Er ist eingewickelt wie eine In seiner Wohnung in Hamburg-Altona wird ein Toter gefunden. Verdurstet, so hat es den Anschein. An der Zimmerwand eine kryptische „Das Andere der Vernunft“. Was soll das? Kommissar Knudsen, leitender Ermittler des LKA in Altona, tappt im Dunkeln. Und schon bald werden weitere Leichen gefunden – erfroren, vergiftet, eingesperrt in einer dunklen Schreckens-Kammer. Und an den Wänden immer geheimnisvolle Botschaften, die nur schwer zu deuten sind. Gewiss ist nur ein Serientäter treibt sein Unwesen. Doch wie ihn stoppen, wenn man sein Motiv nicht kennt? Mit Hilfe von Knudsens väterlichem Freund La Lotse, einem ehemaligen Hochseekapitän, finden die Beamten schließlich die ausschlaggebende Verbindung zwischen den Opfern. Die Spur führt in die Vergangenheit auf eine einsame Insel in der Elbe. In ein Gebäude, das seine ehemaligen Bewohner nur das kalte Haus nannten …
Auch der zweite Fall von Knudsen hat es in sich, diesmal geht es um gnadenlose Rache für vergangene Gräueltaten - nicht ganz neu, aber trotzdem spannend erzählt. Und da auch aus der Perspektive des Täters erzählt wird, ist man hautnah dabei. Knudsen und Eichhorn sind ein eingespieltes Team, aber sobald es persönlich wird wird es unangenehm und merkwürdig zwischen den beiden, was dann recht unterhaltsam zu beobachten ist. Knudsens Freund La Lotse ist natürlich auch wieder dabei und verbreitet seine politischen und philosophischen Tiraden, auf die ich aber auch diesmal gut und gerne hätte verzichten können: zu viel und zu übertrieben tut er seine Weltanschauung kund. Zum Glück konzentriert sich die Geschichte mit voranschreitender Seitenzahl aber immer stärker auf die brutale Mordserie und erfährt dabei immer weniger Ablenkung durch solche Nebengeplänkel. Fazit: solide Fortsetzung der Krimireihe.
Auch hier wieder ein spannend konstrierter Fall, der den Hauptakteuren die Gelegenheit gibt, sich und ihre Beziehungen zueinander weiterzuentwickeln. Dieses Mal sind es zwei Handlungsstränge, die verfolgt werden, wenn auch die Hauptgeschichte hier recht ans Eingemachte geht, zumal sie auf wahren Begebenheiten beruht, wie im Nachwort erläutert wird. Und einen Anknüpfungspunkt an den ersten Fall gibt es auch. Bin gespannt auf Nummer drei.