Wo ist eigentlich unsere sexuelle Leichtigkeit hin?
Wer ähnliche Gedanken schon mal laut oder leise auf den Lippen hatte, wünscht sich oft eine andere Art der Sexualitä Sex, der ganz natürlich und spannender ist, als die geliebte Netflix Serie. Gemeinsam mit sechs internationalen Expert*innen teilt die Sexologin Jana Welch die bewährtesten und erfolgreichsten Paar-Übungen aus ihrem Praxisalltag zum ersten Mal in Buchform. Hier gibt es 30 Hands on-Abenteuer – Schritt für Schritt erklärt. Einfach, erprobt und ohne Verrenkungen. Damit Paare nicht nur davon träumen, wieder (guten) Sex zu haben, sondern erfahren, wie das, selbst nach langer Pause, tatsächlich gehen kann. Jana Welch weiht die Leserinnen und Leser in die Vielzahl sexueller Geheimnisse ein und sorgt somit nicht nur für Seufzer der Erleichterung.
„Sex that connects“ von Jana Welch ist mir das erste Mal in einem Podcast begegnet. Jana Welch, Sexologin, gibt damit einen Leitfaden an die Hand, zu dem man aus verschiedensten Gründen greifen kann: Ist die Lust in einer Beziehung eingeschlafen und möchte man sie neu erwecken? Befindet man sich in einer Routine und möchte aus dieser ausbrechen? Erkennt man bei sich selbst eine Hemmschwelle und möchte man sich trauen, ein bisschen über den Tellerrand zu schauen? Das Buch bietet 30 Challenges für Paare, die auf ganz unterschiedliche Aspekte abzielen. Der Aufbau bleibt dabei immer gleich: Nach einer knappen Hinführung wird die „Aufgabe“ erklärt, auf ein möglicherweise notwendiges Mindset sowie Stolpersteine hingewiesen und in „Reason why“ erläutert, warum diese Challenge gewinnbringend sein kann. Manchmal gibt es „Hot Tipps“ oder Wissensbits („Gut zu wissen“) oder besonders prägnante Hinweise. Im Anschluss berichten immer verschiedene fiktive Paare, wie sie diese Challenge erlebt haben.
Fühlt euch eingeladen, so ein Buch als Anregung zu lesen. Man kann Kapitel überspringen und es vollkommen durcheinander lesen (wobei die Intensität meiner Meinung nach stetig zunimmt). Es kann helfen, dieses Buch beziehungsweise einzelne Kapitel zu zweit zu lesen um zu schauen, ob das was für euch als Paar wäre (oder nicht und warum (nicht)). Letztlich ist es aber auch bloß ein Ratgeber, der sicherlich an seine Grenzen kommt, wenn die Probleme tiefgründiger sind.
Ein großer negativer Punkt ist meiner Meinung nach, dass am Anfang darauf hingewiesen wird, dass auf das Gendern aufgrund des Leseflusses weitgehend verzichtet werde, aber immer alle Geschlechter und Identifikationen gemeint seien. Ich empfinde das Buch inhaltlich allerdings als stark auf heterosexuelle Beziehungen ausgelegt. Es sind nicht immer alle mitgemeint, nur weil man es ins Vorwort schreibt.
Von mir sind es daher 3,5/5 ⭐️
Vielen Dank an das @team.bloggerportal für das Rezensionsexemplar.