An einem Abend im August fährt Herr Müller mit dem Mann, den er entführt hat, zu einem kleinen See in der Provinz. Dort tötet er eine Kuh und den Mann. Der Trick scheint zu funktionieren, denn die Behörden gehen von einem tragischen Unfall mit Vulkangas aus, wie es in der Eifel ab und zu vorkommt. Aber Steenbergens Freund Peter Welsch glaubt nicht an diese Theorie und heuert einen Detektiv an. Was der ans Licht bringt, hat nur noch wenig mit Vulkangasen zu tun.
Herr Müller heißt nicht Herr Müller und der Detektiv ist auch kein echter Detektiv. Richard Romanoff ist Historiker, der Peter Welsch auf der Suche nach Atlantis unterstützt. Und zunächst sieht es so aus, dass die Suche nach dem Mörder Steenbergens ähnlich aussichtslos wie die Suche nach Atlantis ist. Denn jeder Hinweis den Romanoff findet, macht das Rätsel nur komplizierter.
Müller und Romanoff sind ähnlich ungeeignet in ihrer Berufung. Dass Müller es geschafft hat, einen Mann zu entführen und zu töten ohne die geringste Spur zu hinterlassen, ist fast ein Wunder. Denn er stellt sich einfach dumm an. Jeden Fehler macht er mit einem noch größeren Fehler wieder gut und muss danach nur noch mehr aufräumen. Romanoff ist ihm zwar dicht auf den Fersen. Aber er schafft es nie, Müller zu fassen. So tappen die Beiden durch ein Dunkel, in dem nur der Leser sehen kann.
Ich war mir beim Lesen nicht sicher, wie ernst ich die Geschihte wirklich nehmen kann. Erst das Ende hat mich davon überzeugt, dass es sich nicht um eine Satire handelt. Trotzdem hinterlässt das Buch nur einen durchschnittlichen Eindruck bei mir.
Ja, am besten vom ganzen Krimi ist eigentlich der Modus operandi. Der Rest einschließlich des merkwürdigen Ermittlers (zerstreuter Professor, der sämtliche Klischees bedient) ist überhaupt nicht überzeugend und empfiehlt Geiers Krimis nicht zur Pflichtlektüre. Das lassen wir also besser bleiben.