Brett Kelly ist mittlerweile eine Berühmtheit, zumindest in kleineren Kreisen. Das erste Mal las ich von ihm im „The 100 Startup“ von Chris Guillebeau (Dazu folgt später auch noch eine Rezension). Nach einem finanziellen Rückschlag hat Brett dieses Ebook entwickelt, was ein voller Erfolg wurde- und nun arbeitet er selbst für Evernote.
Doch genug der Vorgeschichte, kommen wir zu der Rezension.
Die gute Nachricht vorab: „Evernote Essentials“ ist tatsächlich ein Rundumschlag. Egal, ob ihr einen Mac oder Windows- Pc benutzt, ob Android oder Iphone, es wird auf jedes einzelne System eingegangen. Und das nicht lang und breit, sondern so, dass es auf das Wesentliche reduziert ist- ohne dabei an Witz einzusparen. Brett hat eine wirklich sehr angenehme Art, zu schreiben und Wissen zu vermitteln. Hier und da findet ihr auch amüsante Fotos von ihm oder Websiten, die er als Beispielnotiz verwendet (wer das Buch bereits gelesen hat, den erinnere ich hier nur kurz an die Waffel- Beispiele).
Alles, was ihr schon immer wissen wolltet, findet ihr in diesem Buch. Wie ihr einen Account erstellt, wofür ihr Evernote nutzen könnt, wie ihr Notizen anlegt, was ein „Notizbuch“ ist, was ein „Stack“ ist. Oder wie ihr Tags benutzt, die Suchfunktion… eben alles, was sich rund um die faszinierende Welt von Evernote dreht. Jeder einzelne Punkt wird genau erklärt, vom Anfang bis zum Ende. Nichts wird ausgelassen. Und mit den Beispielen, die Brett zeigt, wird auch nichts unverständlich bleiben.
Auf der anderen Seite ist das teilweise auch ein Nachteil. Für Anfänger oder Menschen, die einfach mit Evernote einsteigen wollen, ist das der perfekte Leitfaden. Die 10,99 Euro (war mein letzter Stand) sind gut investiert, keine Frage.
Mir dagegen hat es nicht sooo viel gebracht. Zwar konnte ich hier und da auch für mich sehr nützliche Informationen herausfiltern, wie etwa der Tipp mit den Tags und dem Notizbuchstapel. Aber wenn man schon länger mit Evernote hantiert und selber mal den ein oder anderen Button ausprobiert, wird man in „Evernote Essentials“ nicht sehr fündig. Geschadet hat es mir aber auf jeden Fall nicht, ganz im Gegenteil: Wenn ich eines aus diesem Buch gezogen habe, dann ist es Inspiration. Und zwar für mein nächstes Buchprojekt. Falls ich das nach oder auch während „Schattenengel“ wirklich angehe, erfahrt ihr das hier natürlich als Erstes, keine Sorge ;)