Jump to ratings and reviews
Rate this book
Rate this book
Wien, November 1918. Der Erste Weltkrieg neigt sich dem Ende zu, die Monarchie zerfällt, und Major David Bronstein ist mit dem Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung konfrontiert. Während er in einem Mordfall an einer Modistin ermittelt, weiß er nicht mehr, wer jetzt sein Vorgesetzter der kaiserliche oder der republikanische Polizeichef. Und während in den oberen Etagen offen um Kompetenzen gerungen wird, nehmen manche Bürger das Gesetz einfach selbst in die Hand. Bronstein hat alle Hände voll zu tun, um wenigstens in seinem Bereich die Übersicht zu bewahren. Was ihm umso schwerer fällt, als er sich Hals über Kopf verliebt.

320 pages, Paperback

First published January 1, 2010

11 people want to read

About the author

Andreas Pittler

42 books6 followers
Andreas Pittler, geboren 1964 in Wien, studierte Geschichte und Politikwissenschaften an der Universität Wien und wandte sich nach der Promotion zunächst dem Journalismus zu. Seit 1985 veröffentlichte er 23 Sachbücher, zumeist historischen Inhalts, darunter Biographien über Bruno Kreisky und Samuel Beckett.

In den letzten Jahren verschob sich sein Arbeitsschwerpunkt mehr und mehr in Richtung Belletristik. So sind seit dem Jahr 2000 insgesamt zehn Romane und drei Bände mit Kurzgeschichten erschienen.

Pittler ist Mitglied mehrerer literarischer Verbände, u.a. des österreichischen P.E.N.-Clubs und des "Syndikats", der Vereinigung deutschsprachiger Kriminalschriftsteller.

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
13 (44%)
4 stars
10 (34%)
3 stars
6 (20%)
2 stars
0 (0%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for Benjamin Fasching-Gray.
853 reviews62 followers
January 2, 2021
One or two too many coincidences and a few open threads, but the setting and characters more than made up for that. If Covid19 in Vienna has been a drag, it’s still better then Spanish Influenza in November 1918. No lockdown, but there’s already widespread starvation and nothing to heat with.

I would guess that some readers might be frustrated with all the political speechifying but I loved the communist characters. The detective’s love interest, I could see and hear her crystal clear.

The Wienerisch dialect is also wonderful here, so I read some bits out loud, in my American accent, for even greater laughs. The tiny glossary in the back wasn’t always helpful and especially with Viennese, I want to know the origin: slavic, yiddish, or old germanic? Latin, even. A book that spends so many words on history and politics can afford a larger, more detailed glossary. If we were reading this for the crime story, we would be sorely disappointed.
Profile Image for Helena.
95 reviews
November 18, 2015
Das ist das erste Buch, das ich von Andreas Pittner gelesen habe und ich muss sagen, ganz überzeugt hat er mich nicht. Was mich an dem Roman gereizt hat war der zeitliche Kontext und dass soviel davon geschwärmt wurde, dass er das Wienerische so gut rüberbringt. Vielleicht gleich dazu: Ja, das schafft er tatsächlich. Vor allem auch die unterschiedlichen Arten des Dialekts, denn ein Eisenbahner redet natürlich anders als ein Polizeipräsident. Allerdings dürfte das oft zutiefst Österreichische Idiom den Leserkreis wohl etwas einschränken. Ich fürchte, spätestens jenseits des Weißwurschtäquators tut man sich mit so wunderbaren Satzkonstruktionen wie "Da treff ma sich dann wieder." recht schwer. Ich jedenfalls fand das nicht Einhochdeutschen sehr wohltuend und es hilft, in die Wiener Welt einzutauchen. Überhaupt, Wien. Wer aus Wien kommt oder dort lebt, wird seine wahre Freude haben, an den ganzen Ortsbeschreibungen und Straßennamen.
Leider verfällt der Autor des öfteren, also nicht in den Dialogen, aber im Lauftext, in eine etwas gar geschwurbelte Sprache, die dann schon nicht mehr so authentisch wirkt. Und Liebesszenen sind dann schon so gar nicht seins. Darf ich an dieser Stelle anmerken, dass Hoden eines der unerotischsten Wörter ist, die es so gibt?
Dann zum Inhalt. Wie gesagt, das zeitliche Setting hat mich interessiert und da merkt man, dass Pittner Geschichte studiert hat. Zu oft leider zu sehr. Denn anstatt, dass er der Krimihandlung den historischen Rahmen gibt, sie einbettet, wie ich es mir erwartet und erhofft habe, wird die eigentliche Romanhandlung von den historischen Ereignissen regelrecht erdrückt. Zwei Drittel des Buches sind in Wahrheit historische Abhandlungen, Erklärungen über Ursachen und Zusammenhänge des Untergangs der Monarchie und das Zustandekommen der ersten Republik. Mir persönlich wär's umgekehrt lieber gewesen. Und leider ist die ganze Krimihandlung auch nicht wahnsinnig spannend. Ehrlicherweise wusste ich, die nie einen Täter erahnen kann, recht bald, wer es war, nur halt nicht warum.
Die Charaktere sind mir auch zu platt. Die, die nicht mit dem Fall zu tun haben, sind nur dazu da, um als Musterbeispiele oder fast schon Allegorien herzuhalten: Da gibt es den Sozialdemokraten, die Kommunistin, den jüdischen Intellektuellen, den Tschechen, den Slowaken, den Ungarn - also jedes ehemalige Kronland einmal vertreten - die dann die jeweiligen Argumente und Ansichten vorbringen. Und leider so recht ans Herz gewachsen ist mir der Major Bronstein halt auch nicht.
Ich find's halt ein bisserl schade, dass er sich da so versteigt. Wer Infos über den Untergang der Monarchie und Ausrufung der ersten Republik sucht und die einigermaßen unterhaltsam aufbereitet haben möchte, ist hier richtig. Wer Spannung im historischen Rahmen sucht, nicht ganz so.
Displaying 1 - 2 of 2 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.