Jump to ratings and reviews
Rate this book

daseyn

Rate this book
Fredi Thiele legt mit »daseyn« eine Novelle von außerordentlicher poetischer Kraft vor. Sie erzählt von dem Verhältnis zwischen zwei jungen Queers, von ihrer Anziehung, von Sex und der Angst, eine unerhörte Frage zu stellen. Im Mittelpunkt steht die Herausforderung, sich erst in einer zwischenmenschlichen Beziehung (»mit etwas«) und dann plötzlich wieder alleine (»ohne anderes«) zurechtzufinden. In »daseyn« fragt Fredi Thiele nach der Existenz des modernen Menschen und besticht durch einen filmisch-märchenhaften Stil, dessen Zauber verlockender nicht sein könnte.

138 pages, Paperback

First published March 12, 2023

Loading...
Loading...

About the author

Fredi Thiele

1 book1 follower

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
4 (40%)
4 stars
4 (40%)
3 stars
1 (10%)
2 stars
1 (10%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Michael Bohli.
1,107 reviews56 followers
June 13, 2023
Eine andere Perspektive auf die Liebe und das Existieren inner- und ausserhalb von Beziehungen ermöglicht «Daseyn» von Fredi Thiele. Ein Debüt mit poetischer Sprache und vielen Gefühlen.

Die Welt is a mess. Wissen wir alle, lässt sich so leicht sagen; durchstehen ist das andere. Damit trotzdem ein Gefühl von Ordnung und Struktur entsteht, teilen wir unsere erlebten Jahre in Phasen ein. Wie es in «Daseyn» von Fredi Thiele gemacht wird, bestimmt durch eine Zwischenmenschliche Beziehung.
(...)

Die ganze Kritik jetzt bei Phosphor Kultur.
Profile Image for Rick Lupert.
112 reviews13 followers
April 29, 2026
Fredi Thieles Novelle "daseyn" ist eine bildreiche, poetische Auseinandersetzung mit der Erfahrung, sich ganz einem anderen Menschen verschrieben zu haben, der einen dann verlässt - und der Not, sich dann wieder selbst finden zu müssen. Thieles poetischer Werkzeugkasten ist dem Josef Winklers insofern ähnlich, als dass beide nahezu im Sinne des Mayröckerschen Proems Sinneseindrücke, (pop)kulturelle Verweise und Emotionen zu schlagkräftigen Absätzen verbinden, die nicht immer, sogar selten, tatsächlich eine Handlung vorantreiben, sondern viel eher immer weiter um Ausdruck ringen. Thieles Ich-Erzähler*in ist ein*e Wander*in - Nomad*in -, auf der Suche nach einem Ort, wo es ein Zu-sich-selbst-Finden geben kann. Zwischen der zerstörerischen Trennung und einer beginnenden Heilung sehnt sich diese Figur phasenweise nach dem Tod (auch darin Winklers Ich-Erzählern nicht unähnlich), hungert, schläft mit anderen Männern, um den einen, den sie nicht aufhören kann zu lieben, wenigstens momentan zu vergessen. In diesem Kreisen um dieses Ich bleibt es erstaunlich wenig fassbar, ist fast nur eine Gemengelage an Gefühlen mit ganz wenig biografischen Details - ja, es gibt oder gab Eltern, es gibt Freund*innen, es gibt Jobs, aber alles verschwimmt und bleibt diffus. Darin untergräbt der Text auch Erwartungen, die man mittlerweile an queere Autofiktion hat - "daseyn" verweigert sich bewusst dieser Interpretationsmöglichkeit, was erfrischend ist. Eine schnelle, ungewöhnliche Lektüre, die durch Poesie besticht und durch akkurate Herzschmerzbeschreibungen unter die Haut geht.
Profile Image for Isaak.
142 reviews9 followers
Read
April 3, 2025
sprachlich sehr interessant, präzise, klug. aber fredis beschreibungen von BIPoC und migrantischen personen sind teilweise etwas whack & exotisierend. BIPoC sind nich exotisch for fucks sake!
Displaying 1 - 3 of 3 reviews