Endlich ein Buch, das wieder Lust auf die Zukunft macht! Machen, verbessern, Argumente gegen den Pessimismus unserer Zeit
Die Angst vor dem Klimawandel, wirtschaftlichem Niedergang oder unberechenbaren Technologien beherrscht zu oft unser Denken. Statt mit dem Besten rechnen wir mit dem Schlimmsten und unterschätzen dabei die Kraft, mit der laufend gewaltige Fortschritte gemacht werden. Nicht als Verhängnis, sondern als Möglichkeit erzählt Ullrich Fichtner, einer der renommiertesten Journalisten des Landes, was uns in den kommenden Jahrzehnten erwartet. Was darf ein Kind, das heute geboren wird, im Laufe seines Lebens an Wandlungen erwarten? Auf welche Paradigmenwechsel muss es sich gefasst machen, welche neuen Horizonte werden sich ihm eröffnen? Basierend auf aktuellen Forschungen und Recherchen entwirft Ullrich Fichtner ein so realistisches wie faszinierendes Bild der Zukunft, das endlich wieder Lust auf die Welt von morgen macht.
In seinem Buch "Geboren für die großen Chancen" widmet sich Ullrich Fichtner den Herausforderungen, egal ob durch die Klimakrise, technologische Neuerungen oder wirtschaftliche Paradigmenwechsel, die uns in Zukunft erwarten, versteht sie aber nicht als Verhängnisse, sondern als Möglichkeiten. Entstanden ist daraus ein Sachbuch, das positiv auf und in die Zukunft blickt und andere Perspektiven auf verschiedene Themen eröffnet.
"Anthropozän heißt dann, und das macht ja die Vorstellung von einem neuen Erdzeitalter erst erschütternd: dass die Zukunft ein Raum ist, der von uns planvoll vorbereitet und willentlich hergerichtet werden kann und muss."
Ein schöner Kontrast zu all den täglichen Katastrophen in den Nachrichten und den Sorgen, die ich mir wegen des Klimawandels, den globalen politischen Entwicklungen und des wirtschaftlichen Niedergangs in Deutschlands mache. Und die Beispiele und Thesen sind nicht aus der Luft gegriffen, sondern durchaus nachvollziehbar und teilweise schon heute in ihren Anfängen erlebbar. Hier werden Innovationen und Megatrends auf positive Art und Weise zu Ende gedacht. Vielleicht wird zum Schluss und insbesondere für unsere Kinder doch alles gut?
Auch wenn ich zeitweise das Gefühl hatte, dass der Autor etwas sehr optimistisch ist - was die Gefahr bei Leser*innen birgt Sorgen in die Zukunft zu verdrängen - spendet es mir doch etwas Hoffnung! Zudem sehr interessant darüber zu erfahren was aktuell alles so in der Forschung geschieht.
Insgesamt ein spannendes Buch über viele zukunftsorientierte Projekte und Methoden. Zum Teil nicht gerade einfach geschrieben. Hoffnung gibt das Buch und gleichzeitig liest es sich zum Teil zu utopisch und lässt einen Alltagsbezug für den „Normalo“ fehlen…
"Hoffnung heißt weitermachen, auch wenn die Widerstände groß sind."
Geboren für die großen Chancen ist gespickt mit mutmachenden Aussagen wie dieser. Ullrich Fichtner stellt von Anfang an klar, dass er mit diesem Buch ein optimistisches - wenn nicht hinsichtlich der Faktenlage sogar ein spekulativ realistisches - Narrativ der Zukunft aufspannt. Eine besonders große Rolle nimmt dabei die fortschreitende Entwicklung der Technologie ein, Stichwort KI und Robotik, die er in vielen Bereichen für eine Schlüsseltechnologie hält: Gesundheitswesen, Arbeit, Klimaschutz und vieles mehr.
Mein Lieblingsteil war das erste Drittel: "Willkommen in der Wirklichkeit" hieß der erste Teil und räumte mit dem negativity bias auf, also die menschliche Neigung, das Negative mehr zu sehen als das Positive. Er beschreibt, dass die Welt viel besser entwickelt ist, als es viele Menschen denken, und die Zustände um einiges besser und hoffnungsstiftender, als die "gefühlte Wirklichkeit" der Gesellschaft annimmt.
Heutzutage, wo eine Krise und Hiobsbotschaft der anderen hinterherzujagen scheint, würde ich jedem dieses Buch sowie ähnliche Titel ans Herz legen. Es ist Zeit, dass wir das Gute sehen und uns dafür einsetzen, es zu verstärken.
Es hat etwas gedauert, bis ich "drinnen" war. Immer wieder habe ich mir gedacht: "Woher will er das wissen?". Aber so kann man sich nicht mit der Zukunft auseinandersetzen. Man weiß es eben nicht, man kann Vermutungen anstellen, und die dürfen auch kühn sein. Das Buch ist aber keineswegs eine Fantasterei. Viel mehr geht es um die Fragen, was entwickelt sich bereits bzw. was wird bereits entwickelt und wie wird sich das auf unsere Zukunft und die Zukunft der nächsten Generationen auswirken. Spannende und positive Gedanken werden präsentiert. Damit steht das Buch im Widerspruch zu den ständigen Weltuntergangsszenarien, die Clicks bzw. Leser bringen sollen. Nein, es ist nicht alles gut auf dieser Welt. Trotzdem geht es weiter und das wird spannend!