Acht junge Menschen schließen sich einer geführten Wanderung im größten Nationalpark Kanadas an. Sie wollen für drei Wochen ungezähmte Natur erleben und Nordlichter sehen. Aber sogar in der tiefsten Wildnis kann man zur falschen Zeit am falschen Ort sein. Als sie Zeugen eines Verbrechens werden, bleibt ihnen keine andere Wahl, als Hals über Kopf ins Dickicht zu fliehen. Sie haben keine Orientierung, kaum Ausrüstung und können einander nicht leiden. Aber sie haben nur eine Chance, es lebendig nach Hause zu wenn sie zusammenhalten.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, dieses unglaubliche Bich zu beschreiben.
Oberflächlich betrachtet geht es um eine Gruppe von Menschen, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, jeder kommt aus anderen Verhältnissen. Gemeinsam wollen sie einem lebensverändernen Trip durch die rauhe kanadische Wildnis beiwohnen. Die einen freiwillig, der andere gezwungenermaßen. Doch ein Verbrechen zwingt sie, vor ihrem Truppenführer zu fliehen. Mitten ins Wildland. Und nach und nach fordert die Natur ihren Zoll ein...
Leute, dieses Buch hat es verdammt nochmal holy fucking fuck richtig in sich. Eine Mischung aus ÜBerlebenskampf und Actionthriller, gepaart mit so viel Ehrlichkeit, Einfühlsamkeit, Bodenständigkeit. Es ist eines dieser Bücher, bei dem man nicht will, dass es aufhört. Bei dem man ein Teil der Geschichte wird - ein Teil des Rudels. Wie hätte ich entschieden? Hätte ich es geschafft, den Elch zu erlegen? Was hätte ich zu Jacob gesagt? Oder zu Ole, Kristina, Valentina, Tonya, Peter, Alice oder Alexander? Wie hätte ich in deren Lage gehandelt, hätte ich am Ende auch überlebt?
Dass ich das Buch nun schweren Herzens beendet habe und nicht aufhören kann, mich von diesen Gefühlen zu distanzieren, noch immer die schneebedeckten Weiten sehe, das Feuer rieche, den harten Holzboden spüre, zeugt davon, was für hervorragende Recherchekenntnisse Ulla Scheler besitzt und wie gekonnt sie diese in ihren Roman eingeflochten hat.
Eines der Bücher, das man aufschlägt und ehe man sich's versieht, hat man über hundert Seiten gelesen und man möchte gar nicht aufhören, obwohl es schon nach Mitternacht ist...
Statt einer harmlosen Wanderung in einem kanadischen Nationalpark erwartet junge Erwachsene aus Deutschland und den USA ein Alptraum: Auf der Flucht vor Verbrechern in die herbstliche Wildnis fragt sich nur noch, ob sie durch Verbrecher sterben oder durch den nahenden Winter. Ein Thriller, der von durch seine Charaktere und den sich entwickelnden zwischenmenschlichen Beziehungen überzeugt. Absolut lesenswert!
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Das Buch konnte mich nicht ganz überzeugen. Ich mag zwar das Thema des Zusammenhalts der Gruppe. Der Anfang hat mich aber genervt und im letzten Drittel habe ich mich nicht mehr wirklich für die Geschichte interessiert.
Wow, was für ein Buch! Der Einstieg noch leicht und locker entwickelt sich diese Reise in die Wildnis Kanadas schnell zum absoluten Albtraum.
Die Überlebensaspekte, die startenden Konflikte, die Opfer und die Stärke mit der die jungen Erwachsenen immer weiter machen sind wirklich sehr beeindruckend. Auch wenn die ursprüngliche Gefahr irgendwann etwas verblasst bleibt das Buch insgesamt stets spannend.
Packend geschrieben - voller Action und Emotionen. Trotz all der harten Momente macht dieses Buch Fernweh nach den weiten der Kanadischen Wildnis.
Vor einiger Zeit ist mir dieses Buch beim Bloggerportal ins Auge gestochen und ich fand den Klappentext irgendwie ziemlich spannend. Dazu passend ist die Gestaltung des Covers mit den abgebildeten Charakteren, um die es in dem Buch hauptsächlich geht.
8 sehr verschiedene Charaktere gehen zusammen auf eine 3 wöchige Wandertour in Kanada. Die Gruppe wird von Nick begleitet, der sie durch die Natur führen soll. Auf ihrem Weg kommt es dann zu unvorhergesehenen Schwierigkeiten. Die 8 müssen in den Nationalpark flüchten und heikle Situationen gemeinsam bewältigen. Ein Kampf ums nackte Überleben beginnt.
Die Idee fand ich total spannend und auch mit dem Schreibstil der Autorin kam ich recht gut klar. Trotzdem habe ich mich manchmal schwer getan. Gerade am Anfang und zwischendurch gab es immer mal ein paar Stellen die sich ganz schön gezogen haben. Bestimmte Inhalte hätte man für meinen Geschmack kürzer halten können. Dadurch bin ich immer mal wieder gedanklich abgeschweift und die Story konnte mich nicht durchgängig packen. Die 8 Hauptcharaktere hat die Autorin gut ausgearbeitet. Sie waren sehr verschieden und hatten alle ihre Ecken und Kanten. In die Meisten von ihnen konnte ich mich gut hineinversetzen, obwohl bestimmte Charaktere ziemlich anstrengende Phasen hatten. Alle haben auf ihre Weise eine besondere Entwicklung im Verlauf der Handlung gemacht und das hat mir wirklich gut gefallen. Letztendlich haben mich die letzten ca. 150 Seiten dann erst wirklich mitgerissen und Jacob‘s Entwicklung hat mich am meisten gecatcht. Zwischendurch musste ich mir sogar mal ein Tränchen verkneifen. Wirklich toll fand ich auch den beschriebenen Zusammenhalt der Charaktere und den familiäre Aspekt. Ab und zu gab es Stellen, bei denen ich mich gefragt habe, ob es im realen Leben wirklich so gelaufen wäre und war teilweise skeptisch. Insgesamt war es für mich ein interessanter survival Roman, mit Schwächen innerhalb der Handlung. Daher musste ich auch 1 1/2 Sterne abziehen und es gibt von meiner Seite eine eingeschränkte Leseempfehlung.
Ich hab heute die letzten hundert Seiten VERSCHLUNGEN und bin so begeistert, dass ich es nicht in Worte fassen kann.
Ich weiß noch, wie ich das Buch 2023 zufällig in Düsseldorf entdeckt hab. Ich glaube, es war der Titel, der mich näher kommen ließ. Das Cover, das mich zugreifen und der Klappentext, der es mich auf die Leseliste setzen ließ. Ein bisschen über zwei Jahre später hab ich mir das Buch dann in der Bibliothek ausgeliehen. Gekauft hatte ich es bis dato noch nicht, weil ich gerne mal Pech hab bei Büchern und die sich als Enttäuschung herausstellen ... "Acht Wölfe" ist aber zum Glück eine sowas von positive Überraschung gewesen, dass ich es mir definitiv noch kaufen werde!
Ohne viel zu spoilern kann ich hier eh nichts sagen. Nur, dass es mich gepackt hat. Schon der Prolog hat mir die Fingerspitzen prickeln lassen und zu wissen, wer der Böse ist, hat der Geschichte keinen Abbruch getan! Denn so war ich von Anfang an auf der Hut und gespannt! Und "der Böse" ist ja auch nicht die einzige Gefahr. Wie auch die Charaktere, hatte ich keine Ruhe und eine Seite umzublättern war vielleicht das Equivalent zu "um den nächsten Baum schauen und hoffen, dass dort keine Gefahr lauert".
Ich freue mich schon, dieses Buch in meinem Regal willkommen zu heißen und irgendwann noch einmal zu lesen!
Was für ein Roman, was für ein Thriller. Er bescherte mir ein paar durchwachte Nächte, weil ich ihn nicht aus der Hand legen konnte. Dabei, so abwegig die Geschichte im Grunde sein mag, wirkt alles derart realistisch, als wäre man mittendrin in der Handlung. Dass ein solcher Roman von einer jungen deutschen Autorin stammt, ist da schon fast eine Überraschung. Ulla Scheler hat hier einen Roman geschrieben, der so vieles ist: spannend, tiefgründig, emotional, und der so authentisch und glaubhaft die Gedanken und Gefühle der Gruppe vermittelt. Ich habe beim Lesen geschmunzelt, ich habe geweint und mit den ProtagonistInnen mitgelitten. Durch die Charakterentwicklung ist mir das "Rudel" sehr ans Herz gewachsen und das obwohl ich anfangs keinen so richtig sympathisch fand. Das Setting, der Wood-Buffalo-Nationalpark in Kanada, finde ich einfach genial. Ich hatte Gänsehaut, wenn irgendwo ein Ast geknackt hat und konnte mir den Blick auf eine Bisonherde sehr gut vorstellen. Die Beschreibungen der Natur dort kommen so eindringlich und greifbar rüber, genau so wie die Angstgefühle und die Beklemmung der Gruppe. Alles in Allem eine große Empfehlung und eines meiner Lesehighlights in 2024.
Ich habe ziemlich lange gebraucht um reinzukommen, besonders weil ich dachte, dass sich die Handlung nur über ein paar Wochen und nicht über MONATE spielen würde. Ich musste mir definitiv Zeit nehmen um das Buch zu lesen, weil ich das Gefühl hatte nur so wirklich in die Handlung investiert zu sein
Atmosphärisch dicht erzählt: Ein tolles Setting, Kälte, Hunger und Überlebenskampf, aber auch Zusammenhalt und wechselhafte Gruppendynamik prägen dieses spannende Buch.
Acht junge Menschen machen sich auf in den grössten Nationalpark Kanadas: Mit ihrem Wanderleiter wollen sie drei Wochen lang die ungezähmte Natur erleben. Aber als sie Zeugen eines Verbrechens werden, fliehen sie allein in den Wald – ohne Orientierung, mit nur wenig Ausrüstung. Und sie können einander nicht ausstehen. Aber um zu überleben, müssen sie zusammenhalten.
Vor gut einem halben Jahr habe ich die Inhaltsangabe für das neue Buch von Ulla Scheler gelesen, und ich wusste sofort, dass ich «Acht Wölfe» lesen will, sobald es erscheint. Nicht nur, weil mir «Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen» so gut gefallen hat, sondern auch, weil die Beschreibung einfach genial klang. Und das ist es auch. «Acht Wölfe» ist noch so viel mehr, als ich erwartet habe. Der Roman hat mich regelrecht mitgerissen und umgehauen. Es ist eines dieser Bücher, bei dem man ein Teil der Geschichte wird und am liebsten wochenlang weiterlesen würde.
Die Handlung hat mich sofort in den Bann gezogen: Gleich auf den ersten Seiten trifft sich die Wandergruppe, bestehend aus acht ganz unterschiedlichen Menschen, und macht sich mit ihrem Wanderleiter auf den Weg in die kanadische Wildnis. Auch wenn sich die Charaktere am Schluss fast wie eine kleine Familie anfühlten, brauchte ich ein wenig Zeit, um mich mit ihnen anzufreunden, was jedoch vollkommen der Dynamik der Geschichte entspricht: Die Gruppe ist sich untereinander zu Beginn fremd und unsympathisch, erst nach und nach wachsen sie zusammen. So wurde auch ich mehr und mehr Teil der Gruppe und spätestens nach ein paar dutzend Seiten war ich der Geschichte endgültig verfallen. Auch der Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen, wenn auch nicht ganz so gut wie bei «Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen».
«Der Wunsch nach einem anderen Ort überwältigte Tonya beinahe. Sie wollte wieder klein und behütet sein. Sie wollte einen echten Erwachsenen, der ihr erklärte, wie sie diesen Schmerz aushalten sollte und warum der Boden nicht bebte, obwohl diese Grausamkeit so erschütternd war.» – S.295
Kurz gesagt: Der Roman hat mich wiederum begeistert und gleichzeitig zum Weinen gebracht, dazu geführt, dass ich ihn am liebsten nicht mehr aus der Hand legen wollte und ihn doch aus der Hand legen musste, weil es stellenweise so schmerzhaft war. Ulla Scheler versteht es einfach, wunderbare Bilder von Natur und Charakteren zu zeichnen und Stimmungen zu erzeugen, die direkt ins Herz gehen. Ich habe unablässig mit den Figuren mitgefiebert und mitgelitten. Die Dynamik war so lebendig, so real, dass es mir am Schluss wie Jacob und Tonya erging und ich mich gar nicht von all dem trennen wollte. Ich will wissen, wie es mit der Gruppe weitergeht, und es tut mir im Herzen weh, dass ich das nie erfahren werde. Deshalb zumindest eine Bitte an Ulla Scheler: Bitte schreiben Sie noch ganz, ganz viele Bücher! (damit ich beim nächsten wieder mitleiden kann :))