Das Buch, dass ich gerade im Schrank gefunden habe, ist groß, abgestoßen, stellenweise klebrig und voll mit Haferflocken (??). Als ich es aufgeschlagen habe, zum ersten Mal seit bestimmt ewigen Jahren, habe ich mich doch sofort wieder an alles erinnert.
Ich liege im Bett, meine Mama oder mein Papa müssen zum hundertsten Mal das Buch aufschlagen. Ich kenne Rodolfo, Kalle, Gwendolin und Paganini, ich kann die Bildunterschriften aufsagen, ohne sie je gelesen zu haben. Der Hund rutscht für mich zur Seite. Manche Wolken rund sind und manche würfelig, das ist eben so. Als Kind ist mir die Welt der Gestalter so vertraut wie meine eigene.
Heute sind sind die Gestalter da, wo man nicht mehr so einfach hinkommt. Ob sie mir etwas auf den Weg gegeben haben? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Heute beeindruckt mich die mühelose, klare und wunderbare Sprache. Die unendlichen Texturen der Bilder, die manchmal aus dem Buch herausfallen wollen. Die groben, feinen Gestalter in all ihrer Eigenheit. Ihre Umgebung, ein Paradies der Schöpfungslust.