9. November 1989: Im DDR-Fernsehen wird die Reisefreiheit verkündet. Millionen verfolgen tief bewegt den Mauerfall vor den Bildschirmen. Auch für Eva Vordemfelde stehen die Sterne gü Endlich hat sie ihre große Liebe gefunden, gemeinsam führen die beiden eine erfolgreiche Produktionsfirma. Doch dann ereilt sie ein schwerer Schicksalsschlag. Alles steht wieder auf Anfang. Der Rest ihrer Familie hat es ebenfalls nicht Evas Nichte Joan steckt in einer tief greifenden Krise. Nach einem Suizidversuch wird sie in eine psychiatrische Klinik eingeliefert. Um herauszufinden, wie es dazu kommen konnte, tun sich alle Frauen der Familie Vordemfelde zusammen, um Joan zu helfen. Gemeinsam stellen sie sich dem Establishment der mittlerweile sehr mächtigen Fernsehindustrie – und bekommen Unterstützung von unerwarteter Stelle.
Den Roman “Glücklich sind die Mutigen” hat Beate Sauer im November 2024 gemeinsam mit dem Verlag Heyne herausgebracht. Es ist der Abschluss der 3-teiligen Reihe der Fernsehschwestern-Saga. Dieser Band kann unabhängig von den ersten beiden Teilen gelesen werden. Ich empfehle jedoch, diese Saga in der richtigen Reihenfolge zu lesen, dann entwickelt sich der ganze Charme dieser Erzählung. Die junge Joan Vordemfelde liebt ihren Beruf. Sie hat Talent, sie liebt ihren Beruf als Schauspielerin, sie hat den Willen zum Erfolg. Doch das alleine reicht nicht. Noch immer sind es die Männer, die bestimmen, wer Karriere macht und wer nicht. Joan bewundert den mächtigen Regisseur Conradi. Ausgerechnet er bringt sie in eine Situation, die sie fast alles kostet. Dann bekommt Joan Unterstützung. Von ihrer Familie und aus einer ganz unerwarteten Ecke. Von Beate Sauer habe ich bereits “Morgen ist ein neuer Tag” gelesen. Da ich die Erzählung großartig fand, habe ich mich auf “Glücklich sind die Mutigen” sehr gefreut. Beate Sauer führt mich geschickt durch die Zeit. Mit modernen Worten und einem flüssigen Schreibstil macht es mir Spaß, ihre Geschichte zu lesen. Das i-Tüpfelchen sind ihre sorgfältig eingesetzten Bilder. Politische Ereignisse, zum Beispiel den Fall der Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland und beschäftigen mich beim Lesen. Vom ersten bis zum letzten Buchstaben empfinde ich die Geschichte als sehr spannend und es fällt mir schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Immer will ich wissen, wie es denn nun weitergeht und so habe ich die ca. 496 Seiten in drei Abschnitten gelesen. Alles in allem hat Beate Sauer mit “Glücklich sind die Mutigen” einen hervorragenden und unterhaltsamen historischen Roman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Von mir bekommt diese Geschichte gerne eine Leseempfehlung und 5 polierte Lesesterne.
Cover:‚Ein schönes Cover, das zum Roman und zu der Reihe passt.
Inhalt und meine Meinung: Die ist nun der dritte und letzte Teil der Fernsehschwesternsaga. Ich habe alle drei gelesen und mir hat jeder Teil gefallen. Es spielt in den 1980er und 1990er Jahren.
Es geht ganz schön rund in der Familie Vordemfelde. Und zwar stehen die starken Frauen aller drei Generationen im Mittelpunkt. Ob nun die Jüngste, Joan, die unbedingt Schauspielerin werden will und dann schlimmer Erfahrungen machen muss, oder Eva, Lilly und Franka die beruflich und familiär Achterbahnfahrten durchzustehen haben , oder als Höhepunkt Oma Annemie, die nicht nachlässt und ihre Wurzeln sucht (und findet).
Eine tolle Familiengeschichte geht zu Ende, die spannend geschrieben und super in die historische Zeit eingefügt wurde. Alle Rätsel lösen sich auf und zum Schluss gibt es Tränen der Freude und für alle ein Happy End.
Autorin: Beate Sauer studierte katholische Theologie und Philosophie und absolvierte danach eine journalistische Ausbildung. Dabei wurde ihr klar, dass ihr Herz noch viel mehr für selbst ausgedachte Geschichten schlägt. Die Begeisterung für Film und Fernsehen begleitete Beate Sauer ihr ganzes Leben lang und hat sie zur ihrer Fernsehschwestern-Saga inspiriert.
Mein Fazit: Ein tolles und emotionales Ende für diese Trilogie. Von mir 5 Sterne.
**** Worum geht es? **** Auch im dritten und abschließenden Band der Fernsehschwestern-Saga wird es mit der Familie Vordemfelde nicht langweilig. Es geht drunter und drüber, doch mit Zusammenhalt kann man einfach alles schaffen.
**** Mein Eindruck **** Bereits der Titel des Abschlussbandes ist wunderschön gewählt – voller Hoffnung und Zuversicht. Genauso hat sich das Lesen durchweg angefühlt. Diese Reihe besitzt eine ganz eigene Magie, die ihre Charaktere prägt, und es gelingt ihr, sie bis zum Ende hin interessant und abwechslungsreich darzustellen, ohne stilistisch oder inhaltlich Abstriche zu machen. Die Erzählung ist rund und wirkte auf mich stets durchdacht. Von Anfang an spürte ich einen roten Faden, der hier nun zu Ende geführt wurde. Sauer hat einen kurzweiligen, flüssigen und der Zeit angemessenen Schreibstil, der gleichzeitig dem Frauenpower-Aspekt ihrer Figuren gerecht wird. Man darf sich fallen lassen und das Geschehen entwickeln lassen. Es wurde mir niemals langweilig. Im Gegenteil: Durch die Wechsel in den Perspektiven des Erzählers hatte ich das Gefühl, in diesem Buch alte Freunde, Bekannte und auch die Menschen, die man einfach dulden muss, wiederzutreffen.
**** Empfehlung? **** Ein Buch voller Leben und eine historische Reihe, die mit inspirierenden Handlungssträngen und Figuren aufwartet. Absolut empfehlenswert.