Lilje wird nach Jokkmokk in den hohen Norden Schwedens geschickt, um für das Online-Magazin eines Tourismusunternehmens über den traditionellen Wintermarkt der Sámi zu berichten. Dort angekommen gibt es jedoch eine böse Ü Das Hotel ist überbucht, und Lilje muss sich ein Zimmer mit Juha teilen. Juha ist als Sohn eines Rentierzüchters aufgewachsen, und lebt als Wissenschaftler in Stockholm. Während er Lilje die atemberaubende Schönheit des verschneiten Lapplands zeigt, kommen sich die beiden näher. Doch dann erfährt Lilje, dass Juha ihr etwas verschwiegen hat. Kann der Zauber der Polarnacht die beiden doch noch zusammenführen?
"Lichterzauber in Schweden" hat mich mit seinem Klappentext neugierig gemacht und ich habe eine gemütliche winterliche Geschichte gefreut.
Lilje hat eigentlich für die Karibik gepackt, aber dann ruft ihr Kollege vom Reisemagazin sie an, dass er kurzfristig ihre Reise übernimmt. Lilje muss nun stattdessen in den hohen Norden Schwedens. Dort angekommen ist ihr Hotel nicht mehr reserviert und sie muss sich stattdessen ein Zimmer mit Juha teilen, den sie im Bus kennengelernt hat.
Das Setting in verschneiten Schweden hat mir sehr gut gefallen. Es gibt viele tolle winterliche Aktivitäten, auf dene ich Lilje begleitet habe. Hier kommt eine tolle gemütliche und winterliche Atmosphäre auf, die mir sehr viel Spaß gemacht hat.
Lilje fand ich sympathisch und auch Juha mochte ich gerne. Die Chemie zwischen den beiden ist schnell vorhanden und entwickelt sich mit der Zeit zu mehr. Ich hätte mir manchmal noch ein bisschen mehr Romantik gewünscht, aber im Großen und Ganzen hat mir auch die Liebesgeschichte gut gefallen.
Das Buch konnte mich gut unterhalten und ich habe es sehr gerne gelesen. "Lichterzauber in Schweden" ist ein schöner Winterroman, den ich empfehlen kann.
Abgebrochen. Kurz überlegt, es zu Ende zu lesen, weil es ein Geschenk war, aber dafür ist mir meine Zeit dann doch zu schade. Furchtbar geschrieben, langweilig und voller Stereotypen.
I was really looking forward to read this book, since I’m a big fan of the north. Unfortunately it still felt a bit surface level. I don’t know maybe it was also the german translation, but I always felt a bit of a distance to the characters. There was a lot of information about the Sami which I liked.
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich persönlich liebe den Winter, die dunklen Tage und den wunderschönen Schnee. Zu einem Aufenthalt in DEM Winterwunderland schlechthin – Nordschweden – würde ich also nie nein sagen. Auch Lilje ist als Reisejournalistin prinzipiell sehr offen. Nur bei dieser Reise geht einiges schief. Eigentlich sollte sie nicht von der Kälte, sondern vom sonnigen Strand berichten. Und eigentlich sollte sie trotz dem ganzen Chaos wenigstens ein Hotelzimmer haben. Doch alles kommt anders und so findet sich Lilje als Zimmergenossin eines attraktiven Fremden wieder. Es ist die altbekannte Geschichte der ungeplanten Zimmergenossenschaft – doch die wenigen Tage sollten kaum ausreichen, um sich zu verlieben. Aber Lilje kann ihr Herz nicht an die Landschaft und Kultur der Sámi verlieren, ohne sich dabei auch in Juha zu verlieben …
LICHTERZAUBER IN SCHWEDEN nimmt nicht nur Lilje mit in ein Land voller Überraschungen – auch die Lesenden begeben sich von der ersten Seite an auf eine Reise. Zu Beginn wird klar, dass die Geschichte in wechselnder Perspektive und in dritter Person erzählt wird. Während das erste hilft, sich in beide Figuren besser hineinzusetzen, fällt mir beim anderen meist schwerer, mich auf sie einzulassen. Was würde bei diesem Buch also die Überhand gewinnen?
Ich muss gestehen, dass mir der Einstieg ins Buch nur holprig gelungen ist und ich einige Seiten gebraucht habe – ungefähr die ersten hundert – um mich so richtig an die Story zu gewöhnen. Ich hatte am Anfang zu wenig Zeit, Lilje und Juha so richtig kennenzulernen. Es ging einfach zu schnell, dass sie ankommen, sich noch gar nicht kennen und schon auf einem Zimmer zusammen landen. Hierbei wirkten einige Details nicht so ganz stimmig auf mich. Würde man als junge Frau wirklich einfach so die Nacht bei einem völlig fremden verbringen – auch wenn es rein platonisch ist und er enorm gut aussieht? Ich brauchte also meine Zeit, mit den Figuren warm zu werden und auch wenn ich sie schließlich besser ein- und abschätzen konnte, blieben sie mir doch bis zum Schluss etwas fern.
Eine andere Sache, dich mich zunächst verwirrt hat, war die Storyline. Was mir am Anfang zu schnell ging, entwickelte sich recht bald zu einer Geschichte, die sich sehr viel Zeit lässt und den Begriff „Entschleunigung“ neu definiert. Für mich war die Handlung eine schmale Gradwanderung zwischen entspannt und langatmig. Letzten Endes hatte das Buch nicht wirklich Längen, aber es war zwischendurch fast schon zu sehr Slow-Burn, um noch als Lovestory durchzugehen.
Ich bin mir auch nicht so ganz sicher, worin der Fokus der Autorin genau lag. War es das Liebespaar oder doch eher die Sámi-Thematik? Im Grunde ist es ja auch genau dieses Thema, was die Geschichte dann eben doch von anderen Romanen mit dieser Art von cozy Lovestory unterscheidet. Das Setting ist verzaubernd und was man im Roman über dieses sehr besondere Volk der Sámi lernt, ist spannend. Gefehlt hat es mir aber auch hier an Stimmigkeit. Es steht außer Frage, dass Naturschutz und Diversität wichtig und aktuell sind. Der Kontrast zu der restlichen Ruhe im Roman war mir allerdings zu hoch. Und auch die Verteilung der Thematiken im Buch wirkte zu unharmonisch. Themen, die eine Zeit lang als enorm problematisch dargestellt wurden, verlaufen im Sand und werden am Ende in einem Halbsatz „geklärt“. Auch die Lovestory war mir am Anfang und am Ende je zu geballt, im Mittelteil kam da einfach zu wenig.
Mein Fazit: Es gibt eine Sache, wofür ich das Buch wirklich geliebt habe und in meinen Augen ist es DAS Argument, um diese Geschichte zu lesen: das Setting. Das, was man auf Dänisch als „Hygge“ bezeichnet, ist nicht nur total im Trend, sondern in Buchform auch entspannender als jede Meditation. LICHTERZAUBER IN SCHWEDEN war in der Hinsicht ein wirklich angenehm zu lesendes Buch. Ich hatte einige schöne Lesestunden, aber rückblickend hat es mich einfach nicht ganz mitgenommen. Ein typisches nett-für-zwischendurch-drei-Sterne-Buch.
„Lichterzauber in Schweden“ von Anna Lindqvist ist ein Buch, das mich vor allem durch den Klappentext und die Prämisse einer wundervollen Liebesgeschichte, in den Tiefen von Lappland, neugierig gemacht hat. Doch leider konnte mich das Buch nicht überzeugen.
Angefangen beim Schreibstil, mit dem ich nicht warm geworden bin. Für mich war er doch sehr distanziert, sodass Emotionen und Gefühle der Protagonisten häufig auf der Strecke geblieben sind. So sehr ich mir Nähe zu Lilje und Juha gewünscht habe, ich habe sie nicht gefunden. Des Weiteren waren die Kapitel für mich immer wieder sehr stockend und besonders die, in denen man Juha verfolgt hat, wirkten oftmals, sehr gestellt. Es hat auf mich den Eindruck gemacht, dass man sie unbedingt einbauen wollte, auch wenn man sie gewiss nicht an jeder Stelle gebraucht hätte.
Und damit komme ich zu den Protagonisten an sich. Lilje soll Journalistin sein. Das habe ich immer wieder vergessen, denn sie war absolut unorganisiert und hat kaum Recherche betrieben. Auf mich hat es eher den Eindruck gemacht, als wäre sie eine Influencerin, die ihre Follower mit auf aufregende Touren nimmt. Mit Juha konnte ich dagegen schon mehr anfangen. Er war für mich greifbarer und auch seine gesamte Familiengeschichte hat, häufig, Sinn gemacht.
Generell fand ich es toll, dass die Sámi eine Rolle gespielt haben, denn ich finde ihr Leben wirklich interessant. Deshalb habe ich mir auch viele Informationen über ihr Leben erhofft. Doch leider wurden auch sie zu großen Teilen oberflächlich behandelt. Oftmals wurde nur über die Kleidung gesprochen und Hintergründe außer Acht gelassen.
Zudem fand ich es schade zu sehen, wie politische und ökologische Probleme, die im Buch eine große Rolle gespielt haben, einfach mit einem kurzen Satz im Prolog abgehandelt wurden. Man hat gemerkt, dass es dafür noch eine Lösung geben musste, die aber eigentlich auch egal ist, solange am Ende alle glücklich sind.
Es hat einfach an jeder Ecke dieses Buches an Tiefe gefehlt und das hat mich sehr genervt. Das Einzige, was mir wirklich gefallen hat, war das Setting in Jokkmokk mit dem Wintermarkt und der damit einhergehenden gemütlichen Atmosphäre. Sie hat die Geschichte definitiv besser gemacht.
Nichtsdestotrotz ist das gesamte Buch, für mich, nichts Halbes und nichts Ganzes, denn vor allem die Liebesgeschichte habe ich Lilje und Juha immer weniger abgenommen. Dazu das gezwungene Drama und Lilje, die direkt vom Schlimmsten ausgeht, sobald sie etwas von Menschen hört, die sie nicht kennt und Juha sich nicht sofort bei ihr meldet. Ich bezweifle auch, dass sich die beiden wirklich und ehrlich kennengelernt haben in der kurzen Zeit. Aber nun gut. Für mich war und ist dieses Buch nichts, obwohl es so vielversprechend klang.
Eine tiefgehende und berührende Liebesgeschichte lässt sich hier nicht finden.
Dieses winterlich-romantische Abenteuer von Anna Lindqvist hat mich von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen. Die Geschichte, die in Lappland spielt, in Verbindung mit dem faszinierenden indigenen Volk der Samen, hat mir emotional nicht nur viel gegeben, sondern auch mein Wissensstand erweitert. Anna Lindqvists Recherchen verleihen dem Buch eine bemerkenswerte Tiefe und machen es zu einem gefühlvollen Erlebnis.
Die Protagonistin Lilje Sommer ist eine wirklich tolle Persönlichkeit, deren offene und fröhliche Art sich nicht nur in ihrem Namen, sondern auch in ihrem bunten Kleidungsstil und den türkisblauen Haaren widerspiegelt. Ihr beruflicher Ausflug nach Jokkmokk, statt der ersehnten Karibik, um über den dortigen Wintermarkt zu berichten, stellt für sie eine unerwartete Wendung dar. Jokkmokk ist ein abgelegener Ort im Norden von Schweden – umgeben von rauer Natur – der interessante Einwohner beherbergt.
Meine Schwärmerei für Lilje liegt nicht nur in ihrer äußeren Erscheinung, sondern vor allem in ihrer Klugheit, Nachsichtigkeit und ihr Talent zur Selbstreflexion. Diese Eigenschaften versprechen, dass sich die Handlung auf das Wesentliche konzentriert, ohne in unnötigem Drama zu versinken. So muss sie zum Beispiel gleich zu Beginn ein Hotelzimmer mit einem Fremden zu teilen, da das Hotel völlig ausgebucht ist. Wenn das nicht nach interessant zu werdenden Seiten schreit, dann weiß ich auch nicht.
Der Unbekannte, Jahu Jannok, ein Sami und somit Angehöriger des indigenen Volkes, fasziniert durch seine tiefe Verbindung zur Natur, den Rentieren und seinem Volk. Obwohl er sich entschieden hat, sein Erbe als Rentierhirte nicht anzutreten, setzt er sich vehement für Umweltschutz ein, indem er mit verschiedenen Organisationen zusammenarbeitet und in Stockholm lebt. Jahu ist nicht nur intelligent, sondern auch fürsorglich, loyal und äußerst attraktiv, was die Dynamik zwischen ihm und Lilje auf eine sehr fesselnde Ebene hebt.
Anna Lindqvist beschreibt beide Charaktere auf authentische Weise und ermöglichte es mir, mich durch ihren einfühlsamen Schreibstil sehr wohlzufühlen. Der Wechsel der Perspektiven zwischen den Kapiteln gewährte mir einen tiefen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt beider Protagonisten, so dass mich die respektvolle, liebevolle und verständnisvolle Interaktion zwischen Lilje und Jahu sofort in ihren Bann gezogen hat. Anna Lindqvist vermittelt nicht nur die Geschichte, sondern auch die Kultur und die Natur des Landes auf eine Weise, die mich dazu gebracht hat, sie zu verstehen und zu lieben.
Fazit:
Die gelungene Darstellung von Liljes wundervollen Persönlichkeit und Jahus tiefer Verbindung zur Natur schafft eine authentische Dynamik, die mich absolut gefesselt hat. Anna Lindqvists einfühlsamer Schreibstil ermöglicht nicht nur eine emotionale Verbindung zu den Protagonisten, sondern vermittelt auch eindrucksvoll die Schönheit der schwedischen Kultur und Natur. Das respektvolle und liebevolle Miteinander von Lilje und Jahu sowie die tiefgehende Erzählweise machen dieses Buch zu einer bereichernden Lektüre, die Herz und Verstand gleichermaßen anspricht.
- Ein wunderschöner Winterroman über Vertrauen und Hoffnung in einem traumhaften Land
Lichterzauber in Schweden, von Anna Lindqvist, erschienen im Heyne Verlag am 13.09.2023 Taschenbuch 416 Seiten
Klappentext
Lilje wird nach Jokkmokk in den hohen Norden Schwedens geschickt, um für das Online-Magazin eines Tourismusunternehmens über den traditionellen Wintermarkt der Sámi zu berichten. Dort angekommen gibt es jedoch eine böse Überraschung: Das Hotel ist überbucht, und Lilje muss sich ein Zimmer mit Juha teilen. Juha ist als Sohn eines Rentierzüchters aufgewachsen, und lebt als Wissenschaftler in Stockholm. Während er Lilje die atemberaubende Schönheit des verschneiten Lapplands zeigt, kommen sich die beiden näher. Doch dann erfährt Lilje, dass Juha ihr etwas verschwiegen hat. Kann der Zauber der Polarnacht die beiden doch noch zusammenführen?
Meine Meinung
Ein zauberhaftes Cover und ein vielversprechender Klappentext, dazu ein Land, das Winterträume wahr werden lässt. Wir reisen mit Lilje nach Jokkmokk und sind ebenso entsetzt, wie sie die Nacht mit einem Fremden, nämlich mit Juha, in einem Zimmer zu verbringen. Die beiden arrangieren sich so gut es geht, aber heimliche Blicke erlauben sie sich doch. Ihre Anziehungskraft ist stellenweise etwas eingefroren, aber kein Wunder bei Temperaturen bis zu minus 30 °C. Doch ein wärmendes Feuer entfacht auch in ihnen einen kleinen Brandherd.
Lilje ist als Journalistin im Auftrag für ein Tourismusbüro aus Deutschland unterwegs. Ihr Reisebericht soll den Wintermarkt in Schweden im schönsten Licht erstrahlen lassen. Dort ist kein Platz für die Probleme der Samen oder Naturschutz.
Juha steht auf der anderen Seite, als Sámi und Wissenschaftler möchte er seine Heimat und seine Sámi-Familie vor der Ausbeutung und Unterdrückung schützen.
Lilje und Juha sind vielversprechende Charaktere, ihre Entwicklung im Einzelnen hat mir sehr gut gefallen. Zusammen hätte es ruhig etwas dynamischer sein dürfen. Da die Autorin in ihrem Buch auch das Thema der indigenen Bevölkerung aufnimmt, hätte ich mir hier auch mehr Auseinandersetzung der Protagonisten damit gewünscht. Auch das Thema Naturschutz kam mir etwas zu kurz.
Fazit
Anna Lindqvist hat einen angenehmen Schreibstil und ich tauche mit Lilje, in das faszinierende Winterwunderland Schweden ab. Eisige Kälte, eine Schlittenhundefahrt, Saunabesuche, eine Ballonfahrt und noch vieles mehr erlebe ich mit den Protagonisten. Durch die abwechselnde Erzählperspektive bin ich hautnah dabei. Ich vergebe sehr gerne 4,5 🐥🐥🐥🐥 und eine Leseempfehlung. Wo keine halben Sterne möglich sind, runde ich auf.
Zusammenfassung: Lilje Sommer ist für einen Artikel über den traditionelle Wintermarkt nach Jokkmokk, in den Norden Schwedens, geflogen. Dort erwarten sie Kälte, Rentiere und zahlreiche andere Touristen. Leider sind es so viele Touristen, dass die Hotels total ausgebucht sind und bei der Umbuchung des Hotelzimmers auf ihren Namen wohl ein Fehler unterlaufen ist. Nun steht sie vor der Wahl: in der Lobby schlafen oder sich mit einem gutaussehenden Mann das Zimmer teilen. Juha kommt aus Jokkmokk, seine Familie züchtet Rentiere und führt ein traditionelles Leben als Volk der Sámi. Er selbst ist losgezogen um zu studieren und seiner Familie sowie seinem Land anderweitig zu helfen. Auf dem Wintermarkt hält er verschieden Vorträge über die Bedeutung des Umweltschutzes und kommt so immer wieder auch mit Lilje ins Gespräch. Diese merkt recht früh, dass die Landschaft der Region in Gefahr zu sein scheint.
Schreibstil: Anna Lindqvist hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Die Kultur der Sámi hat sie toll dargestellt und die Landschaft fantastisch beschrieben. Da das Setting nicht fiktiv, sondern real ist, konnte man durch die verschiedenen Bilder ein sehr gutes Gefühl für die Gegend bekommen.
Charaktere: Lilje ist eine äußert neugierige und kommunikative Person. Mit ihren blauen Haaren sticht sie aus der Menge des Wintermarktes hervor. Sie ist feinfühlig, emphatisch und klug. Als Journalistin für Traumziele braucht sie genau diese Eigenschaften. Doch sie ist genauso aufgeschlossen für die indigene Kultur der Sámi und finde die Einflüsse äußerst interessant. Juha lebt in Stockholm und arbeitet dort als Wissenschaftler. Er setzt sich für den Erhalt der Natur also ein harmonisches Zusammenleben zwischen Menschen und der Natur ein. Nach Jokkmokk wurde er geschickt um von Interessierten Vorträge zu halten. Glücklicherweise lässt sich dieser Aufenthalt gut mit einem Familienbesuch kombinieren. Doch auch ein unangenehmes Ereignis steht für ihn an und das resultiert aus seiner Vergangenheit.
Fazit: Lichterzauber in Schweden hat mir sehr gut gefallen. Die Kultur und die Landschaft hat man sehr gut vermittelt bekommen. Das Buch hatte insgesamt eine sehr gemütliche Atmosphäre, die durch verschiedene Ereignisse kurzweilig gestört wurde. Einzig und allein das Drama am Ende des Buches war mir etwas zu viel und wäre angenehmer zum Lesen gewesen, wenn sich die beiden Charaktere so gelassen, wie im bisherigen Buch, verhalten hätten. Dennoch eine tolle Geschichte, die mir mehr geben konnte, als ich erwartet hatte.
Die Weihnachtszeit nähert sich in großen Schritten und somit wurde es wie in jedem Jahr wieder an der Zeit, sich einigen Weihnachtsgeschichten zu widmen, um noch mehr in Weihnachtsstimmung zu kommen. Den Anfang macht dabei „Lichterzauber in Schweden“ von Anna Lindqvist - und dieser könnte nicht besser sein, um in Weihnachtsstimmung zu kommen, denn hier wurde ein Setting geschaffen, das quasi dazu einlädt, das Buch mit Spekulatius, Tee und einer warmen Decke zu genießen.
„Lichterzauber in Schweden“ liest sich leicht und flüssig, die Dialoge sind mal herzerwärmend, mal sarkastisch und flirtend, aber immer authentisch, sodass man sich recht schnell an die Figuren, allen voran Lilje und Juha gewöhnen und mit ihnen mitfiebern und vor allem mitfühlen kann.
Die Geschichte wird dabei abwechselnd aus der Sicht von Lilje und Juha erzählt. Während Juha gebürtig aus Jokkmokk kommt und nur über die Weihnachtszeit wieder in seine Heimatstadt reist, wird die junge Flensburgerin Lilje beruflich zu dem kleinen, beschaulichen Ort am Polarkreis geschickt, um als Reisejournalistin dort über den Wintermarkt zu berichten. Da jedoch sämtliche Hotels ausgebucht sind, muss schnell eine Notlösung her und so kommt es, dass ausgerechnet Lilje und Juha sich ein Zimmer teilen müssen, was nicht ohne Folgen bleibt.
Sehr schön ist dabei, dass es in diesem Buch nicht nur um die Begegnung und Annäherung zwischen Lilje und Juha geht, sondern man lernt auch noch die Traditionen der Sami bzw. Lappen zur Weihnachtszeit kennen. Die Beschreibung des Wintermarktes und die Traditionen sind so detailliert und bildgewaltig, dass man das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein.
Obwohl solche Romane grundsätzlich immer ein wenig vorhersehbar sind und hier und da mit Kitsch und Klischees versehen sind, hat es mich bei „Lichterzauber in Schweden“ nicht gestört, da es gut dosiert ist und immer glaubwürdig wirkt, ohne dabei überspitzt zu sein.
Kurz gesagt: „Lichterzauber in Schweden“ ist insgesamt eine schöne Geschichte, die einen nicht nur perfekt in Weihnachtsstimmung bringt, sondern auch mit einer schönen Liebesgeschichte und vielen Informationen über die Sami daherkommt.Wer sich also für ein etwas anderes Weihnachten interessiert, sollte definitiv einen Blick in das Buch werfen.
Dies ist mein erster Roman, den ich von der Autorin Anna Lindqvist gelesen habe und ich muss gestehen, die Autorin hat mich mit ihrer Geschichte, in der sie uns in den hohen Norden entführt, be- und verzaubert. Der Inhalt: Lilje wird nach Jokkmokk in den hohen Norden Schwedens geschickt, um für das Online-Magazin eines Tourismusunternehmens über den traditionellen Wintermarkt der Sámi zu berichten. Dort angekommen gibt es jedoch eine böse Überraschung: Das Hotel ist überbucht, und Lilje muss sich ein Zimmer mit Juha teilen. Juha ist als Sohn eines Rentierzüchters aufgewachsen, und lebt als Wissenschaftler in Stockholm. Während er Lilje die atemberaubende Schönheit des verschneiten Lapplands zeigt, kommen sich die beiden näher. Doch dann erfährt Lilje, dass Juha ihr etwas verschwiegen hat. Kann der Zauber der Polarnacht die beiden doch noch zusammenführen? Was für eine tolle Wohlfühllektüre, die wie eine herzliche Umarmung ist. Wenn ich die Augen schließe, läuft das Gelesene wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Ich sehe die unendliche Weite vor mir, genieße – dick eingemummelt – die Spaziergänge im Schnee und habe mich auf Anhieb in die faszinierenden Rentiere verliebt und wurde vom Polarlicht verzaubert. Außerdem lerne ich wunderbare Menschen, allen voran die liebenswerte Lilje Sommer kennen. Sie soll für ein Magazin von einem besonderen Ereignis, und zwar den Wintermarkt der Sami berichten. Es fand ich total interessant, was ich über diese Menschen und ihr Leben erfahren habe. Lilje schlägt sich hier in der Eiseskälte tapfer und teilt sich auch mit Juha ein Zimmer. Juha ist ein meinen Augen auch ein ganz besonderer Mensch, den ich sofort ins Herz geschlossen habe. Er bemüht sich um Lilje und zeigt ihr sein Lappland. Man spürt förmlich den Funkenflug zwischen den beiden, doch es scheint kein Happyend für die beiden zu geben – wäre da nicht der Zauber und die Magie des Nordlichts. Das Happyend hat mich wirklich sehr berührt. Eine wunderschöne gefühlvolle Lektüre, die mir Traumlesestunden beschert hat. Auch das Cover ist für mich ein echter Hingucker. Gerne vergebe ich für dieses Lesevergnügen der Extraklasse 5 Sterne.
Diese Buch passt perfekt zur Jahreszeit. Es ist winterlich, aber keinesfalls weihnachtlich. Wir begleiten Lilje Sommer auf eine überraschende Reise nach Jokkmokk in Schweden. Als Journalistin ist sie dort hergekommen um über den Wintermarkt der Sámi zu berichten. Vorher hatte ich noch nie etwas von der Region und dem Wintermarkt gehört, umso schöner war es, dass man einen sehr tiefen Einblick bekommen konnte.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht. Lilje mochte ich mit ihrer Art direkt. In der Geschichte konnte ich mich gleich von Anfang an wohlfühlen. Juha wirkte für mich zuerst etwas unnahbar, aber besonders dadurch, dass man durch die abwechselnden Sichten viel über beide erfährt, ist auch er für mich im Laufe des Buches klarer geworden. Da ist sofort eine gewisse Spannung zwischen Juha und Lilje. Zur Liebesgeschichte zwischen ihnen gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Mir hat sie sehr gefallen.
Durch die vielen Ausflüge, die Lilje unternommen hat, konnte man die Umgebung von Jokkmok gut kennenlernen. Durch Juha hat man viel über die Welt der Sámi und Rentierhirten erfahren. Dadurch war das Buch vielschichtiger als ich anfangs gedacht habe. Die vielen Charaktere im Dorf und in Juhas Sameby, die am Rande noch vorgestellt wurden, waren ebenso authentisch und sympathisch.
Was mir jedoch manchmal nicht gefallen hat, waren schnelle Gedankensprünge, wo ich manchmal nicht so gut hinterherkam. Am Ende hat sich das jedoch gelegt. Ein anderer negativer Punkt, war der Epilog. Dieser war zwar sehr süß, aber gebraucht hätte ich ihn nicht. Der Jahreszeitenwechsel war mir da irgendwie zu krass.
Insgesamt war es eine schöne Wintergeschichte, die gleichermassen informativ und aufklärend war. Von mir gibt es vier von fünf Sterne!
This entire review has been hidden because of spoilers.
Lilje Sommer ist Journalistin und wird kurzerhand von ihrem Online-Magazine für ein Tourismusunternehmen in den Norden Schwedens, nach Jokkmokk zu dem Wintermarkt der Sámi geschickt. Bei der Unterkunftsbuchung ist allerdings ein Fehler unterlaufen und nun muss sich Lilje ein Zimmer in dem vollen Städtchen mit den ansehnlichen Juha teilen. Juha ist der Sohn eines Rentierzüchters und bietet ihr an die Schönheiten des Lapplandes zu sehen. Doch kann es die beiden zusammenführen oder sind ihre Leben zu unterschiedlich und Juha schweigt weiterhin?
Ein schöner Roman in einer Traumlandschaft. Die Story ist schön und die beiden Hauptpersonen haben einen starken und ausgeprägten Charakter. Mir hat die Story ganz gut gefallen, aber so richtig packen konnte es mich doch nicht, ich kann aber auch gar nicht sagen wieso. Was ich aber sehr toll fand ist, dass man als Leser die Sámi gut kennenlernt. Man lernt über ihre Kultur, Lebensweise und auch warum die Natur für sie so viel Bedeutung hat. Auch der Konflikt mit der Wirtschaft ist ein Thema, dass durch einen Hotelbau repräsentiert wird. Der Konflikt ist realistisch darstellt und zeigt, dass die Sámi immer noch nicht ganz akzeptiert werden. An vielen Stellen regt die Geschichte daher auch zum Nachdenken über die Gesellschaft an.
Ein guter Roman um die Sámi mehr kennen zu lernen und ihre Geschichten zu verbreiten.
Ich bin wirklich enttäuscht von dem Buch und habe ab der Hälfte die Seiten auch nur noch überflogen, um endlich fertig zu sein.
Leider bleibt die Thematik rund um die Sámi wirklich oberflächlich, dabei hatte ich so gehofft mehr über sie und das Land Schweden zu erfahren. Juhas Engagement als Umweltschützer kann ja auch nicht so weit gehen, nie wird erwähnt in welcher Form er dort tätig ist.
Ich habe selten so unsympathische Hauptcharaktere wie Lilje und Juha erlebt. Wahrscheinlich liegt es auch an der Erzählung in der dritten Person, aber es bleibt stets eine Distanz zwischen Leser*in und den beiden. Ich habe absolut keine Ahnung wieso die beiden verliebt sind, sie waren es einfach plötzlich und seit dem lüstete Juha wirklich auf eine sehr creepy Weise nach Lilje.
Der Konflikt der die beiden, wie im Klappentext erwähnt, auseinandertreibt wirkt noch gezwungener als die ohnehin schon sehr künstliche Liebesbeziehung der beiden. Das Ende ist sehr lieblos und übertrieben.
Das Buch war äußerst flüssig zu lesen und leicht verständlich. Besonders die Einblicke in die schwedische Kultur fand ich interessant. Die Darstellung des Settings weckte in mir den Wunsch, sofort in den verschneiten Charme Schwedens zu reisen – allerdings könnten mir die -20°C dann doch zu kalt sein. Die Protagonisten Juha und Lilje zeigten von Anfang an ein tiefes Verständnis und harmonisches Miteinander, das sich nach und nach zu einer Liebesgeschichte entfaltete.
Insgesamt ist es ein gutes Buch für Zwischendurch, besonders wenn man sich nach einer winterlichen Reise nach Norwegen sehnt.
Mir fällt es schwer, das Buch zu rezensieren, aber leider haben einige Dinge nicht gepasst. Ich freute mich sehr auf die Lektüre, denn ich lese gerne über indigene Völker, gerne auch mal als Teil einer Liebesgeschichte. Doch die Thematik rund um die Sámi wird nur oberflächlich angekratzt und dadurch etwas romantisiert. Lilje soll für ein Tourismusunternehmen über Jokkmokk im Norden Schwedens berichten. Dort muss sie sich ein Zimmer mit Juha teilen, da alles ausgebucht ist. Juha als Figur mochte ich ganz gerne, er war das positive Highlight der Geschichte. Mit Lilje konnte ich mich nicht anfreunden. Sie ist sehr naiv, hat für jemanden, der seit der Kindheit so viel rum gekommen ist sehr wenig Allgemeinwissen und den Job der Journalistin nehme ich ihr überhaupt nicht ab. Sie ist nicht strukturiert, man muss ihr immer erst mal Flyer oder Bücher in die Hand drücken, damit sie auf die Idee kommt, zu recherchieren – selbst das macht sie nur halbherzig. Neben der Protagonistin hatte der Roman einige handwerkliche Schwächen, die fehlenden Textblöcke in Auflage 1 & 2 sind das kleinste Problem. Zunächst einmal haben mich die Übergänge gestört. Szenen- und Kapitelwechsel wirken nicht durchdacht. Z. Bsp. erfährt Lilje über das große Leid, dass die Sámi erfahren mussten & zum Teil immer noch tun, woraufhin sie erstmal auf ihrem Hotelzimmer eine Runde Yoga macht, um die negativen Gedanken zu vertreiben. Das lässt nicht nur Lilje unreflektiert wirken, es hinterlässt auch keinen guten Gesamteindruck. Für mich sind die Sámi kein Neuland, deshalb hat mich der Umgang damit vielleicht mehr gestört als andere Leser:innen. Bei der Suche nach den fehlenden Textblöcken bin ich zufällig auf etwas gestoßen, das mich noch mehr störte als die inhaltlichen Schwächen des Buches. Über die Autorin Anna Lindqvist ist außer ein paar Zeilen nichts zu finden; darin, als auch im Namen, wird eine gewisse Nähe zu Skandinavien & sogar den Sámi suggeriert – so kam es zumindest bei mir an. Nach kleiner Recherche muss ich nun annehmen, dass es sich um ein Pseudonym handelt & die Autorin öfter so vorgeht. Ich habe grundsätzlich nichts gegen Pseudonyme, aber gerade wenn es um indigene Völker geht, deren eigene Stimmen so lange unterdrückt wurden, sollte mit mehr Fingerspitzengefühl herangegangen werden, wenn man denn unter einem Pseudonym & einer fiktiven Autorinnenpersönlichkeit veröffentlicht.
Eine Romanze die zwischen den ganzen Erlebnissen in Jokkmok literarisch zu kurz kam. …und dann ist da noch die Sache mit der Sami-kultur. Ein wichtiges Thema und auch ein Thema worauf aufmerksam gemacht werden sollte. Anstelle in dem Buch dann noch Hinweise oder Seiten anzubieten die zu mehr Informationen einladen, Nein! Ich hatte das Gefühl, das hier die Autorin versucht hatte ein bisschen Tragödie mit in die fast nicht vorhandene Romanze einzubauen. Leider ein Flop. Positiv war aber die Kulisse und das teilweise ein Gefühl von Gemütlichkeit vermittelt wurde.