij. Zijn brood zou de exclusieve keuze van het Elysée-paleis zijn geweest en de Parijzenaars zouden elke dag in de rij voor zijn winkel hebben gestaan. Inspecteur Lacroix weet maar al te goed dat Parijzenaars een moord doen als het om stokbrood gaat…
Het eerste deel sprak me aan en ook dit boek stelt niet teleur. Ik heb weer een serie gevonden om naar uit te kijken, ik moet glimlachen om het grote belang van eten - dit boek (de serie) speelt zich niet voor niets af in Parijs. Dit keer staat ook weer iets typisch Frans centraal: de baguette
An dem wunderschönen Cover in Blautönen und an der wertigen Aufmachung des Buches mit Farbschnitt bin ich nicht vorbeigekommen. Ich musste anhalten, es aufschlagen und reinlesen. Und dann war ruckzuck klar: Diesen Kriminalroman will ich lesen.
Idee und Plot sind aussergewöhnlich, reizvoll, interessant und spannend: Nach einem Wettbewerb, in dem es dabei geht, den Bäcker zu küren, der das beste Baguette der Stadt bäckt, wird genau dieser gekürte Bäckermeister, Maurice Lefèvre, tot in seiner Backstube aufgefunden. Ein paar Stunden nach der Preisverleihung wurde Maurice Lefèvre, der den Titel zum 2. Mal in Folge gewann - was einer Sensation gleichkommt - mit dem Brotschieber erschlagen! Liegt es nicht nahe, dass Neid das Mordmotiv ist?
Der scharfsinnige und etwas altmodische Kommissar Lacroix, der gutes Essen liebt und mit Handy und Internet - „diesem modernen Zeug“ - so gar nichts anfangen will und kann, nimmt sich des Falles an. Der Kommissar hat durchaus seine Eigenheiten, die ihn aber nicht zu einem nervigen Zeitgenossen machen, sondern seine kultivierte, gesetzte, gelassene Seite unterstreichen und Sympathie für ihn wecken.
Er lehnt nicht nur so manchen technischen Fortschritt ab, sondern auch die Pariser Metro. Der Grund? Ganz klar: Paris ist einfach zu schön, als dass man seine Zeit im Untergrund der Stadt verbringt. Klingt doch logisch, oder?
Auf seinen Streifzügen durch Paris per pedes oder Bus begleiten wir Lacroix. Wir spüren den Puls und das Flair der französischen Metropole, lernen seine Frau, die Bürgermeisterin, und seinen Bruder, den Priester, kennen und besuchen mit ihm sein Lieblingsbistro, dessen Kellnerin ungefragt seine Telefonistin wird.
Die Handlung schreitet völlig unaufgeregt und dennoch spannend voran. Das hat letztlich eine entspannende Wirkung und unterstützt den Eindruck, einen geistigen Kurzurlaub in der französischen Hauptstadt zu machen.
Leider habe ich erst während der Lektüre festgestellt, dass es bereits einen ersten Band gibt. Aber egal. Der wird jetzt einfach hinterher gelesen. Und der dritte ist wohl schon in Planung.
Ich empfehle den Roman allen Liebhabern und Fans der Kriminalromane von Simenon und Agatha Christie gerne weiter.
Wieder ein grundsolider Krimi aus dem Paris in Vor-Corona-Zeiten. Ich war gut unterhalten und bin gespannt, wie sich (ob sich) Lacroix noch weiter entwickelt.
Einen Stern Abzug gibt es für den roten Seitenschnitt. Das Auge isst mit, Lacroix würde das bestätigen.
(Und wenn der Autor Lépic = Sebastian Fitzek ist, dann ziehe ich alle Sterne ab).
Wunderbar unterhaltsam und charmant, wenn auch - dem Genre geschuldet - etwas leichtere Lektüre. Aber für zwischendurch und wenn man dabei noch etwas über die Straßen von Paris lernen will, ist es fantastisch.