There is in certain circles a widely held belief that the only proper kind of knowledge is scientific knowledge. This belief often runs parallel to the notion that legitimate knowledge is obtained when a scientist follows a rigorous investigative procedure called the 'scientific method'. Chris Haufe challenges this idea. He shows that what we know about the so-called scientific method rests fundamentally on the use of finely tuned human judgments directed toward certain questions about the natural world. He suggests that this dependence on judgment in fact reveals deep affinities between scientific knowledge and another, equally important, sort of that of humanistic creative endeavour. His wide-ranging and stimulating new book uncovers the unexpected unity underlying all our efforts – whether scientific or arts-based – to understand human experience. In so doing, it makes a vital contribution to broader conversation about the value of the humanities in an increasingly STEM-saturated educational culture.
Chris Haufe räumt in Do the Humanities Create Knowledge? mit dem Vorurteil auf, echte Erkenntnis sei allein den Naturwissenschaften vorbehalten. Er zeigt, dass die sogenannte „wissenschaftliche Methode“ keineswegs ein mechanisches Verfahren ist, sondern wesentlich auf differenzierten menschlichen Urteilsprozessen beruht. Damit legt Haufe eine tiefe Verwandtschaft zwischen wissenschaftlicher Forschung und geisteswissenschaftlicher Kreativität frei: Beide zielen darauf, menschliche Erfahrung zu ordnen und verständlich zu machen. In einer STEM-fixierten (MINT im deutschen Sprachraum) Gegenwart ist sein Buch ein überzeugendes Plädoyer für die Einheit des Wissens und den unersetzlichen Wert der Geisteswissenschaften. Der Brückenschlag: Urteilskraft als Fundament Haufes Werk verknüpft zentrale erkenntnistheoretische Fäden der zuvor diskutierten Positionen. Zu Robert Audi (Of Moral Conduct): Während Audi die „Architektur der Vernunft“ als interne Struktur des Subjekts beschreibt, zeigt Haufe, dass genau diese Struktur auch das Fundament der Naturwissenschaften bildet. Ohne die von Audi betonte rationale Urteilskraft gäbe es keine wissenschaftliche Methode. Zu Matthew Lindauer (The Fruitfulness of Normative Concepts): Haufes Ansatz liefert eine starke Rechtfertigung für Lindauers Begriff der „Fruchtbarkeit“. Wenn wissenschaftliches Wissen auf menschlichem Urteil beruht, dann bemisst sich die Güte eines Konzepts – in Biologie ebenso wie in Ethik – an seiner Fähigkeit, neue Einsichten zu erzeugen und Probleme produktiv zu bearbeiten. Zu Zach Weber (Paradoxes and Inconsistent Mathematics): Haufe erinnert daran, dass Wissen kein starres Abbild der Welt ist, sondern ein konstruktiver Prozess. Das harmoniert mit Webers parakonsistenter Perspektive: Wenn Urteilskraft zentral ist, können wir auch lernen, mit Paradoxien umzugehen, die entstehen, wenn menschliche Kategorien auf eine komplexe Welt treffen.
3.5 reflection on the system and questioning the foundation of it. If it’s built on a shaky one, no matter how much value it generates, the in-the-box whirls can only ‘follow’ but never touch the essence.