Der katholische Geistliche wird gern mal unterschätzt, hält man ihn auf den ersten Blick oft für einen naiven Dorfpfarrer. - Der aber hat es faustdick hinter den Ohren und ist seinen "Kollegen" von der Polizei schon so manches Mal zur Hilfe oder gar zuvorgekommen. In diesem Winterkrimi klärt Pater Brown in seiner ihm eigenen liebenswürdig-schrulligen Art gleich einen dreifachen Mord auf. Dabei hat er es mit einem raffinierten Erbschleicher und allerlei äußerst mystisch-dämonischen Erlebnissen zu tun.
Ein nostalgischer Krimi des Londoner Autors Gilbert Keith Chesterton, im Original im Jahr 1910 als Kurzgeschichte erschienen unter dem Titel "Der geflügelte Dolch/The Dagger with Wings".
Diese Ausgabe des Coppenrath Verlags ist sehr liebevoll als Adventskalender in 24 Abschnitte eingeteilt und dadurch sehr spannend. Die Haptik dieses Kalenders ist ganz toll, das Papier fühlt sich sehr dick und hochwertig an, so dass man das Buch gerne jeden Adventsmorgen wieder zur Hand nimmt und darin blättert.
Meine einzige Kritik, die für einen Stern Abzug sorgt, obwohl ich die Geschichte sehr gern gelesen habe: Ich vermisse Angaben des Verlags zur Übersetzung, es wird nicht einmal ein Übersetzer namentlich genannt. Die deutsche Übersetzung wirkt zum Teil sehr schlecht gealtert. In Wikipedia heißt es im Allgemeinen dazu: "Ältere deutsche Übersetzungen von Chestertons Büchern wurden teilweise dem deutschen Publikumsgeschmack entsprechend abgemildert und dadurch verfälscht. Erst Anfang der 1990er Jahre brachte der Haffmans Verlag originalgetreuere deutsche Ausgaben der Father-Brown-Geschichten heraus, für die Hanswilhelm Haefs übersetzt hatte." Mir scheint, der Coppenrath Verlag hat in diesem Fall aus rechtlichen oder finanziellen Gründen eine alte Übersetzung gewählt, oder KI übersetzen lassen. Das ist nur eine Vermutung, aber nach meinem Gefühl passt das hochwertige Äußere des Krimis nicht 100% zum Inhalt.