Fast ihr ganzes Leben hat Erika Freeman in New York verbracht, dann sitzt sie eines Abends in der Talkshow von Dirk Stermann, «Guten Abend, Österreich», und verzaubert ihren Gastgeber und die Nation. Im hohen Alter lebt sie wieder in ihrer Heimatstadt Wien, jeden Mittwoch kommt Dirk sie nun besuchen, um sich mit ihr bei Kipferln und Melange über Gott und die Welt und über ihr faszinierendes Leben zu unterhalten.
Geboren 1927, ist Erika mit 12 Jahren vor den Nazis nach New York geflohen. Sie wächst in einem Waisenhaus auf, hat Anteil an der Gründung Israels und wird nach dem Studium Psychoanalytikerin; ganz auf sich gestellt, ihre Mutter hat den Krieg nicht überlebt. Ihr Vater, vermeintlich im KZ gestorben, glaubt seinerseits, als Einziger der Familie überlebt zu haben, bis er mitten auf dem Broadway seinen Bruder trifft. Als Therapeutin ist Erika bald eine Berühmtheit, die Riege ihrer Patienten reicht von Brando bis Monroe. Nun, mit 95, ist sie wieder Österreicherin geworden, residiert im berühmten Hotel Imperial, wo einst Hitler nächtigte, und wenn man sie fragt, wie es ihr geht, sagt «Gut. Wenn nicht heute, dann morgen.»
Ich fand einige Passagen suuuper gut, andere dafür langweilig oder outdated (von der Sprache her - die Dame ist allerdings auch über 90). Mochte es und würde es eingeschränkt empfehlen , allerdings muss man dafür sehr im Lesefluss sein. Das Buch hat einen ganz eigenen, einzigartigen Stil und bietet Einblick in ganz andere Perspektiven. Auch wird mehrfach auf bekannte PsychologInnen verwiesen wie Margaret Mead (Samoa-Mädchen, EP), aaaaandauernd Freud und seine Tochter Anna oder auch Eric Kandel (Aplysia californica;)).
2,5 von 5 because i would like some critical thought from the author ab und zu. Nicht alles was Erika sagt, sollte unkommentiert bleiben. Und Irgendwann war dann auch mal genug über Trumps Arsch gesagt
Entdeckt habe ich das Buch über den Zwei Seiten Podcast und war gleich fasziniert von der Person Erika Freeman. Es war toll über sie und ihr bisheriges Leben und das jetzige Leben im Hotel Imperial in Wien zu lesen.
Weniger begeistert war ich von Dirk Stermann, deswegen keine 5 Sterne. Meiner Meinung nach wollte er zu viel von sich selber unterbringen, auch wenn es gar nicht gepasst hat. Bzw das Buch war sich nicht klar, ob es um Erika Freeman geht oder um Erikas Gespräche mit Stermann...
Alleine aufgrund Erika Freemans Lebensgeschichte und ihrer heiter-lakonischen Art selbst über die schwersten Schicksalsschläge zu erzählen, ist dieses Buch lesenswert. Quasi eine kleine Anleitung trotz aller Widrigkeiten den Blick auf die schönen Aspekte des Lebens nicht zu verlieren. War ich d’accord mit jeder Aussage Erikas? Nein. Muss ich aber auch nicht sein um anzuerkennen wie viele schlaue Dinge sie in trockenen Nebensätzen fallen lässt. Zugegebenermaßen, mit Dirk Stermann als Autor war ich nur semi-glücklich. Es ist nicht so, dass er nicht schreiben kann, aber vielleicht liegt auch genau darin das Problem für mich bei diesem Text: mir waren manche Passagen zu konstruiert. In einem Roman hätte es mich nicht gestört, aber bei nicht-fiktionalen Texten weckt das in mir ein unfassbares Mißtrauen gegenüber dem Inhalt. Ich fand die erste Hälfte des Buches sehr stark, ab der Mitte wabert es ein wenig vor sich hin. Dennoch ein Buch das ich durchaus empfehlen kann. Diesen Satz möchte ich mir übrigens als mein Lebensmotto ausborgen: “Also, wenn es unmöglich ist, wird es mir passieren. Es gibt kein Unmöglich. Es gibt nur ein Unerwartet.”
Jeden Mittwoch trifft sich Dirk Stermann im Hotel Imperial mit seiner Freundin, der österreichisch-amerikanischen Psychoanalytikerin Erika Freeman zum Frühstück.
In diesem Buch erzählt er von ihren Treffen und umreißt das Leben der 94-jährigen Frau, die als 12-jährige vor den Nazis als Jüdin nach Amerika floh und später die Therapeutin großer Hollywood Stars wurde.
Das Buch war ganz nett. Am meisten überrascht hat mich, dass Dirk Stermann ein solches Buch schreibt. Die Geschichte Erikas ist interessant und es findet sich der ein oder andere kluge Spruch wieder. Vor allem aber ist sie eine lebenskluge, wortgewandte Frau mit Witz u d das hat den Charme des Buches ausgemacht.
Leider funktioniert irgendetwas an diesem Buch nicht, obwohl es um das Aufeinandertreffen zweier durchaus interessanter Persönlichkeiten geht und Freemans Leben ja tatsächlich ein „Jahrhundert-Leben“ ist. Der Stoff wäre also vorhanden, die Umsetzung ist aber seltsam oberflächlich, die Witze meistens platt, der Text wirkt als sei er in Eile husch husch geschrieben worden, das ganze noch mit einer Prise zu viel Eitelkeit. Schade.
Der Autor erzählt (auto- und biographisch?) aus seinem Leben und seinen Begegnungen und Gesprächen mit Erika Freeman, einer Psychonanalytikerin, die als Kind (als Jüdin) aus Österreich fliehen musste. In den Gesprächen erzählt sie aus ihrem Leben und welchen Berühmtheiten sie begegnete und teilweise auch, welche sie therapierte.
Dropped. Die Selbstbeweihräucherung des Autors war mir etwas zu viel, die Dialoge schienen teilweise wie Transkripte, zu verwirrendes Denglisch und ich hätte mir eine kritischere Auseinandersetzung mit einigen Themen in dieser Lebensgeschichte gewünscht, auch, wenn mich vieles an Erikas Leben berührt hat.
„Wenn du ein guter Mensch bist, dann hat jeder was davon, aber du selbst am meisten.“
Stermann zeichnet hier ein schönes Persönlichkeitsprofil der unheimlich inspirierenden Erika Freeman. Manche Passagen wirken absurd aber das ist wohl der Schmäh von und zwischen Erika und ihm.
Dirk Stermann hat seine Gespräche mit der beeindruckenden Erika Freemann, die zu einer engen Vertrauten und Freundin wurde, zu Papier gebracht. Sie flüchtete als Kind alleine, ohne Englischkenntnisse in die USA. Dort begann sie ein neues Leben. Sie arbeitete sehr hart und hat später als bekannte Psychoanalytikern Stars und Sternchen Hollywoods therapiert. Ihr Leben ist unglaublich tragisch, aber auch wahnsinnig interessant. Ihre Mutter diente z.B. als Vorlage für Yentl. Ich kann dieses Buch wärmstens empfehlen- überhaupt, wenn man auf trockenen Humor mit viel Herz steht. ♥️🫶
Ein schöner, bewegender Roman. Wenn man es als Hörbuch hört, fühlt es sich ein bisschen an, als säße man am Nebentisch.
Ich habe einen Stern abgezogen, weil ich das letze Fünftel des Buchs ein bisschen ratlos zurückgelassen hat und ich mir eine etwas kritischere Auseinandersetzung mit manchen Aussagen von Erika Freeman gewünscht hätte (auch wenn es ein Roman ist…).
Ich bin übrigens durch den Zwei Seiten Podcast darauf aufmerksam geworden und kann allen, die das Buch genossen haben die Folge vom 20.08.24 ans Herz legen, in der Mona Ameziane von ihrer besonderen Begegnung mit Erika Freeman berichtet.
Leider bin ich mit diesem Buch nicht so gut zurecht gekommen. Mir liegt wohl das Assoziieren nicht so ;-) Also ich finde die Frau Doktor als Persönlichkeit äußerst interessant und auch wenn ich nicht alle ihre Ansichten teile, war sie mir doch durchaussehr sympathisch. Ich bin aber mit der Erzählweise nicht so gut zurecht gekommen, das war so ein seltsames Zwischending, keine reinen Interviews, aber auch kein schöner Rahmen, der die Gespräche bzw deren Inhalte historisch und neutral verortet, dafür Anekdoten aus Stermans Leben oder für mich eher zusammenhanglose Gedankenfetzen, die diese Schimmelergüsse beispielsweise. Daher kann ich insgesamt leider nicht mehr als zwei Sterne geben, vielleicht hätte es als Hörbuch für mich besser funktioniert.
Kein Roman, sondern eine Zusammenfassung der wöchentlichen Treffen im Hotel Imperial in Wien zwischen Dirk Stermann und der Psychoanalytikerin Erika Freeman, dem Stermann auch eigene Assoziationen beifügt. Interessant, teilweise sehr witzig, manchmal etwas geschwätzig, vielleicht etwas zuviel Namedropping, aber insgesamt sehr lesenswert….. man wäre bei den Treffen gerne dabei gewesen.
Ich fand das Buch ganz ganz toll! Kein Roman, sondern eine Zusammenstellungen von Anekdoten über Zusammentreffen von Dirk und Erika, gepaart mit klugen und schönen Sätzen. Musste zwar einige Personen googeln aber das hat sich sehr gelohnt.
Bin ultra begeistert kann aber nicht ganz sagen wieso genau haha!!
It’s a very interesting book to read and it enriched my perspective and understanding of the time period she had to experience. I did however find it slow and sometimes hard to get through. I skipped a lot of pages to finish it but I believe it is just difficult for me to feel engaged in this type of literature.
Das war nicht wirklich meins: die Lebensgeschichte und der Lebensmut von Erika Freeman sind sehr beeindruckend, aber ich fand den Stil des Buches, diese Mischung aus Interview und Erzählung, plus Erlebnissen und Eindrücken des Autors, irgendwie nicht passend. Das Ganze wirkte auf mich auch zu aufgesetzt.
Eigentlich ist es kein Roman, sondern mehr ein Gespräch zwischen Stermann und der Psychoanalytikerin Erika Freeman, die als jüdisches Mädchen aus Wien flüchten musste und in New landete. Klugheit, Witz und Trauer, alles ist in diesem Buch vereint. Leseempfehlung!
Interessantes und auch sehr comfortendes Buch durch das Interview Format. Find ist sehr sympathisch und nahrbar geschrieben trotz schrecklichen Geschichten aus der NS- Zeit. Beeindruckende Frau die auch trotz hohen alters und schwerer Vergangenheit noch so klar und lustig ist, bewundernswert!
Absolut herzerfrischend, einmalig weise und unterhaltsam zugleich der trockene Humor einer über Hundertjährigen. Der Mix aus deutsch und englisch in einem Satz erinnert mich an meine eigene Großmutter... Unbedingt als Hörbuch zu empfehlen, gelesen von Adele Neuhauser
Richtig gut. Dialogform passt extrem gut zu einer Lebensgeschichte dieser Art. Erika ist eine mehr als bemerkenswerte Frau, voller Weisheit und Witz. Sehr empfehlenswert!