Siegtrud, vor Kurzem Witwe geworden, staunt, was man in Reykjavík alles erleben kann, ganz ohne Geld auszugeben. Ein Glas Champagner auf einer Vernissage, ein kostenloser Museumsbesuch oder eine Trauerfeier mit anschließendem Imbiss – Siegtrud ist dabei, stets in einen eleganten französischen Seidenschal gehüllt, ein Erbe ihrer Mutter. Der Schal erinnert sie an das Rätsel ihrer Herkunft: Großvater Magnus soll Franzose gewesen sein. Erst jetzt im Alter fasst sie den Mut, Nachforschungen anzustellen. Sie lernt Französisch und träumt von einer Reise an ihren Sehnsuchtsort: Paris.
A poetically imagined modern fairy tale of a novella about an older woman finding her 'true identity', even if it's all fabricated.
All of the expected fairy tale elements are there: the loss of a parent, monsters (in the shape of people), a physical impairment, helpful spirits, harmful spirits and a long journey to a foreign land. Short, sweet and a pleasant read for a rainy or snowy afternoon.
Es fällt mir schwer, meine Kritik zu dem dünnen Büchlein "Eigene Wege" zu formulieren - das setting und die Protagonisten haben mir eigentlich sehr gut gefallen. Doch irgendwie habe ich auf die komplette Länge des Buches keinen richtigen Zugang finden können. Ohne spoilern zu wollen gibt es eine dramatische Entwicklung für die Protagonistin nach ungefähr dreiviertel des Buches, bei der mir eigentlich die Tränen hätten kommen müssen. Aber auch wenn ich Siegtrud bedauert habe, war die Szene dann halt schnell zu Ende und ich habe quasi einfach weitergelesen. Der Titel und auch die Covergestaltung haben mir richtig gut gefallen, hier wurde der Inhalt und die Bedeutung des Koffers und auch des Schals sehr gut eingefangen.
Ich denke, ich würde der Autorin gerne auf einer anderen Geschichte folgen, aber diese hier hat mich nicht fesseln können.
Ein feines Büchlein über Siegtrud, eine alte Dame in Island, die nach dem Tod ihres Mannes in ihrem Alltag in kleinen Dingen wie dem Besuch von Beerdigungen Freude findet. Immer noch denkt sie oft an ihre Kindheit, die wegen einer Missbildung ihrer linken Hand ("Seehundsflosse") mit dem Schuleintritt nicht einfach war. Vom Vater weiß sie kaum etwas, die Mutter ist früh verstorben. Ihr bleibt neben einem Schal ein alter Koffer, in dem sie ein Foto ihres Großvaters aufbewahrt, der ein Franzose gewesen sein soll. Und träumt sich auch jetzt immer wieder weg in eine elegante Pariser Welt.
Leider konnte ich diesem Roman wegen genereller Lesemüdigkeit nicht die innere Aufmerksamkeit widmen, die er bestimmt verdient hätte. Vielleicht wäre unter anderem Umständen die Bewertung sogar höher ausgefallen. Viel Isländisches steckt in den Details. Für alle, die Chatelets Die Klatschmohnfrau mochten.
Þetta er alveg einstaklega hugljúf saga í bland við ljúfsáran trega eins og Krillu er von og vísa. Hún er ótrúlega næm á að draga hið mannlega fram í sínum karakterum, söguhetjurnar gjarnan að fást við einhverja bresti í lífinu, meðfædda eða tilkomna vegna utanaðkomandi þátta, lífs eða liðinna. Textinn er líka svo mjúkur og læsilegur, maður þarf ekkert að hafa fyrir því að lesa hann, sagan líður áfram átakalaust. Ég get hiklaust gefið bókinni 4 stjörnur. Við Hrefna hlökkum til að sjá þessa sögu á leiksviðinu í haust.