"Mit jeder Zeile meines Songs verliere ich mein Herz mehr an dich …"
Judy ist Feuer und Flamme, als an ihrer Uni ein Wettbewerb um einen Vertrag bei einer Plattenfirma ausgeschrieben wird. Eine Karriere als Songwriterin ist schon lange ihr Traum. Noch bevor sie überhaupt zum Wettbewerb zugelassen werden kann, schafft ein rassistischer Dozent es, in ihr Zweifel an ihrem Talent zu wecken. Doch dann trifft sie auf Jaad, der selbst Musiker ist und dem sie sich anvertraut. Auch er steht aufgrund seiner Herkunft vor großen Herausforderungen. Bei Kaffee-Dates unter der kalifornischen Sonne und bei abendlichen Musikproben entsteht zwischen Jaad & Judy mehr als nur berührende Liebeslieder. Doch ist Jaad wirklich da, wenn Judy ihn am meisten braucht?
4,5* Judys großer Traum ist es, Karriere als Songwriterin zu machen. Als an ihrer Uni ein Wettbewerb ausgeschrieben wird, bei dem man einen Vertrag bei einer großen Plattenfirma gewinnen kann, sieht sie ihre Chance gekommen - doch dann erfährt sie, dass ihr rassistischer Dozent die Einsendungen bewerten wird. Zufällig trifft sie auf Jaad, der eine Band leitet und Kaffee am Strand verkauft. Die beiden kommen sich näher, doch Judy sträubt sich gegen ihre Gefühle.
„Talking to the Moon“ ist ein ideales Sommerbuch! Es spielt an der Küste Kaliforniens und ich hatte von Seite 1 an so richtig Lust auf Strand und Sonnenschein. Zusätzlich zu den perfekten Vibes ist das Buch größtenteils auch luftig locker geschrieben und ohne unnötiges Drama. Wer also eine große Dosis Sommer nötig hat, ist hier genau richtig.
Was mir besonders gefallen hat, waren die beiden Protagonisten. Judy und Jaad sind einfach nur sympathisch und menschlich. Beide haben ihre ganz eigenen Probleme und zu Beginn scheinen sie gar nicht so viel gemeinsam zu haben. Tatsächlich passen sie jedoch zusammen, wie zwei Puzzlestücke und ergänzen sich perfekt.
Das Thema Musik war besonders präsent in dem Buch und mir hat es sehr gefallen, auf welche Weisen es in die Geschichte einfloss. Während Judy als Songwriterin auf ihren Wettbewerb fokussiert ist, möchte Jaad, dass seine Band endlich wieder Erfolg hat. Judy versucht, ihm als Musikwissenschaftlerin dabei zu helfen. Ich persönlich hätte mir hier allerdings tatsächlich gewünscht, dass insbesondere Judys Wettbewerb ein klein wenig mehr Präsenz im Text gehabt hätte. Meiner Meinung nach ging dieser doch eher unter und ich hätte mir einfach gewünscht mehr zu sehen, wie Judy ihre eigenen Ziele verfolgt.
Gut gefallen hat mir, welche Rolle Religion in dieser Liebesgeschichte gespielt hat. Judy ist Muslima und trägt den Hidschab. Durch ihre Religion gelten für sie andere Regeln als für Protagonistinnen in vielen anderen Liebesromanen. Judy kämpft jedoch auch mit sich selbst, was diese Regeln angeht. Ich fand das alles sehr menschlich dargestellt. Aber auch die anderen Charaktere haben ihre eigene Beziehung zu ihrer Religion und Herkunft und ich fand es schön, hier so verschiedene Lebensentwürfe zu sehen. Mir ging hier bloß die Auflösung in Bezug auf Jaads Mutter ein wenig zu einfach. Da diese aber nicht der Fokus der Geschichte stand, ist dies kein großer Kritikpunkt.
Fazit: „Talking to the Moon“ ist eine perfekte Sommerromanze, die den Strand Kaliforniens direkt zu einem nach Hause bringt. Diese wundervolle Geschichte rund um Musik, Religion und Liebe konnte mich voll und ganz überzeugen. Ein paar Aspekte hätten zwar meiner Meinung nach mehr in die Tiefe gehen können, dies ist jedoch Meckern auf hohem Niveau.
Eins vorweg: ich habe ein Bloggerexemplar erhalten, das beeinflusst jedoch nicht meine Meinung zum Buch! ✨
Judy träumt vom großen Sprung von der Uni in die Musikwelt. (Ich liebes einfach, dass sie so ein Moongirl wie ich ist 🌖) Jaad, der einen Coffee-truck leitet, träumt vom großen Karrieresprung mit seiner Band „Sharks in the Dark“ (wie nice ist bitter dieser Name??).
Nagib schreibt nicht um den heißen Brei herum, sodass wir direkt auf der zweiten Seite Zeugen von J&Js ersten Begegnung und mitten im Geschehen sind. Die Gefühle die sich von hinten an die beiden heranschleichen münden am Ende in eine zarte Liebesgeschichte, für die ich gerooted habe 🌝
Obwohl das Buch komplexe Themen wie Rassismus und Identität beinhaltet, versprüht es so eine warme und angenehme Atmosphäre, null unnötiger Drama, null Toxizität (was man sonst so von NA kennt) - so, als würde man auf so einer aufblasbaren Liegematte auf dem Ozean schwimmen und sich von den Wellen treiben lassen. Verstärkt wird das ganze von den Kapiteln, wo wir Judys Familie kennenlernen; die Eltern, die aus Ägypten stammen und Kulturabende mit vielen Gesangs u Musikeinlagen halten und Reham, die Zwillingsschwester von Judy, die immer einen Blick auf ihren Twin hat. Und dann sind da noch Roxy und die Bandmitglieder - die (fast 😤) alle mein Herz haben! 🥰
Ich finde, dass zu Beginn ein wenig zu viele Schritte beschrieben werden, aber insgesamt ist der Schreibstil so so angenehm, ich habe gut in die Geschichte reingefunden und bin nur so durch die Seiten geflogen!
Charakterentwicklung ist für mich so ein wichtiger Punkt und diese sieht man in diesem Buch definitiv, nicht nur bei Judy und Jaad - sondern auch bei den Menschen in ihrem Umfeld - we love to see it! 💅🏼 Judy & Jaad sind einfach so greifbare Charaktere mit struggles, wünschen & Träumen
Nagib schafft es das Thema Religion so einzuweben, dass Menschen die nichts damit zutun haben, auch abgeholt werden und verstehen, worum es gerade geht und warum Judy hier und da in einem inneren Konflikt mit sich ist.
Ich habe zwei kleine Kritik Punkte: Ich liebe das kalifornische Setting, aber als jemand der schon in Kalifornien war, kommt es mir noch ein wenig zu kurz, sodass das Buch an einem beliebigen Strand hätte spielen können.
An einem Punkt reden J&J über Jaads Studium der Meeresbiologie und er erzählt von einem Tier, dass in China als Delikatesse gilt, obwohl es vom Aussterben bedroht ist. Ich finde solche Aussagen schwierig, weil sowas schnell in anti-Asian racism mündet und hätte mir da eine andere Lösung für gewünscht.
Insgesamt ist das Buch SO eine Bereicherung für die deutsche NA Branche und bekommt von mir definitiv eine Leseempfehlung!
EDIT 03/04/2024: Da mich das Thema echt nicht losgelassen hat, wollte ich nach einiger Überlegung hinzufügen, dass, Leser*innen keine *halal-romance* erwarten sollten und es auch nie so vermarktet wurde. Das waren meine eigenen Erwartungen an das Buch, da es sich um zwei muslimische Protas handelte. Wer nicht mit diesen Erwartungen rangeht, wird sehr wahrscheinlich ein besseres Lese-Erlebnis als ich haben 🙌
Also, vorab: Ich bin so happy, dass immer mehr muslimischen Frauen, welche Kopftuch trage, die Möglichkeit gegeben wird, ihre Bücher zu veröffentlichen, in denen die Protagonistinnen ebenfalls Kopftuch tragen und der Protagonist sogar ebenfalls Muslim. Ich BRAUCHE HALAL ROMANCES AUF DEUTSCH, bitte. Danke.
Ich möchte zuerst die Dinge erwähnen, die ich am Buch mochte bzw. die mir beim Lesen gefallen haben:
- Das Verhältnis zwischen Judy und ihrer Zwillingsschwester Reham fand ich sehr innig und generell schön zu lesen
- Es hat mir gefallen, wie über die Musik geredet, nicht zu viel und nicht zu wenig, und die selbstgeschriebenen Songtexte waren ganz nett und nicht cringe wie bei so 99% in anderen Büchern
- Die Verarbeitung von Rassismus und Empowerment ist größtenteils gelungen
Nun zu den eher nicht so guten Sachen, zumindest in meinen Augen:
Es ist so, dass es im Islam bestimmte Regeln gibt was Romantik bzw. eher romantische Beziehungen angeht und die sind wie folgt: Kein Sex vor der Ehe, kein körperlicher Kontakt vor der Ehe (wirklich gar keiner, hier und da vielleicht mal die Hand berühren, das war es, vor der Ehe darf gar nix passieren im körperlich intimen Sinne) und die gegenseitigen Familien müssen/sollten Teilhabe am Prozess haben, bedeutet, islamisch gesehen läuft es so ab, dass der Mann die Frau sieht oder umgekehrt, vielleicht kennt man sich auch schon über mehrere Ecken und irgendwann merkt man, hm da könnte was sein, etwas romantisches. Man fasst also den Entschluss, die andere Person näher kennenlernen zu wollen und heutzutage ist es etwas “lockerer” geworden, aber traditionell ist es so, dass der Mann dann Kontakt zum Vater bzw. dem Famlienoberhaupt der Familie der Frau aufnimmt und sich selbst sowie seine Intentionen (nämlich Kennenlernen und dann hoffentlich, wenn alles passt, Heirat) vorstellt. Danach kommt die Kennenlernphase, man kommt miteinander ins Gespräch (man ist traditonell nie allein; bedeutet also wenn Mann und Frau sich treffen wollen, muss jemand Weiteres, am besten aus der gegenseitigen Familie, dabei sein, um zu versichern, dass alles jugendfrei bleibt) und dann Verlobung, Heirat und bam, thats it. Dies ist der traditionelle islamische Prozess, und heutzutage gibt es Paare bzw. Familien, die gehen diesen etwas lockerer an, da wird sich auch mal allein getroffen oder man hatte schon vorher eine Liebesbeziehung, etc. Das gibt es, keine Frage. Jedoch, und das ist leider Fakt, ist dies haram, also verboten im Islam. Das kann man als Außenstehende finden wie mag, respektieren sollte man es sowieso. Dies nur als kurzer Exkurs.
In Talking to the Moon sind beide Protagonisten praktizierende Muslime, bedeutet also, beide verüben die Pflichtgebete, lesen den Koran öfters, bedecken sich (beide) in der Öffentlichkeit, essen halal, etc. all solche Dinge eben und sind sich vor allem den meisten Regeln des Islams bewusst.
Kommen wir zu meiner eigentlichen Kritik: Ich finde, dass die Repräsentation der muslimischen Charaktere, einer muslimischen Liebesgeschichte nicht gelungen ist. Tut weh zu sagen, besonders weil es so wenig davon in Deutschland gibt, aber ist leider wahr in diesem Fall. Es gibt mehrere Stellen, in denen Jaad, der männliche Protagonist, Judy als “sexy” beschreibt. Ganze Absätze darüber, dass er unter ihrer Kleidung (deren Absicht es ist zu verdecken aus religiöser Überzeugung) die “Rundungen ihres Körpers” sehen kann und wie er sich “[vorstellt] wie es wäre mit Judy zu schlafen” und ne, sorry, aber einfach Nein. Here’s the thing: Es ist als Muslim/als Muslima das NORMALSTE ÜBERHAUPT, andere attraktiv zu finden und Lust zu verspüren, das ist okay. Was nicht okay ist, ist das ein muslimischer Mann eine muslimische Frau so beschreibt und dies STÄNDIG. Jaad muss immer wieder Judy’s Äußerliches erwähnen und da frage ich mich, warum???? Warum muss das sein? Es ist normal solche Gedanken zu haben, jedoch muss man sich als Muslim in Erinnerung rufen, dass es einen Grund gibt, warum wir uns bedecken. Es wäre in Ordnung gewesen, hätte Jaad sich immer mal wieder ebenfalls klar gemacht, dass er vielleicht mehr auf Judy’s Charakter statt auf ihren BH, den er durch ihr Oberteil sehen kann, achten kann und sollte. Judy war da jedoch nicht besser, denn die Gute musste nicht nur einmal, nicht zweimal, sondern drei ganze Male die Brustwarzen von Jaad beschreiben und das in nur einem Kapitel (die Beschreibung mit “zwei kleinen harten Punkte” fand ich besonders gut) und ich habe es nicht verstanden. Warum so häufig die Körper des anderen beschreiben? Ich bin nicht die Moralpolizei oder so, noch bin ich prüde. Wer sich die Bücher anschaut, die ich öfters lese, weiß, dass ich gerne und viel Smut lese, bin also selbst keine “perfekte” Muslima und stelle mich auch nicht als eine auf UND die Personen, die diese Bücher schreiben und über denen geschrieben wird, gehören nie einer Religion an. Jedoch finde ich es schwierig in einem Roman, den Nicht-Muslime lesen, in welchem es um die Liebe zwischen zwei Muslimen geht, sowas zu haben. Dann wird auch sich auch einmal in der Küche von Judys Familie heimlich geküsst, und es wäre islamisch richtig gewesen ein Gespräch danach zu haben, wie man diese momentane “Haram-Beziehung” halal, also richtig und im Sinne des Islams, richtet. Das kam aber nicht, stattdessen kam es noch zu einem zweiten Kuss oder eher einer Rummach-Session, in der auch Judys Kopftuch verrutscht und Jaad so ihren Hals sehen und küssen konnte. Supi. Mich stört nicht, dass es passiert. Mich stört, dass es nicht aufgearbeitet wird und es erst danach zum Gedanken kommt oh moment irgendwie haram. Charaktere machen Fehler, ob sie muslimisch sind oder nicht, aber gute Repräsentation ist das nicht, denn das, was Judy und Jaad machen, ist islamisch nicht richtig und es dauert eine ganze Weile, bis beide das halbwegs realisieren und das ist zu lang. Diese ganzen Szenen haben das Buch nicht bereichert und ich weiß nicht, wieso sie überhaupt drin waren oder warum gedacht wurde, sie kämen nicht ohne aus. Es ist so schade, denn die Liebesgeschichte hätte so viel schöner sein können.
Dazu: Judy sagt einmal, Jaad sähe “nicht arabisch” aus, dann sieht sie ihn etwas später mit Dreitagebart und denkt, er sieht “in meinen Augen zum ersten Mal ein bisschen arabisch aus”. Ich finde diese Aussagen problematisch. Es gibt kein arabisches Aussehen. Es gibt, wenn überhaupt, bestimmte äußerliche Attribute, die eine hohe Prozentzahl von Arabern und Araberinnen gemeinsam hat, wie bspw. dunklere Attribute, wie Haare, Haut und Augen. Es gibt dazu auch Personen arabischer Herkunft, welche hellere Attribute aufweisen, und das macht sie nicht weniger oder mehr arabisch. In einem Buch, wo es unter anderem um Vorurteile und Rassismus geht, muss diese Differenzierung vorhanden sein. Warum wird Judy nicht damit konfrontiert, dass es “in [ihren] Augen” ein bestimmtes arabisches Aussehen gibt? Warum sieht ein Mann mit Bart für sie arabischer aus? Zu einer bewussten Auseinandersetzung mit diesem Teil von Judy’s Weltbild kommt es jedoch nie und auch das ist sehr schade. Auch Jaad hört von seinen Freunden Aussagen über Judy wie “verschleierte Jasmin” und sagt nichts dagegen. Jaad erlebt selbst, dass Judy Rassismus erfährt und steht daneben wie bestellt und nicht abgeholt. Äh, wie wäre es mal mit menschlich reagieren und dagegen was sagen? Schätze nicht, das kommt erst, nachdem Jaad selbst bemerkt, dass er für sein Aussehen rassistisch behandelt werden könnte. Viel zu flache und oberflächliche Ausarbeitung bei Themen mit extrem hoher Wichtigkeit, besonders heutzutage.
Ich bin für Diskussion offen, denn mir ist bewusst, es gibt nicht DIE eine richtige Art zu repräsentieren, für mich persönlich (und auch die Muslima mit denen ich über das Buch und die Szenen detaillierter gesprochen habe, um andere Perspektiven zu hören) ist diese in diesem Buch hier jedoch nicht gelungen und kann im schlimmsten Fall zu einem falschen Bild führen, dass Nicht-Muslime, welche das Buch lesen, dann haben könnten.
Die Geschichte von Judy & Jaad hat mich verzaubert. Die Kunstfertigkeit der Autorin zeigt sich in der geschickten Integration schwerwiegender Themen wie Identität und Rassismus, die fast schon unauffällig in die Handlung eingewoben wurden. Diese gelungene Herangehensweise verdient Anerkennung, denn oft werden mir solche Themen viel zu belehrend präsentiert. Viel zu oft fehlt mir als Leserin Raum für eigene Gedanken. Die Autorin findet eine Balance zwischen Aufklärung und der Möglichkeit zur individuellen Reflexion. Talking to the moon ist eine supergemütliche Liebesgeschichte mit sehr viel Tiefe! Die schweren Themen stören keineswegs die Gemütlichkeit. Musik und Kaffee stehen nämlich auch im Fokus und dienen als Brücken, die nicht nur zwischen den Charakteren, sondern auch zwischen dem Leser und den faszinierenden Welten, die die Autorin erschafft, führen. Wer Sprachen mag – die Arabische im Besonderen – wird in das weite Ozean des Alifba fallen und immer tiefer tauchen wollen. Besonders hervorzuheben ist die Hauptfigur. Möglicherweise die erste ihrer Art in der deutschen Bücherwelt. Diese Figur strahlt eine authentische und starke Präsenz aus, mit der ich mich sofort identifizieren konnte. Die Darstellung der Hijabi als stolz auf ihre Identität und als Verteidigerin dieser ist lange überfällig. Endlich mal eine Muslima, die nicht von der Mehrheitsgesellschaft befreit werden muss. Die Darstellung der Herausforderungen, die mit der bewussten Entscheidung das Leben nach den Prinzipien des Islams zu gestalten, einhergehen, verleiht der Geschichte Tiefe und Echtheit. Ich kenne diese Herausforderungen und liebe die Tatsache, dass die Autorin Fehler und Schwächen der Charaktere nicht unbeachtet lässt. Das verleiht der Geschichte zusätzliche Authentizität und auch Außenstehende können in die Gefühlswelt muslimischer Figuren eintauchen und verstehen lernen. Die Geschichte ist also nicht nur romantisch, sondern wirft auch wichtige Fragen auf und regt zum Nachdenken an. Insgesamt ist dieses Buch ein Muss für Liebhaber romantischer Geschichten mit Tiefgang. Liebe Sherin du hast ein bewegendes Werk geschrieben, das mein Herz berührt hat.
Eine schöne, ziemlich unaufgeregte Romance mit starkem Fokus auf (Alltags)Rassismus. Am Schreibstil merkt man manchmal ganz leicht, dass es sich um ein Debüt handelt, und ich fand einige Dinge etwas zu klischeehaft umgesetzt. Aber ich mochte Judy und Jaad sehr gerne und fand auch die ganzen Themen rundum den Islam super lehrreich und interessant.
Ein riesiges Dankeschön an Sherin für dieses Buch. Es ist so wichtig, dass sich jede:r in Geschichten repräsentiert fühlt und dieses Buch schafft genau das. Die Einblicke in die ägyptische Kultur, die Kaffee Kreationen von Jaad und dazu die perfekte Playlist, ich habe alles dran geliebt!💖🌙
Judy und Jaad. Jaad und Judy. Die Musikstudentin und das Bandmitglied mit einem Coffeeshop am Strand. Judy, die Hula Hoop macht, eine tiefe Nostalgie verspürt, wenn sie ihre Eltern Zuhause besucht und davon träumt, bei einem Plattenlabel zu arbeiten. Jaad, dessen Band kurz vorm Aus steht und der Judy um Hilfe bittet, ihm auf der Suche nach einer Lösung zu helfen. Die Liebesgeschichte war zart, voller Tiefe und in Teilen voller Zerrissenheit. Der Autorin gelingt es, ein wunderbar leichtes Wohlfühlsetting in Kalifornien mit ernsten Themen wie Rassismus zu verweben und der Liebesgeschichte, individuellen Charakterentwicklungen und Konflikten ausreichend Raum zu geben, ohne überladen zu wirken. Auch die ägyptische Kultur und wie Judy als Muslima ihre Religion lebt, werden in der Geschichte den Leser*innen nahe gebracht und schaffen sicherlich auch Identifikationsraum. Der Schreibstil von Sherin Nagib hat es mir angetan. Er setzt genau an den richtigen Stellen Schwerpunkte und lässt sich wunderbar leicht lesen. Ihre Familie hat ein warmes Gefühl in meiner Brust ausgelöst und ich würde nichts lieber tun, als an lauen Sommerabenden bei ihnen zu einem ihrer Sahrat im Garten zu sitzen, Schwarztee zu trinken und Kunafa zu essen. Ich würde gerne in der Garage der Band an der Wand und ihnen beim Spiel ihrer neuen Stücke lauschen. Und am Strand würde ich gerne im noch lauwarmen Sand liegen, zum Himmel hinauf blicken und unter dem Licht des Mondes tiefgründige Gespräche führen. Und können wir darüber reden, dass dies das erste New Adult Buch ist, welches ich je gelesen habe, in dem erwähnt wird, wie wichtig das regelmäßige Brust abtasten ist?! Ich bin wirklich ein großer Fan davon, wenn solche Themen in Romanen, auch wenn es nur am Rande ist, thematisiert werden. Sherin Nagib hat mit ihrem New Adult Roman das perfekte Buch für den Sommer geschrieben. Sonne, Strand, Meer und Musik und ganz viele Gefühle, ohne die Augen vor der Realität zu verschließen und ohne ernsthafte und schmerzhafte Themen zu verschweigen.
Sherin Nagibs Buch 'Talking to the Moon' ist in jeder Hinsicht sehr besonders: von der Optik bis zur Story ist der Roman ein Schatz, den ich euch sehr ans Herz legen möchte.
Die Protagonistin Judy studiert Songwriting an einer renommierten Musikuniversität in Kalifornien. Kurz vor ihrem Abschluss muss sie sich mit einem rassistischen Dozenten auseinandersetzen, der ihre ganze Zukunft durcheinander zu bringen scheint. Doch nicht nur das: sie lernt Jaad kennen, Musiker und Café-Betreiber, der ihre Gefühlswelt zusätzlich auf den Kopf stellt.
Ich lese sehr selten Romance, und wenn, fallen mir meistens viele toxic traits der Protagonist*innen auf, die mir das Lesen etwas vermiesen. Nicht so bei Sherin - das ganze Buch fühlt sich an wie ein liebevoller Safe Space, und das obwohl nicht nur seichte Themen vorkommen.
Judy und Jaad sind beides vielschichtige Charaktere, die immer wieder für Überraschungen sorgen und sich dabei stets selbst treu bleiben. Es fällt leicht, sie sofort ins Herz zu schließen. Mir hat auch sehr gefallen, wie die Autorin mit Körper-Themen umgegangen ist: z.B. beeinflusst Judys Periode ihren Alltag (yes!!), auch s3xuelle Anziehungskraft wird sehr realistisch (und aufregend 😁) geschildert.
Sherin Nagib hat einen Roman geschrieben, der Kulturen und Sprachen verschmelzen lässt, Probleme adressiert und auch Lösungen präsentiert, die von Herzen kommen. Ich hoffe, es wird noch viel mehr Judys und Jaads geben, über die wir lesen können.
JAHRESHIGHLIGHT❤️ Talking to the Moon ist eine wunderschöne Liebesgeschichte, die an der Küste Kaliforniens spielt mit einem College Setting, Meeresrauschen, Kaffee Dates, arabic vibes und Songwriting.
Judy studiert Musikwissenschaften mit dem Traum als Songwriterin durchzustarten. In einem Seminar wird ein Wettbewerb ausgeschrieben, was ihre Hoffnung auf Erfolg steigert. Judy ist Feuer und Flamme für Musik und arbeitet hart an ihren Träumen. Doch einer ihrer neuen Dozenten hat es sich zur Aufgabe gemacht ihr im Wege zu stehen. Judy leidet immer mehr darunter von ihm beleidigt und erniedrigt zu werden aufgrund ihres Hijabs.
Als sie ihren Job als Barrista beginnt, lernt sie den attraktiven Jaad kennen, dem sie schon mehrmals über den Weg gelaufen ist. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte und doch leidenschaftliche Beziehung. Musik schweißt sie enger zusammen, denn Judy inspiriert ihn mit der arabischen Musik und hilft ihm dabei arabisch zu lernen und gleichzeitig sich in der Musik in eine andere Richtung auszuprobieren. Es ist wahnsinnig romantisch geschrieben… Liebs sehr! Zudem versucht Jaad seine arabischen Wurzeln zu erkunden, was nicht so einfach ist, denn seine Mutter kehrte Saudi Arabien für immer den Rücken zu. Jaad kämpft damit für sich selbst einzustehen. Jaads Geschichte ist berührend und interessant, ich hätte ewig weiter lesen können. Durch Judy lernt man ebenfalls die ägyptische Kultur kennen und lieben, sowie die arabische Sprache und ihre Schönheit.
Die Autorin hat einen wunderbar sanften und cozy Schreibstil, trotz den sensiblen Themen, die sie behandelt. Sherin hat ein Buch geschrieben, dass meiner Meinung nach viel mehr Reichweite verdient. Es ist cozy, romantisch, inspirierend und unheimlich wichtig.
Ich wünsche der Autorin weiterhin ganz viel Erfolg und hoffe, dass noch mehr solcher Geschichten den Buchmarkt bereichern🫶🏻
»Hob, Habibi, Rohy, Alby.« »Und was heißt das?«, fragte er. Sand wirbelte auf, legte sich kitzelnd auf meine Hände und mein Gesicht, kühlte die Hitze, die in meinen Wangen glühte, während ich ihm antwortete. »Liebe, mein Liebling, meine Seele, mein Herz.«
Mit dieser wohltuenden Wärme habe ich das ganze Buch gelesen. Sherin Nagib zaubert mit ihren Worten fließende Sätze, die einen berühren und viele Male in nostalgische Zeiten entführt. Man wird vom Ruhrpott, von wo ich das Buch gelesen habe zu den sanften aber auch wilden Wellen Kaliforniens katapultiert. Wer wie ich Kaffee liebt riecht zwischen den Seiten Kaffeeduft und schmunzelt, während sich die beiden Liebenden näher kommen. Sowohl die Charakterentwicklung die Judy und Jaad machen, Jaad vielleicht etwas mehr, haben mir auch die Nebencharaktere gefallen. Ich war Rehams Stimme der Anstandsdame, wenn sich Judy und Jaad für ihre Verhältnisse zu nah kamen. Und ich war Judys beste Freundin, während sie Rassismuserfahrungen machen musste. Ein Chapeau auch an die süßen Songtexte auf English und dem ganzen Wissen der Musikwissenschaften. Letztere war für mich ein Neufeld, was ich sehr interessiert mitverfolgt habe. Talking to the moon ist ein sanftes Buch, das dennoch ernste Themen wie Rassismus und Identitätsbildung- und suche aufgreift und diese authentisch bearbeitet.
Es war toll eine junge Frau zu lesen, die den Hijab trägt und weiter an ihrem Glauben arbeitet, weil sie weiß, dass sie nicht fehlerfrei ist. Und viel toller fand ich, dass ein muslimischer junger Mann an seiner Keuschheit festhält, wie es im Islam für beide Geschlechter bis zur Ehe vorgesehen ist.
Kleiner Kritikpunkt geht an das Cover: kommt mir das so vor oder wird Judys Umriss ohne Hijab dargestellt 🙃
Judy liebt die Musik und schreibt Songs. Sie sieht ihre Chance in einem Wettbewerb um einen Vertrag bei einer Plattenfirma, aber dabei stellt sich ihr ihr rassistischer Dozent in den Weg und streut Zweifel bei ihr. Doch dann lernt sie Jaad kennen, der ihre Liebe zur Musik teilt.
Kalifornien, Gespräche unter dem Sternenhimmel und bewegende Songs. Das und noch viel mehr findet ihr in "Talking to the Moon". Ich habe schon seit Monaten auf das Buch hingefiebert und mich unglaublich gefreut, als ich es dann endlich anfangen konnte zu lesen.
Die Charaktere sind tiefgründig, haben alle ihre eigenen Vorgeschichten und Probleme. Auch wenn es vielleicht eine Kleinigkeit ist, habe ich mich total darüber gefreut, dass die Charaktere es (zumindest größtenteils) schaffen, miteinander zu kommunizieren statt alles in sich hineinzufressen. Außerdem mochte ich Jaad schon von Anfang an gerne, was auch damit zusammenhängt, dass er mal kein mysteriöser Bad Boy, sondern wirklich nett ist.
Auch das Setting in Kalifornien hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte mir richtig bildlich vorstellen, wie die Charaktere bei Sonnenuntergang am Strand sitzen und den Wellen lauschen.
Die Geschichte um Judy und Jaad war jedoch nicht nur süß. Es wurden erste Themen auf eine Art behandelt, die mich sehr bewegt hat. Ein zentrales Thema des Buches ist Judys Leben als Muslima. Das Buch gewährt einen guten Einblick in eine Kultur, die ich persönlich noch nicht so gut kannte, und ich konnte neue Dinge dazulernen. Es werden sowohl positive als auch negative Seiten gezeigt - wie der Alltagsrassismus, den Judy erfährt und von dem sie sich nicht aufhalten lassen möchte, es jedoch nicht immer schafft.
Insgesamt ist das Buch nicht nur cozy, sondern erzählt auch eine unglaublich wichtige Geschichte. Es zeichnet ein Bild von alltäglicher Diskriminierung und unterschiedlichen Lebensrealitäten. Ich habe die ganze Zeit mit den Charakteren mitgefiebert - und ich habe lange kein Buch mehr so schnell durchgelesen.
Ein Liebeslied an die Musik, Diversität, arabische Kulturen und Empowerment.
Heimlich still und leise schlich sich Jaad in ihr Herz, (in meins übrigens auch, nur mal so am Rande) ein Ort der eigentlich beherrscht wird von Schmerz. Jaad bringt Wärme in ihr Leben und neues Vertrauen, auf Jaad kann man wirklich immer bauen.
Zwei Menschen, nicht gesucht, aber gefunden. Die Chemie stimmte, schon nach wenigen Sekunden. Doch sind da Zweifel und die Angst nicht richtig zu handeln, Angst, dass sich die Vergangenheit wiederholt und Jaad sich beginnt zu wandeln.
Der Versuch ihre Dunkelheit hinter Farbe zu verstecken, die Vergangenheit, Erlebtes mit Humor zu überdecken. Punkte auf Buchstaben setzen, Berge versetzen und sich gegen Idioten durchsetzen.
Bin immer wieder sprachlos, was manch einer muss erleben und manches Verhalten, kann man nicht vergeben. Wie kann es sein, dass man ausgegrenzt wird, wie kann es sein, dass sich Mensch in seinen Ansichten so verirrt.
Judy, oh Judy, dich hätte ich gerne umarmt, wie viel in dir steckt, hab ich von Anfang an geahnt. Ich würde jetzt gern Jaads Song lauschen, mit Judy und Kingston durch die Wellen rauschen. Würde mit Judy gern über den Mond philosophieren, mit Jaad über seine Getränkekarte diskutieren.
Würde gerne bei Judys Familie in Garten sitzen und mit Kingston über den Strand flitzen.
Dieses Buch ist voll von Träumen, voll von Liebe und Zuversicht, ganz große Herzensempfehlung für diese Geschicht'.
Hatte ich erwähnt, dass ihr das Buch lesen sollt? Na looos, weiß nicht, worauf ihr noch warten wollt! 😍
Sherin Nagib hat einen unglaublich sanftmütigen, bewegenden Schreibstil, der mich mühelos durch die Handlung getragen hat. Die Autorin punktet mit Dialogen, die vor Witz und Leichtigkeit sprühen, ohne dabei den Ernst zu verlieren. Zwischen der cozy Stimmung, den Wohlfühlmomenten und der sanften Melodie zweier Herzen, habe ich mich in dem Sog aus Emotionen verloren.
Die authentische Einsicht in Judys Leben hat mich bewegt. Wie sie sich vor jedem beweisen muss, um überhaupt einen Wert beigemessen zu bekommen. Wie sie direkt wegen ihres Hijab ausgegrenzt und verurteilt wird. Lange Zeit verschließt sie den Gedanken in den Tiefen ihrer Seele. Zufall oder Absicht? Einbildung? Rassismus?
Judy gerät in einen Strudel aus Konflikten. Zwischen körperlicher Anziehung, ihrem Glauben und der Anerkennung ihrer Werte. Zwischen leisen Versprechen und lauten Zweifeln.
Ich möchte euch diese Geschichte unbedingt ans Herz legen. Nicht nur, weil sie wichtige Themen beinhaltet, sondern auch weil sie mich tief berührt und meinen Horizont erweitert hat. Weil ich für die sanfte Liebesgeschichte Feuer gefangen und mich in der cozy Atmosphäre voller Hoffnung, Träume und Musik verloren habe.
Fazit: Sherin Nagib erzählt in »Talking to the Moon« von großen Träumen, Wohlfühlmomenten und der Musik zweier verlorener Herzen. Jaad und Judy haben mich berührt und werden noch lange in meinen Gedanken nachklingen.
Ein zweifelsohne wichtiges Buch, mit einer Hijabi Protagonistin, vielen Wohlfühlmomenten, aber auch ernsten Themen, wie Erfahrung von anti-muslimischem Rassismus, und Identitätsfragen. Sowohl die Hauptprotagonistin Judy, als auch ihr Loveinterest Jaad werden sympathisch dargestellt und bemühen sich dem Genre entprechend zueinander und zu sich selbst zu finden. Es gibt viele schöne Szenen am Strand, bei gemeinsamen Bandproben und bei Judys arabischer Familie, die für die LeserInnen sicherlich für Wohlfühlatmosphäre sorgen wird. Die ernsteren Themen sind durchwegs realistisch dargestellt und dennoch organisch in der story verwoben, sodass diese nicht belehrend vermittelt werden, sondern als Teil der Alltagserfahrungen der ProtagonistInnen miterlebt werden können. Allein aufgrund der mangelnden Repräsentation authentischer muslimischer Charaktere auf dem deutschen Buchmarkt ist dieses Buch wirklich eine Neuheit und Nagib scheint eine gute Balance gefunden zu haben, die das Buch für alle Arten von Leserinnen auch über die grenzen des Genres hinweg zugänglich machen wird. Alles in allem, eine warme message von empowerment für junge Frauen, in der ein Hijab (und die damit verbundenen gesellschaftlichen Ressentiments) letztlich aber nur als ein eher minimales Hindernis erscheint...verpackt in einem wunderschönen rosaroten cover.
Jedenfalls eine absolut Bereicherung für den deutschen Buchmarkt. Bitte mehr davon!!
Mir gefällt die Idee, eine Geschichte zu schreiben, die nicht mit 08/15 Protagonisten ist. So hat mich hier der Beschrieb sehr angezogen, das es um Judith geht, einer praktizierenden Muslimin. Ich habe mir viel Tiefgang und deep talk zum Mondschein gewünscht. Allerdings war ich gleich am Anfang von einigen Szenen "überrascht". Insgesamt fand ich, dass ihr Glaube das zentrale Thema des Romans ist, trotzdem erschien es mir zu oberflächlich. Ein Wiederspruch? Ich weiss, aber meine Vorstellungen wurden diesbezüglich leider nicht erfüllt. Ich fand Judith's Ansichten gut, dennoch konnte ich es bei einigen Situationen nicht nachvollziehen, bzw. hat mir die Beschreibung dazu gefehlt. So konnte ich mich ihr nicht nahefühlen oder die Gedanken und Handlungen verstehen. Das Thema Musik war für mich ebenfalls oft nur angeschnitten und nicht grossartig umschrieben. Ebenso der Ort - es hätte überall, an jedem Meer statt finden können. Auch hier wurde mir zuwenig beschrieben.
Ich fand es eine gute Geschichte, mit ein paar Ecken und Kanten wo ich mir einfach mehr gewünscht hätte. So habe ich es ausgelesen und doch sind mir noch Fragen offen geblieben, wo ich dachte, das wird irgendwann mal erklärt. Gute Storyline wo man mehr hätte draus machen können.
Ich habe diese Geschichte so sehr genossen! Nicht nur weil sich jedes Mädchen mit ägyptischen Wurzeln mit Judy und ihren Gedanken, Gefühlen und Erlebnissen identifizieren kann, sondern weil der gesamte Aufbau der Handlung und die Charaktere schlüssig, real und herzerwärmend sind:
Arabischunterricht mithilfe von Amr Diab, Kunafa & Basbusa und dazu eine Tasse schwarzen Tee mit Tabla Musik, welches Setting kann einem mehr Heimatsgefühl und herzerwärmende Mood geben, als dieses? Die Liebe zur Musik und die Sehnsucht nach den eigenen Wurzeln verbindet Jaad und Judy miteinander genauso wie die Schattenseiten des Anderssein. "RASSISMUS ODER ZUFALL?" Welche Person mit Migrationshintergrund, offensichtlicher Religionszugehörigkeit oder Handicap hat sich nicht auch schon Mal, in einer unangenehmen Situation, diese Frage gestellt?
Es ist ein Buch für Menschen, die Musik lieben, die Liebe lieben aber auch realitätsnahe Kehrtseiten des Anderssein beleuchtet haben möchten. Und natürlich Judy, eine junge Frau mit ägyptischen Wurzeln, die an ihren Werten, an ihrem Glauben und Prinzipien festhält, selbst wenn ihr Leben droht zusammenzubrechen! JUDY&JAAD♡
»Mit jeder Zeile meines Songs verliere ich mein Herz mehr an dich.«
Das Buch war so schön und es war für mich eine Jahreshighlight. ⭐️ Ich bin sogar sehr traurig weil das Buch zu ende ist. Das war mein erstes Buch von der Autorin ihr Schreibstil war flüssig und locker zu lesen. Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Die Protagonisten sind mir so sehr ans Herz gewachsen. Ich konnte die ganzen Emotionen mitfühlen. Es war so eine schöne Geschichte die wichtige Themen so wie Rassismus und Vorurteile eingearbeitet wurden und es der Autorin gut gelungen ist. Es gab natürlich auch sehr viel über Musik und schöne Strand Settings was in der kalten Jahreszeit einen warm ums Herz macht. ❤️ Ich werde definitiv weitere Bücher von der Autorin lesen falls sie noch welche veröffentlicht.
Mein einziger Kritikpunkt zu der Geschichte ist mich würde sehr interessieren was mit dem Dozenten geschehen ist am Ende.
Im großen und ganzen es ist eine absolute Leseempfehlung. 5+⭐️
Musik will Freude schenken und ablenken von der Härte des Alltags. Doch wenn die eigenen Träume von einer notenumsäumten Zukunft auf eine Mauer aus subjektiver Warnehmung trifft, dann wird die Hoffnung gefährlich eingeschränkt. Auf der Suche nach Leichtigkeit zeigt uns Sherin Nagib, wie wichtig Gemeinsamkeiten und der Glaube an uns selbst sind. Die Hebel der Macht können wir nur bedingt beeinflussen, aber mitunter gelingt es durch neue Beziehungen Wege zu finden, die das Leben weiterhin bunt gestalten. Nur wenn Grenzen respektiert werden und Emotionen sich entfalten können, dann ist es möglich die Farbenpracht der Welt in all ihrer tonalen Vielfalt zu erkennen...
4,5 ⭐️! Dieses Buch behandelt ernstere Themen und ist dennoch gleichzeitig ein Wohlfühl-Buch für mich geworden dank der tollen Kulisse, den Charakteren und dem leckeren Kaffee in dem Buch! 🥹 Der Schreibstil war besonders schön und angenehm. Ich hätte mir nur gewünscht, dass einige Dinge, die mich interessiert haben, intensiver behandelt worden wären (wie z.B. Jaads Mutter), aber dennoch fand ich das Buch insgesamt richtig gut! 🥰