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"Vernebelt, verdunkelt sind alle Hirne": Tagebücher 1939-1945

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Der Laubacher Justizinspektor Friedrich Kellner wollte der Nachwelt ein Zeugnis ablegen von der gedankenlosen Unterwürfigkeit seiner Zeitgenossen und den hohlen nationalsozialistischen Propagandaphrasen. Von 1939 bis 1945 schrieb er beinahe täglich seine Kritik am NS-Regime nieder und dokumentierte die vielen kleinen und großen Verbrechen der NS-Diktatur. Diese Tagebücher zeigen, dass jeder in der Lage gewesen wäre, die nationalsozialistische Rhetorik zu entlarven und von den Gräueltaten des "Dritten Reiches" zu wissen. Kellners akribische Analyse der Tagespresse, die zusammen mit zahlreichen eingeklebten Zeitungsausschnitten einen Großteil der Tagebücher einnimmt, macht diesen Text zu einer einzigartigen Quelle, die eine neue Sicht auf den Alltag im "Dritten Reich" ermöglicht. Darin unterzieht er die gleichgeschalteten Meldungen einer schonungslosen Kritik und verdeutlicht, wie offensichtlich die Lügen der NS-Presse waren. In der Verbindung von Zeitungsausschnitt und Kommentar findet Friedrich Kellner eine Methode, die seine Tagebücher neben die Aufzeichnungen Victor Klemperers stellt.

1126 pages, Hardcover

First published July 1, 2011

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Friedrich Kellner

3 books5 followers
August Friedrich Kellner (* 1. Februar 1885 in Vaihingen an der Enz; † 4. November 1970 in Lich) war ein deutscher Sozialdemokrat, Justizinspektor und Autor dokumentarischer Aufzeichnungen in der Zeit des Naziregimes in Deutschland. Im Geheimen hatte er während der Zeit des Nationalsozialismus Tagebücher geführt.

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Profile Image for Susu.
1,788 reviews21 followers
March 1, 2018
Man muss nicht immer mit Kellners Worten einverstanden sein - er beweist, dass die öffentlich zugänglichen Informationen, das Gerede der Menschen untereinander in Kombination mit einem kritischen Urteilsvermögen ausreicht, um ein recht gnadenlos genaues Bild der Nazi-Herrschaft zu erhalten. Das wirft die Frage auf: Wenn wir uns auf die Erinnerung und Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen so viel zugute halten - gucken wir dabei auch auf die Täter oder beklagen wir vornehmlich die Opfer?
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