Oliver Roschek ist angesehener Wombatforscher und wurde zuletzt in Australien gesehen. Seine Frau Astrid bittet Frau Wolf und Cheng, ihren Mann wieder aufzuspüren. Die beiden Detektive nehmen den lukrativen Auftrag an, obwohl Flugzeuge nicht zu ihren bevorzugten Transportmitteln zählen. Doch in Roscheks Ferienhaus angekommen, fehlt jede Spur von ihm – stattdessen treffen sie auf vier sonderbare Urlauber. Könnte einer von ihnen der Fälscher sein, jener weltweit gesuchte Auftragsmörder? Hat er gar den Wombatforscher auf dem Gewissen? Nicht ausgeschlossen, denkt Cheng, aber dann machen die vier ernst.
»Ein ganz und gar fantastisches Buch, selten steckte in einem Krimi so viel Weisheit über das Leben.« Brigitte über »Die Möbel des Teufels«
Heinrich Steinfest was born in Albury, Australia in 1961, but grew up in Vienna, Austria, where he lived and worked as a freelance artist until the end of the 90's. He started out as a writer of science fiction stories before he published his first crime novel Das Ein-Mann-Komplott (The One Man Conspiracy) in 1996. He is currently living in Stuttgart, Germany, and received the German Crime Fiction Award several times as well as the Heimito von Doderer Prize in 2010. His book "Ein dickes Fell" (Thick-skinned) was longlisted for the German Book Award.
Es könnte sein, dass dieses Buch der letzte Roman aus der „Markus-Cheng-Reihe“ gewesen ist, denn Cheng hat inzwischen seine Rolle mit seiner Sektretärin Fr. Wolf getauscht. Nun ist Frau Wolf die Detektivin und Markus Cheng ihr Sektretär. Cheng leidet außerdem an einem unheilbaren Hirntumor der ihn realistischer weise nicht überleben läßt. Dieser ständige Begleiter (Cheng nennt ihn "Das Ding in seinem Kopf") beeinflusst Sichtweisen und Lebenshaltung entscheidend – und nimmt den Ermittlungen in diesem Fall die möglichen Spitzen im Austausch gegen eine gewisse zufallsgeprägte Fatalität. Erneut, und trotz dieser Einschränkungen, geht auch in diesem Kriminalroman von Heinrich Steinfest ein besonderer Reiz eher von den außergewöhnlichen Vergleichen, Metaphern und einer Situationskomik aus, die die eigentliche Handlung hin und wieder sogar in die zweite Reihe drängt. Und dabei, oft erst auf den zweiten Blick erkennbar, den einen oder anderen lebenstauglichen Satz offenbart. Auch hier scheinen die Rollen vertauscht: Die Krimihandlung als Kulisse für Wort- und Gedankenspiele. Und so ist es nicht verwunderlich, dass, zumindest in der ersten Hälfte des Buches, eher der Sprachwitz des Autors zum Weiterlesen animiert und erst danach so etwas wie eine Handlungsdynamik entsteht. Mir erscheint es, wie in den meisten Romane der Cheng-Reihe, wie zwei Romane in einem: einerseits den Kriminalfall, der recht spannend voranschreitet und auch zu kaum erwartbaren Resultaten führt. Andererseits ist es ein Buch voller Wort- Satz- und Situationsspielereien, die von großer Freude des Autors beim Schreiben zeugen. Alles in allem war es wieder ein rundes Lesevergnügen das sich flüssig lesen lässt. Er gleitet auch nicht in das Unrealistische ab. Sein Schreibstil ist besonderes, den ich inzwischen nicht mehr missen möchte...
Dies ist das erste Buch aus der Cheng Reihe, das ich gelesen habe. Das war kein Problem! Ein einarmiger Chinese mit Gehirntumor und seine Chefin Frau Wolf ermitteln im Fall eines verschwundenen Wombatforschers. Der Krimi verdient den Namen Krimi eigentlich nicht. Die Spannung hält sich sehr in Grenzen. Das Buch besticht durch die wunderbare Sprache. Es läßt sich wunderbar weglesen. Der Plot ist sehr unterhaltsam und hat viele überraschende Wendungen.