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Sternenschimmer #1

Sternenschimmer

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Ob die Sterne wussten, dass diese Nacht Mias Leben verändern würde? Sie erleuchteten den ganzen Himmel, als Iason mit den anderen Flüchtlingen auf der Erde landete. Jetzt steht er vor ihr. Eine dunkle Stille geht von ihm aus, doch seine graublauen Augen scheinen ins Innerste von Mia zu blicken. Augen mit der Anziehungskraft eines schwarzen Lochs. Augen, in die sie hineinfällt. Sie lassen Mia vergessen, dass es eigentlich nicht sein kann: eine überirdische Liebe, die Welten überbrücken muss. Und jeder Tag, der vergeht, bringt den endgültigen Abschied näher. Denn Iason ist nur Gast auf der Erde. Auf seinem Heimatplaneten Loduun herrscht Krieg und Iason ist als Wächter vorbestimmt, sein Volk zu beschützen.

576 pages, Kindle Edition

First published July 15, 2011

3 people are currently reading
211 people want to read

About the author

Kim Winter

17 books8 followers
Kim Winter, geboren 1973 in Wiesbaden, lebt mit ihrer Familie im Taunus. Nach einer Ausbildung zur Sozialarbeiterin, arbeitete sie im Pflegekinderdienst und in einem Waldkindergarten. Dann widmete sie sich voll und ganz ihrer Leidenschaft, die sie selbst als „Schreibsucht“ bezeichnet. Dem Wald ist Kim Winter übrigens noch immer sehr verbunden, weil sie dort neben einem Café in Wiesbaden am liebsten schreibt, und das immer mit Musik im Ohr. Außerdem spielt sie Theater, engagiert sich umweltpolitisch und kann es nicht lassen, Dinge zu hinterfragen. „Bei Ungerechtigkeiten weggucken, geht gar nicht.“

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2 stars
24 (7%)
1 star
9 (2%)
Displaying 1 - 30 of 40 reviews
426 reviews22 followers
May 16, 2012
Bewertung: 4.0 / 5.0

Meinung:
Über „Sternenschimmer“ hatte ich immer mal wieder gute Rezensionen gelesen. Trotz des sehr schönen Covers war ich jedoch nie versucht, dieses Buch zu kaufen, weil ich dachte, es würde eher für jüngere Leser sein und meinen Geschmack deshalb vielleicht nicht so treffen. Falsch gedacht, kann ich nur sagen! Denn irgendwie wollte ich das Buch dann doch lesen, kaufte es – und konnte nicht anders, als es zu verschlingen.

Von Anfang an gefiel mir die Stimmung in „Sternenschimmer“ außergewöhnlich gut. Kim Winters Erzählstil ist sehr ruhig und vereint Umgangssprache, die zur Hauptfigur sehr gut passt, und flüssige, bildhafte Beschreibungen. Doch auch Gefühle kommen nicht zu kurz. Allgemein hatte ich den Eindruck, dass der Stil immer sehr gut den Situationen angepasst war, was das Lesen natürlich erleichtert und vergnüglicher macht.

Die so schöne Atmosphäre findet ihren Ursprung aber auch in der Welt, die Kim Winter erschaffen hat. Ein paar Jahrhunderte in der Zukunft spielt sich die Geschichte ab. Der Planet Erde hat einen Atomkrieg umgehen können und existiert fortan mit sehr umweltfreundlicher Technologie. Dennoch spürt man die Folgen des Klimawandels – die Temperaturen bleiben sehr hoch und wenn es zu heiß wird, muss die Stadt durch eine Glaskuppel geschützt werden. Die Menschen leben auf sehr engem Raum zusammen, da durch das Schmelzen der Polkappen viele Landstriche überschwemmt sind.

Aber: Die Menschen haben aus ihren Fehlern gelernt. Und so beschreibt Kim Winter eher eine Utopie, in der sich das Gesicht der Erde zum Besseren gewandt hat. Keine zerstörte Gesellschaft, wie sie einem in vielen anderen Zukunftsromanen begegnet. Dafür aber besteht Kontakt zu einem mehrere Lichtjahre entfernten Planeten, Loduun, auf dem seit neuestem Krieg herrscht. Von dort werden Kinder auf die Erde transportiert, um von dem grässlichen Krieg verschont zu werden. Diese Inhaltspunkte sind mal eine Abwechslung, zudem erschienen sie mir sehr logisch. Stück für Stück baute sich diese Zukunftswelt vor meinem inneren Auge auf und vermochte es, mich zu faszinieren. Vor allem, dass es in „Sternenschimmer“ nicht um den Sturz eines Tyrannen oder um das Aufdecken von Lügen in einer dystopischen Gesellschaft geht, ist für mich ein großer Pluspunkt dieses Buchs.

Allerdings läuft ebendieses auch lange Zeit sehr ruhig ab. Man erlebt viele mehr oder weniger gewöhnliche Tage mit Mia – die allerdings so gewöhnlich gar nicht sind, denn der Besuch vom Planeten Loduun macht das Ganze wesentlich interessanter. Trotz der eher ruhigen Geschichte, langweilte ich mich auf keiner Seite. Das kann aber auch daran liegen, dass ich diese Art von Geschichte sehr mag und es besonders gut fand, dass man so die Charaktere im Alltag kennenlernen konnte. Das lässt sie gleich eine Spur realer erscheinen. Sowieso sind die Charaktere etwas, das mir an diesem Buch besonders positiv aufgefallen ist. Die Hauptperson Mia ist wirklich sympathisch, auch wenn sie ihre kleinen Macken hat und ich ihr Handeln stellenweise nicht ganz nachvollziehen konnte – sie wirkte in meiner Vorstellung sehr lebendig, ebenso wie die anderen Charaktere. Zwar ging mir Iason mit einigen Eigenschaften stellenweise auf den Geist – doch da Mia ihm Paroli bieten kann, empfand ich auch das als nicht sehr störend. Erwähnenswert sind auf jeden Fall noch die anderen Loduuner: Die kleinen Kinder, um die sich Mia kümmert, die mir von der ersten Begegnung ans Herz gewachsen sind.

So plätschert die Handlung anfangs ruhig vor sich hin. Man erfährt mehr über Kulturunterschiede zwischen den Irden (Erdbewohnern) und Loduunern, über den Krieg und fängt an, die Charaktere ins Herz zu schließen. Besonders toll ist hierbei auch, dass die Liebesgeschichte nicht zu schnell vonstatten geht, sondern durchaus glaubwürdig geschildert wird.

Die Charaktere, der Erzählstil, die Idee – all das stimmt in „Sternenschimmer“ größtenteils. Auch die Handlung, wenngleich sie lange sehr ruhig abläuft und erst später an Spannung gewinnt. Vor allem aber ist es die Atmosphäre, die mich in den Bann genommen hat und verantwortlich dafür ist, dass mich das Buch so begeistert hat. Ich fühlte mich auf jeder Seite dieses Buchs wohl, wollte am liebsten darin wohnen und meine Nase gar nicht mehr aus dem Buch nehmen. Selbst jetzt, obwohl ich das Buch vor mehreren Tagen zugeklappt habe, hallt diese Atmosphäre noch immer nach. Kim Winter hat es geschafft, eine Geschichte in meinem Kopf zum Leben zu erwecken.


Fazit:
„Sternenschimmer“ hält eine ganz andere Geschichte bereit, als ich sie erwartet hatte. Mit einer zunächst ruhigen Handlung, sehr vielfältigen Charakteren und einem schönen Erzählstil überzeugt das Buch. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung – allerdings nicht für jeden. Wer gegen leicht kitschige Liebesgeschichten allergisch ist oder actionreiche Bücher bevorzugt, ist bei „Sternenschimmer“ definitiv an der falschen Adresse.
Profile Image for Lucina.
896 reviews70 followers
July 6, 2012
Was soll ich sagen bzw. womit soll ich anfangen? Zu allererst muss ich sagen, dass ich total enttäuscht von "Sternenschimmer" war. Die Bewertungen im Internet waren alle positiv und da hatte ich einfach erwartet, dass mir die Geschichte auch gefallen würde, aber leider hat der Roman außer einem wunderschönen Cover nicht mehr viel zu bieten (außer viel ungenutztem Potential). Hätte ich mich lieber etwas mehr bei Goodreads umgehört, dann hätte ich mir "Sternenschimmer" vielleicht nicht als Gewinn bei Elenas Gewinnspiel gewünscht. "Sternenschimmer" ist natürlich keine komplette Katastrophe, aber leider auch kein wirklicher Lesegenuss. Ich habe eigentlich so viel zu kritisieren, dass ich gar weiß mit welchem Punkt ich eigentlich genau anfangen will oder sollte.

Eine Warnung an alle "Sternenschimmer"-Fans: Wer nicht gerne Kritik zu diesem Roman lesen möchte sollte auf keinen Fall weiterlesen. Ich versuche zwar nicht zu hart zu sein, aber einige Dinge muss ich einfach ansprechen. Für die die denken ich hätte absichtlich nach Fehlern gesucht und dem Roman gar keine richtige Chance gegeben, gibt es am Ende noch ein paar positive Punkte, die es natürlich auch gab, auch wenn sie für mich neben den Kritikpunkten untergegangen sind, durch die mir "Sternenschimmer" insgesamt einfach nicht gefallen hat.

Das hat schon mit den Namen angefangen. Bert, Frank, Greta (gab's nicht auch eine Gudrun?) oder Nachnamen wie Wiedemann!? Ganz ehrlich, was sind das für Namen? Ich weiß, jeder sieht andere Namen als modern oder passend an, Schönheit liegt im Auge des Lesers, aber die Namen waren auch innerhalb der Geschichte total unlogisch. Sie sind erst einmal teilweise so altmodisch, dass ich sie einfach nur lächerlich fand, wie kam die Autorin auf die Idee ihren Charakteren teilweise so blöde Namen zu geben, als Abgrenzung zu den Loduunern, die echt gute Namen bekommen haben? Selbst wenn man meinen persönlichen Namensgeschmack außer Acht lässt machen die Namen doch so überhaupt keinen Sinn. Die Erde ist zusammengewachsen und hat eine einzige Nation, die "Vereinigte Nation Erde" gebildet, wegen dem reduzierten Lebensraum auf Grund einer Naturkatastrophe, und als Folge dessen haben sich beim Großteil der Irden schon heute altmodischen deutschen Namen durchgesetzt!? Ganz sicher nicht, selbst wenn die Stadt in der Mia lebt zufälligerweise auf dem ehemaligen Gebiet Deutschlands liegen würde (was nicht sicher ist), kämen dennoch Menschen verschiedener Nationen und Länder zusammen und die Wahrscheinlichkeit das sich gerade eher unübliche und nicht wirklich schöne deutsche Namen durchgesetzt haben halte ich für sehr gering oder für ausgeschlossen. Selbst in unserer Zeit sind in der Bevölkerungen Namen ziemlich durchmischt vorhanden, in der Zukunft aus "Sternenschimmer" müsste das noch extremer sein und es wäre einfach logischer, wenn Menschen Vor- und Nachnamen aus verschiedenen Bereichen der Erde tragen würden.
Vielleicht bin ich etwas pingelig, aber passende und gute Namen sind für mich einfach wichtig. Ich glaube z.B. nicht, dass Edward Cullen so viele Vereherinnen hätte, wenn er "Hans-Eberhard-Gottlieb Schmitz" heißen würde und seine Isabella "Bella" Swan eine "Brunhilde "Hilde" Spatz" wäre. ;-)

Was mich außerdem gestört hat war für mich allgemein die Welt die Kim Winter geschaffen hat. Sie wirkte einfach gar nicht futuristisch, mir kam es manchmal vor als wäre der Roman gar nicht als SciFi-Roman angelegt gewesen, so selten kam das Gefühl auf wirklich in einer futuristischen Welt gelandet zu sein. Ich meine ganz ehrlich, fliegende Autos und eine Verpackung in dem Eis nicht schmilzt? Wow, das ist ja so unglaublich modern und so futuristisch, so etwas kann es wirklich nur im Jahre 2200 (oder wann auch immer der Roman spielt) geben. Ganz ehrlich, für mich war das eher eine ziemlich altmodische (hey, das passt zu den Namen) Version eines Science-Fiction-Romans. Und auch andere Erfindungen, wie z.B. das iCommplete (eigentlich ein Smartphone) oder die Voicetrodes (auch einfach Kopfhörer genannt) sprühen jetzt nicht wirklich vor Einfaltsreichtum (im zweiten Band wird das noch schlimmer, da gibt es sogar noch iPads und simple e-Books... Soll die Reihe vielleicht eine Parodie auf SciFi-Romane sein und ich habe das nicht mitbekommen!?).
Besonders stört mich dabei das "iCommplete". Das i als Präposition sozusagen wurde von der Firma Apple geprägt, ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass solche Modebegriffe in der Zukunft noch Bestand haben, besonders wenn man bedenkt, dass kaum noch jemand weiß, wie Geräte vor 100 Jahren hießen und auch nur noch wenige Firmen aus der Zeit existieren. Und wie soll man das Aussprechen. Kommt das von Communication und einem weiteren Wort und wurde einfach nur "complete" falsch geschrieben? Oder wird das wie die Namen vermuten lassen deutsch ausgesprochen?
Ich weiß nicht, bei mir kam nicht wirklich das Gefühl an wirklich einen Roman zu lesen, dessen Handlung in der Zukunft spielt. Was meine Meinung, dass es der Autorin einfach ein Kreativität fehlt eine außergewöhnliche Welt mit besonderer Bezeichnungen und Namen zu schaffen noch unterstützt hat war die Tatsache, dass sie immer wieder Referenzen zu unserer Welt eingebaut hat. Das mag auf dem ersten Blick einfach als Rückblick auf die "Vergangenheit" zu sehen sein, für mich wirkte es aber eher so als ob die Autorin nicht die Ideen hatte etwas eigenes zu erschaffen. Da nutzt man einfach die Techniken unserer Zeit und lässt die Figuren so etwas Neues entdecken, nur das dabei der Leser auf der Strecke bleibt.
In einem SciFi-Roman will ich von Ideen einfach nur überrascht werden und mit dem Gefühl zurück gelassen werden etwas erlebt zu haben, was heutzutage vollkommen unmöglich ist. Die Ideen sollen die Grenzen das für mich Vorstellbaren überschreiten, aber das ist natürlich nur meine eigene persönliche Erwartungshaltung. Für mich hätte der Roman lieber eine erweitere Version der heutigen Zeit sein sollen, das hätte mir dann insgesamt besser gefallen und hätte sogar fast schon besser gepasst.

So, damit habe ich die Hälfte meiner vier großen Kritikstichpunkte abgearbeitet. Ich weiß, die Rezension wird lang, leider.

Weitergeht es mit der sprachlichen Umsetzung der Geschichte mit der ich komplett unzufrieden war. Ich weiß nicht, ob das Lektorat nicht aufgepasst hat oder ob niemand Kim Winter gesagt hat, dass ihre Capslock- und Ausrufezeichen-Taste irgendwie einen Fehler hat. Vielleicht hätte man ihr sagen sollen, dass es in einem professionellen Roman einfach nicht geht die Capslock-Taste zu missbrauchen oder das Satzzeichen keine Rudeltiere sind! Anders kann ich mir nicht vorstellen, wieso sie anstatt so schöne Verben wie "schreien", "rufen" oder "brüllen" zu nutzen lieber "HOOOOOOOOOOOOPE!!!!!" geschrieben hat. Erwähntes Meisterwerk ist auf den Seiten 54 bis 56 von "Sternenschimmer" zu finden. Ich konnte beim lesen nur noch den Kopfschütteln, aber so etwas gehört für mich in keinen ordentlichen und ernst gemeinten Roman. Was bei direkten Ausrufen vielleicht noch gerade so mit viel viel Augen zudrücken akzeptabel ist, war dann einige Seiten weiter (S. 66) nur noch lächerlich. "...und dann TURTELTE ER AUCH NOCH MIT MEINER ERZFEINDIN HERUM!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!" (#Ausrufezeichen +/- 2 ).
Oh ja, super Stil, den suche in einem Roman...nicht, so etwas ist selbst in allen anderen Texten und im Internet für mich schlechter Stil. Ganz ehrlich, denkt die Autorin wirklich, ihre Leser sind so dumm, dass sie die Aussage des Halbsatzes (davor fehlt noch ein Teil) ohne Großbuchstaben und über 30 Ausrufezeichen nicht verstehen würden? Ich kann nur für mich reden, aber die Aussage wäre auch so klar geworden!
Jetzt könnte man denken, der Roman wäre komplett im Stile eines Tagebuchs eines 13-jährigen Mädchens geschrieben, so ist es aber leider nicht. Mehr als einmal hatte ich zwar das Gefühl ich hätte hier eben so ein Tagebuch vorliegen mit eben dazugehörige heute modernem Jugendslang (der sich, wie das natürlich ganz normal ist, über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte unverändert gehalten hat *Achtung: Ironie!*), auf der anderen Seite wurden dann aber wieder Wörter/Sätze genutzt, die meiner Meinung nach kein Teenager in den Mund nehmen würde. Der ganze Schreibstil wirkt inkonsistent, auf der einen Seite wirkt Mia so kindisch und naiv wie ein kleines Mädchen und auf keinen Fall so alt wie ihre 17 Lebensjahre vermuten lassen, auf der anderen redet und denkt sie aber wie eine ernste, erwachsene und weise Frau. Das passt alles vorne und hinten nicht, außer sie rennt die ganze Zeit mit einem Thesaurus herum und sucht bevor sie redet nach schönen Synonymen für die Wörter, die sie eigentlich verwenden wollte. Und da wären wir dann schon bei meinem letzten Kritikpunkte: Mia!

Mia war für mich eine unpassende Heldin, die mir zu keinem Zeitpunkt sympathisch war. Da meine Rezension jetzt schon so lang ist will ich eigentlich nur kurz auf sie eingehen und dabei versuchen mich nicht in rage zu schreiben, aber ich glaube, das werde ich nicht schaffen.
Ich fand Mia ziemlich dümmlich, dauernd wird erwähnt, was sie nicht kann, sodass ich mich teilweise fragte, ob sie denn überhaupt irgendwas kann. Intelligenz gehört zumindest nicht zu ihren Stärken, wenn man sich ihre Handlungen und Gedankengänge ansieht wirkt sie ziemlich einfältig und halt leider etwas dumm. Ich meine, wenn jemand einem sagt (und diesen jemand mag man sehr gerne), dass jeder seines Volkes einen Sinn im Leben hat, einen Sinn der bei der Geburt festgelegt und für dessen Erfüllung man lebt, was ist dann die erste Frage? Nein, nicht "Was ist denn dein Sinn?", bei Mia läuft das anders. "Was ist der Sinn deiner Schwester? Von Tony? Von Finn? Von deiner Mutter? Von deiner Cousine 2. Grades? ... blablabla Und von der Freundin der Schwester deines Urgroßvaters väterlicherseits dessen Mutters Patenkind? Hmm...von wem will ich denn den Sinn noch wissen. *überleg* Ach, stimmt, was ist denn dein Sinn?". Okay, das habe ich jetzt etwas übertrieben dargestellt, aber sie fragt wirklich als letztes nach seinem Sinn, was dramaturgisch natürlich besser ist, aber für mich nicht logisch. Sein Sinn stellt sich übrigens am Ende als ziemlich vorhersehbar heraus, leider.
Ich fand es zudem einfach nur ätzend, wie Mia immer dachte, dass ihre Meinung die einzig richtige wäre und das es ihre Aufgabe wäre die herzensgute Missionarin zu spielen, die anderen auf ihre Fehler und falschen Denkweisen hinweist und von diesen fortführt. Für mich war ihre Denkweise einfach nur ein arrogantes Verhalten, Mia kam ja nicht einmal auf die Idee anderen ihre Meinung zu lassen, denn ihre Meinung wäre natürlich die richtigeren und besseren. Wieso kann sie nicht einfach die Sitten und Weltanschauungen anderer akzeptieren und es dabei belassen ihre andere Meinung kundzutun? Das wäre nicht ganz so schlimm, wenn ich dabei nicht häufiger gedacht hätte, dass genau Mia's Meinung für mich die "falschere" wäre. Ganz ehrlich, fände es nicht jeder schöner einen Sinn im Leben zu haben und wenn dieser erfüllt ist zu sterben, als vielleicht länger zu leben, aber am Ende nicht zu wissen, was man im Leben erreicht hat, was für einen Sinn das eigene Leben hatte? Mia denkt gar nicht so weit, sie hört das Wort "Tod" oder "sterben" und schon hat sich ihre Meinung verfestigt, ohne das sie sich logisch und neutral damit auseinander gesetzt. Aber Mia ist nun einmal eine Person, die fast vollständig nur aus reinem Aktionismus heraus handelt, das kann man mögen, fand ich aber nur nervig.
Hinzukam, dass Mia für mich einfach nicht echt und realistisch wirkte, sie wirkte wie ihre Ausdrucksweise inkonsistent.
Auf der einen Seite setzt sie sich gegen Tierversuche ein und nutzt an Stelle der Laserschminke traditionelle Schminke, die, wenn das die heutige Schminke sein soll, natürlich komplett ohne Tierversuche hergestellt wird. Klar, woher weiß sie das? Auch normale Schminke wird teilweise in der Forschung an Tieren getestet und seien es nur die Vorprodukte für die Schminke und nicht das Endprodukt an sich. Aber okay, vielleicht ist das wirklich komplett Tierversuchs-freie Schminke, deren Entwicklung an keinem Punkt und in keinem Aspekt jemals auf Tierversuche zurückgegriffen hat (was fast unmöglich ist). Also zurück zu ihrer Moralvorstellung. Tierversuche sind ihrer Meinung nach (und das ist auch vollkommen in Ordnung) zu verurteilen und sogar noch mehr, sie müssen sogar aktiv verhindert werden. So gut so schön, was habe ich also für ein Problem mit Mia, es ist doch schön, wenn sie so ein tierliebes Herz hat. Nur leider ist Mia nicht so tierlieb wie sie allen glauben machen möchte (wobei sie möchte es ihnen nicht glauben machen, so ist es nicht wirklich, die Autorin möchte uns zeigen wie toll und verantwortungsbewusst Mia ist), denn auf ihre Wurst würde sie aus Tierliebe nicht verzichten. Es ist natürlich auch moralisch schlimmer, wenn Versuche an Tieren verübt werden, für so etwas verzichtbares wie Laserschminke, wo es doch die normale Schminke gibt, als wenn Tiere für ihre Wurst sterben? Natürlich, ist doch ganz klar. Laserschminke ist verzichtbar, gibt ja eine Alternative, aber ohne Fleisch kann Mia konsequenterweise nicht leben. Logisch, oder? Ich meine, es geht hier schließlich um die Wurst und da ist es verständlich, dass man bzw. Mia darauf nicht verzichten muss und sollte. So etwas kann man auch auf keinen Fall verlangen! Das ist so ein Punkt indem für Mia auf mich einfach nur falsch und unehrlich wirkt. So wie Iason am Anfang über sie gedacht hat trifft es für mich ziemlich gut. Ich hatte nie das Gefühl, dass wie wirklich mit vollstem Herzen hinter den Dingen steht, für mich macht sie es nicht aus Überzeugung, sondern weil sie der Meinung ist sie müsste es tun, weil es das für sie richtige ist. Weil sie sich selbst als besserer Mensch sieht.

Das mag jetzt sehr hart klingen, denn Mia ist jetzt auch keine komplett bescheuerte Heldin, ich konnte mit ihr leben, aber ich hätte mir so gerne eine etwas andere Heldin gewünscht, die Geschichte hätte mir dann trotz der oben genannten Schwächen viel besser gefallen. Iason wieso war es dir nicht vergönnt eine bessere Heldin abzubekommen, selbst eine Bella Swan oder eine beliebige andere Mary Sue hätte mir an deiner Seite besser gefallen!

Die Nebencharaktere waren auch ziemlich extrem und schwarz-weiß gezeichnet, waren mir aber wenigstens nicht so unsympathisch wie Mia. Wobei hätten die mich die 600 Seiten des Romans begleitet, wären sie mir wahrscheinlich auch so wenig ans Herz gewachsen wie Mia. Allein die Loduuner konnten in mir wirklich Sympathien wecken.

Zur Handlung will ich dann auch gar nicht viel sagen. Ich fand sie nicht schlecht, aber sie ist vollkommen überlagert von unterschiedlichsten Thematiken. Tierversuche, Rassismus, Gewalt, Umweltschutz, Vegetarismus, Politik, Völkerverständigung, Folter, Mord, Asyl, ach, einfach fast alles was man sich denken kann wird hier verwurstet (ist das als Hinweis auf Mias Fleischliebe zu verstehen? *g*). Das war alles einfach eine Spur (was noch untertrieben ist!) zu viel des Guten und von "Gut" gibt es in diesem Roman sehr viel (und im nächsten Band wird es noch besser, da versucht Kim Winter was ich auch prinzipiell gut finde, beide Seiten der Medaille zu beleuchten, was dann dazuführt das eigentlich niemand mehr Böse ist, weil man je jede Seite verständlich und nachvollziehbar ist...). Ich mag es sehr gerne, wenn die Welt nicht nur schwarz-weiß ist, aber das ganze sollte dann nicht zu hellgrau werden. ;-)

So zum Schluss noch ein paar positive Aspekte von "Sternenschimmer", abgesehen vom Cover, das wie oben erwähnt einfach wunderbar aussieht.
Ich muss sagen, dass ich die Idee hinter den Loduunern und allgemein hinter der Geschichte eigentlich sehr gut fand, aus der Grundidee hätte man wirklich viel machen können. Die Sache mit dem Sinn des Lebens, dem loduunischen Kuss, dieser emotionalen Verbindung zwischen zwei Menschen, und den loduunischen Clans. Leider wurde das Potential der Geschichte für mich gar nicht genutzt, die oben genannten Kritikpunkte haben mein Lesevergnügen zu sehr gestört. Es ist wirklich sehr schade, dass die Umsetzung für mich so viele Schwächen aufweist, denn während des Lesens habe ich mir immer wieder gedacht: "Mensch, wäre doch dies und das anders, dann hätte die Geschichte richtig toll sein können!
Die Handlung war zwar nicht super originell, aber interessant, deshalb konnte mich der Roman auch teilweise wirklich fesseln, obwohl ich die Umsetzung der Geschichte total schrecklich fand. Ich musste zwar dafür mein Gehirn ausstellen, um die Handlung nicht dauernd zu hinterfragen und zu kritisieren, aber dann las sich die Geschichte sehr gut.
Außerdem mochte ich die Loduuner insgesamt sehr gerne, besonders die Kleinen, sind einfach so süß. Tony ist einfach total niedlich und Hope ebenfalls, normalerweise mag ich keine Kinder in Romanen, aber hier waren die Kleinen fast die sympathischsten Charaktere. Finn fand ich auch ziemlich cool, obwohl man wenig von ihm erfahren hat, aber dafür gibt es ja vielleicht noch die beiden Fortsetzungen. Selbst Iason war im Vergleich zu Mia ein toller Charakter, er war zwar etwas zu aufbrausend, aber er war für mich dennoch ein guter Held für einen Liebesroman.
Im Gegensatz zu vielen anderen negativen Kritiken fand ich die Geschichte auch gar nicht so kitschig. Die Geschichte ist natürlich sehr romantisch, was man auch erwarten konnte, aber es war selten so kitschig, dass man sich am liebsten fremdgeschämt hätte. Natürlich muss ich dazu sagen, dass ich allgemein fast nur Liebesromane lese und daher dort auch eine große "Hemmschwelle" habe und es sehr lange dauert bis ich etwas zu schmalzig finde, weshalb es für mich keine richtig kitschig-klebrigen Szenen gab. Jeder muss für sich selber entscheiden, ob man Romane, die sich auf die Liebesgeschichte fokussieren mag oder nicht.

Fazit:

Meiner Meinung nach hat der Roman die Lobeshymnen die auf ihn gesungen werden nicht wirklich verdient. Die Geschichte ist vielleicht gut, wenn man sich keine Gedanken über die Handlung macht (was nicht negativ gemeint ist, manchmal möchte man einfach nur eine Geschichte lesen und nicht weiter darüber nachdenken, so geht es mir auch manchmal) und sich einfach nur berieseln lässt, fängt man aber erst einmal an Dinge kritisch zu hinterfragen kann man doch eigentlich gar nicht mehr anders als an allen Enden und Ecken etwas zum kritisieren zu finden. Und das nicht, weil ich Fehler gesucht habe, sondern weil diese mich einfach gefunden haben. Jeder sollte selber entscheiden, ob er "Sternenschimmer" lesen möchte, man sollte aber wegen der vielen positiven Bewertungen keine zu hohen Erwartungen haben, es kann gut sein, dass einem die Geschichte wie mir nicht so wirklich gefällt.
Profile Image for M.andthebooks.
809 reviews
September 18, 2024
Rezension: (kann Spoiler enthalten)

Die ganze Buchreihe hatte ich als Mängelexemplare noch recht günstig bekommen, da sie jetzt nur noch schwer zu kriegen ist. Und ich war echt gespannt, denn ich habe mich doch gefragt, wie gut das Thema mit Außerirdischen, die auf die Erde kommen, umgesetzt werden kann.
Und eins muss ich sagen: Die Umsetzung gefiel mir doch sehr gut.
Für mich war die Protagonistin aufgrund ihres Alters einfach in ihrem Verhalten etwas unreif, was ich persönlich zwar als anstrengend empfand, mir ist aber bewusst, dass ich nicht mehr unbedingt der Zielgruppe entspreche, daher ist das für mich jetzt auch kein sonderlicher Kritikpunkt, auch wenn ich mir manchmal gewünscht hätte, dass sie erwachsener reagiert, weil manches selbst für ihr Alter etwas deplatziert war.
Ich fand die Außerirdischen aber alle nicht nur in ihrem Charakter, sondern auch in ihrer Kultur durchaus interessant konzipiert. Jeder hatte so seine Aufgabe/sein Ziel und mittendrin Mia, die irgendwie versucht, sich da mit um die Kinder zu kümmern.
Es war da durchaus ganz spannend, neben der vielleicht etwas dramatischen Lovestory, die Geschichte auch rund um das Dilemma mit der Pflicht gegenüber der eigenen Heimat zu verfolgen.
Auf Band 2 freue ich mich definitiv.

4 Sterne
Profile Image for Steffi.
3,282 reviews183 followers
December 29, 2015
Mein erster Gedanke: endlich fertig!

Das Buch hat für mich sehr vielversprechend begonnen, obwohl ich so gar keine Ahnung mehr hatte was mich eigentlich erwartet.
Die Grundidee und das Setting fand ich ziemlich klasse, aber am Ende bin ich dann doch eher zwiegespalten. Es kam mir leider lange Zeit so vor, als ob es nur eine Aneinanderreihung kleinerer Ereignisse ist und die Handlung als großes Ganzes fehlte mir. Dadurch wirkte die Geschichte für mich stellenweise extrem langgezogen und auch sehr langatmig. Ich habe mich zwar nicht direkt gelangweilt, aber zum Teil war das Buch schon sehr zäh. Die Handlung als Ganzes war für mich, gerade auf 570 Seiten gesehen, einfach zu dünn, um mich komplett überzeugen und unterhalten zu können.

Die Liebesgeschichte hat mich leider ebenfalls nicht völlig erreicht, so dass ich hier kaum mit den beiden mitfiebern konnte.
Mia habe ich als extrem nervig empfunden. Mit ihrer zickigen Art und Naivität ist sie mir leider eher negativ aufgefallen. Manchmal war sie so schwer von Begriff, dass ich am liebsten den Kopf auf den Tisch geknallt hätte.
Iason ist für mich leider bis zum Ende nicht völlig greifbar. Er hatte seine sympathischen und süßen Momente, aber leider auch einige, in denen er eher durch sein Verhalten eher negativ aufgefallen ist. Leider nicht der Alien-Held, den ich mir versprochen hatte.
Highlight waren auf jeden Fall die Alien-Kinder, die waren einfach nur niedlich und man musste sie einfach gerne haben.

Thematisch hätte das Buch nicht aktueller sein können, denn die Situation der Außerirdischen war in vielen Punkten mit der aktuellen der Flüchtlinge vergleichbar. Dies wurde von der Autorin gut und authentisch dargestellt.

Ich bin noch ziemlich unentschlossen, ob ich die Reihe weiterlese, insbesondere weil die anderen Teile auch solche Brocken sind und Teil 1 auch mit keinem Cliffhanger endet, so dass man hier getrost einen Schlussstrich ziehen könnte.
Profile Image for Jessy Rey.
116 reviews4 followers
June 15, 2012
Ohja, meine Meinung. Das trifft es wohl.

Auf Loduun herrscht Krieg. Die Kinder werden auf die Erde gebracht und in einem "Wohnheim" untergebracht. Als ihr Beschützer kommt der 18 jährige Iason mit auf die Erde. Durch ihre Besonderheit werden die Loduuner von den meisten Erdlingen gemieden und sogar diskriminiert. Mia ist eine der wenigen freiwilligen, die nach der Schule im Haus aushelfen, die Kinder beschäftigen und Hausarbeit erledigt. Sie weiß nicht, dass ihr Schicksal mit dem von Iason mehr als eng verknüpft ist.

Soviel dann mal ganz knapp zum Inhalt. Ich hab mir das Buch geholt, auf grund der ausschließlich positiven Bewertungen bei Amazon und auf Empfehlung von mehreren Leuten. Noch dazu hab ich mich direkt bei BdB für den zweiten Teil beworben und ihn auch bekommen - denn bei sovielen positiven Meinungen kann man ja nicht viel falsch machen - Oder?

Leider doch und das wurde mir schon nach knapp 100 Seiten klar. Anfangs hab ich noch daran geglaubt, dass ich mich nur "reinfinden" muss. Also las und las und las ich voller Elan weiter.
Es gibt soviele schöne Namen - auch deutsche - da frag ich mich: wieso ausgerechnet Frank und Bert? Ist vielleicht Geschmackssache, aber meiner halt nicht.

Man fängt mit Mia zusammen an, die Loduuner kennen zu lernen. Diese werden als außerordentlich reif und erfahren für ihr Alter beschrieben - ich hatte leider eher das gegenteilige Gefühl. Sie sind launisch, unruhig, nervig und quengelig und es hat auf mich gewirkt, als würden sie nur zwischenzeitlich mit Mia zutun haben, um sich auszujammern oder Stress zu machen.

Ein anderer Aspekt ist die "Zukunftvision" von Kim Winter. Man merkt nicht sonderlich viel davon, dass der Roman in der Zukunft spielt. Busse wurden durch "Flugschiffe" ersetzt, Bücher durch Ebooks und kommunizieren tut man über ein IComplete. Und die Welt befindet sich unter einer Glaskuppel, die bei niedrigen Ozonwerten geöffnet wird.

Mia selbst stellt sich im Verlauf des Buches als ein sehr selbstmitleidiger Charakter heraus, die eher selten nachvollziehbar handelt. Auch mit Iason bin ich nicht so richtig warm geworden, seine derben Umsprünge von nett zu Prinz Eisenherz wollte noch konnte ich nicht nachvollziehen. Ein ewiges hin und her, dass auf mich eher wie eine Hinhaltetaktik wirkt. Und natürlich sind ihre Gefühle dann wieder so dermaßen tief, dass sie ohne einander nicht leben können/wollen und alles für tun um den jeweilig anderen zu beschützen. Da kommen sie sich natürlich immer wieder in die Wolle, bis Iason jedes Mal nachgibt und Mia ihren Willen bekommt - egal wie schlecht das für Iason auch sein mag. Bockigkeit siegt oder so ähnlich.

Die Nebencharakter wirken auch mehr ausgestanzt als fein gezeichnet. Greta mit ihrer Männerfeindlichen Art wirkt nach den ersten - zugegegeben lustigen - Sprüchen nur noch aufgesetzt und als würde sie gezwungenermaßen irgendwelche Männerfeindlichkeiten raushauen.

Und dann Lena. Diese bricht völlig zusammen als Tom, den sie nicht einmal richtig kennt, entführt wird. Plötzlich ist er wohl ihre große Liebe. Naja. Und ihr Lehrer.

Nach den Charaktern habe ich natürlich jetzt auch noch was am Stil auszusetzen - und zwar die Benutzung von CAPSLOCK. Ich bin der Meinung, dass Autoren das Gefühl von schreienden oder lauter werdenden Stimmen auch ohne diese Funktion an die Leser vermitteln können sollten. Ich hab mich einfach nur angeschrien gefühlt, ganz zu Schweigen davon, dass es den Lesefluss unheimlich stört und sogar teilweise einfach lächerlich wirkt - das hat mir den Eindruck von Mia als selbstmitleidige, hysterische, unüberlegte Tante vermittelt, mit der ich mich nichtmal ein bisschen identifizieren konnte >.< So leid es mir auch tut.

Gefallen hat mir dann aber doch noch, dass Kim Winter den Aspekt der "Ausländer (Ausserirdischen)feindlichkeit" in ihr Buch mit einbaut. Sie werden gehänselt, geärgert und verhöhnt und alle schauen weg. Und wenn doch mal einer was sagt, dann stehen sie da wie eine steinharte Mauer und sind völlig unschuldig.

Ansonsten habe ich das Buch als unheimlich kitschig empfunden, was überhaupt nicht mein Fall ist und es wundert mich, dass ich im Netz wirklich nur positive Rezensionen finde. Nicht eine einzige kritische Rezension. Irritierend.






Alles in allem empfehle ich das Buch maximal bis 13 Jahre. Mir hat die überkitschte, überdramatisierte Außerirdischen Geschichte absolut nicht gefallen und ich befürchte das schlimmste für Band 2. Und dabei hab ich mich wirklich auf dieses Buch gefreut. Aber die Gestaltung ist top - Cover und Kapitelanfänge sind sehr hübsch gestaltet, mit Verzierungen und kleinen Gedichten. Leider hat es für mich nicht gehalten, was das Äußere versprochen hat.

Fazit: Kitschiger Flop des Jahres, von Herzen bombadiert und auf der Schleimspur erfolgreich gegen die Wand gefahren.
Profile Image for Elif.
197 reviews95 followers
February 22, 2012
Meine Meinung
Das Cover von Sternenschimmer war das erste, was meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Ich liebe es einfach, die Farben, das Dargestellte - meine Augen haben sich verliebt. Auch die Inhaltsangabe fand ich sehr vielversprechend, umso gespannter war ich dann, nachdem ich zahlreiche positive Rezensionen gelesen hatte. Dann hatte ich es endlich hier, mich haben zunächst aber die Seitenzahlen ein bisschen abgeschreckt. Madame, du lernst auch nie dazu - wenn das Buch gut ist, dann liest du doch auch dickere Bücher schnell! Trotzdem bin ich immer vorsichtig, weil ich oft befürchte, dass zu viel drumherum geschrieben sein könnte in den Büchern, dass der Autor sich auch kürzer hätte fassen können. Diese Sichtweise muss ich mir wirklich abgewöhnen, denn bei Sternenschimmer war keine einzige Seite zu viel.
Zunächst einmal ist die Romanwelt einfach nur faszinierend. Wer denkt nicht darüber nach, wie die Menschheit in der Zukunft wohl lebt? In diesem Fall hat Kim Winter eine Vision kreiert, die ich durch und durch als einleuchtend und sogar ein bisschen genial empfunden habe. Man hat zudem auch genug über diese "Welt" erfahren, was ich bei vielen anderen Zukunftsgeschichten nicht so empfunden habe.
Außerdem hat mich die Handlung völlig eingenommen. Es fängt schon sehr spannend an, wobei die Spannung am Anfang dadurch besteht, dass die Loduuner so fremd sind und Mia sich ihnen annähert. Später geht das in richtige Action über, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Zu den Charakteren kann ich nur sagen, dass ich jeden einzelnen in mein Herz geschlossen habe. Mia ist eine wundervolle Protagonistin, unperfekt und doch bewundernswert. Ich konnte jede ihrer Handlungen nachvollziehen. Auch Iason ist ein toller Charakter. Da er aus einer völlig anderen Welt stammt, ist er ganz anders als männliche Protagonisten in anderen Büchern. Er lebt nach anderen Prinzipien und Denkweisen, was aber so gut durchdacht ist von der Autorin, dass auch bei ihm jede Tat nachvollziehbar ist. Auch die Liebe zwischen den beiden war sehr gut aufgebaut. Es ging für mich weder zu schnell, noch zu langsam, alles hat einfach gepasst.
Auch die anderen Charaktere habe ich sehr liebgewonnen, wobei ich hier nur noch weiter auf die Kinder eingehen möchte. Ich finde es wundervoll, dass es auch kein unwesentlicher Bestandteil des Romans ist, wie Mia mit den kleinen Loduunern umgeht. Da ich selbst kleine Kinder liebe, ist mir jedes Mal das Herz aufgegangen, wenn diese wieder ins Spiel kamen. Das hat man nicht oft in Jugendbüchern, was mir wirklich außerordentlich gut gefallen hat. Wer also genauso wie ich kleine Kinder liebt, wird sich hier völlig wohlfühlen können!
Allein über Schreibstil bin ich am Anfang ein paar Mal gestolpert. Umgangssprache in Büchern ist dann doch eher weniger mein Fall, weshalb ich zum Beispiel die Formulierung "lehrerlike" nicht so schön fand. Das kam zum Glück aber nur so selten vor, dass ich guten Gewissens darüber hinwegblicken kann. Schließlich ist das Buch auch aus der Sicht einer Jugendlichen geschrieben. Abgesehen davon ist der Schreibstil der Autorin aber sehr flüssig und fesselnd. Die Kapitellängen sind auch genau richtig, sodass ich letzten Endes wirklich gar nichts auszusetzen habe.

Fazit
Meine Befürchtungen, dass das Buch einfach nur süß sein würde, hat sich zum Glück nicht bestätigt. Ich bin hin und weg und freue mich auf die Fortsetzung, auch wenn das Buch nicht mit einem Cliffhanger endet. Trotzdem glaube ich, dass noch viel passieren kann und bin sehr gespannt!
Das Buch lege ich jedem ans Herz, der sich von einer sehr faszinierenden (ich benutze das Wort sehr oft, aber es passt einfach!) und galaktisch guten Geschichte in den Bann ziehen lassen möchte! Natürlich vergebe ich 5 von 5 Sternen. ♥
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March 17, 2013
I am finally out of patience after 146 pages of actual reading and some half-hopeful page flipping - oh my, is that paper glossy and shiny; but I didn't expect it to be otherwise since the publisher calls itself 'Planet Girl'.

Bluishly glowing, extraterrestrial, hyper-prickly boy with an expiry date fascinates rebellious, pouty school girl with a helper-complex living under a dome in the United Nations of Earth.

That is almost 600 pages of he-hates-me-he-loves-me, we-cannot-be-together and our-love-will-make-it-happen-against-the-odds-of-alien-nature young adult romance. Earth with its reduced population, reduced inhabitable space and its newfound we-humans-are-a-happy-family disposition just serves as a convenient, unripe, pseudo-futuristic backdrop for the cross-planetary love-story: That dome has to span a hundred kilometers and can just be opened and closed when the weather changes. People have flying vehicles, printed books, iPads, meat-sausages, tea and coffee, visit the beach cafés on dome-free days and protest against animal testing in the laser cosmetic industry, although birds and insects are about the only animals living around town. The dome is packed with buildings high into the sky around the middle and deep into the ground everywhere else, but nothing is said about how and where food is produced. There are credit-operated ice-cream-machines and waste-bins for the wrappers on the street, but the heroine blithely states that the environmental sins of her ancestors have been learned of and will not be repeated. Although English remains the sole language spoken on the planet, most of the surnames sound distinctly German. In spite of that no hint according to the location of the dome city is dropped.

It is also pretty unlikely that the future rulers of Earth - how peaceful and harmony-loving they might have become - would allow 300 refugees from a planet they have formed a kind of alliance with to immigrate without in depth scientific knowledge of that species' bodies. In this novel human-looking kids from a five-light-years away planet are distributed by an quirky, artisty social-worker-person into foster homes after vaguely spreading rumours about manifesting skin-colors, telekinesis-like abilities and dietary limitations among the volunteering teenage baby-sitters, who nervously ask their accademically gifted charges if they are possibly able to read minds. Nobody seems to know what kind of secret anatomy is hidden under the scarf every child firmly keeps around his or her neck. It could just be a reproductive organ, a thermometer or an artificial anus, but what if it is a biological weapon or something sensitive and life-supporting? No government would be that naive.

Disappointing. Really.
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685 reviews63 followers
January 6, 2023
Verträumte Science Fiction mit einer süssen Liebesgeschichte. Die Charaktere, besonders die sensiblen Aliens, schliesst man sofort ins Herz und fiebert bis zum Ende um deren Wohlergehen. Man darf hier jedoch keine Actiongeschichte erwarten - die zunkünftige Welt ist weitgehend friedlich und der Krieg eigentlich weit weg. In der zweiten Hälfte wird das Tempo angezogen und es gibt auch dunklere Szenen, aber der Fokus bleibt auf der Liebe... was absolut nichts schlechtes ist, sondern wunderbar berührend. Für alle, die nicht nur düstere Zukunftswelten mögen und nichts gegen etwas Kitsch haben, ist dies genau die richtige Art Geschichte :)

Profile Image for StefanieEmmy.
94 reviews26 followers
April 21, 2012
Ich habe auf S. 342 aufgegeben. Bis dahin hätte das Buch von mir 2 Sterne bekommen.
Es gibt eines, das ich an dem Buch mochte: Die "straighte" Entwicklung zwischen Mia und Iason. Sie mögen sich nicht gleich, aber es kommt trotzdem kein nerviges hin-und-her-Gehabe heraus. Alles andere fand ich leider sehr uninteressant. Angefangen bei der Zukunftsversion - auf Informationen zum Hintergrund kann man lange warten - bis hin zur Handlung, die träge vor sich hinplätschert ohne dass irgendetwas Einschneidendes passiert. War mir einfach zu fade.
Profile Image for Sarah.
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May 14, 2012
"Sternenschimmer" ist der Auftakt einer Jugendbuch-Trilogie von Kim Winter, die eine außerirdische Liebesgeschichte erzählt und im ScieneFiction-Bereich anzusiedeln ist.

Zum Inhalt: Die 17-jährige Mia lebt in der Zukunft auf der Erde, die sich durch den Klimawandel stark verändert hat. Die Kontinente sind teilweise überschwemmt, der Platz in den Städten ist knapp und Kuppeldächer beschützen die Menschen vor zu hoher Ozon-Strahlung. Auf dem fünf Lichtjahre entfernten Planeten Loduun, der mit der Erde diplomatische Beziehungen unterhält, ist Krieg ausgebrochen. Man beschließt, die Kinder der Loduuner aus der Gefahrenzone zu bringen und vorübergehend auf der Erde zu beheimaten. Mia meldet sich freiwillig, als Ehrenamtliche nach der Schule einige der Kinder zu betreuen, und lernt dabei Iason kennen, einen 18-jährigen Wächter von Loduun, der sie sofort fasziniert. Trotz vieler Differenzen entsteht zwischen beiden eine schicksalhafte Verbundenheit, die sie jedoch gegen die äußeren Umstände verteidigen müssen...

Die äußere Gestaltung des Buches, mit dem wunderschönen Cover auf einem hochwertigen Schutzumschlag über der eigentlich reinweißen Bindung und den skizzenhaften Blumen und Sternen an jedem Kapitelanfang, ist sehr gelungen. Auch der Schreibstil ist für ein Jugendbuch angemessen und überzeugend und hat durch die frische, manchmal ein wenig sarkastische Ich-Erzählerin Mia auch einige Schmunzler zu bieten.

Ansonsten wird in "Sternenschimmer" nicht lange gefackelt. Ohne eine längere Vorgeschichte ist man als Leser unmittelbar im Geschehen, wird durch eine Radiosendung über die eintreffenden Kinder von Loduun informiert und begleitet die Schülerin und Ich-Erzählerin Mia auf ihrem Weg als ehrenamtlichen Helferin. Auch der Spannungsverlauf blieb eigentlich während der gesamten Handlung recht hoch, sodass es nie langatmig wurde.

Die Grundidee, die sich hinter dieser Romanreihe verbirgt, empfinde ich als überaus durchdacht und sehr interessant. Der Kontakt zu einer außerirdischen Spezies, die den Menschen auf den ersten Blick sehr ähnlich sieht, sich durch ihre Lebensumstände und Einstellungen aber doch grundlegend von ihnen unterscheidet und zudem Fähigkeiten besitzt, die man wohl nur übernatürlich nennen kann. Auch die Lebensumstände der Loduuner scheinen sehr gut überlegt und konsequent und logisch umgesetzt zu sein. Die Loduuner leben in anderen Gemeinschaften, als auf der Erde, bevorzugen die Kälte und haben die Frage nach ihrem "Sinn", die die Menschheit seit Anbeginn ihrer Zeit mit Religiösität und Spiritualität zu beantworten versucht, für sich längst geklärt.

Durch die Grundidee der veränderten Erde in der Zukunft und der Ankunft der Außerirdischen selbst, finden außerdem einige wichtige Themen automatisch Einzug in die Geschichte, nämlich Rassenhass und Integration auf der einen und der Klimawandel, dessen Bekämpfung zur heutigen Zeit aus Sicht dieser Zukunftvision als unzureichend und gescheitert bezeichnet werden muss, auf der anderen Seite. Diese Themen werden jugendgerecht und nicht allzu moralisierend angesprochen und von den Protagonisten diskutiert, was mir gut gefallen hat, da es der Geschichte auch ein wenig aktuelle Relevanz gab.

Leider, und damit komme ich zu einem der Dinge, die mir weniger gefielen, wurde des weiteren versucht, auch andere kontroverse Themen in die Geschichte einzubauen, was ich als überflüssig bis störend empfand. Der Grundsatz "weniger ist mehr" hätte hier ruhig beherzigt werden können. Stattdessen werden Themengebiete wie Tierversuche, Vegetarismus oder Feminismus bröckchenweise in die Handlung eingeworfen und beinahe beiläufig diskutiert, nur um anschließend doch in ihrer Irrelavanz für die eigentliche Entwicklung der Geschichte unterzugehen.

Die Tierversuche und der Vegetarismus waren für mich einfach nur überflüssig und bestenfalls Stolpersteine im Lesefluss, während mich der Feminismus in Form der kompromisslos Männer-hassenden Greta, die mit ihrer Wut schon fast als cholerisch zu bezeichnen ist und mit ihrer Art einfach nur eintönig langweilig war, sehr störte und persönlich auch abstieß.

Die Liebesgeschichte zwischen Mia und Iason ist dagegen sehr gelungen, schön romantisch, manchmal leicht, aber auf eine erträgliche Weise, kitschig und vor allem nicht allzu übertrieben kindlich, wie es sonst manchmal in Jugendbüchern vorkommt und mich an dem Alter der Protagonisten zweifeln lässt. Vor allem Iason fand ich als Charakter auch sehr überzeugend, da er zwischen Mia und seinen Verpflichtungen gegenüber seiner Heimat hin- und hergerissen ist und Mia es ihm auch nicht immer leicht macht. Iason ist gleichzeitig charmant und abwechslungsreich, manchmal witzig und manchmal stur. Eine sehr schöne männliche Hauptfigur, die für mich andere, weniger gelungene Charaktere wie zum Beispiel besagte Greta ausgleichen konnte.

Auch andere Nebencharaktere fand ich sehr gelungen, darunter zum Beispiel Bert, den Betreuer der Kinder von Loduun, die Loduuner Kinder selbst oder Mias Mitschüler Frank, der sich ebenfalls ehrenamtlich in der Kinderbetreuung engagiert und durch seinen überlegten Umgang mit jeder Situation so manche Schwachstelle der Ich-Erzählerin ausgleichen konnte.

Ich wünschte nämlich, ich könnte von der Ich-Erzählerin Mia ähnlich positives berichten, wie von vielen anderen Charakteren - das kann ich aber nicht. Sie ist für mich die zweite Schwachstelle des Romans. Mit ihrem selbstlosen Weltverbesserertum, das sie anderen aufzudrängen versucht, und sich dabei sehr selbstverliebt und allwissend präsentiert, war sie mir schon nach einigen Seiten sehr unsympathisch und daran änderte sich nicht viel. Sie reagiert oft unerträglich impulsiv und unüberlegt. Außerdem möchte sie angeblich selbstständig sein und ist doch dermaßen abhängig von der Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch ihren Beschützer und Händchenhalter Iason, dass ich Selbstständigkeit beim besten Willen nicht entdecken konnte. Eher reiht sie sich leider ein in die Schlange hilfloser Jugendroman-Teeniemädchen, die höchstens durch unvorstellbare und kaum altersgerechte Naivität beeindrucken können. Selten konnte ich über ihr naives Gehabe schmunzeln, die meiste Zeit fand ich es anstregend.

Sollte sie doch mal in der Gefahr sein, bewusst entscheiden und dazu ihre grauen Zellen benutzen zu müssen, löst sich dieses Problem ganz einfach: Sie ist wie "paralysiert", nimmt nichts mehr um sich herum wahr und latscht in ihr Verderben - und zwar immer. Auch wenn jemand der "armen" Mia etwas böses sagt, verfällt sie automatisch in diese Schockstarre, um sich genüßlich zu bemitleiden - oder spuckt jemandem vor die Füße, was für mich das Unding überhaupt ist.

Überhaupt täte vielen Charakteren in "Sternenschimmer" ein bisschen weniger Impulsivität und Naivität und dafür ein wenig mehr Rationalität ganz gut. Leider führte Mias Verhalten und auch ihre Auffassung von Recht und Unrecht sowie auch das ihrer Freunde, dazu, dass für mich ihre angebliche Erzfeindin Mirjam als Feindbild zu keinem Moment wirklich funktionierte. Ganz im Gegenteil hatte ich sogar Verständnis für dieses vermeintlich so schlimme Mädchen und, wenn ich als Leser mit dem "Feind" mehr sympathisiere als mit der "netten" Protagonistin, dann läuft für mich einfach irgendwas falsch.

Fazit: Insgesamt ist es die schöne Grundidee und deren gute und spannende Umsetzung in der Handlung zusammen mit einigen schönen Charakteren wie dem Loduuner Iason, die mich über kleine Dinge, die mir weniger gefielen, hinwegsehen ließen, darunter die holprige Einbindung einiger überflüssiger Themen sowie der etwas unausgegorene Charakter der Ich-Erzählerin Mia, die sich leider oft ausgesprochen dumm verhält. Trotzdem ist die Geschichte an sich sehr schön, auch die Liebesgeschichte, sodass ich, nachdem ich erst zwischen 3 und 4 Sternen geschwankt bin, zu dem Schluss gekommen bin, dass Idee und Umsetzung wenn auch steigerungsfähig doch mehr als mittelmäßig sind. Daher 4 von 5 Sterne und die Hoffung, dass Mia als Charakter in den weiteren Teilen etwas an Verstand dazugewinnt.
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2,222 reviews
November 20, 2023
Klappentext
Ob die Sterne wussten, dass diese Nacht Mias Leben verändern würde? Sie erleuchteten den ganzen Himmel, als Iason mit den anderen Flüchtlingen auf der Erde landete. Jetzt steht er vor ihr. Eine dunkle Stille geht von ihm aus, doch seine graublauen Augen scheinen ins Innerste von Mia zu blicken. Augen mit der Anziehungskraft eines schwarzen Lochs. Augen, in die sie hineinfällt. Sie lassen Mia vergessen, dass es eigentlich nicht sein kann: eine überirdische Liebe, die Welten überbrücken muss. Und jeder Tag, der vergeht, bringt den endgültigen Abschied näher. Denn Iason ist nur Gast auf der Erde. Auf seinem Heimatplaneten Loduun herrscht Krieg und Iason ist als Wächter vorbestimmt, sein Volk zu beschützen.

Meine Meinung
Das Buch erzählt aus der Sicht von Mia, einer 17-jährigen Schülerin, die sich freiwillig meldet, um den Loduunern, außerirdische Flüchtlinge, in deren Heimat Krieg herrscht, zu helfen. Dabei handelt es sich um primär um Kinder, aber auch um den 18-jährigen Iason, der verletzt angeliefert wird, als er diese verteidigte, denn er ist ein Wächter und seine Aufgabe ist es zu beschützen und Anderen zu helfen. Nach und nach lernt man die unterschiedliche Lebensweisen kennen, aber auch die Veränderungen, die bereits auf der Erde stattgefunden haben, aufgrund von Klimaerwärmung und Kriegen. Während sich Iason und Mia dabei näher kommen, passieren einige überraschende Wendungen und Entwicklungen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen.

Bewertung
Ein gelungener Auftakt in einer interessanten Zukunftvision, welcher interessante Charaktere bietet und mich wirklich gut unterhalten konnte, daher gibt es verdiente
4 von 5 Würmchen
Profile Image for Anorielt.
464 reviews49 followers
January 10, 2012
Ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Sternenschimmer ist das beste Buch das ich seit Monaten gelesen habe. Seit letztem Januar, dem Monat in dem der vierte Band der Tairen Soul Saga erschien, habe ich nichts mehr gelesen das dem gleich kommt. Bis jetzt. Mias und Iasons Geschichte hat mich so mitgerissen, das ich völlig duchgeschwitzt bin. Von der ersten Seite an war ich gefesselt und konnte nicht mehr aufhören zu lesen.

Mia lebt zu einer Zeit in der Erde nicht mehr das ist was wir kennen. Die Natur hat zurückgeschlagen und große Teile der Welt unter Wasser begraben, das Ozonloch ist so groß geworden das die Menschen unter Kuppeln leben. Die Technologie hat sich sehr fortgeschritten so das die Vereinten Nationen Erde mittlerweile ein Bündnis mit den Bewohnern eines anderen Planeten haben. Auf diesem herrscht Krieg und so werden Flüchtlingskinder auf die Erde gebracht. Die Loduuner sind den Menschen gar nicht so unähnlich und doch wieder so anders. Mia nimmt an einem Sozialprojekt teil in dem den Kindern ein Zuhause mit Betreuung geboten wird. So lernt sie auch Iason kennen. Er ist der einzige Erwachsene Loduuner der mit dem Raumschiff ankommt und scheint Mia magisch anzuziehen.

Die beiden haben es am Anfang alles andere als leicht. Viele Missverständnis und die Sturheit der beiden sorgt für viel Leid und Unverständnis. Sternenschimmer ist eine einzige Achterbahn der Gefühle. Kim Winter schafft es so geschickt die Gefühle der Personen herüber zu bringen, das man gar nicht anders kann als mit zu leiden, sich zu freuen oder vor Entsetzen zu erstarren. Jeder einzelne Charakter kann auf ganzer Linie überzeugen. Sie haben alle so viel Tiefe, so viele Schichten das man wirklich meinen könnte sie würden gleich bei einem durch die Tür spazieren. Ob es nun Frank ist, der sich vom Skeptiker zum Optimisten wandelt, Bert, der auf alle ein Auge hat und besessen davon ist die Kinder gut zu ernähren, oder Lena, Mias beste Freundin mit ihrem Temperament und ihrer ungezügelten Zunge. Doch am meisten stechen die Loduuner hervor. Es dauert nicht lange bis man die Kinder genau so liebt wie Mia, jeden einzelnen von ihnen mit ihren Stärken und Schwächen. Der kleine Tony der fest entschlossen ist Mia zu heiraten, Hope die mit ihrem fröhlichen Wesen den Sonnenschein der Gruppe darstellt, oder Ariel der so viele Probleme mit der Ungewöhnung hat. Man kann gar nicht anders als sie ins Herz zu schließen und jede einzelne Szene mit ihnen zu genießen. Und davon gibt es reichlich!

Obwohl das Hauptaugenmerk doch auf Iason und Mia und natürlich dem Krieg auf Loduun liegt, vergisst die Autorin dennoch nicht da Drumherum. Der Alltag ist spannend, man fragt sich immer was wohl als nächstes aus dem Hut gezaubert wird. Die Loduuner sind ein faszinierendes Volk über das man nach und nach immer mehr erfährt. Schön fand ich das man es Häppchenweise bekam, den manche Dinge waren doch schwer verdaulich gewesen. In der Welt der Loduuner existiert nur Zuneigung. Liebe kennen sie nicht. Weshalb Iasone auch nicht recht begreift was mit ihm geschieht als er und Mia sich immer näher kommen. Wer diesem Buch keine Chance gibt, dem entgeht eine der wundervollsten Liebesgeschichten die ich jemals gelesen habe. Der Prozess ist langsam, fast schleichend, doch irgendwann wird immer deutlicher das die beiden sich auf eine Art und Weise miteinander verbunden haben, die nicht mehr lösbar ist. Ich gehe sogar so weit zu behaupten das der Eine den Tod des Anderen nicht überleben würde.

Aber es geht nicht nur um die Liebe zwischen den beiden, sondern auch um den Krieg der Loduuner. Krieger des Feindes sind auf der Erde und verfolgen ein Ziel das lange Zeit im dunkeln liegt. Erst gegen Ende erfährt man worum genau es ihnen geht. Teilweise ist die Spannung, wenn wieder etwas unerwartetes passiert ist, nicht mehr auszuhalten. An vielen Stellen kämpfte ich mit den Tränen, so überwältigend waren die Gefühle der Charaktere. Das Ende ist wie eine Bombe die sich immer mehr aufläd und dann mit einem gewaltigen Knall explodiert. Viele Dinge sind noch ungeklärt, auch wie es im zweiten Band weitergehen wird. Die Kurzbeschreibung verheißt nichts Gutes, dennoch werde ich aufjedenfall weiterlesen. Obwohl ich Sternenschimmer nun beendet habe, wird es mich noch viele Tage lang verfolgen, das merke ich jetzt schon. Solche Bücher gibt es nur selten und ich bin froh, eines davon entdeckt zu haben.

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Fazit
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Wer diesem Buch keine Chance gibt verpasst eine der wundervollsten Liebesgeschichten überhaupt. Sternenschimmer ist ein Buch voller emotionaler Achterbahnen. Es packt einen und lässt einen selbst nach beenden des Buches nicht mehr los. Das beste Buch das ich seit gut einem Jahr gelesen habe, lasst es euch nicht entgehen!

5/5 Sternen
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720 reviews121 followers
November 22, 2014
Ob die Sterne wussten, dass diese Nacht Mias Leben verändern würde? Sie erleuchteten den ganzen Himmel, als Iason mit den anderen Flüchtlingen auf der Erde landete. Jetzt steht er vor ihr. Eine dunkle Stille geht von ihm aus, doch seine graublauen Augen scheinen ins Innerste von Mia zu blicken. Augen mit der Anziehungskraft eines schwarzen Lochs. Augen, in die sie hineinfällt. Sie lassen Mia vergessen, dass es eigentlich nicht sein kann: eine überirdische Liebe, die Welten überbrücken muss. Und jeder Tag, der vergeht, bringt den endgültigen Abschied näher. Denn Iason ist nur Gast auf der Erde. Auf seinem Heimatplaneten Loduun herrscht Krieg und Iason ist als Wächter vorbestimmt, sein Volk zu beschützen.

„Sternenschimmer“ ist so ein Buch, über das ich im Vorfeld nur Gutes gehört habe. Jeder war begeistert und schwärmte in den höchsten Tönen davon. Da war ich natürlich von vornherein sehr gespannt darauf, auch ohne vorher wirklich zu wissen, um was es in dem Buch geht.
Mia und ich, wir hatten einen etwas holprigen Start. Ich fand sie zwar ganz sympathisch, vor Allem weil sie sich für ihre Überzeugungen einsetzt und für das geradesteht, was sie für richtig hält. Das Betreuen der Kinder von Loduun ist so eine Sache. Es ist „the road less taken“, wie Robert Frost es so schön sagt. Die Loduuner, die „Außerirdischen“, werden nicht von allen mit offenen Armen empfangen und es sind noch weniger Menschen, die ihnen aktiv irgendwie helfen. Dass Mia zu den wenigen Helfern gehört, spricht wohl für sich. Aber ansonsten konnte ich in den ersten Kapiteln nicht viel mit ihr anfangen. Nach einiger Zeit und einigen Aktionen Mias mochte ich sie aber immer lieber und irgendwann hatte ich sie wirklich gern.
Bei den meisten anderen Charakteren war das aber nicht so, bloß Mia erschien anfangs durch ihre perfekte und vorbildliche Art etwas unwirklich. Ganz besonders gerne hatte ich die eben schon erwähnten loduunischen Kinder, die Mia betreut. Fünf zauberhafte kleine Engel, die viel durchgemacht haben und nun weit entfernt von ihrem Zuhause und dem dort herrschenden Krieg sind. Die Kinder sind voller Lebensfreude, nachdem sie sich erst an ihre neue Umgebung gewöhnt haben und ich habe sie sehr ins Herz geschlossen. Auch ein Loduuner, aber einer, der nicht mehr wirklich zu den Kindern gezählt werden kann, ist Iason. Im Gegensatz zu Mia ist er sehr verantwortungsbewusst und nimmt besonders seine Verantwortung gegenüber seinen kleinen Schwester sehr ernst. Damit ist er so ziemlich das Gegenteil von Mia, die zwar auch an ihre Verantwortung denkt, jedoch nicht so stark wie Iason, und sich eher darauf konzentriert, die Kinder zu beschäftigen und ihnen Freude zu bereiten.
Bei zwei so verschiedenen Charakteren wundert es einen nicht, dass auch ihre Beziehung ziemlich kompliziert ist. Typische klischeehafte Liebesgeschichte? Keine Spur. Viel eher entwickelt sie sich langsam, verändert sich ständig und macht einige Wendungen durch. Ich hatte das Gefühl, die Beiden würden nicht still stehen und ihre Gedanken und Gefühle wären die ganze Zeit in Bewegung. Diese Art von Beziehung hat mir sehr gefallen, da sie eben nicht so ist, wie man es sonst so liest, ungewöhnlich und neugierig darauf machend, was bei dem nächsten Aufeinandertreffen der Beiden wohl passieren wird.
Was mir an dem Buch noch so gut gefallen hat, sind die Themen, die darin angesprochen werden und zum Nachdenken anregen. „Sternenschimmer“ spielt in der Zukunft und zeigt auf, wie sich der Klimawandel auf die Erde auswirken könnte. Aber auch, dass Menschen aus der Geschichte lernen und in Frieden neben einander leben können. Und noch so vieles mehr.

Über die Autorin:
Kim Winter, geboren 1973 in Wiesbaden, lebt mit ihrer Familie im Taunus. Nach einer Ausbildung zur Sozialarbeiterin, arbeitete sie im Pflegekinderdienst und in einem Waldkindergarten. Dann widmete sie sich voll und ganz ihrer Leidenschaft, die sie selbst als „Schreibsucht“ bezeichnet. Dem Wald ist Kim Winter übrigens noch immer sehr verbunden, weil sie dort neben einem Café in Wiesbaden am liebsten schreibt, und das immer mit Musik im Ohr. Außerdem spielt sie Theater, engagiert sich umweltpolitisch und kann es nicht lassen, Dinge zu hinterfragen. „Bei Ungerechtigkeiten weggucken, geht gar nicht.“

Fazit
„Sternenschimmer“ ist ein umwerfendes Buch, das ich mit keinem anderen vergleichen könnte. Trotz einiger Längen ab und zu habe ich es genossen, es zu lesen. Ich freue mich sehr es gelesen zu haben, denn das Buch hat mich aus den Anfängen einer ziemlich fiesen Leseflaute rausgeholt und erwartungsvoll zurückgelassen. Ich bin gespannt, wie es mit Mia, Iason und Loduun weitergeht und freue mich schon jetzt auf das Erscheinen des zweiten Teils.
Profile Image for Kerstin.
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August 17, 2011
Kurzbeschreibung:
Die Erde in der Zukunft. Gespannt warten alle in der Stadt unter den Glaskuppeln auf die Ankunft der Flüchtlinge vom Planeten Loduun. Mia will helfen und engagiert sich in einem der Flüchtlingshäuser, wo sie den geheimnisvollen Iason kennenlernt. Wie zwei Planeten kreisen sie umeinander, ziehen sich an und doch liegen Lichtjahre zwischen ihnen. Sie sind wie Feuer und Wasser, wie Gefühl und Verstand. Und es ist eine Liebe auf Zeit. Denn die Loduuner haben von Geburt an einen Sinn. Wenn sie ihn erfüllt haben, sterben sie. Mia will trotzdem nicht aufgeben. Es muss noch einen anderen Weg für sie und Iason geben.

Zur Autorin:
Kim Winter, geboren 1973 in Wiesbaden, lebt mit ihrer Familie im Taunus. Nach einer Ausbildung zur Sozialarbeiterin arbeitete sie im Pflegekinderdienst und in einem Waldkindergarten. Dann widmete sie sich voll und ganz ihrer Leidenschaft, die sie selbst als "Schreibsucht" bezeichnet. Dem Wald ist Kim Winter übrigens noch immer sehr verbunden, weil sie dort neben einem Café in Wiesbaden am liebsten schreibt, und das immer mit Musik im Ohr. Außerdem spielt sie Theater, engagiert sich umweltpolitisch und kann es nicht lassen, Dinge zu hinterfragen. "Bei Ungerechtigkeiten weggucken, geht gar nicht."

Rezension:
Die zukünftige Erde: Die 17-jährige Mia lebt in einer Stadt, die von einer riesigen Glaskuppel geschützt wird, seit diverse Umweltkatastrophen geschahen. Seit diesen Geschehnissen sind die Menschen enger aneinander gerückt und auch eine neue Art von Zusammenhalt ist entstanden, durch die das Überleben erst machbar war. Auf Loduun, einem fernen Planeten, passiert aber das Gegenteil: Durch einen furchtbaren Krieg bedingt müssen seine Bewohner auf die Erde flüchten und werden dort in Wohnheimen untergebracht.

Mia engagiert sich neben der Schule in einem solchen Heim, in dem sie Iason kennenlernt, der sie von Anfang an fasziniert und in den sie sich verliebt. Doch alle Loduuner haben einen Sinn für ihr Dasein. Sobald dieser erfüllt ist, sterben sie. Werden Mia und Iason dennoch zueinander finden?

Kim Winter ist mit "Sternenschimmer" eine sehr vielseitige und vielschichtige Dystopie gelungen. Mia als Protagonistin war mir von Beginn an sympathisch. Man lernt sie sehr gut anhand der Schilderungen ihres schulischen und privaten Alltags kennen und vergisst beim Lesen fast, dass die Geschichte in der fernen Zukunft spielt, da sich der Alltag nicht sehr großartig von unserem heutigen Leben unterscheidet.

Die Schilderungen, die Kim Winter über die Zukunft sehr zahlreich, bildhaft und detailliert mit in den Roman einfließen lässt, machen nachdenklich. Denn man könnte sich genau so eine Zukunft durchaus vorstellen, wenn Klimawandel und Umweltkatastrophen überhand nehmen und nicht vorher von der Weltbevölkerung die Reißleine gezogen wird.

Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz, wie schon der Klappentext verrät. Mia und Iason könnten vom Charakter her unterschiedlicher nicht sein, doch werden sie während der Handlung immer mehr zu einer Einheit, die sich ohne viele Worte versteht. Originell und neu empfand ich die Idee der Autorin, dass alle Loduuner mit einem Sinn geboren werden. Auch wenn sich dahinter ein trauriger Aspekt abzeichnet, denn sobald ein Loduuner seinen Sinn erfüllt hat, muss er sterben.

Dieser Aspekt lässt den Leser automatisch mit Mia und Iason mitfiebern und -zittern, denn man bangt, ob sich ihre Liebe wirklich erfüllen wird. Kim Winter konnte mich mit "Sternenschimmer" vollends überzeugen. Diese Dystopie vereint alles, was ein Buch dieses Genres braucht: Gelungene Schilderungen der zukünftigen Erde, sympathische und überzeugende Protagonisten, eine gefühlvolle Liebesbeziehung und auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Obwohl der Roman in sich abgeschlossen ist, ist eine Fortsetzung bereits geplant, denn die Autorin schreibt gerade am zweiten Band. Wann dieser erscheinen wird, steht allerdings noch nicht fest. Ich freue mich aber bereits jetzt auf ein Wiedersehen mit Mia und Iason!

Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover wurde von Maria-Franziska Löhr, die viele wahrscheinlich durch ihre ebenso gelungene Covergestaltung der "Splitterherz"-Reihe von Bettina Belitz kennen, gestaltet. Es zeigt den Planeten Erde und die Stadt, in der Mia lebt und die sich auf kleinstem Raum befindet. Der Buchtitel, der aus einzelnen kleinen Sternen besteht, wurde in Spotlackoptik hervorgehoben.

Fazit: "Sternenschimmer" überzeugt durch seine Vielschichtigkeit: Überzeugende Zukunftsschilderungen, das Leben von verschiedenen Kulturen miteinander und eine Liebe, die scheinbar keine Erfüllung finden kann, können vollends überzeugen.
Profile Image for zeilen.vertraeumt.
1,158 reviews12 followers
May 30, 2021
Eine süße SciFi-Geschichte für Jugendliche mit ein paar Schwachpunkten.


Zur Geschichte:

Man wird ohne große Einführung in die Geschichte hineingeworfen, was ich persönlich immer sehr gerne mag. Nach und nach erfährt man mehr über die Lebensumstände unserer Protagonistin und in was für einer Art von Zeit und Welt wir uns hier befinden.

Die Idee rund um Außerirdische, die während eines Krieges von der Erde aufgenommen werden finde ich interessant und gut gewählt. Sie ist nicht unbedingt originell, dafür aber größtenteils gut umgesetzt worden. Besonders faszinierend finde ich, dass diese Zukunftsvision uns wirklich in ein paar Jahren genauso ereilen könnte. Es ist keinesfalls total abwegig, was hier beschrieben wird. Allerdings hätte ich mir an mancher Stelle mehr Details und Hintergrundinformationen gewünscht, da das Worldbuilding noch ziemlich viele Fragen offen lässt. Ich hoffe sehr, dass die Folgebände meine bisherigen Lücken schließen können. Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden!

Die Geschichte ist spannend aufgebaut und lässt sich locker-flockig herunterlesen. Gerade gegen Ende kann man richtig mitfiebern und mitbangen. Dennoch konnte mich dieses Buch nicht so sehr catchen wie ich es mir gewünscht hätte, mir fehlte einfach das gewisse Etwas. Ein Wow-Effekt, der mich so sehr fesselt und begeistert, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen könnte. Die Geschichte ist in vielerlei Hinsicht vorhersehbar, was nicht unbedingt störend sein muss, aber ein paar Klischees weniger hätte ich dennoch begrüßt. Gelangweilt habe ich mich aber trotzdem nie.

Fairerweise muss ich auch anmerken, dass ich womöglich schon ein bisschen zu alt für dieses Buch bin. Ich lese immer noch sehr gerne Jugendbücher, würde aber behaupten, dass es sich bei dieser Trilogie auch wirklich um Bücher für jüngere Jugendliche handelt. Hinsichtlich Charaktertiefe und Vielschichtigkeit ist diese Geschichte sehr seicht, da bin ich mittlerweile einfach mehr gewohnt und pflege einen gewissen Standard. Mia ist sehr naiv, in meinen Augen fast schon zu sehr für ihr Alter, was sich natürlich auch aktiv in ihrem Denken und Handeln niederschlägt, welche mir dadurch häufig fremd erschienen.

Ich glaube durchaus, dass die Autorin die Intention hatte, eine schöne Botschaft zu vermitteln, in meinen Augen ist ihr das aber leider nicht gänzlich gelungen. Es ist wichtig, die Einzigartigkeit und Besonderheit jedes einzelnen Menschen und Wesens anzuerkennen und zu respektieren, aber hier wurde mir das Anders-Sein oft zu seltsam überbetont, wenn ihr versteht was ich meine (ich hoffe ihr versteht es). Der beschriebe Fall lässt sich gut auf unsere Gesellschaft und die aktuelle Situation mit den Geflüchteten beziehen, nur bin ich mir nicht sicher, ob gerade jüngere Leser:innen aus dieser Geschichte für sich und ihr eigenes Handeln die richtige Message ziehen. Es gibt einige Szenen, die ich sehr kritisch finde, bei denen Fehlverhalten etwaiger Personen leider auch nicht angeprangert wird. Weiterhin wurde mir persönlich hier auch einfach zu wenig aufgezeigt, wieso es gut und wichtig ist, alle in ihrer Individualität anzuerkennen, wertzuschätzen und zu respektieren.

Im Gesamten war das Aufeinandertreffen der "Kulturen" aber sehr interessant und spannend aufgebaut, weswegen ich mir gewünscht hätte, dass dieser Aspekt noch mehr ausgebaut worden wäre. Für mich war das nämlich tatsächlich der fesselndste Inhalt dieser Geschichte.

Auf emotionaler Ebene konnte mich die Geschichte leider ebenfalls nicht gänzlich abholen. Auf der einen Seite fehlte es mir bei den Emotionen oft an Tiefe und Intensität, auf der anderen Seite kam es öfter zu Überreaktionen und übertriebenen Gefühlsausbrüchen, die für mich ebenso wenig nachvollziehbar waren. Hier muss ich aber fairerweise auch wieder anmerken, dass es mir als Teenager womöglich nicht so negativ aufgefallen wäre.

Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich die Liebesgeschichte in den Folgebänden entwickeln wird und hoffe sehr auf mehr Romantik und stärkere Emotionen. Bisher waren die Gefühle der Charaktere für mich nur teilweise greifbar. Gerade Iason's Gefühls- und Gedankenwelt kann ich bisher nur sehr schwer einschätzen, weswegen ich bei der Fortsetzung auf Kapitel aus seiner Perspektive hoffe.

Generell habe ich hier auch so ein bisschen das Gleichgewicht zwischen Romantik und Science Fiction vermisst. Mal nimmt das eine Überhand und dann wieder das andere, aber sie greifen nie wirklich ineinander. Das Verhältnis war nie ausgewogen, wodurch mir immer eines von beiden gefehlt hat, was mich beim Lesen oft unzufrieden stimmte.

Positiv aufgefallen sind mir die lockeren und humorvollen Momente, die mich zum Lachen bringen und gut unterhalten konnten. Sie haben die Geschichte schön aufgelockert und für eine angenehme Atmosphäre gesorgt.

Dann gab es noch ein paar Kleinigkeiten, die mich persönlich etwas gestört haben. Dazu zählen der ständige Zickenkrieg in der Schule inklusive des kritischen Umgangs mit Mobbing, das in meinen Augen überhandnehmende Schuleschwänzen der Protagonistin Mia, das offensichtlich niemanden so richtig zu stören scheint und einzelne, für mich nicht logisch und nachvollziehbar aufgebaute Szenen wie beispielsweise der Unfall am Meer. Wie in aller Welt konnte das so schnell passieren?


Zu den Charakteren:

Die Geschichte wird aus Mia's Sicht in der ersten Person Singular erzählt.

Mia soll stark, selbstbewusst und mutig sein, aber letzten Endes scheint sie doch immer einen starken Mann zu brauchen, der sie rettet, was mich persönlich mehr als unglücklich stimmt, gerade da es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt. Mia ist unentschlossen, sprunghaft und impulsiv, was an sich für ihr Alter auch authentisch ist, aber nicht in diesem Ausmaß. Sie verhält sich oft sehr kindisch, nahezu dümmlich und widerspricht sich selbst immer wieder. Mia ist kein gefestigter Charakter und handelt oft widersprüchlich, weswegen es mir meist sehr schwer fiel, ihr Handeln nachvollziehen und manchmal hätte ich sie einfach nur gerne geschüttelt. Nein, lieber hätte ich ihr die Hand gereicht, um sie zu unterstützen, da sie immer mehr will als sie leisten kann. Sie will unbedingt helfen, was ja auch schön und sehr ehrenhaft ist, aber dann ist sie total hilflos und überfordert, fällt fast mehr zur Last als dass sie entlastet, was sie in ihrer Engstirnigkeit aber auch wieder nicht einsehen will. Das zeigt sich in meinen Augen insbesondere zu Beginn sehr stark als die Kinder ankommen und Mia einfach das tut, was sie will und was sie selbst für richtig hält, ungeachtet jeglicher Vorgaben von Expert:innen.

Iason wird im Gegensatz dazu viel zu perfekt dargestellt. Er scheint keinerlei Schwächen zu haben und mit allem gut zurechtzukommen, was in Anbetracht seiner Situation mehr als unrealistisch ist. Das Perfekte ließ ihn für mich kalt und unmenschlich erscheinen und gerade letzteres sollte ja wohl auf keinen Fall vermittelt werden (zumindest hoffe ich das, sonst wäre die übergreifende Botschaft dieses Buches nämlich noch kritischer als ich es oben schon diskutierte). Des Weiteren hatte ich oft das Gefühl, dass er auf andere, insbesondere auf Mia herabsieht, was ihn für mich natürlich auch nicht gerade sympathischer gemacht hat.

Die Nebencharaktere blieben in meinen Augen recht flach und farblos. Sie sind wie Spielfiguren, die man rücken muss, da sonst nichts passiert. Sie sind unwichtige Statist:innen im Leben anderer, eine eigene Geschichte scheinen sie nicht zu haben.


Zum Schreibstil:

Das Buch lässt sich flüssig lesen und hat einen leichten, jugendlich-modernen Schreibstil, der unkompliziert und gut verständlich ist. Daneben schreibt Kim Winter erfrischend, fesselnd und gefühlvoll, was aber alles intensiver hätte wirken können. Mir was es einfach von allem etwas zu wenig.


Weitere Anmerkungen:

Die Cover sind zuckersüß und sehr verspielt, was ich persönlich unglaublich gerne mag. Die Bücher bekommen auf jeden Fall einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal!


Fazit:

Im Gesamten ist "Sternenschimmer" für mich ein solider Reihenauftakt mit viel Potenzial und einigen schönen Momenten, die von meinen oben angeführten Schwachpunkten leider etwas überschattet werden. Mir fällt es schwer, dieses Buch einzuschätzen, da ich einfach nicht mehr zur eigentlichen Zielgruppe gehöre und deswegen mutmaßlich etwas ZU kritisch bin. Anderseits habe ich aber auch Bedenken, dass gerade jüngere Leser:innen zu viel von diesen kritischen Elementen adaptieren, ohne diese als kritisch anzuerkennen. Dennoch bin ich gespannt, was die Folgebände für mich bereithalten und freue mich aufs Weiterlesen. Die Geschichte konnte mich nämlich durchaus fesseln und gut unterhalten.


3/ 5 Sterne ⭐️
May 29, 2021
Sternenschimmer ist ein Richtig schönes Buch mit einem richtig coolen und schönen Cover. Kim Winter hat das Buch so geschrieben das man sich gut darin einfinden kann. Mia und Jason sind ein so süßes Paar das es zum dahinschmelzen ist.
Da Jason in einer anderen 'Welt' lebt, ist ihm Mias Kultur vollkommen fremd, sowie seine Kultur ihr völlig fremd ist. Mia freut sich total etwas neues zu erleben Jason dagegen ist etwas skeptischer.
Ich finde das Buch super, vorallem da Jason und Mia sich so gut ergänzen❣
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April 17, 2015
Schon als Mia Iason das erste Mal sieht, ist sie verzaubert. Mit seiner, auf der Erde einzigartigen Ausstrahlung, zieht er sie in ihren Bann, doch das beruht anfangs scheinbar nicht gerade auf Gegenseitigkeit. Auf Loduun, Iasons Heimatplanet, hat er Schreckliches erlebt, denn dort wird ein unerbittlicher Krieg geführt. Deshalb kam Iason schwer verwundet und zusammen mit vielen Kindern auf die Erde. Doch könnten Iason und Mia überhaupt eine Zukunft haben? Schließlich liegt seine Heimat Lichtjahre entfernt und als Wächter ist es seine Bestimmung Loduun zu beschützen...

Mit „Sternenschimmer“ ist Kim Winter ein wunderbar romantischer, spannender und aufwühlender Roman gelungen, der einen so schnell nicht wieder loslässt. Das Buch bildet den Auftakt zu einer wahrlich überirdischen Trilogie.

Zu Beginn fesselten mich die Beschreibungen der dystopischen Welt. Die Menschen müssen in Städten leben, die unter großen Kuppeln liegen, da die Ozonschicht vor vielen Jahren zerstört wurde. Außerdem hat man einen Planeten mit intelligenten Lebewesen entdeckt, die den Menschen ähnlich, aber doch ganz anders sind. Diese Zukunftsaussicht ist beeindruckend und interessant, denn sie wirkt ausgesprochen wahrscheinlich.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der 17-jährigen Mia, die nur diese Welt kennt und in ihr lebt, so dass man sich gleich darin zu Hause fühlt und trotzdem die vielen liebevoll beschriebenen Details bestaunt, wie Flugschiffe oder Eisverpackungen, die das Eis auch in warmer Umgebung kalt halten.

Besonders gelungen fand ich die langsame Entwicklung von Gefühlen, die man als Leser miterlebt. Die Autorin versteht es Empfindungen durch Worte zu erzeugen, so dass man sich wunderbar in Mia einfühlen kann. Die Kinder wachsen ihr schnell ans Herz, aber Iason kann sie nur schwer einschätzen. Er ist ein sehr interessanter Charakter. Manchmal wirkt er nahezu menschlich, doch immer wieder scheint auch seine Überirdischkeit durch. Durch ihn erfährt man viel Interessantes und Erschütterndes über seine Heimat, die so ganz anders ist als die Erde.

Durch die Geschehnisse auf Loduun wird die Geschichte dann in der zweiten Hälfte zudem sehr spannend. Der Ausgang bleibt bis zum Ende des Buches ungewiss, immer neue überraschende Wendungen machen es unvorhersehbar. Man bangt und hofft mit den Figuren, denn sie wachsen einem beim Lesen sehr ans Herz. Jede Person hat ihre Eigenarten, die überzeugend dargestellt werden und z.B. in Gretas Fall auch sehr lustig.

Aber nicht nur Liebe, Überirdisches und Freundschaft spielen eine wichtige Rolle. Es geht auch um Ausgrenzung und soziales Engagement. Mia setzt sich gegen Tierversuche ein und ist nach der Schule für die loduunischen Kinder da. Damit ist sie ein tolles Vorbild. Auch werden Ablehnung, Vorurteile und Misstrauen deutlich, was viele Erdenbewohner gegenüber den Außerirdischen empfinden.

So ist „Sternenschimmer“ ein facettenreicher und einzigartiger Roman, der mich verzaubert und begeistert zurücklässt. Dank des flüssigen Schreibstils waren selbst die 576 Seiten viel zu schnell vorbei. Nun warte ich sehnsüchtig auf den zweiten Teil, der voraussichtlich im Mai unter dem Titel „Sternensturm“ erscheinen wird.
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August 7, 2018
Außerirdisch schimmernd schön!

Kim Winter entführt den Leser in der Zukunft der Erde und der Menschheit, in der es aufgrund der Umweltverschmutzung zu drastischen Problemen für unsere Nachfahren führte. Die riesigen Eisberge an den Polen schmolz, die Meere stiegen an, Landmassen versanken im Wasser, Städte und Dörfer verschwanden, die Ozonstrahlung wurde immer schlimmer… Letztendlich starben unglaublich viele Menschen und die, die überlebten, mussten sich auf engstem Raum flüchten und ihren unter einer Glashalbkugel verbringen und in Häusern leben, die man teilweise nur über 3 – 4 etagige Rolltreppen erreichen kann. Es gibt Berge, die direkt ans Meer angrenzen, da der Wasserspiegel so immens anstieg…

Dieses Umweltproblem wird immer wieder in dieser Geschichte als roter Faden aufgegriffen / erwähnt, um auf die Umwelt um uns herum aufmerksam zu machen, damit wir etwas dagegen tun können. Nur so könnten wir vielleicht solch eine Katastrophe – auch wenn sie hier nur reine Fiktion ist – verhindern oder ist es dafür schon zu spät???

Die 17-jährige Mia meldet sich zu einem sozialen Programm an, um schutzbedürftige Kinder des Planeten Loduun liebevoll aufzunehmen und sie in das Leben auf der Erde einführen, da auf ihrem Planeten Krieg herrscht. Dabei lernt sie selbst nicht nur das Lieben, Spielen und Lachen mit den Kindern, sondern sie begegnet auch Iason, einem jungen Loduuner (18 Jahre), dessen saphirblaue leuchtende Augen sie nicht nur einmal in seinen Bann ziehen. Anfangs gestaltet sich die Kennlernphase der beiden mehr als schwierig, so dass man wirklich den Eindruck hat, dass Männer vom Mars und Frauen von der Venus stammen. Nicht selten gibt es deshalb Reibereien zwischen den beiden. Jedoch bringt Gefahr, Entführung, Mord, Einbruch etc. die beiden näher und näher. Mia erfährt über Iason vieles, was noch kein Mensch über Loduuner wusste und auch erst einmal nicht wissen sollte, da die meisten Menschen noch Angst vor den neuen Erdenbewohnern haben. Das bekommt auch Iasons kleine Schwester Hope mehr als deutlich zu spüren.

Dieses Werk ist in drei Teile unterteilt und einleitend mit kurzen Gedichten versehen, die den Einstieg in das nächste Kapitel erleichtern und den Leser wundervoll auf das Kommende vorbereitet.

1. Teil – Irgendwann im Frühling

2. Teil – Der folgende Sommer

3. Teil – Goldener Herbst

Kim Winter versteht es mit ihrer Geschichte die verschiedensten Gefühle im Leser herauszukitzeln. Sei es nun herzhaftes Lachen und Schmunzeln, Weinen oder Ängstigen, Mitfiebern und Mitbangen… Sie versteht es großartig, diese Gefühle dem Leser zu entlocken!

Einen herzhaften Lachanfall bekam ich, als ich die Seiten 154 – 157 mit der „Rettich-Szene“ las. Da konnte ich mich absolut nicht mehr halten vor Lachen und kicherte selbst nach einer Weile des Weiterlesens leise weiter. Diese Szene ist einfach der fantastisch und die Idee mit dem außerirdischen Supergehör genial und geschickt umgesetzt.

Ebenso bangte ich jedes Mal mit Mia mit, als das Thema von Iasons Heimkehr aufkam. Ich konnte mit ihr fühlen und verstand, weshalb sie so handelte, wie sie eben handelte.

Brenzlig wurde es im Verlauf der Geschichte immer wieder als der bösartige Lokondra auftauchte. Schon allein bei seinem Namen und den beschriebenen stechend grünen Augen wurde mir manchmal mulmig zu mute, so dass ich einfach weiterlesen musste, um zu wissen wie die jeweilige Situation ausgehen wird.

Die Charaktere sind wundervoll beschrieben und dargestellt, so gibt es neben Mia und Iason, der schöne Außerirdische (dem „eingebildeten Chauvinisten“ lt. Greta) auch die „verrückte“ Freundin Lena mit ihren tgl. wechselnden Haarfarben, die männerhassende Greta, die Schönheits-Queen der Schule, etc. Mir gefielen jedoch am Meisten die Hauptcharaktere Mia und Iason, die sich sehr schnell in mein Herz geschlichen haben. Besonders Mia`s Charakter ist wundervoll und detailiert ausgearbeitet, so dass sich wohl viele weibliche Leser sich in ihr wiedererkennen. Vielleicht liegt es auch daran, dass es aus Mia`s Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben wurde, so dass man Mia direkt in den Kopf kucken und ihre Gedanken lesen konnte. Ich habe sie richtig lieb gewonnen.

Dieses Buch fesselte mich so sehr mit seinen vielseitigen Charakteren, dass ich es innerhalb eines Tages inkl. Nacht durchgelesen hatte und mich kaum auf andere Dinge konzentrieren konnte. Selbst im Nachhinein hänge ich noch gedanklich an der Geschichte, an den Hauptcharakteren Mia und Iason und frage mich, wie lange Iason es wohl auf der Erde bei den für ihn zu heißen Temperaturen aushält und wann er wieder zurück auf seinen Planeten Loduun fliegen muss, um seinen Leuten im Krieg beizustehen. Ebenso bleiben weitere Fragen im Raum stehen, z. B. Werden sich Lena und Mia wieder vertragen? Wo werden Mia und Iason leben und wo werden die Kinder sein? Werden sie glücklich auf der Erde?

Ich bin schon mehr als gespannt auf die Fortsetzung dieses genial durchdachten und wunderbar geschriebenen Werkes.

Buch und Cover sind wundervoll gestaltet. Schon als ich das Cover des Buches sah, konnte ich mir die im Buch später beschriebene Welt vorstellen. Und dann als ich das Buch aufklappte und das leichte Schimmern der ersten Seiten sowie des Covers (nachdem ich den Papierumschlag des Buches abgelegt hatte) wusste ich: Dieses Buch gebe ich nicht mehr aus den Händen! Denn dieses zarte Schimmern sieht so unglaublich zart aus, so dass man es immer wieder berühren möchte – ähnlich wie Iasons schimmernde Haut, die eine ähnliche Wirkung auf Mia und jeden anderen in der Geschichte ausübt. Die Innengestaltung des Buches ist angenehm und weich, in zarte violette / graue Töne gehalten, wie auf dem Cover selbst, so dass es nicht erdrückend oder überfüllt wirkt, sondern das Gegenteil bewirkt. Hier zeigte Frau Marlis Maehrle (Innengestaltung) und Frau Maria-Franziska Löhr (Umschlaggestaltung) ihr goldenes Händchen. Weiter so!

Mein Fazit:

Diese umwerfende Buch und gleichzeitig Debütroman samt seines wundervollen Einbandes und der tollen Gestaltung lädt den Leser in eine wundervolle neue Geschichte ein, bei der man weder Schlafen noch essen noch sonst irgendetwas kann, weil man einfach weiterlesen MUSS – egal ob Tag oder Nacht. Die Seiten und Worte fliegen nur so am Leser vorbei. Inhaltlich spielt die erste große Liebe sowie eine atemberaubende Spannung bis zu den akutellen Umweltproblemen eine Rolle, was dieses Buch zu einem wunderbaren Werk macht, welches ich in meiner Lieblingsbüchersammlung nicht mehr missen möchte.

Dieses tolle Werk verzauberte mich von der ersten Seite an und hält mich selbst danach noch in seinem Bann.

Ich gebe diesem Buch ganze 5/5 Punkten und freue mich sehnsüchtig auf die Fortsetzung!!!
Profile Image for Steffi Sternchen.
26 reviews44 followers
July 28, 2012
Viele haben von dem Buch geschwärmt doch leider musste ich es nach 90 Seiten abbrechen.
Denke das Buch ist wirklich nur was für jüngere. 13-16 Jahre vielleicht. Mir waren die Protagonisten zu platt und langweilig und naiv. Nein....das war nichts für mich....
Profile Image for Mia.
3 reviews
January 3, 2021
Toller Auftakt, bin gespannt wie es weiter geht. Ich mag den Schreibstil, er ist flüssig und jugendlich. Würde ich auch jüngeren Lesern empfehlen 😊
915 reviews10 followers
August 7, 2020
Ein Buch, dass mich in meinen jüngeren Jahren bestimmt unglaublich begeistert hätte. Noch jetzt hat es mir durchaus Freude bereitet in die Geschichte einzutauchen, diese zu genießen und die Idee und die Umsetzung zu verfolgen.

Erzählt wird die Geschichte aus Sichtweise von Mia, welche ein schönes und ruhiges Leben lebt. Sie hat ihre Mutter, ihre Freunde und ein geregeltes Leben. Ihr Charakter ist sehr wandelbar, was auch mit an ihrem Alter liegt. Mit 17 Jahren ist sie noch sehr jung, hat noch Flausen im Kopf, möchte die Welt retten und übersieht dass das manchmal mehr Arbeit ist als man glaubt ;)

Iason ist ihr Gegenpart und schon wesentlich weiter und erfahrener, was leider auch an seiner Vergangenheit liegt und daran was er und seine Schwester durchmachen mussten. Er ist sorgsam, vorsichtig und wägt immer wieder ab wie er vorzugehen hat. Ein Kopfdenker, welcher nur nach und nach auch sein Herz mit einbindet.

Insgesamt ist die Story nicht ganz neu, hat aber dennoch interessante und neue Richtungen. Dennoch hat mir persönlich etwas mehr Information zum Planeten Loduun gefehlt, aber es kann natürlich gut sein, dass dies im zweiten Band höhere Priorität hat.

Die Umsetzung der Geschichte ist einfach, aber dennoch gefühlvoll und mitreisend aufgebaut. Gerade für die jüngeren Leser ein perfektes Buch um sich wiederzuerkennen und sich fallen lassen zu können. Mir waren manche Situationen etwas zu irritierend und vorhersehbar, aber ich denke dass das eher am Alter und den schon gelesenen Büchern liegt.

Im Großen und Ganzen ein tolles Buch, welches zum Träumen verleitet und dafür sorgt dass man sich fallen lassen kann.

Mein Gesamtfazit:

Mit „Sternenschimmer“ hat Kim Winter einen schönen, gefühlvollen und jugendlichen Auftaktband geschaffen, der verzaubert und ans Herz geht. Die Charaktere sind insgesamt ganz schön gezeichnet, auch wenn sie mir manches Mal zu sprunghaft erschienen wobei dies wieder zum Alter gepasst hat. Ich denke, dass diese Reihe vor allem für junge Leser genau das richtige ist.
103 reviews3 followers
October 14, 2011
Klappentext:
Ob die Sterne wussten, dass diese Nacht Mias Leben verändern würde?
Die Erde in der Zukunft. Gespannt warten alle in der Stadt unter den Glaskuppeln auf die Ankunft der Flüchtlinge vom Planeten Loduun. Mia will helfen und engagiert sich in einem der Flüchtlingshäuser, wo sie den geheimnisvollen Iason kennenlernt. Wie zwei Planeten kreisen sie umeinander, ziehen sich an und doch liegen Lichtjahre zwischen ihnen. Sie sind wie Feuer und Eis, wie Gefühl und Verstand. Und es ist eine Liebe auf Zeit. Denn die Loduuner haben von Geburt an einen Sinn. Wenn sie ihn erfüllt haben, sterben sie. Mia will trotzdem nicht aufgeben. Es muss doch einen anderen Weg für sie und Iason geben.


Sie erleuchteten den ganzen Himmel, als Iason auf der Erde landete. Jetzt steht er vor ihr.
Eine dunkle Stille geht von ihm aus, doch seine graublauen Augen scheinen ins Innerste von Mia zu blicken.
Augen, mit der Anziehungskraft eines schwarzen Lochs. Augen, in die sie hineinfällt. Sie lassen Mia
vergessen, dass es eigentlich nicht sein kann:
eine überirdische Liebe, die Welten überbrücken muss. Und jeder Tag, der vergeht, bringt den endgültigen Abschied näher. Denn Iason ist nur Gast auf der Erde.
Auf seinem Heimatplaneten Loduun herrscht Krieg und Iason ist vorbestimmt, sein Volk zu beschützen.

Erster Satz:
Mich selbst aber ergriff eine merkwürdige innere Ruhe, während ich die Lider senkte und Abschied nahm.

Meine Meinung:

Buchgestaltung:
Das Buch ist in einem zarten hellrosa gehalten, eher schlicht als aufdringlich. Durch handgemalte Bilder wie der Planet auf der Vorderseite bekommt es einen märchenhaften Schein. Der Schutzumschlag ist aus Papier und das Buch sieht ohne auch toll aus, ganz in weiß gehalten, das leicht perlmuttfarbig schimmert, wenn es in das Licht gehalten wird. Am Anfang jeden Kapitels ist ebenfalls eine kleine Zeichnung zu finden.
Handlung:
Es ist die erste Dystopie, die ich gelesen habe, die meiner Vorstellung von Science Fiction entspricht. Denn hier gibt es "Außerirdische" (--> Loduuner), Raumschiffe, Flugschiffe (die als Autos dienen) und auch ansonsten ist alles technisiert. Es gibt nur noch EBooks, iPads, und und und. Das war erst mal eine Umstellung für mich, da meine bisherigen Dystopien doch eher noch an unsere Gesellschaft angepasst waren. Aber ich empfand es nicht als negativ, dass "Sternenschimmer" so war, sondern viel mehr als Überraschung.
Diese Zukunftsvorstellung ist meiner Meinung sehr real, wenn man sich die Entwicklung unserer Technik ansieht. Aber die Flugschiffe haben mich trotzdem immer etwas irritiert, weil ich jedes Mal Autos im Kopf hatte...
Das Buch behandelt alle wichtigen Themen unserer Zeit wie Umweltschutz, Naturkatastrophen, Krieg, der Mensch an sich, Waffen, Klimaerwärmung, Andersein und natürlich das Gefühl "Liebe". Es wird aber sehr subtil behandelt, es drängt sich nichts auf. Auch versucht die Autorin nicht mit dem erhobenen Zeigefinger auf uns loszugehen. Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, auf solche Themen aufmerksam zu machen! Sehr gut gelungen! Es geht aber auch um die politische Entwicklung de Welt und deren Bewohnern, was ein sehr aktuelles Thema ist. Die Liebe zwischen Iason und Mia steht im Vordergrund der Geschichte. Sie wird authentisch und gefühlsvoll beschrieben, aber nicht kitschig. Leider hat im Laufe der Geschichte der Schwärm-Faktor eingesetzt, damit meine ich, dass Mia plötzlich ziemlich oft von Iasons Schönheit schwärmt, was am Anfang nie vorkam. Das war etwas nervig.
Warum prügeln sich Mädchen immer auf dem Klo??? Das habe ich mich auch schon bei anderen Romanen wie bei "Firelight" von Sophie Jordan gefragt. Denn diese Szene kam jetzt schon in einigen Romane vor und jedes Mal wird die Protagonistin von der gemeinen Zicke und deren Jüngerinnen auf dem Klo angegriffen. Auch in Sternenschimmer kam diese Szene vor. Diese Szene war mir etwas zu klischeehaft.
Ansonsten fand ich die Geschichte rund um Iason und Mia sehr interessant und romantisch. Sie war glaubhaft und man befand sich während des Lesens in der Zukunft. Das Ende ist zwar ein Happy-End aber die Geschichte ist doch noch sehr offen, ich hoffe es gibt einen Folgeband, in dem man auch mehr über Loduun erfährt. Denn das ist in diesem Band etwas zu kurz gekommen, das Leben auf Loduun und die dortigen Umstände sind nur kurz angerissen.
Charaktere:
Mia ist die Protagonistin des Romans und ist sehr authentisch, ich konnte mich sofort in sie hineinversetzen. Sie ist sympathisch, hilfsbereit und loyal. Doch dann zeigt ihr Iason auf, dass sie nicht so ist, wie sie sich selbst sieht und auch wie der Leser sie sieht. Iason trifft mit wenigen Worten das Wesen des Menschen. Hier ist der Autorin wirklich etwas grandioses gelungen! Alle Achtung. Zuerst ist jeder vor den Kopf geschlagen, als Iason darüber redet, doch wenn man dann darüber nachdenkt, stellt man fest, dass es wahr ist. Kim Winter hat eine außergewöhnliche Menschenkenntnis in ihrem Roman eingebaut!
Iason ist das Gegenteil von Mia, ein wahrer Loduuner. Er kennt keine Liebe, bei ihnen gibt es so etwas nicht. Deshalb ist es auch schwer für ihn, seine Gefühle richtig zu deuten. Dadurch wird das Thema Liebe auf einer bodenständigen, realen Ebene behandelt. Was ist Liebe überhaupt? Kann man Liebe jemand anderem erklären?
Sprache:
Kim Winter schreibt umgangssprachlich und flüssig, die Geschichte zieht den Leser in den Bann und er ist froh, dass es so viele Seiten gibt. Es wird nie langweilig, immer passiert irgendetwas. Die Sprache ist der Zielgruppe angepasst.

Mein Fazit:
Eine sehr gute, interessante, etwas andere Dystopie. Kim Winter behandelt in ihrem Buch viele aktuelle Themen wie Erderwärmung, Themen über die jeder sich mal Gedanken machen sollte. Die Charaktere sind sympathisch und authentisch, die Handlung ist rasant, romantisch, dramatisch...
Unbedingt empfehlenswert für Leute, die Geschichten über Liebe mögen. Das Thema wird sehr gut und subtil behandelt. Was ist Liebe überhaupt? Kann jemand Liebe spüren, wenn er gar nicht weiß, was dieses Gefühl ist?

"Siehst du, Mia, euer Vertrauen ist eine Brücke über den Fluss des Ungewissen. Und ihr könnt sie bauen, einfach, weil ihr liebt. Das ist besonders." (S. 340)

Zur Autorin:
Kim Winter, geboren 1973 in Wiesbaden, lebt mit ihrer Familie im Taunus. Nach einer Ausbildung zur Sozialarbeiterin, arbeitete sie im Plegekinderdienst und in einem Waldkindergarten. Dann widmete sie sich voll und ganz ihrer Leidenschaft, die sie selbst als "Schreibsucht" bezeichnet.
Dem Wald ist Kim Winter übrigens noch immer sehr verbunden, weil sie dort neben einem Café in Wiesbaden am liebsten schreibt, und das immer mit Musik im Ohr. Außerdem spielt sie Theater, engagiert sich umweltpolitisch und kann es nicht lassen, Dinge zu hinterfragen. "Bei Ungerechtigkeiten weggucken, geht gar nicht."
(Quelle: Planet Girl)
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716 reviews3 followers
August 30, 2017
1.5 stars

Der einzige Grund, weshalb ich dieses Buch überhaupt fertig gelesen habe, ist meine Unfähigkeit, Bücher abzubrechen.
Im Folgenden werden übrigens einige Dinge gespoilt, aber nur kleine Sachen, nicht grosse plot twists.

Also - zuerst muss einmal gesagt werden, dass ich selten Bücher mit nur einem Stern versehe. Normalerweise kann ich genug Gründe finden, es wenigstens auf zwei Sterne zu erhöhen. "Sternenschimmer" hingegen ... meine Abneigung gegen dieses Buch lässt sich am besten daran ablesen, dass ich während des Lesens regelmässig aufschrieb, was mich nervte. So was mach ich im Normalfall nie - und wenn, dann ist es ein Gleichgewicht aus Plus- und Minuspunkten. Nicht eine ellenlange Ansammlung von Punkten, die mich schier zum Haare-ausreissen getrieben hatten.

Fangen wir einmal bei etwas Grundlegendem an: dem Schreibstil .
Was mir insbesondere aufgefallen ist, ist die Sache mit den Metaphern. Ich weiss nicht, warum Kim Winter sich entschloss, sie zu schreiben. Wollte sie besonders kultiviert und poetisch klingen? Egal was ihre Absicht war: Es ist fehlgeschlagen. Sie verwendet viel zu viele Worte und schmückt viel zu sehr aus - die Metaphern wirken, for lack of a better word, "zu lebendig". Sprich, ich hab mir die Dinge viel zu bildlich vorgestellt, was dann totale Verwirrung gestiftet hat, weil ich kurzzeitig vergass, dass es eigentlich nur symbolisch gemeint war und nicht wortwörtlich. Ich habe die Szene nicht mehr 100%ig im Kopf, aber an einer Stelle beschreibt Mia ihr Innenleben wie einen Koffer, den sie sorgfältig verschliesst, der aber immer voller wird wegen all den Problemen, die auf sie einstürzen. Irgendwann ist das Limit erreicht und Mia kann nicht mehr. Da bricht der Koffer auf und alles kullert heraus. Mia versucht verzweifelt, die Dinge zurück in den Koffer zu stopfen, was ihr aber misslingt. In dieser Szene hat Kim Winter zum Beispiel so viel beschrieben, dass ich mir Mia bildlich vorgestellt habe, wie sie vor ihrem Koffer kniet und verzweifelt versucht, hinausquellende Klamotten wieder hineinzuquetschen. Und so war es ja nicht gemeint. Mich persönlich hat es einfach gestört und verwirrt.

Als nächstes gibt es da die Dialoge. Als Iason, der Loduuner, auf der Erde ankommt, hat er selbstverständlich absolut keinen Schimmer, wie die Geschichte dieses ihm fremden Planeten überhaupt aussieht. Mia stellt sich dann freundlicherweise zur Verfügung, ihm über die Vergangenheit aufzuklären. Hierbei spricht sie, was mich extrem störte, immer von "Wir", à la "Wir haben dann angefangen, dieses und jenes zu bauen". Dabei meint sie nicht sich selbst und ihre Familie oder Freunde, sondern "die Menschheit, wie sie vor Jahrzehnten existiert hat". Welche 17-jährige redet so? Sie palaverte wie ein oller Geschichtslehrer, nicht wie ein Teenager. Ausserdem ... ich weiss, es spielt in der Zukunft und wer weiss, vielleicht ändert sich die Psyche der Teenager ja in den Folgejahrzehnten - aber wer weiss schon so viel Bescheid über das, was in der Vergangenheit passiert ist? Die meisten haben doch schon Probleme, sich daran zu erinnern, was vor fünf Jahren so geschah.

Ich habe zudem auch das Gefühl gehabt, dass das Buch besser gewesen wäre, wenn Kim Winter nicht so viele unnötige Tätigkeiten beschrieben hätte. Dadurch wäre die Geschichte auch kürzer gewesen und hätte mir vielleicht nicht solche Kopfschmerzen bereitet, als ich mich zum Fertiglesen zwang.

Dann ... die Charaktere .
Ah ja, die Charaktere. Richtige Perlen sind das. Wo soll ich nur anfangen?
Zuerst einmal muss gesagt werden, dass alles total überdramatisiert erzählt wird. Kein Charakter handelt normal, sondern tickt immer in irgendeine Richtung aus. Zum Beispiel hat Mia eine feministische Freundin, Greta, die Männer über alles hasst. Schon ihr blosser Anblick lässt sie komplett austicken. Als Iason es wagt, Fuss in ihre Werkstatt zu setzen, um Mia abzuholen -, schreit und tobt sie umher und hasst den armen Kerl, ohne ihn überhaupt zu kennen. Und warum? Weil er das Unglück hat, ein Mann zu sein. Ach herrje.

Vieles ist auch sehr unlogisch. So wird zum Beispiel Mias Lehrer, der die Mädchen auf einer illegalen Mission begleitet, für einen Feigling gehalten, weil er nach dem Fehlschlagen des Unterfangens untertaucht und die Schule verpasst. Als dann herauskommt, dass er in Wahrheit entführt worden war und nicht einfach die Fliege gemacht hatte, fühlt man plötzlich wieder mit ihm und behandelt ihn wie einen Kriegshelden. Vielleicht bin das ja nur ich, aber mir kam das irgendwie heuchlerisch vor.

Emotionen werden von Kim Winter auch immer wieder nach oben geschraubt, ohne dass es Sinn macht. Sowohl Mia als auch Iason haben manchmal plötzlich irgendwelche Gefühlsausbrüche, die sich nicht einmal immer wirklich nachvollziehen lassen. Manchmal wird nicht einmal erklärt, wieso sie sich überhaupt so fühlen - oder erst so spät, dass man sich fragt, wieso die anderen nie etwas gesagt haben. Iason zum Beispiel bezichtigt Mia einmal, egoistisch zu sein und heuchlerisch und den Loduunern nur zu helfen, um selbst gut dazustehen. Dann stürmt er angewidert davon. Mia muss einsehen, dass er recht hat; doch sie sagt es ihm lange Zeit nicht. Trotzdem vergibt er ihr und verbringt wieder fröhlich Zeit mit ihr, als wäre nichts geschehen.

Und noch etwas: INSTALOVE. Nuff said.

Der Plot
Die Grundidee der Geschichte finde ich an sich eigentlich interessant, und die Loduuner hat Kim Winter sehr einzigartig gestaltet und auch genug erklärt, um sie nicht wie seelenlose, unerklärbare Marionetten in der Luft hängen zu lassen (was der Grund ist, warum das Buch 0.5 Bonuspunkte hat). Doch plot-wise fehlt leider vieles. Mir persönlich war für eine lange Zeit nicht klar gewesen, was passieren wird. Ja, die Loduuner mussten von ihrem Planeten fliehen, weil sie attackiert worden waren. Aber was nun? Ein Grossteil des Buches ist darauf verwendet worden, auf die Beziehung von Mia und Iason einzugehen, statt die wirklichen Probleme anzusprechen. Am Ende war ich so gelangweilt gewesen, dass ich nicht einmal dem "Showdown" grossartig Interesse vorheucheln konnte. Ganz ehrlich, sie hätte alle abmurksen können und es wäre mir egal gewesen.

Das Buch hat mir zudem wahre "Twilight"-Momente beschert, weil a) Mia nicht mehr "ohne Iason leben konnte" (obwohl sie sich ja noch nicht so lange kannten) und wahrscheinlich vergessen hätte zu atmen, wäre er abgekratzt; und b) spricht sie so häufig von Iasons Schönheit, als würde sie vermuten, jeder Leser wäre dement und hätte am Ende der Seite schon vergessen, was am Anfang geschrieben stand. Ab einem gewissen Zeitpunkt konnte ich die Beschreibung von seinem "Strahlen" echt nicht mehr hören. Er ist hinreissend, wir haben's kapiert!

Tja. Das wäre es dann. *Rant off*
13 reviews1 follower
June 29, 2022
Muss man echt nicht gelesen haben. :/

Auf dem Planeten Loduun herrscht Krieg und Schutz suchend landen Iason und andere Flüchtlinge auf der Erde. Auf Mia hat der Loduuner mit seinen graublauen Augen eine überirdische Anziehungskraft. Sie lässt Mia vergessen, dass es eigentlich nicht sein kann: eine überirdische Liebe, die Welten überbrücken muss. Mit jedem Tag rückt der Abschied näher, denn Iason ist nur vorübergehend auf der Erde. Als Wächter vorbestimmt und muss auf seinem Planeten sein Volk beschützen.

Erst einmal zu den guten Aspekten: Es gibt einige sehr liebenswerte Charaktere, wie Tony, Hope und Bert, die einem direkt ans Herz wachsen. Die Idee an sich mit einer „überirdischen Liebe“ ist zwar nicht ganz neu, aber interessant. Nur blöd, dass die Autorin das nicht wirklich umzusetzen wusste.

Denn: Viele Stellen wurden nicht richtig überarbeitet. Somit sind die Übergänge in den Anfangskapiteln überhaupt nicht vorhanden. Die Liebesgeschichte, die im Mittelpunkt steht ist auch sehr holprig. Mal streiten sie sich, dann ist alles wieder gut, jedoch ohne irgendeinen (ausgearbeiteten – von der Autorin) Grund dafür. Mia wird mit jedem Kapitel unsympathischer, da die Gründe für ihre Taten nicht weiter erläutert werden. Zudem kommt noch, dass sie zwar von der Autorin permanent als ein sehr starker Charakter beschrieben wird, dies jedoch gar nicht zutrifft. Schade ist auch, dass über den fremden Planeten Loduun und dem Bösweicht nicht viel erzählt wird, obwohl Kim Winter durch den Plot viele Gelegenheiten dazu hatte.

Als Fazit: Das Buch war etwas enttäuschend und bin unschlüssig, ob ich den zweiten Band je lesen werde. Empfehlen würde ich es nicht. Es gibt viel bessere Jugendbücher, bei denen Liebe im Mittelpunkt steht.
Profile Image for Tasi.
86 reviews
March 31, 2020
Spannende Umstände
Unterhaltend
Tolle Charaktere
Überraschende Wendungen
Profile Image for KittiKathi.
102 reviews
May 28, 2022
Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Diese Geschichte hatte einfach alles und an manchen Stellen sogar für Tränen in den Augen gesorgt
Profile Image for Maura.
199 reviews59 followers
December 27, 2015
Inhalt:

Ob die Sterne wussten, dass diese Nacht Mias Leben verändern würde? Sie erleuchteten den ganzen Himmel, als Iason auf der Erde landete. Jetzt steht er vor ihr. Eine dunkle Stille geht von ihm aus, doch seine graublauen Augen scheinen ins Innerste von Mia zu blicken. Augen mit der Anziehungskraft eines schwarzen Lochs. Augen, in die sie hineinfällt. Sie lassen Mia vergessen, dass es eigentlich nicht sein kann: eine überirdische Liebe, die Welten überbrücken muss. Und jeder Tag, der vergeht, bringt den endgültigen Abschied näher. Denn Iason ist nur Gast auf der Erde. Auf seinem Heimatplaneten Loduun herrscht Krieg und Iason ist vorbestimmt, sein Volk zu beschützen. [Quelle: Planet Girl Verlag]

Emotions:

Ich habe mich lange gefragt, was an diesem Buch so toll ist, dass man um es so einen Hype machen muss. Jetzt verstehe ich es.

Aufbau, Schreibstil und Perspektiven:

Das Buch ist in 39 Kapitel unterteilt.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich schön lesen. Ich kann nicht genau sagen, was es ist, aber schon auf der ersten Seite schaffte die Autorin es mit ihrer Art zu schreiben, den Leser zu fesseln, obwohl man noch gar keine Ahnung hat, worum es überhaupt geht.

Das Buch ist aus der Sicht der Protagonistin Mia in der Ich-Form erzählt, wodurch man einen sehr guten Eindruck in ihre Gefühlswelt bekommt und die Geschichte mit ihr zusammen erleben kann.

Meine Meinung:

Als ich das Buch endlich in die Finger bekommen habe und es lesen konnte, war ich sehr gespannt, wie es mir denn so gefallen würde, besonders da ich schon so viele überaus positive Rezensionen gelesen habe. Dadurch war meine Erwartungshaltung also recht groß - viel größer als bei den meisten anderen Büchern.Und ich wurde – zum Glück! - nicht enttäuscht!

Zunächst einmal möchte ich mit den wundervoll ausgearbeiteten und realistischen Personen beginnen.
Mia, die Protagonistin dieses Buches, wächst einen bereits nach wenigen Seiten sofort ans Herz. Sie ist so echt, natürlich und durch die Ich-Form, in die die Geschichte geschrieben ist, kann man ihre Handlungen auch stets nachvollziehen. Außerdem hat sie eine wirklich besondere Eigenart: sie niest wenn sie glücklich ist bzw. sich wohlfühlt. Dieses kleine Detail lässt sich unheimlich realistisch wirken und macht sie einem einfach nur noch sympathischer.
„Plötzlich musste ich niesen. Und noch einmal ... und, oh wie peinlich, ein weiteres Mal. Er musterte mich »Hast du dich erkältet?« »Nein« Ich schüttelte den Kopf. »Das ist so 'n Tick von mir. Passiert mit immer dann, wenn ich mich wohlfühle«“ - S.97

Iason ist mir auch sehr sympathisch, auch wenn er manchmal etwas – na ja – eigenartig handelt und man das dann nicht wirklich nachvollziehen kann. Aber es macht Spaß zusammen mit Mia, immer mehr über ihn herauszufinden.

Die Idee, auf der das Buch basiert, ist im Grunde nichts neues. In dem Buch gibt es einen zweiten, weit entfernten Planeten Namens Loduun, auf dem menschenähnliche Wesen leben, die allerdings noch ein paar „extra“ Kräfte haben. Spätestens nach dem Film „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ kennt jeder diese Idee. Dennoch hat die Autorin die Idee gut umgesetzt und sie zu ihrer eigenen gemacht, sodass man sich stets unterhalten gefühlt hat.
Die erste Idee hat sie aber noch mit einer zweiten gekoppelt, die mir in dieser Form noch nicht über den Weg gelaufen ist: Die Städte werden mit Kuppeln überdacht, um die Bewohner – ich hoffe, ich sage jetzt nichts falsches – vor der hohen Ozonstrahlung zu schützen.

Auch wenn es erst zum Ende des Buches sich wirklich eine Spannung aufbaut, verliert man auch am Anfang nie die Lust am Weiterlesen. Die Handlung ist so interessant, dass man immer wissen will, wie es nun weiter geht, wodurch eine Spannung nicht erforderlich war.

Mein Fazit:

Kim Winter hat mit „Sternenschimmer“ einen großartigen Auftakt einer Reihe geschrieben, die ich auf jeden Fall weiter verfolgen werde. Auch wenn die Idee nicht komplett neu war, so hat die Autorin sie doch in ihre eigene verwandelt und so den Leser mit vielen spannenden Infos über die von ihr erdachte Zukunft unterhalten. Die Personen sind sehr realistisch dargestellt, besonders Mias Tick mit dem Niesen, wenn sie sich wohl fühlt, finde ich einfach nur wundervoll. Wer dieses Buch also noch nicht gelesen hat, sollte dies unbedingt nachholen!
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November 12, 2014
Kurzbeschreibung
Ob die Sterne wussten, dass diese Nacht Mias Leben verändern würde? Sie erleuchteten den ganzen Himmel, als Iason mit den anderen Flüchtlingen auf der Erde landete. Jetzt steht er vor ihr. Eine dunkle Stille geht von ihm aus, doch seine graublauen Augen scheinen ins Innerste von Mia zu blicken. Augen mit der Anziehungskraft eines schwarzen Lochs. Augen, in die sie hineinfällt. Sie lassen Mia vergessen, dass es eigentlich nicht sein kann: eine überirdische Liebe, die Welten überbrücken muss. Und jeder Tag, der vergeht, bringt den endgültigen Abschied näher. Denn Iason ist nur Gast auf der Erde. Auf seinem Heimatplaneten Loduun herrscht Krieg und Iason ist als Wächter vorbestimmt, sein Volk zu beschützen. Dies ist der erste Band der Sternen-Trilogie. Der zweite Band erscheint am 8. Januar 2015 bei Impress.
(Quelle Impress)



Cover
Das Cover gefällt mir sehr gut und macht Lust auf mehr. Die Farben sind sehr zart gewählt und man sieht eine Stadt im Hintergrund. Für mich sehr passend und harmonisch zum Titel gewählt.



Charaktere
Mia Wiedemann ist nicht nur eine ganz liebe, sondern hat auch sehr viel Mitgefühl für andere. Sie setzt sich gegen die Ungerechtigkeit ein und kann dabei sehr starrköpfig sein.

Iason Santo ist nicht nur nicht von dieser Welt, sondern gehört den Loduunern an und zwar dem Volk des Stolzes. Er schimmert zart Blau und ist mit seinen 19 Jahren ein Wächter. Bei seinem Anblick lässt er die Herzen der Mitschüler höher schlagen, aber ihn umgibt auch eine mysteriöse Art, und er macht es einem manchmal nicht leicht ihn zu verstehen.

Lena ist Mias Freundin und genau wie ihre Freundin darauf bedacht anderen zu helfen. Manchmal ist ihr Mund aber schneller und so rutscht ihr das ein oder andere sehr gerne raus.

Frank ist auch mit von der Partie bei der Clique um Mia und Lena und ist momentan wie Mia dabei den Neuankömmlingen bei ihrer Eingewöhnung auf der Erde zu helfen.



Schreibstil
Die Autorin Kim Winter hat nicht nur einen flüssigen Schreibstil der einen sehr schnell mitnimmt in die Welt von Mia und Iason, sondern hier eine Super Geschichte erschaffen die mich schwer begeistert hat und ich mich schon auf mehr von der Autorin freue.



Meinung
Was wenn nur ein Augenblick genügt um Dich vollständig zu verzaubern...


Ja dann sind wir bei Mia angelangt, aber nun mal von Anfang an.

Mia und ihr bester Freund Frank wollen den Flüchtlingen von Loduun bei der Eingewöhnung helfen. Da auf Loduun Krieg herrscht und der Bösewicht Lokondra dort mit aller Macht tobt.

Nachdem das erste Flüchlingschiff ankommt ist Mia sich des Ausmaßes des Krieges erst bewusst, denn ihre kommenden Schützlinge sind aufgeweckte und auch durch den Krieg verschreckte Kinder.

Mia und Frank versuchen im Tulpenweg wo die Neuankömmlinge jetzt ihr neues Zuhause haben, ein guter Ersatz zu sein.
Dabei ist Hope ein kleiner Sonnenschein mit ihrer umwerfenden Art, aber auch Tony, Ariel, Luna und Sila sind einfach toll und wachsen Mia schnell ans Herz.

Und nachdem Hopes Bruder im Krankenhaus gesund gepflegt wurde, denn er wurde bei der Rettungsaktion seiner kleinen Schwester Hope angeschossen, trifft ein paar Tage später Mia auf Iason der sie nicht nur in seinen Bann zieht sondern alles in ihr zum Klingen bringt.

Aber wer ist dieser Iason und warum bringt er sie so durcheinander.

Bei all dem Grübeln beschließt Mia mit Hope etwas zu unternehmen das mit einem Unfall endet der aber zum Glück gut ausgeht, aber daraufhin ist Iason sehr böse zu Mia und nicht schon schlimm genug taucht er auch noch in ihrer Schule auf und ist ab jetzt in ihrer Klasse zugegen.

Mia kann es nicht fassen wie abweisend er sich ihr gegenüber verhält und muss hautnah mitbekommen wie die Schulzicke Mirjam Weiler sich an Iason ran macht.

Traurig aber auch gleichzeitig wütend versucht sie Iason aus ihren Gedanken zu verbannen.

Aber das Schicksal der beiden scheint andere Pläne zu haben, denn Iason taucht immer wieder auf und scheint sich zu Mia hingezogen zu fühlen.

Mias Welt gerät dadurch komplett durcheinander und sie muss sich nicht nur fragen was zwischen ihr und Iason ist.

Und dann lauert auch noch eine Gefahr auf beide, die sie sich nicht vorstellen konnten...



Fazit
Ein Klasse Auftakt mit Suchtfaktor. Ich freue mich schon auf den nächsten Band und ich bin sehr begeistert.
Für mich sehr empfehlenswert!!!



5 von 5 Sternen
Profile Image for Leonie.
463 reviews6 followers
February 3, 2014
Dieser Roman ist eigentlich erst kürzlich auf meinen SuB gewandert, aber ich konnte es einfach nicht mehr abwarten ihn zu lesen.

Das Cover ist alleine schon so wunderschön. Es ist blass blau/lila und zeigt einen handgezeichneten Planeten.

Mia ist unsere Protagonistin. Sie ist ein wirklich toller Charakter den ich sogleich in mein Herz geschlossen hatte. Sie ist liebevoll und witzig und hat ein sehr großes Herz. Sie arbeitet in einer Art Heim und doch scheint es dem Leser so als habe sie einen besonderen Hang für das Soziale. Innerlich hat sie manchmal mit ihren Ängsten zu kämpfen, weiß aber sehr gut wie sie das schafft. Vor allem ihre liebevolle und treue Art und Weise hat sie mich in mein Herz schließen lassen.

Mit den Nebencharakteren hat Kim Winter eine tolle Komposition geschaffen.
Der wohl wichtigste von ihnen ist wohl Iason - ein Außerirdischer. Er ist unglaublich gut aussehend und intelligent. Doch teilweise hat er es fertig gebracht, auch mich als Leser, zu verwirren - aber auf eine schöne und angenehme Art und Weise.
Finn ist sein Freund und ungefähr im gleichen Alter wie Iason. Auch er kommt aus Laduun. Er ist stehts zur Stelle, wenn seine Hilfe gebraucht wird.
Hope, Silas, Ariel, Luna und Tony sind die Kinder von Laduun die in dem Heim wohnen, in dem Mia arbeitet - allesamt liebevolle Geschöpfe mit ihren eigenen kleinen Macken.
Dann wären da noch Mias Freundinnen Lena, Barbara und Greta. Sie sind jeder Zeit für jede Schandtat mit ihrer Freundin bereit und stehen zu ihr - egal was kommt.
Mit Franck, Bert und Tanja arbeitet Mia zusammen. Sie alle sind sehr sozial engagiert und haben ein wunderbar großes Herz.

Kim Winters Schreibstil hat mich bezaubert. Sie schreibt so wunderbar herrlich romantisch, dass mir als Leserin ein Herz aufgegangen ist. An den passenden Stellen wird ihr Schreibstil etwas klarer - eben immer genau situationsbezogen. Sie konnte mich mit ihren bildhaften Erzählungen mitten ins Buch ziehen - einfach traumhaft-

Die Story war einfach wahnsinnig toll. Ich könnte nur schwärmen, denn ich bin wirklich restlos begeistert. Seit ich es das erste Mal gesehen habe, hat mich allein das schöne Cover magisch angezogen. Hinzu kam der spannende Klappentext - Außerirdische *wuhu* - und somit landete es in meinem Regal.
Im groben würde ich das Genre als einen Fantasy-Dystopien-Mix bezeichnen, wobei der Fantasyteil doch überwiegt. Der Roman spielt nämlich in der Zukunft, in einer Welt in der nicht alles unbedingt rosig ist und die ihre eigenen Lücken und Tücken hat. Das ganze gekoppelt mit der Fantasy hat mich wirklich umgehaun.
Kim Winters Roman war der erste Roman über Außerirdische den ich gelesen habe, und ich bin nicht enttäuscht worden.
Die Handlung ist die größte Zeit sehr romantisch, was genau das richtige war für einen Romantik-Fan wie mich. Zudem dreht sich eigentlich alles um Mias Leben, seit die Außerirdischen in ihrer Stadt gelandet sind. Und Iason bringt eben diesen vollkommen aus den gewohnten Zügen, was Spaß gemacht hat dies als Leser zu verfolgen.
Aber man sollte nicht meinen, dass dieses Buch nur langweilig romantisch ist, denn es hat definitiv auch wirklich gute "Action"-Szenen. Beim lesen dieser Szenen hat mein Herz gleich schneller geschlagen.
Und keine Sorge, dass Buch besteht nicht nur aus einer rosa roten Zuckerwelt, was manche nun vielleicht bei dem Begriff "Romantisch" gleich denken könnten - aber es gehört nun einmal dazu.
Zuckerbrot und Peitsche eben.
Zudem hat man als Leser irgendwie doch immer eine kleine Anbindung an unser heutiges Leben - hey, Ozzy Osbourne wird im Roman erwähnt - was mir auch wirklich gut gefallen hat.


Der Cliffhanger ist wirklich schön und macht einfach lust auf den zweiten Band - denn schließlich will man ja wissen, wie es mit den Kindern, Mia, Iason und all den anderen Charakteren weitergeht.

Fazit:
Ich bin einfach restlos begeistert von diesem Roman und möchte ihn jedem ans Herz legen, der Romantik und Fantasy mag. Denn dieser Roman ist wirklich wirklich gut und hat ihn mich innerhalb kurzer Zeit verschlingen lassen.
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