Unsere Welt befindet sich in einem gewaltigen Umbruch. Klimakatastrophe, Energiewende, Digitalisierung, die Verteidigung der Demokratie gegen Fake News und Meinungsmanipulation – die Liste der Probleme scheint endlos. Doch warum kommen wir trotz guter Ideen nicht voran? Der Neurowissenschaftler und Bestsellerautor Henning Beck enthüllt die Mechanismen, die uns ausbremsen, und zeigt, wie wir sie überwinden und nachhaltige Lösungen finden. Eine ermutigende Lektüre in Zeiten großer Herausforderungen.
Der Titel lässt es bereits erahnen: Hier handelt es sich um ein polemisches Werk. Der Platz auf der Bestsellerliste lässt darauf schließen, dass die Zielgruppe des Buches die exakt gleiche ist wie bei der Wagenknecht-Partei, und die Leseerfahrung bestätigt dies!
Henning Beck macht es sich einfach: Obwohl er von der Ausbildung her Neurophysiologe ist, ein Mediziner, der sich auf das menschliche Hirn spezialisiert hat, belässt er es bei seinen Erklärungsmustern dabei, einfache, längst in den Medien breit getretene Phänomene des Gehirns wie die fehlende Fähigkeit, sich die Zukunft vorzustellen oder Kahneman/Tversky-Klassiker wie die Verfügbarkeitsheuristik als Gründe zu verkaufen, weshalb aktuell keine zukunftsorientierte Politik gemacht oder gewünscht wird, obwohl es an allen Ecken und Enden brennt.
Anstatt dass er positive Eigenschaften des menschlichen Hirns heraussucht, die zu aktivieren eine Änderung der Problemlage hervorbringen würde – damit würde er etwas nützliches für die Menschheit tun –, belässt er es dabei, mit den oben genannten lauwarmen Erkenntnissen aus Sozialpsychologie und Neuromedizin zu begründen, warum wir alle keinen Bock auf Klimaschutz haben, warum wir gerne bequem sind und warum das gerne so bleiben kann. Denn, Sie wissen ja... die Technik!
Da sind wir bei den konkreten Kritikpunkten: Die Technik wird es richten, sie habe es noch immer gerichtet, alle Schwarzmalerei ist sinnlos, so behauptet Beck. Meine Frage: Wer? Wer konkret wird es richten? Wer wird die Technik erfinden, die wir brauchen, um die Klimakatastrophe zu überwinden? Sind das dieselben, die nicht schwarzmalen? Sind das diejenigen, die der Meinung sind, die Rettung kommt ohnehin wie ein deus ex machina, da muss ich mich nicht anstrengen? Oder sind es diejenigen, die Verantwortung tragen wollen, diejenigen, die auf die Straße gehen und demonstrieren?
Die Technik ist nur ein Teil der Lösung, nicht die Ganze! Selbst wenn es eine Technik gäbe, wie zum Beispiel Elektroautos, dann würden die ja doch nicht genutzt werden, wie wir jeden Tag live in unseren Städten riechen können!
Die Klimabewegung ist ihm zu pessimistisch, dem Herrn Beck. Sie verbreite bloß Schwarzmalerei und Katastrophenszenarien. Die Menschen bräuchten echte Visionen, um überzeugt werden zu können. Behauptet er. Obwohl er an anderer Stelle sagt, die Menschen könnten sich die Zukunft gar nicht vorstellen. Als Aktivist für Klimaschutz und Verkehrswende fühle ich mich hier vollkommen im falschen Film. Denn die Vision, die ich den Menschen servieren kann, die kann man heute schon besichtigen und zwar live: in Utrecht, in Straßburg, in Kopenhagen. Dort gibt es bereits jetzt autofreie Städte, und genau da will ich hin!
Dieses Buch dient im Prinzip nur dazu, den Klimaschutz-Verweigerern Argumente mit auf den Weg zu geben. Es handelt sich hier um ein Manifest des Strukturkonservatismus. Hier werden "Männer über 60" in ihrer Anti-Haltung zu alledem, was neu, jung, weiblich, akademisch und umweltfreundlich ist, bestärkt und es soll ihnen das Gefühl gegeben werden, dass alles so in Ordnung ist. Das mag legitim sein, aber es entspricht nicht meiner Haltung.
Weil es gut und flüssig geschrieben ist und sich leicht lesen lässt, erhält dieser Text 2 Punkte. Der Abzug kommt durch den Inhalt.
Schon spannend, wie das menschliche Gehirn funktioniert. Leider steckt der Ableismus direkt im Titel und der Autor fällt auf seine von ihm benannten Denkfehler selbst hinein. So wird beispielsweise konsequent nicht gegendert, weil gendergerechte Sprache in der Allgemeinheit noch nicht angekommen sei. Während selbst der deskriptiv arbeitende Duden gendergerechte Sprache beschreibt.
"12 Gesetze der Dummheit" von Henning Beck ist ein Buch, das uns einen tiefen Einblick in die menschliche Denkwelt bietet und erklärt, warum wir oft so irrational handeln und Entscheidungen treffen, die uns langfristig schaden. Der Autor veranschaulicht seine Erkenntnisse anhand von zwölf kognitiven Denkphänomenen, die unser Verhalten beeinflussen und uns davon abhalten, vernünftige Entscheidungen zu treffen.
Beck schafft es, komplexe wissenschaftliche Konzepte auf verständliche und unterhaltsame Weise zu vermitteln. Er verwendet Alltagsbeispiele, um die Denkfehler, die wir alle begehen, greifbar zu machen. Dabei werden nicht nur individuelle Denkmuster beleuchtet, sondern auch gesellschaftliche und politische Entscheidungen analysiert.
Ich fand das Buch äußerst fesselnd und erhellend. Beck gelingt es, die Mechanismen hinter unseren Denkfehlern klar und anschaulich darzulegen. Die vielen Beispiele aus dem Alltag und der Geschichte verdeutlichen, wie diese Denkfehler immer wieder auftreten und zu suboptimalen Ergebnissen führen.
Besonders beeindruckend fand ich, wie der Autor die wissenschaftlichen Erkenntnisse mit Humor und persönlichen Anekdoten verknüpft. Dadurch wird das Buch nie langweilig und bleibt trotz des anspruchsvollen Themas sehr gut lesbar.
"12 Gesetze der Dummheit" regt definitiv zum Nachdenken an und motiviert dazu, bewusster über unsere Denkprozesse nachzudenken. Es hat mir geholfen, mein eigenes Denken zu hinterfragen und besser zu verstehen, warum wir Menschen immer wieder zu irrationalen Entscheidungen neigen. Ein Buch, das ich gerne weiterempfehle, da es nicht nur informativ, sondern auch äußerst unterhaltsam ist.
Das Cover ist schlicht und klar gehalten: auf weißem Untergrund ist der Titel mit Text und Untertitel. Die Mitte ziert eine Art Tetris-Würfel, der schräg nicht in die freie Lücke passt. Das Symbol spiegelt den Inhalt wieder und ist aus meiner Sicht treffend gewählt.
Nach einem kurzen Vorwort, geht der Autor auf 12 diverse Themen ( z. B. Die Sehnsucht nach Einfachheit, aus Prinzip dagegen, der Nabel der Welt, Frontenbildung, das Streben nach Wachstum,...) ein und untermauert seine Aussagen mit Ergebnissen wissenschaftlicher Forschungen/ Umfragen.
Der Inhalt ist aus meiner Sicht sachlich, aber nicht trocken. Dem Autor Henning Beck ist es gelungen, spannende Themen an Beispielen nah darzustellen und zu verdeutlichen. Im Ergebnis legt er dar, was uns bei Entscheidungen ausbremst und gibt Ideen wie diese gelöst werden können. Das Buch ist motivierend und regt zum Nachdenken an. Nach dem interessanten Vorwort hätte ich mir auch ein Nachwort gewünscht. Aus meiner Sicht endet es mit dem Kapitel 12 abrupt.
Zum Inhalt: Obwohl unsere Welt sich im Umbruch befindet und auch verändert werden muss, kommen wir irgendwie nicht voran, obwohl genügend Ideen oder Vorschläge da sind Woran liegt das? Genau diesem Phänomen geht der Neurowissenschaftler auf den Grund in dem er Denkphänomene beschreibt und was sie bei uns auslösen. Warum wir zum Beispiel nie die richtigen Entscheidungen treffen und doch damit einen Fortschritt erzielen. Meine Meinung: Oft sind Sachbücher ja furztrocken und man quält sich durch Fachchinesisch. Das ist hier so ganz und gar nicht der Fall. Ich fand das Buch irrsinnig interessant und auch sehr leicht lesbar und mehr als einmal habe ich gedacht, wie Recht der Autor doch hat. Ob man Dinge davon wirklich ins Leben übernimmt, bleibt abzuwarten, ist man doch viel zu sehr in Gewohnheiten verhaftet, aber vielleicht kommt einem das ein oder andere wieder in den Kopf und man macht doch mal was anders. Ich habe mich auf jeden Fall sehr unterhalten gefühlt. Fazit: Sehr interessant
Henning Beck nimmt uns mit auf eine Reise in die Funktionsweise unseres Gehirns und erklärt anhand 12 Denkfehlern, wie unsere Entscheidungen wegen der Funktion unseres Gehirns manipuliert werden.
Becks Schreibstil hat mit richtig gut gefallen. Man merkt, dass er darauf geachtet hat, alles verständlich zu beschreiben, weswegen sein Buch sich extrem flüssig lesen lies. Zur Verständiglichkeit hat auch beitragen, dass er sehr viele Beispiele verwendet, um einem den komplexen Sachverhalt verständlicher werden zu lassen und einen mit Beispielen immer wieder zum eigenen Nachdenken anregt. Die Beispiele haben mir beim Lesen super geholfen, um das theoretisch Gelernte auf eine praktische Weise zu durchdringen und die Relevanz hinter dem Angesprochenen erkennen zu können. Dadurch, dass ich mich in den Denkfehlern auch selber wiedererkennen konnte, war es umso interessanter zu verstehen, warum wir diese machen.
In "12 Gesetze der Dummheit* nimmt uns Neurowissenschaftler Henning Beck mit in sein Fachgebiet. Die Welt steht vor großen Herausforderungen und eigentlich gibt es sehr viel Wissen in der Gesellschaft um Lösungen für eben diese Herausforderungen zu finden. Doch woran hakt es, dass uns der Mut fehlt diese Lösungen auch umzusetzen. Die beschreibt der Autor auf seine Art und anhand vieler einleuchtender Beispiele und Experimente. Das Buch ist super anschaulich und Fachchinesisch sucht man hier vergeblich. Schlüssig aufgeteilt sind die 12 Kapitel und machen das Lesen leicht und unterhaltsam. Künftig weiss der Leser auch, warum manche Entscheidung so getroffen wird, wie sie getroffen wird. Man kann viel ins eigene Leben übernehmen und es ist auch nie zu spät eingefahrene Gewohnheiten zu ändern. Ich kann dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.
Henning Beck erklärt anhand vieler Beispiele aus der aktuellen Politik, welche Mechanismen menschliches Denken beeinflussen. Es ist sehr interessant zu erkennen, woran es liegt, dass nicht immer die schlausten Entscheidungen getroffen werden. Sein Stil ist flüssig, weshalb ich gut durchgekommen bin, obwohl ich mich mit Sachbüchern meist ein bisschen quäle. Die Ausführungen all diese Denkfehler auf den Alltag zu beziehen, also quasi den Leser/die Leserin dabei zu ertappen selbst auf sie reinzufallen, waren meistens materialistischer Natur: Geld als Anreiz "dumme" Entscheidungen zu treffen. Da konnte ich mich nicht ganz hineinversetzen und hätte mir vielfältigere Veranschaulichungen gewünscht. An sich ein lesenswertes Buch, aber das Gefühl jetzt viel schlauer zu sein und jeglichen Dummheiten aus den Weg gehen zu können, bleibt aus. 3,5 Sterne
Mich dünkt, dieses Buch ist von rechtsliberalem Gedankengut getrieben. Der Autor schreibt, die Menschheit stosse viel weniger CO2 aus als früher, was definitiv nicht stimmt. Oder bezüglich Corona kennt er den Unterschied zwischen No-Covid und Zero-Covid nicht, er unterstellt den Massnahmenbefürwortern im Westen, dieselben Restriktionen zu fordern wie in China. Auch glaubt er, die Menschen werden die Klimakrise rein mit Technik meistern und die Menschheit könne deshalb einfach "weiter so" machen, alles andere sei "dumm". Aber ich gebe zwei Sterne statt einen, weil ich Optimismus grundsätzlich mag.
Ein angenehmes Buch, dass verbreitete Denkmuster anhand von interessanten Anekdoten aufzeigt und Lösungen andeutet, ohne diese jedoch zu konkretisieren.
Mh ja ich bin irgendwo zwischen drei und vier Sternen. Für ein Sachbuch liest es sich sehr flüssig und dank der vielen Mitdenkbeispiele sehr verständlich. Vor allem dadurch, dass ich bisher nicht viel über Psychologie weiß, hatte ich ein paar Aha-Momente, allerdings wäre eine Kapitelübersicht oder ein Glossar mit allen Fachtermini hilfreich gewesen. Wenn er sich im 10. Kapitel auf das 3. Kapitel bezogen hat, hatte ich schon vergessen, was der Inhalt des 3. Kapitels war xD. Ich frage einfach ChatGPT nochmal nach den wichtigsten Erkenntnissen :)