Fredi Thiele legt mit »daseyn« eine Novelle von außerordentlicher poetischer Kraft vor. Sie erzählt von dem Verhältnis zwischen zwei jungen Queers, von ihrer Anziehung, von Sex und der Angst, eine unerhörte Frage zu stellen. Im Mittelpunkt steht die Herausforderung, sich erst in einer zwischenmenschlichen Beziehung (»mit etwas«) und dann plötzlich wieder alleine (»ohne anderes«) zurechtzufinden. In »daseyn« fragt Fredi Thiele nach der Existenz des modernen Menschen und besticht durch einen filmisch-märchenhaften Stil, dessen Zauber verlockender nicht sein könnte.
Eine andere Perspektive auf die Liebe und das Existieren inner- und ausserhalb von Beziehungen ermöglicht «Daseyn» von Fredi Thiele. Ein Debüt mit poetischer Sprache und vielen Gefühlen.
Die Welt is a mess. Wissen wir alle, lässt sich so leicht sagen; durchstehen ist das andere. Damit trotzdem ein Gefühl von Ordnung und Struktur entsteht, teilen wir unsere erlebten Jahre in Phasen ein. Wie es in «Daseyn» von Fredi Thiele gemacht wird, bestimmt durch eine Zwischenmenschliche Beziehung. (...)
sprachlich sehr interessant, präzise, klug. aber fredis beschreibungen von BIPoC und migrantischen personen sind teilweise etwas whack & exotisierend. BIPoC sind nich exotisch for fucks sake!