Unter Piraten in der Karibik, mitten in der Russischen Revolution - Zeitreisen sind voller Überraschungen. Fest entschlossen betritt Cya die fremden Welten. Inspiriert von der friedlichen und selbstbestimmten Gesellschaft der Zukunft, in der sie lebt, reist sie von Zeit zu Ort und versucht, die Vergangenheit von ihren Fesseln zu befreien – mit unterschiedlichem Erfolg. In »Tausend und ein Morgen« entwirft Ilija Trojanow ein leidenschaftliches Porträt seiner mutigen Heldin. Wie kein anderer Autor verbindet er erzählerische Virtuosität und kritisches Denken zu einem modernen Epos, das alle Grenzen überwindet, Raum und Zeit ausleuchtet und einen frischen Blick in die Zukunft wagt. Mit sinnlichen Bildern und überbordenden Geschichten erfindet Ilija Trojanow den utopischen Roman neu - ein Roman, der von der unerschöpflichen Kraft unseres Denkens erzählt.
Ilija Trojanow (bulgarisch Илия Троянов) ist ein deutscher Schriftsteller, Übersetzer und Verleger bulgarischer Abstammung. Ilija Trojanow im deutschen Wikipedia
So unvorbereitet, wie ein jeder selbst in sein eigenes Leben hineingeworfen wird, lässt Trojanow den Lesenden in spannende und teils doch immer undurchschaubar bleibende Weltsequenzen hineinfallen.
Macht und Maschinen Das Buch beginnt bei der Hoffnung der Menschen auf eine bessere Welt, eine gerechte und lebenswerte Welt für all deren Bewohnerin. Es zeigt die Grautöne zwischen Gut und Böse und wie Herkunft und Vergangenheit die Motivation des Handels bestimmen. Das Zeitalter und die Lebensumstände begrenzen mehr als die Fähigkeiten die Ausmaße von Handlungen. Die Geschichte erklärt, dass die Welt zu komplex ist, um durch das Ziehen einzelner Hebel etwas zu verändern und sie beschreibt die Hoffnung, es trotzdem zu versuchen. Sie zeigt auch, dass es in Ordnung ist, nichts verändern zu wollen. Sie appelliert an den Wert von Freiheit und Zusammengehörigkeit in einer funktionierenden Gemeinschaft. Das Buch veranschaulicht wie sich die Umstände einer Zeit durch das Gefühl von Gischt im Gesicht, während dem Mittagessen an einer belebten Straße oder zwischen den Laken eines Bettes offenbaren. Man muss den Kopf heben, um sich seiner selbst wahr zu werden.
Eine utopische Erzählung über Zeitreisen. Das Buch enthält Längen, aber auch gut erzählte, abwechslungsreiche Passagen. Einige Erzählungsstränge wirken entweder zu lang oder abgehackt.